Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

„Eines Tages bat mich die katholische Mutter, ihren schwer an Corona erkrankten Sohn zu taufen“

13. März 2025 in Spirituelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vietnam: Eine kommunistische Krankenschwester spendet Fünfjährigem die Nottaufe, wird dabei erwischt, bekommt schwerwiegende berufliche Nachteile – Nun wird diese frühere Krankenschwester an Ostern selbst die Taufe empfangen


Hanoi (kath.net/pl) Der fünfjährige Junge kämpfte 2021 im Corona-Isolationsblock eines öffentlichen Krankenhauses in Vietnams Provinz Quang Binh um sein Leben. Seine Angehörigen durften ihn nicht sehen. Die Mutter, Lucia Vu Thanh Nhan, bat Dau Kieu Giang, eine der Krankenschwestern, ihren Sohn zu taufen. Doch Giang war damals überzeugte Kommunistin, Parteimitglied und Atheistin, sie verweigerte sich, denn sie hielt das für „Aberglauben“. Das schilderte Giang selbst gegenüber dem Katholischen asiatischen Nachrichtendienst „UCA News“. Die Mutter hatte Giang dennoch erklärt, wie man eine Taufe durchführt.

Die Krankenschwester schildert weiter: „Doch mir sank das Herz, als ich sah, wie der kleine Junge um Atem rang. Ich stellte mir vor, wie er träumte, dass seine Mutter neben ihm saß und ihn tröstete. Also beschloss ich, der Bitte der Mutter nachzukommen, in der Hoffnung, dem Kind etwas Frieden zu schenken.“

Gerade als sie dem Jungen Wasser übergoss und ein Kreuzzeichen auf die Stirn machte, wurde sie von ihrem Vorgesetzten auf frischer Tat ertappt.

„Die Krankenhausleitung warf mir vor, meine Position zu missbrauchen, um Aberglauben am Arbeitsplatz zu verbreiten. Sie lehnten meine Erklärung ab, ich hätte es getan, um das Kind und seine Eltern zu trösten, und akzeptierten sie nicht“, sagte Giang.


Nach dem Abklingen der COVID-19-Pandemie im Jahr 2022 wurde sie in eine entlegene Ambulanz nahe der laotischen Grenze verlegt. Sie sagt, dies sei eine als Versetzung getarnte Strafe gewesen.

Die neue Stelle war allerdings eine Herausforderung, da sie mit ihrem Motorrad fast 100 Kilometer steile, gefährliche Bergstraßen zurücklegen musste, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Sie erkrankte außerdem mehrmals an Malariaschüben.

„Nach einigen Monaten konnte ich einfach nicht mehr mithalten. Ich hatte keine andere Wahl, als zu kündigen“, sagte sie. Nachdem sie ihren Job als Krankenschwester gekündigt hatte, arbeitete sie in einer Wäscherei in einem Gästehaus in Dong Ha. Doch nach zwei Monaten ohne Bezahlung musste sie gehen.

Giang, deren Eltern im Krieg gegen das von den USA unterstützte Südvietnam gekämpft hatten, brach 2023 ihre Beziehung zur Kommunistischen Partei ab.

Dann traf sie auf einer Hochzeit die Familie des Jungen, den sie getauft hatte. „Als sie sahen, wie schwer es für mich war, halfen sie mir, ein kleines Kosmetikgeschäft zu eröffnen, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen“, sagte sie.

Die Mutter, Nhan, die in Laos selbst ein Geschäft betreibt, sagte, sie sei entschlossen, Giang für das zu danken, was sie für ihren Sohn getan hatte.

„Sie hat so viel durchgemacht – Demütigung, Not und sogar den Verlust ihres Arbeitsplatzes – und das alles, weil sie geholfen hat, mein Kind zu taufen, das dank ihr die Pandemie überstanden hat“, fügte sie hinzu.

Vor der Corona-Pandemie hatten der Junge und seine Eltern in Laos gelebt, wo dieChristen mit zahlreichen sozialen und behördlichen Einschränkungen konfrontiert waren. Sie konnten ihn als Säugling nicht taufen, sagte die Familie ohne weitere Angabe von Gründen.

Nhan und Giang freundeten sich bald an. Nhan begann, ihr den katholischen Glauben und die Unterschiede zwischen dem Katholizismus und anderen christlichen Gruppen zu erklären. Außerdem begleitete die Mutter Nahn die frühere Krankenschwester Giang durch deren religiöse Online-Recherchen und durch katholische Filme.

„Ich beschloss, diesen Glauben anzunehmen und begann, Katechismusunterricht zu besuchen“, sagte Giang.

Nhan sagte, ihre Familie werde sie auf diesem Weg begleiten. „Gott wirkt auf mysteriöse Weise – er nutzte dieses Ereignis, um Giang zu helfen, Glauben zu erfahren und ihren Weg zur Kirche zu finden“, fügte sie hinzu.

Seit Dezember 2024 nahm Giang an dem fünfmonatigen Kurs teil, der von örtlichen Ordensschwestern geleitet wird. Zusammen mit vier anderen Katechumenen lernt sie die katholische Lehre, die Moral und die Heilsgeschichte kennen.

Schwester Teresa Ho Thi Vinh, eine der Begleiterinnen Giangs auf dem Weg zum katholischen Glauben, erläutert, Giang kenne bereits viele Gebete und habe eine große Leidenschaft für die Bibellektüre. Sie betonte außerdem, dass Giang voller Freude sei, dass sie an Gebeten und eucharistischer Anbetung in der Kirche teilnehme und ein Talent dafür habe, mit anderen zusammenzuarbeiten, um Bedürftigen zu helfen.

Giang wählte die Mutter des Jungen, Nhan, als Patin für ihre Taufe während der Osternacht im Jubiläumsjahr in der Pfarrkirche Cam Lo. Sie erläutert gegenüber „UCA News“, dass sie auch berührt werde von der Großzügigkeit der Katholiken. Diese würden sie mit offenen Armen aufnehmen und sie sowohl finanziell als auch spirituell unterstützen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz