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| ![]() Die Jungfrau Maria und das Geheimnis der Kirchevor 11 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: Im Zeichen von Fatima, Johannes Paul II. und der marianischen Lehre von ‚Lumen gentium‘. Maria als Modell, Mutter und Urbild der Kirche. Die Stellung Mariens im Heilswerk Christi , dessen Wirkkraft Maria zeigt. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) „Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern“ (Apg 1,13-14). Bei der Generalaudienz am Mittwoch widmete Papst Leo XIV. seine Katechese der Jungfrau Maria unter dem Thema „Die Jungfrau Maria als Modell der Kirche“. Am 13. Mai ist der Gedenktag der seligen Jungfrau Maria von Fatima. Zugleich ist dies der Tag des Attentats auf Johannes Paul II., das sich vor 45 Jahren während der Generalaudienz auf dem Petersplatz ereignet hatte. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stand die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils über Maria im letzten Kapitel der dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen gentium. Der Papst zitierte das Konzil mit den Worten: „Sie wird auch als überragendes und völlig einzigartiges Glied der Kirche wie auch als ihr Typus und klarstes Urbild im Glauben und in der Liebe gegrüßt (Lumen gentium 53). Diese Worte lüden dazu ein zu verstehen, dass in Maria, „die unter dem Wirken des Heiligen Geistes den menschgewordenen Sohn Gottes aufgenommen und geboren hat“, sowohl das Bild als auch das hervorragende Glied und die Mutter der ganzen kirchlichen Gemeinschaft erkannt werden könne. Maria habe sich „vom Wirken der Gnade formen lassen“ und das Geschenk des Höchsten mit ihrem Glauben und ihrer jungfräulichen Liebe angenommen. Darin sei sie „das vollkommene Urbild dessen, wozu die ganze Kirche berufen ist: Geschöpf des Wortes des Herrn und Mutter der Kinder Gottes, die im Gehorsam gegenüber dem Wirken des Heiligen Geistes geboren werden“. Weil sie „die Glaubende schlechthin“ sei, in der „die vollkommene Form der bedingungslosen Offenheit gegenüber dem göttlichen Geheimnis“ sichtbar werde, sei sie zugleich „hervorragendes Glied der kirchlichen Gemeinschaft“. Schließlich sei Maria Mutter der ganzen Kirche, weil sie „Kinder im Sohn hervorbringt, geliebt im ewigen Geliebten, der zu uns gekommen ist“. Deshalb könne sich die Kirche mit kindlichem Vertrauen an sie wenden: „in der Gewissheit, gehört, bewahrt und geliebt zu werden“. Der Papst führte weiter aus, man könne diese Eigenschaften der Jungfrau Maria zusammenfassen, indem man von ihr als „der Frau, Ikone des Geheimnisses“ spreche. Der Begriff „Frau“ hebe die geschichtliche Konkretheit dieser jungen Tochter Israels hervor, der es gegeben gewesen sei, Mutter des Messias zu werden. Der Ausdruck „Ikone“ unterstreiche dagegen, „dass sich in ihr die doppelte Bewegung von Herabkunft und Aufstieg verwirklicht“. In Maria leuchteten sowohl „die freie Erwählung durch Gott“ als auch „die freie Zustimmung des Glaubens an ihn“ auf. Deshalb sei Maria „die Frau, Ikone des Geheimnisses, das heißt des göttlichen Heilsplans, der einst verborgen war und in Jesus Christus in Fülle offenbart wurde“. Ausführlich ging Leo XIV. auf die Lehre des Konzils über die Stellung Mariens im Werk der Erlösung ein (vgl. Lumen gentium, 60-62). Das Konzil habe daran erinnert, dass „der einzige Mittler des Heils Jesus Christus“ sei, und zugleich betont, dass seine Mutter „in keiner Weise diese einzigartige Mittlerschaft Christi verdunkelt oder mindert, sondern ihre Wirkkraft zeigt“. Zugleich habe die Konzilskonstitution gelehrt: „Die selige Jungfrau, die von Ewigkeit her zusammen mit der Menschwerdung des göttlichen Wortes als Mutter Gottes vorherbestimmt wurde, war nach dem Ratschluß der göttlichen Vorsehung hier auf Erden die erhabene Mutter des göttlichen Erlösers, in einzigartiger Weise vor anderen seine großmütige Gefährtin und die demütige Magd des Herrn. Indem sie Christus empfing, gebar und nährte, im Tempel dem Vater darstellte und mit ihrem am Kreuz sterbenden Sohn litt, hat sie beim Werk des Erlösers in durchaus einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt zur Wiederherstellung des übernatürlichen Lebens der Seelen. Deshalb ist sie uns in der Ordnung der Gnade Mutter“ (Lumen gentium 61). In der Jungfrau Maria spiegle sich eben auch das Geheimnis der Kirche. In ihr finde das Volk Gottes „seinen Ursprung, sein Bild und seine Heimat dargestellt“. Die Kirche betrachte in der Mutter des Herrn ihr eigenes Geheimnis, weil sie in ihr „nicht nur das Modell des jungfräulichen Glaubens, der mütterlichen Liebe und des bräutlichen Bundes“ erkenne, sondern vor allem „ihren Archetyp, die ideale Gestalt dessen, wozu sie berufen ist“. Die in „Lumen gentium“ enthaltenen Betrachtungen über die Jungfrau Maria lehrten daher, „die Kirche zu lieben und in ihr dem Kommen des Reiches Gottes zu dienen, das sich in der Herrlichkeit voll verwirklichen wird“. Zum Abschluss richtete Leo XIV. mehrere Fragen an die Gläubigen und lud dazu ein, sich von Maria ansprechen zu lassen: „Lebe ich mit demütigem und tätigem Glauben meine Zugehörigkeit zur Kirche? Erkenne ich in ihr die Gemeinschaft des Bundes, die Gott mir geschenkt hat, um seiner unendlichen Liebe zu entsprechen? Fühle ich mich als lebendiger Teil der Kirche im Gehorsam gegenüber den von Gott gegebenen Hirten? Schaue ich auf Maria als Modell, hervorragendes Glied und Mutter der Kirche, und bitte ich sie, mir zu helfen, ein treuer Jünger ihres Sohnes zu sein?“. Der Papst vertraute die Gläubigen dem Heiligen Geist und der Fürsprache Mariens an: „Der Heilige Geist, der auf Maria herabkam und von uns in Demut und Vertrauen angerufen wird, schenke uns, diese wunderbaren Wirklichkeiten ganz zu leben. Und nach der Vertiefung der Konstitution ‚Lumen gentium’bitten wir die Jungfrau, dieses Geschenkt für uns zu erlangen: dass in uns allen die Liebe zur Heiligen Mutter Kirche wachse. So sei es!“. Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten: Liebe Brüder und Schwestern deutscher Sprache, Maria, die „Bild und Anfang der in der kommenden Weltzeit zu vollendenden Kirche ist“ (LG 68), helfe uns, Christus und die Kirche immer mehr zu lieben und so der Vollendung des kommenden Reiches Gottes zu dienen. Heilige Maria, Mutter der Kirche, bitte für uns.
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