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Lasst uns auf die ewige Wahrheit schauen!

14. Mai 2021 in Kommentar, 1 Lesermeinung
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Gott lärmt nicht in den Gassen, das ist absolut nicht notwendig. Wo seine Kraft wirkt, endet so manche fruchtlose allzu menschliche Diskussion - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net)

Christi Himmelfahrt. Ich erlebe dieses Fest und die Betrachtung der zugehörigen Bibelworte In diesem Jahr irgendwie mehr denn je als ein tiefes Aufatmen -zwischen all den irdischen und zeitlichen Themen, die sich uns in diesen Tagen aufdrängen, und die selten besonders ermutigend sind. Corona (immer noch), diverse fragwürdige Segnungsfeiern, Ungehorsam vieler Hirten, Impfen oder nicht, Gewalt gegen Israel- ich höre lieber auf. Und zwar nicht, um die derzeitige Realität zu verdrängen, sondern um auf die ewige Wahrheit zu schauen.

In der Apostelgeschichte hieß es in der gestrigen Lesung: „Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?

Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ Dadurch wird unser Blick auf den Himmel gelenkt und wir dürfen die Versicherung erneuern, dass Jesus wiederkommen wird. Aus Matthäus 24,30 wissen wir, dass diese Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit von allen Völkern gesehen werden wird- niemand wird sie verpassen. Dann wird sich auch weisen, wer mit dem Heiligen Geist gegangen, und wer dem Holzweg des Zeitgeistes aufgesessen ist, auch innerhalb der Kirche. Rede und Antwort stehen ist wichtig, aber niemals müssen wir uns fertig machen lassen von den Verwirrungen dieser Zeit. Jesus kommt wieder. Und bis dahin ist es freilich nicht unsere Aufgabe, untätig herumzuwarten. (Auch nicht, mit trotzig Unbelehrbaren in Ewigkeit unfruchtbare Streitgespräche zu führen, die uns am Ende vielleicht noch selbst zum Verhängnis werden, weil wir in unserem Zorn unter Umständen selbst sündigen, im Übrigen.)

In den Lesungen von Christi Himmelfahrt werden wir deutlich darüber aufgefrischt, was unsere Aufgaben sind, bis Jesus Christus wiederkommen wird- im Epheserbrief wird zuvor noch dem Evangelium vorangeschickt: „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke .“ Wenn das mal nicht hilft, die Augen weg vom fruchtlosen Krawall dieser Zeiten dahin zu richten, wo unbegrenzt Kraft und Freude, ja, der Sieg über den Teufel, herrscht! Bitte Heiliger Geist erleuchte die Augen unseres Herzens neu, damit wir diese Wahrheit wirklich tiefer erkennen!


Im Evangelium Markus 16,15ff werden wir an die letzten Worte Jesu erinnert, bevor er vor den Augen der Jünger in den Himmel aufgefahren ist. Die letzten Worte sind das Erbe, und ich denke wir sollten den letzten Worten vor der Himmelfahrt ebenso große Bedeutung zumessen, wie Jesu letzten Worten am Kreuz. „Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden. Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und verkündeten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte das Wort
durch die Zeichen, die es begleiteten.“

Meiner Erfahrung nach wird über diese Worte wenig gepredigt, vielleicht deswegen, weil wir so wenig davon tatsächlich sehen. Wie sollen wir nun den Riss zwischen dieser Ankündigung Jesu und unserem derzeitigen Erleben als Christ in Kirche und Welt überbrücken? Zeichen sollen geschehen durch die, die zum Glauben gekommen sind- das heißt, durch uns alle. Ich sehne mich danach, dass wir, die Gläubigen jedes Standes, in unserem Umfeld denen, denen der Heilige Geist (vielleicht auch auf unser Gebet hin) das Ohr öffnet (wir müssen es nicht selbst „aufquasseln“), das Wort Gottes bringen, und dass der Herr selbst Sein Wort bekräftigt. Jesus sagt, dass es so geschehen wird. Woran mag es liegen, dass wir oft so wenig davon sehen? Sicher nicht daran, dass wir uns eventuell nicht besonders der Charismatischen Erneuerung zugehörig fühlen, denn das Wort richtet sich ausdrücklich an alle, die zum Glauben gekommen sind. Vielleicht liegt es einfach daran, dass wir zu wenig auf diese Art und Weise füreinander beten? Dass wir unser Vertrauen zu wenig daran fest machen „welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke“? Daran, dass wir doch eher menschlich streiten und verzweifeln?

Es geht nicht um unsere eigene Kraft und Stärke, so dass wir uns selbst in den Mittelpunkt stellen könnten, sondern um Seine. Vielleicht müssen wir neu die Demut aufbringen und uns Gott zur Verfügung stellen, zum Beispiel darin, für Kranke zu beten- und das nicht nur aus der Ferne- und wirklich laut Seinem Wort zu vertrauen. Leben wir weltlich, oder doch übernatürlich? „Seid ihr denn wundersüchtig?!“ Nein, aber schütten wir das Kind nicht mit dem Bade aus, sondern tun wir einfach treu und unaufgeregt, was uns aufgetragen ist. Gott lärmt nicht in den Gassen, das ist absolut nicht notwendig. Wo seine Kraft wirkt, endet so manche fruchtlose allzu menschliche Diskussion (ich will damit natürlich nicht generell jedes Ringen um die Wahrheit für sinnlos erklären) und Er bekräftigt selbst Sein Wort. Darauf meine ich, sollten wir unseren ersten Fokus richten. Das Licht, und selbst das kleinste, wie ein Senfkorn, besiegt die Dunkelheit, nicht die gewaltsame Entfernung der Dunkelheit.

Christi Himmelfahrt ist außerdem sozusagen der Startschuss für unser erwartungsvolle Gebet auf Pfingsten hin. In Johannes 16,7 lesen wir: „Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.“ Manchmal denke ich, wie viel leichter es doch sein müsste, wenn ich Jesus mit meinen eigenen Augen sehen könnte, aber auch hier möchte ich auf Sein Wort vertrauen. Die derzeitige und veränderbare Realität, wie eingangs erwähnt, zeigt sich unseren physischen Augen, die ewige Wahrheit jedoch den Augen unseres Herzens. Danke für den Beistand, den Heiligen Geist, Jesus. Danke dass Du uns durch Ihn befähigst, Deinem Auftrag zu folgen, nicht in unserer eigenen, sondern in Deiner Stärke. Lasst uns neu damit beginnen. Danke Vater im Himmel für diese HOFFNUNG, zu der wir berufen sind! Und diese Hoffnung, ja, sie hat das letzte Wort.

 

 

VIDEO: ER wird genau so wieder kommen! Wir sind eigentlich Himmelsbürger - Jesus fährt zum Himmel, um uns den Tröster herabzusenden! - Mit der Taufe stehen wir schon mit einem Fuß im Himmel - Pfarrer Roger Ibounigg - Christi Himmelfahrt

 

 


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Lesermeinungen

 Diadochus 14. Mai 2021 
 

Jesu letzte Worte

Das sehr schöne Gedanken zum Fest Christie Himmelfahrt. Ja, wir sollten "den letzten Worten Jesu vor der Himmelfahrt ebenso große Bedeutung zumessen, wie Jesu letzten Worten am Kreuz". Wenn wir glauben, wird Jesus auch unser Wirken durch Zeichen begleiten und bekräftigen. Darauf vertraue ich. Ich habe Jesus einmal gebeten, er möge jeden Menschen retten, dem ich begegne und mit dem ich es zu tun habe. Jeder ist in mein Gebet eingeschlossen. Ich habe während der Zugfahrt schon ganze Abteilungen im Stillen gesegnet. Jesus macht das Kleine im Stillen groß. Auch wenn ich Jesus nicht sehe, so spüre ich Seine Gegenwart. Das genügt mir. Jesus stärkt uns mit Seiner Kraft in unserer Schwachheit, damit wir Seinem Auftrag gerecht werden können. Wichtig ist nur Sein Auftrag, alles andere ist zweitrangig. Danke für den schönen Dank an Jesus am Schluss. Wir sind zur Hoffnung berufen. Jesus traut uns sehr viel zu. Das sollte uns Mut machen.


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