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Weltjugendtag in Zahlen: Eine Messe mit 10.000 Priestern

7. August 2023 in Jugend, 9 Lesermeinungen
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Spanier mit 80.000 und Italiener mit 65.000 Teilnehmenden stellten die größten ausländischen Gruppen in, insgesamt waren aber aus rund 190 Länder der Welt Jugendliche nach Lissabon gekommen


Lissabon  (kath.net/KAP) Rekordverdächtige Zahlen wurden am Sonntag vom Weltjugendtag gemeldet. Am Abschlussgottesdienst unter Leitung von Papst Franziskus im Tejo-Park nahmen offiziellen Angaben zufolge 1,5 Millionen Menschen teil. Gemeinsam mit dem Hauptzelebranten am Altar, dem Lissaboner Kardinal Manuel Clemente, konzelebrierten etwa 700 Bischöfe und 10.000 Priester. Unter den angemeldeten Pilgern stellten laut den kirchlichen Veranstaltern die Spanier mit rund 80.000 und die Italiener mit 65.000 die größten ausländischen Gruppen. Es waren Teilnehmern aus rund 190 Ländern der Erde angemeldet. Mehr als 8.000 portugiesische Gastfamilien beherbergten rund 30.000 Pilger in ihren eigenen vier Wänden.


Unter den Teilnehmern des Weltjugendtags waren 1.750 mit unterschiedlichen geistigen oder körperlichen Behinderungen. Rund 5.000 Medienschaffende aus allen Erdteilen berichteten über die größte kirchliche Veranstaltung der Welt. Bei den Gottesdiensten mit und ohne Papst sorgten 25.000 registrierte freiwillige Helfer für einen weitgehend reibungslosen Ablauf. Die meisten von ihnen kamen aus Portugal, Spanien und Frankreich. Fürs leibliche Wohl der Teilnehmer wurde an 1.800 permanenten oder improvisierten Essens-Orten gesorgt, mehr als 2,7 Millionen Mahlzeiten wurden ausgegeben.

 

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Beorn 10. August 2023 
 

Gültigkeit der Konzelebration

Bezüglich dem Ausmaß der möglichen "Fernkonsekration" ist natürlich zunächst die Intention des Zelebranten / der Zelebranten maßgeblich. Was sie nicht mitmeinen, wird nicht konsekriert (bzgl der Konsekration von etwa 9/10 aus Betrugsabsicht sei auf de defectibus hingewiesen, wo steht, das Sakrament finde nicht statt). Ich würde aber meinen, dass die Materie, von der der / ein Zelebrant nicht weiß, dass die vorhanden ist, auch nicht von seiner Intention bzw. von der Bedeutung des "Hoc" umfasst sein kann. Den Inhalt der Körbe, die auf den Stufen stehen, halte ich für hinreichend bestimmt, sodass ich mit @modernchrist die Konsekration bejahen würde.

Kritischer sehe ich aber die Menge der Konzelebranten; ich würde widerlegbar behaupten, dass sie nicht alle unter beiderlei Gestalten kommuniziert haben. Wer nicht beide Gestalten opfert, konsekriert und durch Consumption zerstört, liest keine Messe. Wird ja bzgl der OPferung auch oft missachtet.


0
 
 Hl. Fidelis v. Sigmaringen 9. August 2023 

@Bücherwurm

So wie Sie Ihren Dienst als Kommunionhelferin begriffen und versehen haben, wäre es mir jederzeit möglich, von Ihnen die Kommunion zu empfangen.


1
 
 priska 9. August 2023 
 

@Bücherwurm

Lieber empfange ich den Leib Christi vom Priester als von einen Kommunionhelfer, ich habe bei solchen sehr schlechte Erfahrungen gemacht ,lieber Bücherwurm nicht alle gehen mit der Heiligen Kommunion so ehrfürchtig um wie Sie.


2
 
 bücherwurm 9. August 2023 

@modernchrist, Hinweis: Wenn ein Laie die Hl. Kommunion austeilt,

kann ich meine Ehrfurchtsbezeugung genau so machen, denn sie gilt eh nicht dem Menschen, sondern dem Herrn. Auch vor dem Priester gilt meine Ehrfurchtsbezeugung nicht dem privaten Menschen, sondern dem geweihten Repräsentanten Christi. Und wenn ich selbst als Kommunionhelferin eingeteilt war - ich habe diesen Dienst über Jahre übernommen - dann war ich die gesamte Zeit in Gebet und Anbetung und Ehrfurcht vor dieser unglaublichen Kostbarkeit, die ich in meinen Händen hielt. Ich hoffe, dass Sie notfalls bei mir fähig gewesen wären die Hl. Eucharistie zu empfangen?


