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Stararchitekten bauen erste Autobahnkirche der Schweiz

22. Februar 2020 in Schweiz, 5 Lesermeinungen
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Gotteshaus nach Plänen von Herzog & de Meuron soll an der San-Bernardino-Route im Kanton Graubünden entstehen.


Fribourg-Zürich (kath.net/ KAP)
Das renommierte Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron wird die erste Autobahnkirche der Schweiz errichten. Das Gotteshaus soll auf einem Hügel an der A13 in Andeer im Kanton Graubünden gebaut werden, berichtete das Schweizer Nachrichtenportal "kath.ch" (Donnerstag). Am Mittwoch war das Vorprojekt zur Autobahnkirche an der San-Bernardino-Route vorgestellt worden. Die Finanzierung soll laut den Verantwortlichen auf privater Basis durch Spenden erfolgen. Bis Ende 2022 soll der Rohbau der Kirche fertiggestellt sein.


Hinter dem Projekt steht die Interessengemeinschaft (IG) Autobahnkirche Andeer - Val Schons. Es wurde eine Stiftung gegründet, deren alleiniger Zweck die Errichtung und der Betrieb der Kirche ist. Die evangelische und die katholische Landeskirche sowie die örtlichen Kirchengemeinden begrüßen das Projekt, tragen es aber finanziell nicht mit, sagte Jens Köhre, reformierter Pfarrer in Andeer und Mitglied in der IG, zu "kath.ch".

Im Gegensatz zum benachbarten Ausland kennt die Schweiz bisher keine Autobahnkirchen. In Deutschland bieten 46 Autobahnkirchen die Möglichkeit zu kurzer Einkehr und zur Entspannung. Entlang der österreichischen Straßen laden zahlreiche Kirchen und Kapellen zu solcher Rast ein, zwei davon nennen sich ausdrücklich "Autobahnkirche": Die Kirche "Maria im Walde" in Dolina auf der A2 zwischen Klagenfurt und Graz sowie die Autobahnkirche in Haid auf der A1 bei Ansfelden.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Fink 24. Februar 2020 
 

@ gloria.olivae - Michelangelo und Bernini

haben sich- freiwillig oder gezwungenermaßen- bei ihrer Kunst den Vorgaben der Kirche unterworfen. Sie waren als Künstler nicht "autonom" ! Die Kirche als Geldgeber hat für die Einhaltung der Regeln gesorgt. Und das war gut so. Heute macht die Kirche keine Vorgaben mehr, lässt die autonomen Künstler machen und schmeißt ihnen das Geld in den Rachen, den Star-Künstlern und Architekten. Und die Redakteure des Feuilleton klatschen Beifall. Die modernen Kirchen der letzten 60 Jahren sind Ausdruck einer "Krankheit".


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 Lilia 24. Februar 2020 
 

@gloria.olivae

Gegen ästhetisch geschmackvolle Kirchen-Neubauten wäre im Grunde nichts einzuwenden. Nur ist bei Heranziehung eines oder sogar mehrerer sog. "Stararchitekten", wie @Fink schon bemerkte, leider zu befürchten, dass jeglicher Sinn für Schönheit und Ästhetik dem Zeitgeist der abstrakten Kunst geopfert wird. Ergebnis wird dann wie so oft, ein masonischer Eine-Welt-Religion-Tempel sein.
Gerne lass' ich mich jedoch vom Gegenteil überzeugen!


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 gloria.olivae 24. Februar 2020 

@Lilia

Ich freue mich über jeden neuen Kirchenbau, vor allem in einer Zeit, in der Kirchenneubauten selten geworden sind.

Ihre harsche Kritik kann ich darum nicht verstehen. Die Finanzierung läuft über Spenden. Und für Kirchen sollte das nur das Beste gut genug sein. Das gilt auch für den Architekten. So hat das die Kirche immer gemacht. Bernini oder Michelangelo waren auch die Architektur- und Kunststars ihrer Zeit.


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 Lilia 24. Februar 2020 
 

Wieso braucht es dazu einen "Stararchitekten"?!

Die Kirche hat einfach zu viel Geld und schmeißt es mit Händen und Füßen zum Fenster hinaus - anstatt es Bedürftigen zuzuwenden!
UNVERANTWORTLICH!!!!


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 Fink 22. Februar 2020 
 

Ich stehe der modernen Architektur ablehnend gegenüber- besonders im sakralen Bereich

Was da in den letzten 70 Jahren alles hingestellt wurde an Kirchen und Kapellen, für mich ein Graus. Das ist für mich kein Ausdruck des Glaubens, sondern Koketterie mit dem Glauben. Wenn der Künstler seine abstrakte Kunst erst erklären muss, was er mit diesem und jenem eigentlich gemeint hat, dann stimmt sowieso was nicht. Der moderne Künstler will provozieren und dekonstruieren. Und überhaupt gilt: "Was heute modern ist, ist morgen schon von gestern".


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