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Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit28. Jänner 2026 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kardinal Fernández erinnert vor Mitgliedern des Glaubensdikasteriums an Worte von Papst Leo XIV., wonach "niemand die ganze Wahrheit besitzt"
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Kardinal Victor Manuel Fernández hat vor religiösem und intellektuellem Hochmut gewarnt. Wer die eigene Begrenztheit vergesse, riskiere Irrwege, die in der Geschichte zu Exzessen der Inquisition oder den Gräueln der Weltkriege geführt hätten, sagte der Präfekt des Glaubensdikasteriums am Dienstag laut Vatican News. Ebenso nannte Fernandez "die Shoah und die Massaker im Gazastreifen". All dies seien Situationen, die oft mit "trügerischen Argumenten" gerechtfertigt wurden, weil man sich der eigenen Sichtweise zu sicher war. 
Explizit kritisierte Fernández die heutige Internetkultur. Auf Blogs äußerten sich Menschen ohne theologische Vorbildung mit dem Anspruch auf absolute Wahrheit, als sprächen sie "ex cathedra". Das sei Ausdruck eines "furchtbaren Trugschlusses". "Das Problem ist, dass dasselbe in unser aller Leben passieren kann", warnte der Kardinal. "Wir wiederholen diesen Betrug, wenn wir zu sicher in dem leben, was wir zu wissen glauben."
Mit Blick auf Theologen und Kirche rief Fernández zu Demut und gemeinsamer Wahrheitssuche auf. Er erinnerte an Worte von Papst Leo XIV., wonach "niemand die ganze Wahrheit besitzt". Auch modernste Technologien änderten nichts an den Grenzen menschlicher Erkenntnis. - Der argentinische Kurienkardinal sprach laut Vatican News zum Auftakt der Plenarsitzung der von ihm geleiteten vatikanischen Glaubensbehörde.
Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Kardinal Fernández (c) Vatican Media
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Lesermeinungen| | jabberwocky 29. Jänner 2026 | |  | @Internet-Theologen Also, ich lese und schreibe hier bei Kathnet ca 15 Jahre mit. In diesen 15 Jahren sind mir hier einige User begegnet, die von Theologie deutlich mehr verstehen als Fernández, der in relativ kurzer Zeit schon relativ viel Stuß von sich gegeben hat.
Anstelle also Gläubige abzuwerten, die seinen teils kruden Thesen nicht folgen wollen, sollte er bisweilen auch mal vor der eigenen Tür kehren. |  4
| | | | | SpatzInDerHand 29. Jänner 2026 | |  | Weil ich mich wirklich über seine Worte ärgere, muss ich nochmal nachlegen: wir haben ganze Teilkirchen, die in Gefahr sind, ins Schisma zu gehen (zb. die deutsch-katholische Teilkirche). Wir haben Bischöfe, denen man als Katholik nur noch schwer Gehorsam leisten kann, weil sie selbst absolut grundsätzlich ungehorsam sind. Und da ist die Sorge des Herrn Glaubenspräfekten: selbsternannte "Internettheologe"?! Womöglich vertreten einige unter ihnen eine gesündere katholische Theologie als so mancher ihrer Bischöfe ;) |  4
| | | | | lesa 28. Jänner 2026 | |  | Gott schütze die Kirche vor falschen Propheten vor allem in Führungspositionen Entschuldigung, aber wenn man jemandem derzeit nicht glauben kann, dann ist es dieser Glaubenspräfekt. Ich sage "derzeit", weil Gott ihm mehr Glaubenslicht schenken kann. Viel liegt am Gebet der Gläubigen, und es ist auch der Gebetsmangel, der uns ein solches Personal beschert.
Anstatt über die Einwände gegen die scheußlichen, verwirrenden Schreiben, die der Mann in den letzten Jahren auf die Kirche losgelassen hat, zu denken, scheint er von seinen Verlautbarungen restlos überzeugt zu sein und warnt vor anderen. Stimmt schon, etwas Vorsicht ist angebracht dem Angebot an "Glaubensvideos" gegenüber, aber viele von ihnen geben weitaus mehr Orientierung als dieser Glaubenpräfekt. Das ist kein Urteil über seine Person, sondern über seine "Lehre" Gott weiß, warum er in eine solche Verdunkelung geraten ist und warum er dies zulässt.
Aber Papst Leo XIV. hat uns heute eine lichtvolle Katechese geschenkt.
Möchte Gott ihm helfen, Personal einzusetzen, das sich wieder an deren Inhalt hält. |  4
| | | | | Hebi 28. Jänner 2026 | | | | Wittgenstein Zitat aus dem www: Der Satz „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“ stammt von Ludwig Wittgenstein und bildet den letzten Satz seines „Tractatus logico-philosophicus“, der die Grenzen der Sprache und des Denkbaren aufzeigt, indem er das Sagbare klar von dem Unsagbaren, dem Mystischen und Ethischen abgrenzt, das sich nur durch Schweigen oder Handeln andeuten lässt. Es geht darum, dass nur klare, logisch fassbare Aussagen sinnvoll sind; alles andere, das Metaphysische, das Ethische, das Unaussprechliche, soll dem Schweigen überlassen werden, um nicht „Unsinn“ zu reden, so Deutschlandfunk Kultur.
Das geht uns heutige vor allem an. Auch Kleriker, die unklar, dafür aber um so wortreicher sprechen. Das „depositum“ der Kirche zu studieren und darzulegen ist da der gute Weg. Genug zu tun! |  0
| | | | | Versusdeum 28. Jänner 2026 | | | | @Bilbo B. Diese (nicht nur Hobbit-) Binsenweisheit haben Sie sehr schön auf den Punkt gebracht, danke. |  0
| | | | | Versusdeum 28. Jänner 2026 | | | | Da möchte jemand abgesetzt werden. Anders kann ich mir diese mehr als fragwürdigen Aufzählungen, Vergleiche und Argumente nicht erklären. Und dass es in der von Gott gestifteten Kirche nicht um persönliche Meinungen geht (auch nicht die eines vatikanischen Präfekten und nicht einmal die eines Papstes), ist eine Binsenweisheit. Und erst Recht ergibt das keinen Sinn in einer Zeit, in der die Beliebigkeit von "Wahrheit" ganze Teilkirchen von innen heraus auffrisst - nicht selten verursacht durch verwirrte bis atheistische "Theologen" (Stichwort z.B. "historisch-kritischen Methode") und schon in den Schulen und Priesterseminaren. |  3
| | | | | Veritasvincit 28. Jänner 2026 | | | | Ohne Vorbildung Wenn die Menschen ohne theologische Vorbildung eine Wahrheit äussern, haben sie diese vermutlich "ex cathedra" von der Kirche erhalten. Die "Vorbildung" der Theologen ist manchmal eine Einbildung. |  3
| | | | | Pilgrim Pilger 28. Jänner 2026 | | | | Das mit der Wahrheit ist ein Dilemma, das war es schon immer Die Frage "Was ist Wahrheit?" (Joh 18,38) ist die unbeantwortete Frage des Pontius Pilatus an Jesus während des Verhörs das zur Kreuzigung führte. Eine von Philosophie und Theologie meist diskutierten Fragen der Weltgeschichte, wobei die Bibel selbst in Jesus die Wahrheit sieht ("Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben") Während die auf die Welt zentrierten Menschen diese göttliche Wahrheit nicht erkennen und stattdessen die politisch korrekte Wahrheit suchen um sich dem Druck der Menschen der Welt zu beugen. |  2
| | | | | modernchrist 28. Jänner 2026 | | | | Wie richtig @Stefan Fleischer: "Damit wird klar, wahr ist der Glaube der Kirche, nicht die Theologie. Diesen Glaube aber schenkt uns die Kirche, und niemand sonst." Ich habe schon öfters erlebt, dass es in Predigten hieß . "Die Exegeten meinen..." (meist die Professoren, die halt diesen Priester ausbildeten). Immer wieder bringt das ziemliche Verwirrung, weil die Leute nicht wissen, was denn nun richtige Interpretation ist. Beispiel: In der Osternacht hieß es bei uns in der Predigt einmal, Jesus habe gesagt, sie sollen nach Galiläa gehen, er gehe voraus. Und die Exegeten würden meinen, dass die ersten Erscheinungen Jesu dort geschehen seien. Am nächsten Tag hören wir von Emmaus, auch dann die Thomasgeschichte. Man frägt sich: Ja was nun? Nur Verwirrung der einfachen Leute und am Schluss "Naja" zur Glaubensgewissheit. |  3
| | | | | kleingläubiger 28. Jänner 2026 | | | |
Um einmal die Lutherbibel zu zitieren:
Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. (Jes 29,14; Lk 10,21; Joh 17,25; 1Kor 1,18) |  3
| | | | | Stefan Fleischer 28. Jänner 2026 | |  | Richtig "Ein Theologe besitzt normalerweise nur ein begrenztes Wissen über eine theologische Disziplin oder ein einzelnes Thema, während die Geheimnisse des Glaubens in eine kostbare Rangordnung eingeflochten sind, in der alles vor allem durch die zentralen Wahrheiten erleuchtet wird, die das Herz des Evangeliums ausmachen".
Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die Theologie an sich keinen Anspruch auf die ganze Wahrheit hat. Sie befasst sich nur mit einem begrenzten Wissen über eine theologische Disziplin oder ein einzelnes Thema. Ihr Auftrag ist es, durch kontradiktorischen Austausch immer weiter in das ganze Geheimnis des Glaubens einzudringen. Der grosse Fehler heute ist, dass solche Auseinandersetzungen in der breiten Öffentlichkeit stattfinden und ihre Resultate als Wahrheit verkündet werden, bevor das Lehramt der Kirche entschieden hat.
Damit wird klar, wahr ist der Glaube der Kirche, nicht die Theologie. Diesen Glaube aber schenkt uns die Kirche, und niemand sonst. |  4
| | | | | SalvatoreMio 28. Jänner 2026 | | | | Einleitende Worte vor der Glaubenskongregation Angesichts so vieler Glaubensunsicherheiten heutiger Tagee, scheint mir abwegig, vor der Glaubenskongregation "Glaube" in Verbindung zu bringen mit "Irrwegen", die zu Weltkriegen, Shoah und Massakern im Gazastreifen" geführt hätten.- Kardinal Fernandèz sagte aber auch: "Ein Theologe besitzt normalerweise nur ein begrenztes Wissen über eine theologische Disziplin oder ein einzelnes Thema, während die Geheimnisse des Glaubens in eine kostbare Rangordnung eingeflochten sind, in der alles vor allem durch die zentralen Wahrheiten erleuchtet wird, die das Herz des Evangeliums ausmachen". |  1
| | | | | Bilbo B. 28. Jänner 2026 | | | | Selbstsicherheit Gerade indem Christinnen und Christen sich an die unverkürzte und unverfälschte Wahrheit des geoffenbarten katholischen Glaubens halten, zeigen sie ihre Demut und Distanz zu falschen Sebstsicherheiten. Natürlich kennt niemand die ganze Wahrheit; das hat aber auch niemand behauptet. |  2
| | | | | Felmy 28. Jänner 2026 | | | | Niemand besitzt die ganze Wahrheit Naja,aber mit dem Argument,dass niemand die ganze Wahrheit besitzt,könnten auch Glaubens-dokmen ausgehöhlt werden,dass ich als größere Gefahr sehe, als sogenannte "rechthaberei". Außerdem besitzen wir zur Wahrheitserkenntnis das Evangelium,die Briefe des Paulus,Petrus,Titus u.s.w. |  3
| | | | | Uwe Lay 28. Jänner 2026 | | | | Hat Gott sich nicht offenbart? Wenn Gott sich in Jesus Christus offenbart hat und Jesu Kirche auf diesem Fundament erbaut ist, wie kann da geurteilt werden, die Kirche erkenne nicht die offenbarte Wahrheit, sondern suche sie? Daß Gott die ganze Wahrheit offenbart hat, kann nicht bestritten werden, wenn die ganze Wahrheit alles zum Heile Notwendige bedeutet!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot |  4
| | | | | SpatzInDerHand 28. Jänner 2026 | |  | Fernandez setzt die angeblichen "Massaker im Gazastreifen" mit der Shoah gleich???? Nennt aber nicht das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 an unschuldigen, ahnungslosen israelischen Zivilisten???? Ich hoffe, er wird bald abgesetzt! |  8
| | | | | barbaletta 28. Jänner 2026 | | | | einen Witz gemacht? Ausgerechnet der Mitverantwortliche für den größten Irrweg im 21 Jahrhundert („Fiducia supplicans“) warnt vor Irrwegen?
Das soll ein Witz sein, oder? |  9
| | | | | Patroklos 28. Jänner 2026 | | | | Wahrheit Natürlich gibt es jemanden, der die ganze Wahrheit besitzt: Gott! Und die Kirche ist der Mystische Leib Christi. |  7
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