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22 Justizminister der US-Bundesstaaten gegen leichteren Zugang zu Abtreibungspillen

24. Jänner 2023 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Sie befürchten, dass die Abtreibungsverbote in ihren Bundesstaaten unterlaufen werden können, wenn Abtreibungspillen über Apotheken und Versandhandel verkauft werden. Eine entsprechende Regelung hat die zuständige Behörde jetzt erlassen.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Die Justizminister von 22 US-Bundesstaaten haben in einem gemeinsamen Brief die Entscheidung der Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) kritisiert, Apotheken die Erlaubnis zu erteilen, Abtreibungspillen zu vertreiben.

Bis jetzt waren Abtreibungspillen nur über wenige Versandapotheken, Kliniken oder Ärzte mit einer speziellen Lizenz erhältlich. Nach der neuen Regelung der FDA, die dem US-Gesundheitsministerium unterstellt ist, können Frauen, die eine medikamentöse Abtreibung durchführen wollen, mit einem Rezept von einer entsprechend lizenzierten Gesundheitsversorgungseinrichtung Abtreibungspillen in der Apotheke kaufen oder sich diese zuschicken lassen.


Die FDA hat bereits die Regel aufgehoben, die Frauen verpflichtet, sich vor der Einnahme einer Abtreibungspille persönlich von einem Arzt untersuchen zu lassen. Jetzt reicht eine Besprechung mit einem Arzt über Telekonferenz.

Die Abtreibung werde von den Bundesstaaten geregelt, betonen die Justizminister. In vielen Bundesstaaten seien Abtreibungen nur unter bestimmten, oft eng begrenzten Voraussetzungen erlaubt. In Alabama könne nur legal abgetrieben werden, wenn ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für die Schwangere bestehe. In den seltenen Fällen, in denen eine Abtreibung legal durchgeführt werden könne, müsse diese unter der Überwachung eines Arztes geschehen. Die neue Regelung der FDA verstoße folglich gegen das geltende Recht von Alabama und anderer Bundesstaaten mit vergleichbaren Regelungen. „Unsere Staaten werden vor der radikalen Pro-Abtreibungspolitik der Regierung nicht zurückweichen“, heißt es wörtlich in dem Brief, der auf den 13. Januar datiert ist.

Die Justizminister weisen außerdem darauf hin, dass nach geltendem Gesetz der Versand von Abtreibungsmitteln durch ein Bundesgesetz untersagt ist. Die Regierung Biden habe zwar versucht, das Gesetz so auszulegen, dass dessen Geltung eingeschränkt werde. Der Gesetzestext sei aber eindeutig, betonen sie.

 


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Lesermeinungen

 pilgerreise 25. Jänner 2023 
 

im Übrigen

ist es gesundheitlich fahrlässig, die Abtreibungspille ohne ärztliche Untersuchung zugänglich zu machen. Zu den Kontraindikationen dieser Pille zählen u.a. Bauchhöhlen- und Eileiterschwangerschaften. Wie könnte das ohne ärztliche Untersuchung festgestellt werden?
Und daher kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen, wie bereits im Artikel www.kath.net/news/80140 geschrieben: „Immer wieder gibt es Todesfälle und schwere Komplikationen bei den Müttern.“
Außerdem möchte ich dafür plädieren, diese Abtreibungsmethode nicht mehr als „medikamentöse Abtreibung“ zu bezeichnen, sondern eindeutiger als chemische Abtreibung.
Unter einem Medikament verstehen wir ein Arzneimittel, das in bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit dient. Die Abtreibungspille dient dem in keiner Weise, sondern hat zum Ziel, ein ungeborenes Kind zu töten, und kann ohne ärztliche Begleitung auch zum Tod der Schwangeren führen.
Klarere Ausdrucksweise kann Vernebeltes sichtbar machen.


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 pilgerreise 25. Jänner 2023 
 

@UlrichW

Wenn Sie keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Kondom und natürlicher Empfängnisregelung (NFP/NER) erkennen, dann fehlen Ihnen sachliche Informationen!
Die Paare, die mit der NFP/NER leben, können nicht einfach nach "Lust ohne Konsequenzen" leben. Sie müssen schon sehr diszipliniert den Zyklus beobachten und sich nach den dadurch ausgewerteten Zeiten richten. Das geht nicht mit der Einstellung: Jetzt habe ich Lust und jetzt folge ich meiner Lust.
Die Konsequenz des Lebens mit NFP ist: ohne die Bereitschaft zur Enthaltsamkeit, manchmal auch über einen längeren Zeitraum, ohne eine gute Kommunikation des Paares, ohne das Engagement des Paares, auch andere Formen der Liebesbezeugung zu kreieren und damit die Ehe lebendig zu erhalten, kann diese "Methode" überhaupt nicht funktionieren. Mit anderen Worten: es ist weniger eine Methode, sondern eher ein Lebensstil, der Gottes Schöpfungsvorgaben in die eheliche Sexualität einbezieht... und damit ein kostbares Geschenk Gottes würdigt!


0
 
 UlrichW 25. Jänner 2023 
 

@Pitbull

Müsste dann aber nicht auch die natürliche Empfängnisverhütung verboten werden? Ich kann keinen grundsätzlichen Unterschied erkennen - beides soll Lust ohne Konsequenzen ermöglichen.


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 Pitbull 24. Jänner 2023 
 

Das ist gut und wichtig. Aber Kondome sollten auchgleichzeitig verboten werden.


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