Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

,Es war nur die marianische Kunst, die mich angezogen hat‘

24. Jänner 2025 in Kultur, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In „The Mary Pages. An Atheist’s Journey to the Mother of God“ erzählt die frühere Feministin und Atheistin, wie sie über die bildende Kunst zum Glauben fand. Von Petra Knapp.


New York (kath.net / pk) Feministin, Atheistin, anti-katholisch: So präsentierte sich die Autorin Sally Read vor zwei Jahrzehnten. Eine radikale Wende nahm ihr Leben im Jahr 2010: Sie wurde katholisch. Wenige Jahre später veröffentlichte sie geistliche Memoiren über ihren Glaubensweg: „Night’s Bright Darkness: A Modern Conversion Story“.

Ihr jüngstes Buch, das von „Word on Fire“ herausgegeben wurde, ist „The Mary Pages: An Atheist’s Journey to the Mother of God”. Obwohl sie in einem atheistischen Familie aufwuchs, sah sie als Kind Bilder der Jungfrau Maria, die sie nie vergaß, erzählt Sally Read im Gespräch mit dem „National Catholic Register”. Die starke  Präsenz der Marienbilder löste immer wieder innere Konflikte aus, als sie sich dem Feminismus zuwandte.

Das Buch sei nicht einfach „ein weiteres Buch über Maria“, sagt Read im Interview. Es gehe nicht um die kirchliche Lehre über Maria, sondern es sei vielmehr „eine persönliche Forschungsreise, wie Maria (durch Gottes Willen) von frühesten Kindheitstagen an in mein Leben hineinkam, und wie sie mich dann jahrzehntelang hin zu einer Beziehung zu ihrem Sohn geführt hat“.

Ihre persönliche Geschichte sei gerade in der heutigen Zeit so wichtig, ist Read überzeugt. „Im Buch ziehe ich eine Parallele zwischen den Ikonoklasten, welche Statuen zerstörten und Maria aus unseren Kirchen entfernen wollten, und der heutigen Gesellschaft, welche die Definition von ,Frau’ zerstören möchte. Ich vermute, dass diese zwei Bewegungen etwas gemeinsam haben.“


„Seit meinen frühen 20ern faszinierte mich Marias Gesicht in der Kunst – das hatte ich schon in meiner Kindheit getan, aber ich war mir dessen weniger bewusst – und dann wurde sie, in einer Art heidnischem Sinn, ein wesentlicher Teil meiner feministischen, New-Age-Anschauung. Seit meinen späten 20ern schrieb ich fast zwanghaft Gedichte über sie. Und dann, etwa zu der Zeit, als ich Mutter wurde, spürte ich, wie die Faszination nachließ und sie sich mir näherte. Meine Begegnung mit der Pietà in St. Peter sollte mein Leben verändern, auch wenn es Jahre dauerte, bis ich die Konsequenzen daraus ziehen konnte.“

Im Jahr 2010 habe sie schließlich eine Gotteserfahrung gemacht, welche dazu führte, dass sie in die katholische Kirche eintrat. Maria trat in den Hintergrund. „In meiner Bekehrungsgeschichte ,Night's Bright Darkness‘ widme ich Maria ein Kapitel, und es zeigt, dass ich ihr nahe stand und ein Verständnis für ihre Rolle hatte“, sagt Read im Interview. „Aber es gab immer noch einige ,blinde Flecken‘ für mich.“

Dies habe sich nach und nach geändert, unter anderem durch den Einfluss von Raffaels Kunstwerk „Madonna del Granduca“. Ihr Zugang zur Muttergottes sei bis in ihre 40er Jahre ausschließlich durch die Kunst geprägt worden. „Es war nur die marianische Kunst, die mich angezogen hat – und das ist ein wichtiger Punkt, denke ich. Kunst erreicht die Menschen auf eine Art und Weise, wie es andere Kunstformen nicht unbedingt tun. Ein Gedicht kann einem nicht von der Wand entgegenspringen.“

Als Atheistin habe sie die „Realität“ von Marias Geschichte gesucht. „Ich wollte herausfinden, worum es ihr ging; ich hatte das Gefühl, dass die Gemälde ihre wahre Identität verdeckten. In meinen frühen Schriften habe ich versucht, Maria eine Stimme oder eine Geschichte zu geben – manchmal waren die Ergebnisse blasphemisch, da ich Atheist war – aber sie waren nie absichtlich respektlos. Ich habe sie immer geliebt. Die ,Mary Pages‘ fühlen sich an wie eine persönliche Entdeckung, wer sie wirklich ist.“

Das Buch hätten viele Leser als „fesselnd“ bezeichnet, erzählt die Autorin. Es sei ein eher atypisches Buch über Maria. „Ein paar Leute waren überrascht über meine Offenheit über mein Leben vor der Bekehrung. Aber wir können keine Geschichten über Heilung schreiben, wenn wir die Zerbrochenheit nicht sehen; wir können keine Geschichten über Gnade schreiben, wenn wir die Sünde nicht sehen. Das Schöne an Maria ist, dass sie da ist, uns findet und mit uns wacht, wo immer wir sind und wie weit wir auch von Gott entfernt sind.“

Das Schreiben des Buches sei etwas Besonderes gewesen. „Es war wie ein Liebesbrief, den ich schreiben musste. Ich kannte den Schluss noch nicht, als ich anfing. Mein Verständnis für das Wesen der Rolle Mariens kommt auf den letzten Seiten und stammt aus dem Werk von Papst Benedikt XVI. Darauf zu stoßen, fühlte sich wie ein Geschenk an.“ 

Ihre Hoffnung ist, dass das Buch nicht nur Leser erreicht, die Maria schon verehren, sondern auch Protestanten, Heiden, Ungläubige. „Ich möchte, dass die Menschen hören, was mein geistlicher Begleiter mir gesagt hat: „Die Theotokos ist nicht einfach eine Frau. Sie ist ein Ort. Die heilige Stadt. Sie ist der Schoß, der dich und Christus umschließt – ihr seid beide in ihr. Du betest in ihr, und in diesem Raum, der dich hält, kommst du ihm näher.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz