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Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht

13. Mai 2026 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
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Die Organisation sieht sich in dem Bericht falsch dargestellt und wirft den Verfassern Verleumdung und üble Nachrede vor. Courage unterstützt Menschen mit homosexuellen Neigungen bei einem Leben nach den Geboten Gottes.


Rom/Trumbull (kath.net/jg)
Das katholische Apostolat Courage International hat auf den kürzlich veröffentlichten Abschlussbericht der vatikanischen Arbeitsgruppe 9 des Synodalprozesses mit einer Pressemitteilung reagiert. Der Bericht, der am 5. Mai 2026 vom Generalsekretariat der Synode publiziert wurde, befasst sich mit theologischen Kriterien und synodalen Methoden zur gemeinsamen Unterscheidung bei aufkommenden doktrinären, pastoralen und ethischen Fragen. Er enthält eine kritische Erwähnung des Courage-Apostolats sowie ein negatives Zeugnis einer Einzelperson im Anhang.

In ihrer Stellungnahme bezeichnet Courage International diese Darstellung als Verleumdung und üble Nachrede. Die Organisation weist insbesondere den Vorwurf zurück, sie betreibe oder habe je „reparative Therapien“ angeboten. Eine einfache Kontaktaufnahme mit der Leitung von Courage hätte diesen Punkt klären können, so die Kritik. Stattdessen basiere der Bericht einseitig auf der subjektiven Erfahrung einer einzelnen Person.


Besonders problematisch findet Courage, dass die Treffen und die Mitglieder pauschal in einem negativen Licht dargestellt werden. Der kritische Zeuge beschreibt die Treffen als „geheim und versteckt“. Courage betont hingegen, dass es sich um vertrauliche und sichere Orte handelt, die es den Teilnehmern ermöglichen, offen über ihre Kämpfe zu sprechen – ohne Angst vor späterer öffentlicher Bloßstellung. Der Zeuge habe berichtet, dass viele Teilnehmer mit Gefühlen von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression kämen – doch genau deswegen biete Courage Unterstützung und Gemeinschaft.

Die Organisation bedauert, dass sie solche falschen Darstellungen nun aus einem offiziellen vatikanischen Dokument erleiden muss – etwas, das sie bisher vor allem von säkularen Medien kannte. Courage erklärt sich bereit, mit Synodenvertretern zusammenzutreffen, um das Apostolat und seine 45-jährige Arbeit ausführlich vorzustellen.

Hintergrund zu Courage International

Courage International ist ein anerkanntes Apostolat der Katholischen Kirche, das Menschen mit gleichgeschlechtlicher Anziehung begleitet, die ein keusches Leben nach der Lehre der Kirche anstreben. Es wurde 1980 auf Wunsch des verstorbenen Kardinals Terence Cooke durch Pater John F. Harvey OSFS in New York gegründet. Die fünf Ziele von Courage lauten: Keuschheit, Gebet und Hingabe, Gemeinschaft, Unterstützung und gutes Vorbild. Im Februar dieses Jahres empfing Papst Leo XIV. Vertreter von Courage International in Privataudienz. (Siehe Link)

Heute gibt es über 160 Ortsverbände in 15 Ländern. Zusammen mit EnCourage (für Familien und Freunde) erhielt das Werk 2016 kanonischen Status als diözesane klerikale Vereinigung. EnCourage unterstützt Angehörige dabei, mit Liebe und Treue zur katholischen Lehre auf ihre Liebsten zuzugehen.

 


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