4
 
 modernchrist 8. August 2023 
 

Zu priska und Fidelis

ich kann nur zustimmen und ergänzen: Stehe ich vor einem Priester bei der Kommunionspendung, dann fällt es mir und vielen leichter, kniend zu empfangen oder vorher die Kniebeuge zu machen. Vor einem Laien oder einer Helferin auf die Knie zu gehen oder die Kniebeuge zu machen, fällt vielen - auch mir - schwerer. Folge: man kann die Ehrfurchtsbezeugung nicht so ungezwungen machen - und macht sie garnicht! All das bewirkt eine Säkularisierung des Empfangs, ja sogar eine Verdunstung des Glaubens an die Realpräsenz! Warum teilen nicht die Geweihten das Allerheiligste aus? In vielen Gottesdiensten ist es völlig unnötig, dass jemand in Straßenkleidern noch austeilt, denn die Leute sind ohnehin so wenige im Gottesdienst. Dann dauert es halt einige Minuten länger, man kann ein paar Gedanken länger in der Schlange vor dem Empfang leise für sich beten! Aber: Was Laien einmal gekrallt haben (vor allem Frauen), das lassen sie nicht mehr los!


2
 
 Hl. Fidelis v. Sigmaringen 8. August 2023 

@priska: Da kann ich Ihnen als Teilnehmer am WJT leider nur zustimmen.

Obwohl so viele Priester da waren, die fast alle in einem eigenen "Priestersektor" nahe der Altarbühne (gute drei Kilometer weg vom letzten Sektor) waren, wurde die hl. Kommunionn faktisch nur von Laien gespendet. Zwar war es ohne Probleme möglich, die Mundkommunion zu empfangen, dennoch obliegt die Spendung eigentlich dem Priester. Und das wäre hier ohne Probleme bei 10.000 anwesenden Priestern möglich gewesen. "Zufälligerweise" habe ich unter den Kommunionhelfern in unserem Sektor einen Herrn mit Kollarhemd entdeckt, woraus ich schloss, dass es sich debei um einen Priester mindestens aber einen Diakon handeln muss. Schnell stupste ich ein mitpilgerndes Paar an und gemeinsam huschten wir diesem Herrn hinterher und konnten bei ihm in würdiger Weise die hl. Kommunion empfangen. Es ist wirklich irritierend zu sehen, wie die Kirche hier ihre Priester selbst verzwergt und ihrer eigentlichen Aufgabe beraubt. Kirchenpolitik?


2
 
 priska 8. August 2023 
 

So viele Priester, und trotz dem spenden Laien den Leib Christi den Gläubigen Jugendlichen.


3
 
 modernchrist 7. August 2023 
 

Die Bedenken scheinen berechtigt, Hw. Heimerl, aber

ich versuche mir vorzustellen und habe mich auch damit beim Ratzinger-Papstbesuch in München-Riem beruhigt: Es stehen Hunderte Hostienschalen auf der Treppe vor dem Altar (ich war bei denen, die sie in großen Körben vortragen durften) und Tausende Priester stehen um den Altar und strecken die Hand über die Schalen aus und sprechen andächtig (WJT-Teilnehmende Priester zelebrieren sicher die Wandlungsworte tief mitfeiernd). Dürfen wir dann nicht annehmen, dass dann nicht auch die Tausenden von Hostien in den Schalen direkt vor dem Altar konsekriert werden? Ich denke doch.


1
 
 Joachim Heimerl 7. August 2023 
 

"Konzelebration" hat ihre Grenzen: Wer nicht im engeren Sinne am Altar steht,

kann auch nicht "konzelebrieren". Das Gleiche gilt übrigens auch für die Hostien: Stehen sie nicht auf dem Altar - wie bei Papstmessen in letzter Zeit häufiger zu beobachten - werden sie nicht gültig konsekriert; da könnte man ja gleich die Hostien in der Sakristei "mitkonsekrieren"! Ob man übrigens überhaupt "konzelebrieren" kann, sei übrigens dahingestellt; ich habe das selber immer eher als "Teilnahme" aufgefasst, aber nie als "Zelebration" oder Ersatz der eigenen Zelebrationsverpflichtung. Ich hoffe deshalb sehr, dass jeder "Konzelebrant" - allzumal am Sonntag! - selber eine weitere HL. Messe darbringt und sich nicht auf die "Konzelebration" mit dem Papst beschränkt!


2
 

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