Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Heimischer Tennisprofi als Franziskaner-Missionar in Myanmar

31. Juli 2019 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der ehemalige Tennis-Staatsmeister und Franziskanerbruder Johannes Nepomuk Unterberger kümmert sich seit 2016 um Waisenkinder in Myanmar.


Wien (kath.net/KAP) Eigentlich wollte der gebürtige Bad Ischler P. Johannes Nepomuk Unterberger (Foto) Tennisprofi werden. Obwohl er großen Erfolg hatte und 1996 unter anderem österreichischer Herrenstaatsmeister wurde, beschloss er Priester, Franziskanermönch und schließlich Missionar in Myanmar zu werden.

Im Dezember 2016 verließ der ehemalige Tennisprofi seine Heimat Österreich, um als einer von 15 Franziskanermönchen in Myanmar (ehemals Burma) zu wirken. In der Großstadt Yangon ist Unterberger als "Father Joe" bekannt und kümmert sich um Waisen- und Armenhäuser, die den Franziskanern anvertraut wurden. Zum Tennis spielen komme Unterberger nicht mehr, wie er auf Anfrage von "Kathpress" mitteilte: "Aber manchmal spiele ich mit den Kindern Badminton."

Myanmar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und besonders Kinder sind von Armut betroffen. Father Joe ist mit den Sorgen der Waisenhäuser in Myanmar bestens vertraut. Bedenklich findet er, dass die Kinder nur sehr einfache Nahrung bekommen und kaum Früchte und Fleisch essen. Für ein Kind stehen derzeit pro Tag nur etwa 35 Cent für Nahrungsmittel zur Verfügung, so der Mönch. Das wiederum mache anfälliger für Krankheiten und ende in einem fatalen Kreislauf. Immer wieder mangle es den Kindern, die von den Franziskanern betreut werden, an Medikamente, Lebensmittel und Kleidung. Punktuelle Hilfe zu organisieren zählt daher zu den Hauptaufgaben von Father Joe.


Neben dem Haus in Yangon, wo Father Joe tätig ist, betreuen die Franziskaner auch Häuser in Myaungtaga, Tonzan und Kyaiklat. Zur Zeit ist der ehemalige Tennisstar damit beschäftigt, Burmesisch zu lernen. "Die einfache Silbe LA hat drei verschiedene Bedeutungen, die nur verstanden werden durch die richtige Betonung", erklärte er gegenüber "Kathpress". Das hat zur Folge, dass die Menschen bei Unterbergers Betonung ganz andere Sinninhalte hören. Das hindert Unterberger aber nicht daran, ein Rosenkranzhilfsprojekt zu leiten um den Leuten bessere Lebensumstände zu ermöglichen.
Mönch wollte eigentlich Tennisprofi werden

Der 1974 in Bad Ischl geborene Unterberger übersiedelte schon während der Schulzeit nach Linz und später nach Wien um seine Tennis-Karriere voranzutreiben. Schon als 16-jähriger feierte er große Erfolge und wurde österreichischer Jugendmeister. Nach der Teilnahme an vielen internationalen Bewerben holte er 1996 den österreichischen Herrenstaatsmeistertitel und ein Jahr später wurde wurde er Herrenstaatsmeister im Doppel. Am Höhepunkt seiner Karriere konnte er in der Weltrangliste Platz 580 belegen; im Doppel landete er sogar auf Platz 300.

Nach Angaben des Nachrichtenportals meinbezirk.at wurde sein religiöses Interesse durch eine Wallfahrt nach Medjugorje im Jahr 1999 geweckt. Er beendete seine Tenniskarriere und begann den Ausbildungslehrgang für Spätberufene in Horn und im Anschluss das Theologiestudium. 2001 startete er seine Kandidatur bei den Franziskanern und 2003 wurde Unterberger ins Noviziat aufgenommen. Während er in Salzburg Theologie studierte legte er 2009 in Graz die Ewigen Gelübde ab. Nach abgeschlossenen Studium wurde er im Oktober 2011 zum Diakon geweiht und 2013 fand die Priesterweihe statt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sport

  1. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  2. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  3. IOC plant offenbar Verbot von Trans-Frauen in Wettbewerben der Damen
  4. 'Ich habe nur eines zu sagen: Der Dank gehört dir, Herr Jesus Christus'
  5. "Gott ist gut. Er ist größer als alle Höhen und Tiefen"
  6. Ist die ‚Olympiasiegerin’ im Frauenboxen Imane Khelif ein Mann? – Gutachten aufgetaucht
  7. Deutsche Olympionikin singt Gospel bei Pressekonferenz
  8. "Gott kann Dinge in einem Moment ändern. Betet ohne Unterlass und hört nie auf zu glauben."
  9. Vamos España - 'Ohne Gott hat nichts im Leben einen Sinn.'
  10. Katholik Carlos Alcaraz gewinnt Wimbledon







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  3. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  4. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  7. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  8. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  9. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  10. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  11. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  12. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  13. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  14. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz