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Johannes Paul I. wird seliggesprochen

14. Oktober 2021 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
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Papst Franziskus anerkennt ein durch den "33-Tage-Papst" erwirktes Wunder aus dem Jahr 2011


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat ein durch Johannes Paul I. (1978) bewirktes Wunder offiziell anerkannt. Das teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Damit kann der "33-Tage-Papst", der mit bürgerlichem Namen Albino Luciani hieß, demnächst seliggesprochen werden. Italienische Medien waren zuletzt von einem Termin im kommenden Jahr ausgegangen. Bei dem Wunder handelt es sich um einen Vorfall aus dem Jahr 2011. Ein damals elfjähriges Mädchen in Buenos Aires, das an einer "fieber-assoziierten (akuten) Enzephalopathie mit refraktären Anfällen und einem septischen Schock" litt und am Ende seines Lebens stand, sei trotz ihres als hoffnungslos geltenden Gesundheitszustandes nach Anrufung des verstorbenen Papstes auf wundersame Weise geheilt worden, geht aus einem Bericht des Portals "Vatican News" hervor.


Der Pfarrer, in dessen Pfarre das Krankenhaus gehörte, habe zuvor angeregt, in diesem Fall die Hilfe von Johannes Paul I. zu erbitten. Albino Luciani wurde am 17. Oktober 1912 in der norditalienischen Provinz Belluno als Sohn eines sozialistischen Arbeiters geboren. Er wurde 1935 zum Priester geweiht und 1958, unmittelbar nach der Wahl von Papst Johannes XXIII., der ihn aus seiner Zeit als Patriarch von Venedig kannte, zum Bischof von Vittorio Veneto ernannt. Er nahm am gesamten Zweiten Vatikanischen Konzil teil und setzte dessen Richtlinien mit Begeisterung um.

Zugleich verbrachte er viel Zeit im Beichtstuhl und war ein volksnaher Seelsorger. Paul VI. ernannte den volksnahen, stets bescheidenen Bischof Ende 1969 zum Patriarchen von Venedig und im März 1973 zum Kardinal. Nach seinem Tod sollte Luciani auch sein Nachfolger werden, jedoch nur für kurze Zeit: Am 26. August 1978 gewählt, war Johannes Paul I. nur bis zu seinem plötzlichen Tod am 28. September 1978 im Amt und ging deshalb als "33-Tage-Papst" in die Kirchengeschichte ein. Sein Nachfolger wurde Johannes Paul II. (1978-2005). Das Seligsprechungsverfahren für ihn wurde 2003 ins Leben gerufen. Erst vor einigen Wochen wurde sein Geburtshaus im Dorf Canale d'Agordo wieder für Pilger geöffnet. Am 43. Jahrestag der Wahl von Johannes Paul I. fand dort nach umfangreicher Renovierung eine Messfeier statt. Geleitet wurde sie vom emeritierten Kurienkardinal Beniamino Stella.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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