Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  9. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  10. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  11. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  12. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  13. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  14. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

„Riesen-Skandal, dass man diese Frage, ob Bundespolizei zurückweisen darf, nicht geklärt bekommt“

5. September 2024 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Polizeigewerkschaftler Heiko Teggatz über Grenzzurückweisungen: „Wir können das. Man muss uns nur machen lassen“ - „Die Menschen in Deutschland haben eine andere Politik verdient“ - Weitere scharfe Polizei-Kritik an der aktuellen Abschiebepraxis


Berlin (kath.net) „Es ist ein Riesen-Skandal, dass man diese einfache Frage, ob die Bundespolizei zurückweisen darf, nicht geklärt bekommt.“ Das erklärt der stellvertretende Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Heiko Teggatz, im Interview bei der „Welt“. Es ging um Reaktionen auf den Migrationsgipfel von Ampel und Union, bei dem um Lösungen für die Begrenzung illegaler Zuwanderung gerungen wird. Sowohl personell und technisch wie auch rechtlich sei die Zurückweisung an den Grenzen derzeit bereits machbar, so Teggatz. „Wir können das. Man muss uns nur machen lassen“. Es gehe bei den Zurückweisungen um „Menschen, die aus einem anderen EU-Staat nach Deutschland kommen und hier Asylantrag stellen“. „Wir weisen jetzt auch schon zurück an der Grenze, nämlich all diejenigen, die kein Schutzersuchen äußern oder mit einer Wiedereinreisesperre belegt sind.“ Deshalb sei es für ihn schleierhaft, wie man drei Stunden in einer Runde sitzen könne, dabei aber diese „einfache Frage, darf die Bundespolizei an der Grenze zurückweisen oder nicht, in dieser Zeit nicht geklärt bekommt. Eigentlich einen Riesen-Skandal“. Er sagte ganz offen, dass „die Menschen in Deutschland“ „eine andere Politik verdient“ hätten.

In dasselbe Horn stößt der Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, Benjamin Jendro. Er twitterte am Mittwoch: „Letzte Nacht konnten durch unsere AGIA ganze 10 von 35 unmittelbar Ausreisepflichtige für den Charter nach Georgien festgenommen werden, letzte Woche 42 von geplanten 330 nach Moldau - Wenn sich an Rahmenbedingungen nichts ändert, ist die politische Debatte Nonsens.“


Auch Stephan Weh, Landesgruppenchef der GdP-Berlin, vertritt gemäß der Pressemeldung mit dem Titel „Schluss mit der Phantomdebatte - Aktuelle Abschiebepraxis ist ein Desaster“: „Auf Bundesebene wird gerade unglaublich viel angekündigt und über Sachen diskutiert, die juristisch schwer haltbar sind und in der Realität ohne entsprechende Rahmenbedingungen in den Ländern gar nicht umsetzbar sind. Das politische Berlin hält sich da weitgehend heraus und verweist darauf, wie erfolgreich wir in der Hauptstadt Abschiebungen forcieren. Das ist Augenwischerei und gestaltet sich in der Praxis komplett anders. Wir konnten letzte Woche gerade einmal 42 von 330 geplanten Abschiebungen per Charter nach Moldau vollziehen, letzte Nacht 10 bei 35 Ersuchen nach Georgien und das trotz hervorragender Arbeit meiner Kollegen. Es wird endlich Zeit, dass die Koalition Maßnahmen ergreift, damit unmittelbar ausreisepflichtige effektiv außer Land gebracht werden.“ Er erklärt weiter: „Wir müssen festhalten, dass nach wie vor unglaublich viele geplante Abschiebungen scheitern, weil unsere Kollegen die Personen nicht an den bekannten Aufenthaltsorten antreffen, sie bereits vorher im Internet, auf Social Media Kanälen und über Messenger gewarnt werden. Wenn wir dieses Frühwarnsystem nicht abschalten, wird es nicht mehr Abschiebungen geben, weil unsere AGIAs schon jetzt an der Kapazitätsgrenze sind… Als GdP haben wir sinnvolle Ansätze, wie wir das effektiver gestalten können. Dazu müsste unsere Landespolitik aber auch den Willen aufbringen und den einen oder anderen Fehler der Vergangenheit korrigieren. CDU und SPD haben die Pflicht alles zu tun, um die Sicherheit in unserer Stadt zu erhöhen, unsere GdP unterstützt als Gesprächspartner gern bei der Umsetzung.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  9. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  10. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  11. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  12. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  13. Bayerischer Millionär zahlt 500 Euro Prämie für katholische Taufe
  14. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch
  15. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz