Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Konflikt um Alte Messe betrifft Auffassung über Kirche und ihre Rolle in der Welt
  2. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  3. „Der protestantische Niedergang in Deutschland stellt die Logik des Synodalen Weges in Frage“
  4. „Illegal und provokant: Frauenpredigt mit dem Ziel der Priesterinnenweihe“
  5. Papst über katholische Schulen: Es geht nicht um Missionierung
  6. Schweizer Staatskirchenportal verbreitet Propaganda für das Töten ungeborener Kinder
  7. Brasilianischer Kardinal Tempesta exkommuniziert Diözesanpriester Holtz unter „Schisma“-Vorwurf
  8. "Liebe Herren-Kund*innen!" - Gender-Gaga bei H&M 
  9. „Pandemie der Ungeimpften“? – Vorwurf: Politische Maßnahmen ignorierten wissenschaftliche Studien
  10. Kohlgraf: Papst Franziskus ist über Synodalen Weg „gut informiert“, aber beurteilt ihn „kritisch“
  11. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  12. „Teufel ade, wir brauchen den guten Arzt nicht mehr, wir haben die Medizin“
  13. "Wie der Heilige Nikolaus mit einer schallenden Watschn die Kirche rettete"
  14. Katholisch im absurden Theater
  15. 'Jesus, Josef und Maria - Ich kenne nur eine 'Royal family'

Ungarische Präsidentin: "Familie ist die Basis der Gesellschaft"

31. Oktober 2022 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katalin Novak zu Gast in Katholischer Hochschule ITI im niederösterreichischen Trumau


Wien  (kath.net/KAP) Die ungarische Präsidentin Katalin Novák hat im Rahmen ihres Österreich-Besuchs am Donnerstag u.a. auch die Katholische Hochschule ITI im niederösterreichischen Trumau besucht. Auf Einladung von Rektor Christiaan Alting von Geusau gab Novak bei einer Begegnung mit den Studentinnen und Studenten der Einrichtung einen sehr persönlichen Einblick in ihr Familienleben und in die Maßnahmen, die Ungarn in den vergangenen Jahren gesetzt hat, um wieder zu einer familienfreundlichen Gesellschaft zu werden. Novak, selbst Mutter von drei Kindern, bezeichnete die Familie als "Basis der Gesellschaft" wie auch für ihr persönliches Leben.

Ziel der ungarischen Familienpolitik sei es in den vergangenen zehn Jahren gewesen, es den jungen Menschen zu ermöglichen, "so viele Kinder zu bekommen, wie sie tatsächlich selbst möchten", führte Novak aus. In Ungarn habe dringender Handlungsbedarf bestanden, seit 1981 sei die ungarische Bevölkerung beständig zurückgegangen.

Novak wies u.a. auf verschiedene staatliche Familienbeihilfen bzw. Kinderbetreuungsgelder hin. Neu sei seit 2022, dass auch Großeltern Beihilfe für Kinderbetreuung beantragen können. Die ungarische Regierung biete zudem Ehepaaren einen Staatskredit von 10 Millionen Forint (rund 30.000 Euro), den sie, falls sie drei Kindern bekommen, nicht zurückzahlen müssten. Eine Mutter müsse auch ab dem vierten Kind lebenslang keine Steuern mehr bezahlen. Insgesamt seien die ungarischen staatlichen Leistungen für die Familien im internationalen Vergleich sehr hoch. Das seien aber Investitionen in die Zukunft des Landes, so Novak. Zusätzlich bemühe man sich etwa auch um familienfreundliche Arbeitsbedingungen in den Betrieben.

Die Präsidentin verwies auch auf die ungarische Verfassung, die die Institution der Ehe als Verbindung von Mann und Frau schütze und die Familie als Basis für das Überleben der Nation festschreibe.

Novak berichtete zudem auch von ersten positiven Effekten der ungarischen Familienpolitik, die sich bereits zeigen würden. So habe sich die Zahl der Eheschließungen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, die Scheidungsrate befinde sich auf einem 60-Jahr-Tief. Zugleich habe sich die Zahl der Abtreibungen in den vergangen zehn Jahren halbiert.

So sehr sie ihre Arbeit auch möge, der eigentliche Lebenssinn seien ihre drei Kinder bzw. ihre Familie, bekannte die Präsidentin.

Novák bekleidet seit 10. Mai 2022 als Nachfolgerin von János Áder das höchste Amt in Ungarn. Zuvor war Novák ab 2014 als Staatssekretärin für Familien- und Jugendangelegenheiten und dann ab 2020 als Familienministerin im Kabinett von Viktor Orban politisch verantwortlich. Sie war auch Vizepräsidentin der ungarischen Regierungspartei Fidesz. Das Staatsoberhaupt Ungarns wird vom Parlament für eine Amtsperiode von fünf Jahren gewählt - mit der Möglichkeit der einmaligen Wiederwahl - und erfüllt hauptsächlich repräsentative Aufgaben.

Die Katholische Hochschule ITI in Trumau (Abkürzung ITI, vormals: Internationales Theologisches Institut - Hochschule für Katholische Theologie) wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. gegründet, um jungen Menschen eine umfassende theologische Bildung mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie zu ermöglichen. Zunächst in der Kartause Gaming beheimatet, übersiedelte die Hochschule 2009 ins Schloss Trumau. Kardinal Christoph Schönborn ist Großkanzler der Einrichtung, die ein Vollstudium der Fachtheologie, Spezialkurse zum Thema "Ehe und Familie" sowie zwei Arten Studium Generale in Kooperation mit der Hochschule Heiligenkreuz bietet.

Christiaan Alting von Geusau ist auch Präsident des ICLN - International Catholic Legislators Network. Dieser globale Zusammenschluss christlicher Politiker ist nicht nur ein Netzwerk für Politik auf christlicher Grundlage sondern auch eine Plattform für Weiterbildung und Best Practice.

Foto: (c) ITI

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich,(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  3. „Der protestantische Niedergang in Deutschland stellt die Logik des Synodalen Weges in Frage“
  4. 'Jesus, Josef und Maria - Ich kenne nur eine 'Royal family'
  5. Das Platzen der großen Lebenslüge der 'deutschen Kirchen'
  6. Brasilianischer Kardinal Tempesta exkommuniziert Diözesanpriester Holtz unter „Schisma“-Vorwurf
  7. Konflikt um Alte Messe betrifft Auffassung über Kirche und ihre Rolle in der Welt
  8. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  9. Katholisch im absurden Theater
  10. US-Bischof: „Diese deutschen Bischöfe sollten den Mut haben, eine weitere Sekte zu gründen“
  11. „Illegal und provokant: Frauenpredigt mit dem Ziel der Priesterinnenweihe“
  12. Kohlgraf: Papst Franziskus ist über Synodalen Weg „gut informiert“, aber beurteilt ihn „kritisch“
  13. "Wie der Heilige Nikolaus mit einer schallenden Watschn die Kirche rettete"
  14. „Teufel ade, wir brauchen den guten Arzt nicht mehr, wir haben die Medizin“
  15. Wallfahrtsort Maria Birkenstein – Wie geht es weiter?

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz