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Papst leitet großes ökumenisches Gedenken für moderne Märtyrer

11. September 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Feier am Sonntag in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern - Im 21. Jahrhundert bereits mehr als 1.600 Christen wegen des Glaubens getötet


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Mit einer großen Feier wollen die christlichen Kirchen an die mehr als 1.600 Christen erinnern, die im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts wegen ihres Glaubens getötet wurden. Wie Vatikansprecher Matteo Bruni in einer Pressekonferenz (Montag) mitteilte, soll die Zeremonie am kommenden Sonntag (14. September) in der römischen Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern unter Leitung von Papst Leo XIV. stattfinden. Geistliche mehrerer christlicher Kirchen werden daran teilnehmen, darunter auch ein Vertreter des russisch-orthodoxen Patriarchats von Moskau. Unter den aus Glaubensgründen Getöteten sind Angehörige vieler christlicher Kirchen und Konfessionen.


Der italienische Kirchenhistoriker Andrea Riccardi berichtete bei der Vorstellung der geplanten Feier, dass seit dem Jahr 2000 bereits 1.624 Christen im Vatikan namentlich registriert worden seien, die man wegen ihres Glaubens getötet habe. Eine eigene Vatikan-Kommission, die mit der Vatikanbehörde für Heiligsprechungen zusammenarbeitet und vom italienischen Erzbischof Fabio Fabene geleitet wird, ist für die Verifizierung der Fälle zuständig.

Laut Riccardi hat sich die "Landschaft der Märtyrer" im Vergleich zum 20. Jahrhundert deutlich verändert. Damals seien die meisten Märtyrer Opfer der Verfolgung durch totalitäre Ideologien wie Nationalsozialismus und Kommunismus gewesen. Im laufenden Jahrhundert seien es oft militante Islamisten oder Angehörige mafiöser Vereinigungen, die Christen töten. Die meisten Märtyrer in Afrika Die meisten Opfer von Christenverfolgung seien in Afrika zu beklagen, gefolgt von Asien (mit Ozeanien) und Lateinamerika. Dort würden vor allem Christen getötet, die sich für die Verteidigung der Rechte der Landbevölkerung einsetzten.

In Europa sind laut Vatikan-Erkenntnissen im laufenden Jahrhundert 43 Christen wegen ihres Glaubens getötet worden. Zudem seien 110 aus Europa stammende Missionare und christliche Entwicklungshelfer in anderen Kontinenten umgebracht worden. Darunter sind laut einer Mitteilung des Märtyrer-Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, Helmut Moll, auch 14 Deutschsprachige, darunter zwei Österreicher sowie ein Schweizer und ein Südtiroler. Vier der deutschsprachigen Märtyrer wurden im Jemen getötet, zwei in Afghanistan, die übrigen in anderen Ländern. Unter den deutschsprachigen Märtyrern des 21. Jahrhunderts sind neben katholischen auch mehrere freikirchliche Missionarinnen und Missionare.

 

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