Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  5. Tantum ergo Sacramentum
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Heiliger Irenäus soll zum Kirchenvater proklamiert werden

15. Jänner 2018 in Chronik, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Franziskus stimmt grundsätzlich dem Vorschlag des Erzbischofs von Lyon, Kardinal Barbarin, zu - Denken des gallischen Bischofs des zweiten Jahrhunderts prägt bis heute die orthodoxe Theologie


Paris (kath.net/KAP) Der Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin, hat einem Bericht des französischen Nachrichtenportals "Infocatho" zufolge Papst Franziskus gebeten, den Heiligen Irenäus von Lyon feierlich zum "Kirchenvater der Einheit der Kirche" zu erheben. Der Papst habe in einem Brief vom 4. Jänner sein prinzipielles Einverständnis erklärt, aber zugleich verlangt, dass die französischen Bischöfe und die Rektoren der theologischen Universitätsinstitute dem Vorschlag von Kardinal Barbarin beitreten müssten, berichtete die Stiftung "Pro Oriente" am Donnerstag unter Berufung auf das Onlineportal.

Der Heilige Irenäus war von 177 bis 202 Bischof von Lyon. Die Einheit der Kirche war ihm ein großes Anliegen. So trat er beim Papst dafür ein, dass jene Gemeinschaften, die Ostern zu einem anderen Termin als die Kirche von Rom feierten, nicht exkommuniziert wurden. Irenäus war ein Schüler des Heiligen Polykarp von Smyrna, vermutlich stammte er selbst aus Kleinasien. Als Nachfolger des als Märtyrer gestorbenen Heiligen Pothinus wurde er Bischof von Lyon, damals die bedeutendste Metropole des römischen Gallien.


Die große Sorge des Heiligen Irenäus war die Ausbreitung der Lehren der Gnostiker, die die Menschwerdung des Wortes Gottes in Jesus Christus leugneten. Der Heilige studierte aufmerksam die Lehren der Gnostiker, führte viele Glaubensgespräche, las unermüdlich. Auf der Basis seiner gründlichen Kenntnis der Auffassungen der Häretiker verfasste er das Werk "Adversus haereses" (Gegen die Irrlehren), um die esoterischen Auffassungen zurückzuweisen.

Irenäus stellte die Kirche in ihrer Ursprünglichkeit, Universalität und Einigkeit gegen die Irrlehren, die von Abweichung und Zersplitterung geprägt seien. Er unterstrich die Legitimität der Kirche durch die apostolische Sukzession der Bischöfe und durch das Festhalten an den einzig maßgeblichen Schriften des Alten Testaments und des Neuen Testaments als "Kanon der Wahrheit". Gegen gnostische Vorstellungen betonte er den Glauben an den einzigen Gott und Schöpfer, die Bejahung des Lebens in der Welt, die Bedeutung der Ethik, die Erwartung der Wiederkunft Christi, die Sünde Adams sah er durch die Menschwerdung Christi aufgehoben. Bis heute ist die Theologie der orthodoxen Kirche stark von den Ideen des Heiligen Irenäus geprägt.

In der Auseinandersetzung vergaß der Heilige nie, dass sein Name "der Friedfertige" bedeutete. In der Folge wurde "irenisch" zu einem stehenden Begriff für friedvolles Verhalten in schwierigen intellektuellen und politischen Auseinandersetzungen. Seine Werke waren von Weisheit, Liebe und Treue zur apostolischen Tradition gekennzeichnet.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchenlehrer

  1. Papst Benedikt XVI. – ein Kirchenlehrer?
  2. Kardinal Ouellet: Newman soll Kirchenlehrer werden!
  3. Reliquie der heiligen Therese nach 18 Jahren wieder in Österreich
  4. Papst erhebt Armenier zum Kirchenlehrer
  5. 'Das Geheimnis Gottes, das sich im Ich verbirgt'
  6. Franz von Sales: radikale, befreiende Wirklichkeit der Liebe Gottes
  7. Bedeutung Hildegard von Bingens als Kirchenlehrerin für unsere Zeit
  8. Die erste Kirchenlehrerin deutscher Sprache
  9. Botin der göttlichen Botschaft
  10. Zeitung: Hildegard von Bingen soll Kirchenlehrerin werden







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Papst reagiert auf Sex-Vorwürfe gegen Erzbischof von Rabat
  4. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"
  5. „Lass das Zählen sein!“
  6. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  7. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  8. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  9. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  10. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  11. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  12. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  13. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  14. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  15. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz