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Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben

vor 14 Stunden in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Dies hat der Kanzler der Diözese Reykjavik in einem Interview festgestellt. Für die Polizei ein Grund, die Aussagen des Priesters wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Verbot von Konversionstherapien zu prüfen.


Reykjavik (kath.net/jg)
Die katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben. Der „kanslari“ (Kanzler) der Diözese Reykjavik betonte in einem Interview, die Kirche sei verpflichtet, diese Art der Hilfestellung zu leisten. In Island wurde 2023 ein Gesetz gegen Konversionstherapien beschlossen, berichtet die isländische Nachrichtenseite Rúv

Die katholische Kirche betont den Unterschied zwischen homosexuellen Neigungen und aktiver homosexueller Lebensweise. Homosexuelle Menschen dürften die Kommunion empfangen, solange sie keine gleichgeschlechtlichen Beziehungen führen. Gleichzeitig müssten sie „ihr eigenes Leben wirklich prüfen“, sagte Kanzler Jakob Rolland im Interview mit einem isländischen Podcast.

Auf die Frage, ob die Kirche hoffe, dass homosexuelle Menschen sich mit der Zeit ändern, antwortete Rolland bejahend und erklärte, die Kirche leiste dabei „Hilfe“ – eine Unterstützung, die in der modernen Gesellschaft fehle. Er erwähnte konkrete Fälle, in denen Menschen gezielt die katholische Kirche in Island aufgesucht hätten, um „aufzuhören“, homosexuell zu sein. Psychologen oder Sozialarbeiter stünden solchen Personen seiner Ansicht nach nicht zur Verfügung, weshalb die Kirche diese Lücke füllen müsse.


Die angebotene Hilfe bestehe vor allem aus Teilnahme am Gemeindeleben, Gebet, Gottesdiensten und Gesprächen mit Priestern, Nonnen und Gemeindemitgliedern. Rolland betonte: „Jeder, der in die Kirche kommt, hat seine Probleme und Sünden“ und kämpfe mit „schlechten Neigungen“. Der Begriff „Konversion“ oder Umkehr sei im katholischen Alltag zentral – eine ständige Abkehr vom Bösen hin zum Guten.

Die Definition von Konversionstherapien lautet: Methoden zur Veränderung, Unterdrückung oder Beseitigung sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Rolland stellte dazu fest, dass die sexuelle Orientierung sei nur ein Faktor unter vielen in Bezug auf eine Lebensweise, die weder dem Individuum noch der Gesellschaft guttue.

Das isländische Parlament hatte bereits 2023 ein Gesetz gegen Konversionstherapien beschlossen, das 2024 in Kraft trat. Es verbietet es, Personen durch Zwang, Täuschung oder Drohung zu unbewiesenen Behandlungen zu veranlassen, die auf die Unterdrückung oder Änderung der sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder des Geschlechtsausdrucks abzielen – insbesondere bei Minderjährigen und bei Zwang.

Die katholische Kirche vertritt die Position, keine Konversionstherapie im eigentlichen Sinne durchzuführen, da es sich nicht um medizinische Behandlungen, sondern um moralische und spirituelle Begleitung handle. Kritiker sehen jedoch genau darin das Problem: Wer das Ziel verfolgt, eine sexuelle Orientierung zu unterdrücken oder zu verleugnen, betreibe de facto Konversionstherapie – unabhängig von der Methode.

Die Polizei von Reykjavik kündigte an, die Aussagen zu prüfen und zu bewerten, ob von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden soll. Bei Verstößen drohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafe.

Die Justizministerin hat das Amt für Gleichstellungsfragen beauftragt, eine Überprüfung des Anwendungsbereichs von Konversionstherapien in Island durchzuführen – eine Maßnahme, die bereits vor drei Jahren vom Allgemeinen und Bildungsausschuss des Parlaments empfohlen worden war.

 


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Lesermeinungen

 lamwool vor 6 Stunden 
 

Nicht nur..

.. Im deutschsprachigen Raum ist so etwas leider unvorstellbar.
... @mameschnure, möchte ich Ihnen erwidern. Wie wird dieses 'Problem' eigentlich in religiösen Gemeinschaften behandelt. Ja, diese Frage mag etwas ketzerisch klingen,ist aber schon realistisch. Wenn mit nur gleichem Eifer gegen Missbrauch vorgegangen würde...
Da sieht es aber oft anders aus. Leider, zum Leidwesen der Opfer. Diese Täter sind praktisch nie Homosexuelle!


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 gebsy vor 7 Stunden 

Was ist in diesem Zusammenhang Sünde?

"Ich habe gesündigt, in Gedanken, Worten und Werken" bekennen und bereuen wir, weil Jesu Sterben und Auferstehen dafür einsteht.
Jede Umdeutung ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch Ablehnung der Erlösung ...


1
 
 marlin vor 7 Stunden 
 

Homosexualität und Kirche

Ich frage mich oft, wozu dann das ganze Getue um die Homosexualität? Sie ist von Gott unerwünscht – die biblische Begründung dafür wurde hier schon mehrmals geliefert (Lev 18,22 / Lev 20,13), aber es gibt immer noch „Experten/innen“, die behaupten, dass Homosexuelle nichts dafür können, dass sie homosexuell sind, obwohl die Wissenschaft behauptet, dass es kein Gen gibt, das Homosexualität verursacht.
Im korrekt gefeierten NOM beten wir am Anfang der hl. Messe das allg. Schuldbekenntnis: "Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken …“
das betrifft auch homosexuelle Katholiken, es sei denn es gibt ein Dogma in der Kirche, das besagt, Homosexuelle sündigen nur in Werken. Kennt jemand ein solches Dogma?


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 marlin vor 8 Stunden 
 

Konversionstherapie wozu?

Zitat: „Die katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben.“

Um was zu erreichen? Damit die Homosexuellen nicht sündigen? Das tun sie auch in Gedanken und Worten und nicht nur dann, wenn sie kein Geschlechtsverkehr haben.
Jesus von Nazareth sagte: „Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ (Mt 5,28) – betrifft das nur heterosexuelle Männer? Nein, das betrifft alle Menschen, die sexuelle Lust empfinden, aber die Kirche tut so, als ob Homosexuelle nur dann sündigen würden, wenn sie Geschlechtsverkehr haben. Woher weiß die Kirche, dass Homosexuelle nicht sündigen, wenn sie enthaltsam leben?


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 marlin vor 9 Stunden 
 

Ersatzmaßnahmen

Zitat: „In Island wurde 2023 ein Gesetz gegen Konversionstherapien beschlossen, …“

Wieso? Möchte man verhindern, dass Homosexualität vergessen wird und in der Bedeutungslosigkeit landet? Es gibt kein Gen, der Homosexualität verursacht und es gibt keinen Grund dafür, homosexuell zu werden, so wie es keinen Grund dafür gibt, die Ehe zu brechen oder sich zu betrinken.



Zitat: „Die katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben.“

Um was zu erreichen?
Heißt das, dass die Aussage Jesu im Mt 5,28 nur heterosexuelle Männer betrifft und Homosexuelle nicht? Warum?
Auch wenn es in Wirklichkeit keine Konversionstherapie ist, was ist es dann? Eine Ersatzmaßnahme, mit der man die Wahrheit verschleiern will? Die Kirche ist vor allem dazu da, die Wahrheit zu verkünden und nicht Maßnahmen zu ergreifen, und so zu tun, als ob sie etwas Gutes tun möchte, um die Wahrheit nicht verkünden zu müssen.
Kein Wunder, wenn man sie nicht ernst nimmt.


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 mameschnue vor 13 Stunden 

Keine Konversion

Die Hilfestellung zu einem zölibatären Lebensstil für Menschen mit homosexueller Veranlagung ist keine Konversionstherapie; eine solche würde zum Ziel haben, die homosexuell veranlagte Person zur Heterosexualität zu führen. Dazu ist die Kirche nicht verpflichtet, sehr wohl aber zur Hilfestellung, einen Lebensstil zu führen, der mit den Geboten Gottes übereinstimmt. Man kann daher der isländischen Kirche nur gratulieren. Im deutschsprachigen Raum ist so etwas leider unvorstellbar.

paulablog-1844.webnode.com


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