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Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbstvor 37 Minuten in Deutschland, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Zu Fronleichnam waren weit über 1.000 junge Menschen zusammengekommen, um unter dem Leitwort „Eucharistie als Quelle unserer Einheit“ ihren Glauben lebendig zu erfahren und tiefe Gemeinschaft zu erleben.
Köln (kath.net/gem/rn)
Mit einem feierlichen Pontifikalamt im Kölner Dom ist die Eucharistische Konferenz „kommt & seht“ m vergangenn Wochenende offiziell zu Ende gegangen. Zu Fronleichnam waren weit über 1.000 junge Menschen zusammengekommen, um unter dem Leitwort „Eucharistie als Quelle unserer Einheit“ ihren Glauben lebendig zu erfahren und tiefe Gemeinschaft zu erleben. In seiner Abschlussgpredigt legte der Kölner Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki, ein kraftvolles Zeugnis für das Sakrament des Altars ab: Die Eucharistie sei keine bloße menschliche Tischgemeinschaft, sondern die reale Teilhabe am Leben des dreifaltigen Gottes.
Kardinal Woelki betonte laut "Domradio", dass von dem einen Altar alle dasselbe Brot empfangen – doch in diesem Brot reiche Christus nicht nur Nahrung, sondern sich selbst. Durch dieses eucharistische Opfer füge Er die Gläubigen zur Einheit seines Leibes, der Kirche, zusammen. In seiner theologischen Einordnung knüpfte der Erzbischof an das hohepriesterliche Gebet Jesu an: „Alle sollen eins sein, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin.“ Wer den Sohn empfange, empfange in ihm auch den Vater. Zur Veranschaulichung zitierte Woelki den heiligen Hilarius von Poitiers und verwies auf die heilige Mystikerin Veronika Giuliani. Diese habe im Allerheiligsten Sakrament stets den dreieinigen Gott erkannt: den Vater in seiner Allmacht, den Sohn in seiner Weisheit und den Heiligen Geist in seiner Liebe. „Jedes Mal, wenn ein Mensch die Kommunion empfange, werde seine Seele und sein Herz zum Tempel der Dreifaltigkeit“, so Woelki. Mit Gott ziehe gleichsam „das ganze Paradies“ in den Menschen ein. Auch die berühmte Dreifaltigkeitsikone von Andrej Rubljow zeige diese Einladung Gottes, in Ihm zu wohnen.
Aus dieser tiefen eucharistischen Begegnung leitete der Kölner Erzbischof einen klaren missionarischen Auftrag für den Alltag ab. Die Teilnehmer sollten nicht nur schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen, sondern die Liebe und Barmherzigkeit Christi konkret in die Welt tragen. Bezugnehmend auf das Evangelium von der Berufung des Matthäus erinnerte er daran, dass Jesus sich nicht den vermeintlich Vollkommenen zuwende, sondern den Sündern und Kranken, die des Arztes bedürfen. Um diese Liebe im Alltag lebendig zu halten, schlug Woelki den Jugendlichen ganz konkrete geistliche Schritte vor: Täglich einen Abschnitt aus der Heiligen Schrift lesen, eine persönliche Fürbitte für einen Mitmenschen sprechen,einige Minuten der Stille vor Gott halten, Mitmenschen mit bewusster Aufmerksamkeit und helfender Hand begegnen.
Solche kleinen Schritte veränderten die innere Haltung grundlegend. Zudem rief der Kardinal dazu auf, vor Ort kleine Glaubensgemeinschaften zu bilden, um die Heilige Schrift zu lesen, sich gegenseitig im Glauben zu stärken und über die „Schritte der Liebe“ auszutauschen.
Das Glaubensfest, das neben Anbetungszeiten und heiligen Messen auch hochkarätige Keynotes und inspirierende Workshops bot, stand ganz im Zeichen des Miteinanders. Kardinal Woelki unterstrich die gesellschaftliche Relevanz des Kongresses: „In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen und Vereinzelung spürbar zunehmen, will das Treffen daran erinnern, dass die Eucharistie im katholischen Glauben jene Mitte ist, aus der Verbundenheit, Hoffnung und Solidarität erwachsen. Sie stiftet Gemeinschaft, überwindet Grenzen und eröffnet einen Raum, in dem Menschen sich getragen fühlen dürfen.“ Das Motto „Welcome home“ sei dabei für jeden Teilnehmer spürbare Haltung gewesen. 
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