SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
- Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
- „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
- ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
- Bätzing gegen Papst Leo
- Der anderskatholische Papstkritiker
- Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
- Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
- Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
- Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
- ‚Entschuldigung, aber … was?‘
- Drei Stunden im Fegefeuer
- „Das Leben mit Jesus muss zu hundert Prozent gelebt werden – sonst lohnt es sich nicht!“
- Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
- Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
| 
Ungarische Präsidentin: "Familie ist die Basis der Gesellschaft"31. Oktober 2022 in Familie, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Katalin Novak zu Gast in Katholischer Hochschule ITI im niederösterreichischen Trumau
Wien (kath.net/KAP) Die ungarische Präsidentin Katalin Novák hat im Rahmen ihres Österreich-Besuchs am Donnerstag u.a. auch die Katholische Hochschule ITI im niederösterreichischen Trumau besucht. Auf Einladung von Rektor Christiaan Alting von Geusau gab Novak bei einer Begegnung mit den Studentinnen und Studenten der Einrichtung einen sehr persönlichen Einblick in ihr Familienleben und in die Maßnahmen, die Ungarn in den vergangenen Jahren gesetzt hat, um wieder zu einer familienfreundlichen Gesellschaft zu werden. Novak, selbst Mutter von drei Kindern, bezeichnete die Familie als "Basis der Gesellschaft" wie auch für ihr persönliches Leben.
Ziel der ungarischen Familienpolitik sei es in den vergangenen zehn Jahren gewesen, es den jungen Menschen zu ermöglichen, "so viele Kinder zu bekommen, wie sie tatsächlich selbst möchten", führte Novak aus. In Ungarn habe dringender Handlungsbedarf bestanden, seit 1981 sei die ungarische Bevölkerung beständig zurückgegangen.
Novak wies u.a. auf verschiedene staatliche Familienbeihilfen bzw. Kinderbetreuungsgelder hin. Neu sei seit 2022, dass auch Großeltern Beihilfe für Kinderbetreuung beantragen können. Die ungarische Regierung biete zudem Ehepaaren einen Staatskredit von 10 Millionen Forint (rund 30.000 Euro), den sie, falls sie drei Kindern bekommen, nicht zurückzahlen müssten. Eine Mutter müsse auch ab dem vierten Kind lebenslang keine Steuern mehr bezahlen. Insgesamt seien die ungarischen staatlichen Leistungen für die Familien im internationalen Vergleich sehr hoch. Das seien aber Investitionen in die Zukunft des Landes, so Novak. Zusätzlich bemühe man sich etwa auch um familienfreundliche Arbeitsbedingungen in den Betrieben.
Die Präsidentin verwies auch auf die ungarische Verfassung, die die Institution der Ehe als Verbindung von Mann und Frau schütze und die Familie als Basis für das Überleben der Nation festschreibe.
Novak berichtete zudem auch von ersten positiven Effekten der ungarischen Familienpolitik, die sich bereits zeigen würden. So habe sich die Zahl der Eheschließungen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, die Scheidungsrate befinde sich auf einem 60-Jahr-Tief. Zugleich habe sich die Zahl der Abtreibungen in den vergangen zehn Jahren halbiert.
So sehr sie ihre Arbeit auch möge, der eigentliche Lebenssinn seien ihre drei Kinder bzw. ihre Familie, bekannte die Präsidentin.
Novák bekleidet seit 10. Mai 2022 als Nachfolgerin von János Áder das höchste Amt in Ungarn. Zuvor war Novák ab 2014 als Staatssekretärin für Familien- und Jugendangelegenheiten und dann ab 2020 als Familienministerin im Kabinett von Viktor Orban politisch verantwortlich. Sie war auch Vizepräsidentin der ungarischen Regierungspartei Fidesz. Das Staatsoberhaupt Ungarns wird vom Parlament für eine Amtsperiode von fünf Jahren gewählt - mit der Möglichkeit der einmaligen Wiederwahl - und erfüllt hauptsächlich repräsentative Aufgaben.
Die Katholische Hochschule ITI in Trumau (Abkürzung ITI, vormals: Internationales Theologisches Institut - Hochschule für Katholische Theologie) wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. gegründet, um jungen Menschen eine umfassende theologische Bildung mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie zu ermöglichen. Zunächst in der Kartause Gaming beheimatet, übersiedelte die Hochschule 2009 ins Schloss Trumau. Kardinal Christoph Schönborn ist Großkanzler der Einrichtung, die ein Vollstudium der Fachtheologie, Spezialkurse zum Thema "Ehe und Familie" sowie zwei Arten Studium Generale in Kooperation mit der Hochschule Heiligenkreuz bietet.
Christiaan Alting von Geusau ist auch Präsident des ICLN - International Catholic Legislators Network. Dieser globale Zusammenschluss christlicher Politiker ist nicht nur ein Netzwerk für Politik auf christlicher Grundlage sondern auch eine Plattform für Weiterbildung und Best Practice. 
Foto: (c) ITI
Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich,(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Tragödie in Florida: Pilot betete kurz vor Flugzeugabsturz das Vaterunser
- Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
- Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
- Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
- Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
- Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
- Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
- Der katholische Osten in der Analyse
- „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
- Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
- ‚Entschuldigung, aber … was?‘
- Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
- IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
- Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts
|