Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse

vor 52 Minuten in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Brücke zwischen den Prüfungen unserer Zeit und der Herrlichkeit, für die wir geschaffen wurden, ist das Kreuz, schreibt P. Robert McTeigue in einem Beitrag über die heilige Thérèse von Lisieux.


Lisieux (kath.net/jg)
Was hat die heilige Thérèse von Lisieux dazu gebracht, die Lektüre eines Buches über die Endzeit als „süß“ zu bezeichnen? Dieser Frage geht P. Robert McTeigue SJ in einem Artikel für die englischsprachige Ausgabe von Aleteia nach.

In ihrer Autobiographie „Die Geschichte einer Seele“ schreibt sie über das Buch „Fin du monde présent et mystères de la vie future“ (dt. „Das Ende der gegenwärtigen Welt und die Mysterien des zukünftigen Lebens“) von Charle Arminjon, erschienen im Jahr 1881. Das Buch habe sie auf die Schwierigkeiten des monastischen Lebens und auf die Freude des Himmels vorbereitet, schreibt Thérèse. „Das Lesen dieses Buches war eine der größten Gnaden meines Lebens … Der Eindruck, den es bei mir hinterlassen hat, ist zu süß, um ihn in Worte zu fassen. Alle großen Wahrheiten der Religion und die Geheimnisse der Ewigkeit haben meiner Seele ein Glück geschenkt, das nicht von dieser Welt ist“, schreibt sie wörtlich.


Die heilige Thérèse konnte sich an dem Buch nicht nur deshalb erfreuen, weil sie eine große Heilige war, schreibt McTeigue. Sie habe keine Illusionen über die Schwierigkeiten und die Kürze des Lebens gehabt. Körperliche und seelische Leiden seien ihr nicht fremd gewesen. Ihre Heiligkeit habe sie nicht vor dem Kreuz geschützt.

Was das Buch für sie „süß“ gemacht habe, sei der Bericht über den unausweichlichen Sieg Christi, den dieser am Kreuz errungen habe. Thérèse sei sich vielleicht viel mehr als die meisten von uns der Tatsache bewusst gewesen, dass Christus unser König sei, der schon jetzt regiere.

Christus sei kein Gutsherr, der nicht auf seinem Gut lebe, seinen Besitz nach seiner Himmelfahrt vernachlässigt habe und versprochen habe, diesen nach seiner Wiederkunft wieder herzustellen, nachdem alles zerstört worden sei. Er regiere hier und jetzt und diejenigen, die sich seiner Autorität unterwerfen, die das Joch seiner Jüngerschaft auf sich nehmen, können sich darauf verlassen, dass sie schon in diesem Leben Ruhe für ihre Seele finden und im nächsten Leben seine Herrlichkeit sehen werden.

Arminjon beschreibt die Zeit vor dem letzten Konflikt erstaunlich aktuell: als eine Zeit, in der die Menschheit tief in der Indifferenz versunken sei und nicht mehr an Gericht und Strafe denke. Es werde sein wie in den Tagen von Noah, als die Menschen ohne Sorge lebten, luxuriöse Häuser bauten und sich über Noah lustig machten, der seine Arche baute. Die Zivilisation werde an ihrem Höhepunkt sein, die Märkte von Geld überfließen und die Aktien so hoch sein wie nie zuvor. Die Menschheit in ihrem noch nie dagewesenen materiellen Wohlstand werde die Hoffnung auf den Himmel verloren haben, schreibt Arminjon.

Doch bleibt er nicht bei der Schilderung des Untergangs stehen. Vielmehr verweist er auf den Glauben, der den Menschen die Angst nehmen kann. Sie seien nicht auf einem einsamen und unsicheren Pfad unterwegs. Auf Erden seien wir Reisende, unser eigentliches Heimatland sei im Himmel. Hier seien wir Pilger, die in Zelten leben, im Himmel erwarten uns Wohnungen, die der Herr für uns errichtet.

Die Brücke zwischen den Prüfungen der Welt und der Herrlichkeit, für die wir geschaffen sind, sei das Kreuz. Wenn wir in diesem Leben das Kreuz annehmen und in der Gemeinschaft mit Gott leben, machen wir die Schritte, die uns aus der Angst um die Zukunft führen und uns für das Reich vorbereiten, das kommen wird, schreibt McTeigue abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  3. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  4. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  5. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  6. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  7. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  8. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  9. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  10. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  11. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  12. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  13. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  14. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  15. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz