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Regensburger Domspatzen kehren zurück auf die Konzertbühne

3. Oktober 2020 in Kultur, keine Lesermeinung
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Nach mehr als einem halben Jahr Unterbrechung aufgrund der Corona-Bestimmungen sind die Domspatzen wieder in einem Konzert zu hören, und das gleich in der Hamburger Elbphilharmonie.


Regensburg (kath.net/pr)

Die Regensburger Domspatzen, der wohl älteste Knabenchor der Welt, kehren am 11. Oktober 2020 zurück auf die Konzertbühne. In der Elbphilharmonie Hamburg präsentieren sie in zwei Matineen, um 10.30 und um 13.00 Uhr, je eine Stunde lang A-Cappella-Musik vom Feinsten. Spitzenchor trifft Spitzenkonzerthaus! Nach sechs Monaten Auftrittspause infolge der Corona-Beschränkungen nicht nur ein Lichtblick für die Domspatzen selbst.    

In zwei Sonntags-Matineen präsentiert der Chor Kompositionen und Psalm-Vertonungen quer durch alle Epochen, z.B. von Palestrina, Schütz, Bruckner, Rheinberger, Nystedt, Planyavsky. „Unsere DNA besteht aus Singen und Musizieren im Chor, es wurde Zeit, dass wir wieder mit einer etwas größeren Besetzung auch auf die Bühne dürfen und das tun können, was unsere eigentliche Aufgabe ist“, sagt Domkapellmeister Christian Heiß, Leiter und Dirigent der Domspatzen. Natürlich blicke man weiterhin auf die Gesundheit aller Sänger und Chorleiter. „Wir halten uns an sämtliche Vorgaben der zuständigen Behörden“, so Heiß. Dafür wurde vom Chormanagement ein detailliertes Schutzkonzept ausgearbeitet. Die Besetzung des Chores muss wegen der gebotenen Abstände wesentlich kleiner als sonst sein. Alle Chormitglieder werden vorab zweimal auf Corona getestet und es gelten für alle strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Zusätzlich begleitet ein Ärztepaar den Chor auf seiner ersten Konzertreise nach sechs Monaten. „Wir haben im Vorfeld alles Menschen Mögliche unternommen, um die Sicherheit der Sänger und der Konzertbesucher zu gewährleisten“, sagt Heiß. Das Konzert seiner Domspatzen sei wohl das erste größere A-Cappella-Chorkonzert in der Elbphilharmonie seit dem Lockdown. Für die Domspatzen ist es nach 2018 schon der zweite Auftritt in Hamburgs großem Konzerthaus.  


Matineeprogramm mit dem Titel „Erschaffen“

„Erschaffen“, so lautet das Motto der Konzerte. Von Anfang an und durch alle Jahrhunderte hindurch loben die Menschen den, „der Himmel und Erde erschaffen hat“. Psalmen laden uns ein, den Schöpfer zu preisen, „der die Erde über den Wassern gegründet hat, denn seine Huld währt ewig“ (Palm 136,6). Die Bewahrung der Schöpfung und unserer Gesundheit sowie der Respekt vor der Vielfalt der Natur sind in diesen Tagen aktueller denn je. Gesundheits- und Umweltschutz sind unverzichtbar für die Zukunft unserer Erde. Vielen Menschen fällt ein solcher Glaube heute schwer: der Glaube an ein ewiges Leben, wo wir miteinander staunen, wo jedes Geschöpf, erlöst von den Beschwerden der irdischen Welt, seinen Platz einnehmen wird. Ein solcher Glaube kann aber auch Hoffnung machen und Trost spenden. Wo Musik erklingt, da berühren sich Himmel und Erde. Musik gibt also dem Klang der Ewigkeit ihren Ausdruck. Im Bewusstsein, dass viele Komponisten durch ihre geniale Kreativität musikalische Kunstwerke geschaffen haben, lässt sie der weltberühmte Knabenchor erklingen.

Premiere für den Domkapellmeister

Die musikalische Leitung hat Domkapellmeister Christian Heiß.  Er ist erst seit einem Jahr Domkapellmeister in Regensburg. Er kommt zum ersten Mal in dieses spektakuläre Konzerthaus. Heiß ist selbst ehemaliger Domspatz und studierte nach dem Abitur die Hauptfächer Kirchenmusik und Orgel bei Professor Franz Lehrndorfer an der Musikhochschule München. Seine Studien beendete er mit dem Kirchenmusik-A-Diplom und dem Meisterklassendiplom in Orgel. Ab 1999 war er Domorganist in Eichstätt und wechselte 2002 in das Amt des Eichstätter Domkapellmeisters. In dieser Funktion leitete er mehrere Chöre der Eichstätter Dommusik (Domchor, Schola Gregoriana und Jugendkantorei). Christian Heiß spielt auch regelmäßig Orgelkonzerte und komponiert Chorwerke, die bei renommierten Musikverlagen erscheinen.

 

Fotos (c) Vogl/Domspatzen


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