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NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'

8. Oktober 2026 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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Schweizer Zeitung übt Kritik am Doppelstandard der deutschen Kirchen im Umgang mit der AfD: "Für die Linkspartei gilt der Bannspruch hingegen nicht. Ihre Vertreter sind – wie die von SPD und Grünen auch – regelmässig auf Katholikentagen präsent."


Berlin (kath.net)

«Die beiden grossen Kirchen in Deutschland arbeiten unbeirrbar an der gesellschaftlichen Ächtung von Vertretern der AfD mit. Sie führen dafür Evangelium und christliches Menschenbild an. Das ist wenig überzeugend.» Dies schreibt die Schweizer Zeitung NZZ in einem Kommentar, der am Dienstag veröffentlicht wurde, und übt Kritik daran, dass jetzt bereits ein Mandat für die AfD genüge, um jemandem zu kündigen, selbst wenn es keine Beanstandungen des persönlichen Verhaltens gebe. Die NZZ betont auch, dass nichts im Programm der AfD der Menschenwürde entgegenstehe. Dies behaupte laut der Zeitung allerdings nicht einmal der deutsche Inlandsgeheimdienst.


Die NZZ kritisiert zudem das Schreiben der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) von 2024, in dem Katholiken vorgeschrieben werde, wen sie wählen sollten. Der darin enthaltene Aufruf zum Dialog mit gesprächsbereiten Vertretern der AfD sei nur ein Feigenblatt, denn beide grossen deutschen Kirchen halten AfD-Politiker von Kirchentagen und Podien fern.

«Ausschluss statt kritisches Gespräch. Man wolle Menschenfeindlichkeit keine Bühne bieten, heisst es dann selbstgewiss. Für die Linkspartei gilt der Bannspruch hingegen nicht. Ihre Vertreter sind – wie die von SPD und Grünen auch – regelmässig auf Katholikentagen präsent», so die NZZ. Sie verweist darauf, dass es z. B. aus kirchlicher Sicht etwa bei deren Positionen zur Abtreibung genügend Fragezeichen zu setzen gebe.

«Doch diese Doppelstandards fallen den Bischöfen nicht auf. Die guten Hirten nehmen in ihrem Eifer sogar schulterzuckend den Exodus von Kirchenmitgliedern in Kauf», schreibt die NZZ und erinnert daran, dass der Berliner Erzbischof Heiner Koch vor den jüngsten ostdeutschen Landtagswahlen kühl meinte, man müsse das Risiko eingehen, dass sich AfD-Wähler von der Kirche abwenden.

 

Foto: (c) kath.net/GROK


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Lesermeinungen

 Johannes14,6 10. Oktober 2026 
 

Der Begriff "Patriotismus" ist verbrannt, leider

@Versusdeum

wie auch andere Begriffe wie "Heimat", "Heimatliebe" oder "Nationalstolz" (jedenfalls für Deutsche)

Das haben die jahrzehntelangen Umerziehungsversuche der Ideologen und die Migration geschafft.
Ich schätze die Gedanken von Kardinal Müller dazu über die Hintergründe.
Wenn man aber davon spricht, ist man "Verschwörungstheoretiker" oder Schlimmeres.

Und sollte es einen Politikwechsel geben, besteht die Gefahr, daß das Pendel in die andere Richtung ausschlägt.

Wie findet man wieder eine verträgliche Mitte ?


2
 
 Johannes14,6 9. Oktober 2026 
 

Eine ganz ausgezeichnete Analyse

wie sich die Kirchen in Deutschland selbst ins Abseits schießen, legt der überzeugte Katholik Alexander Kissler in "Kissler kompakt" von heute (9.10.) vor.

Statt sich um Seelsorge und Glaubensvermittlung zu kümmern, mischen sich die Bischöfe in politische Debatten ein, zeigen "Haltung" und betätigen sich weithin als Sprachrohr des politischen Mainstream.

"Die Kirchen reden und plappern wie Parteien"

www.youtube.com/watch?v=VX8VWIzs2TY


5
 
 Versusdeum 9. Oktober 2026 
 

@Johannes14,6

"Richtig verstandener Nationalismus" nennt sich übrigens "Patriotismus": Das eigene schätzen / lieben, ohne die anderen zu verachten. Für heutige Linke gibt es diese Unterscheidung nicht mehr: Ist alles unterschiedslos Na...siewissenschon*.
* "Nazi" bedeutet nicht "Nationalist", sondern "Nationalsozialist", also NSDAP-Mitglied ("Altnazi") oder Anhänger der Nationalsozialistischen Weltanschauung ("Neonazi"). Die einen sind quasi ausgestorben, und wo sind die anderen?


1
 
 Johannes14,6 9. Oktober 2026 
 

"Wir glauben, daß Europa aus seinem Schlummer erwachen kann"

Die bemerkenswerte Rede MARCO RUBIOS in Athen könnte wegweisend sein für einen Richtungswechsel:
Sich auf die eigenen Wurzeln besinnen und auch stolz darauf sein zu dürfen, wozu auch ein richtig verstandener Nationalismus gehört.

Der BLICK VON AUSSEN zeigt, was wir verloren haben bzw was uns IDEOLOGEN seit Jahrzehnten versuchen, auszureden und ab-zuerziehen -- und leider unter unkritischer Mitwirkung der Kirche, die sich dem ZEITGEIST und politischen MAINSTREAM ausgeliefert hat. (Ausnahme u.a.: Kardinal Müller!)

https://www.cicero.de/aussenpolitik/dokumentation-der-rede-von-marco-rubio-in-athen

www.state.gov/releases/office-of-the-spokesman/2026/10/secretary-of-state-marco-rubio-remarks


2
 
 Versusdeum 8. Oktober 2026 
 

Die DBK hat die Moral im eigenen Arbeitsrecht gecancelt

und kann jetzt niemandem mehr z.B. wegen schwerem Ehebruch kündigen. Aber sie warnt ausdrücklich und ausschließlich vor der Wahl der letzten verbliebenen nichtlinken Partei, während "Grüne" und selbst die Clanfreunde- Antisemiten- und Diktaturpartei SED mit ihren offen kommunistischen Flügeln OK sind. Kannste Dir nicht ausdenken.


5
 
 ottokar 8. Oktober 2026 
 

Warum fordern die Kirchen nicht, dass man seinem Gewissen folgt?

Dass man seinem Gewissen auch bei der Wahl einer Partei folgt? Warum erwähnen sie den Namen der Partei, der einigen Klerikern, d.h.einigen deutschen Bischöfen nicht passt? Warum kann man Linke, Christparteien, Sozis wählen, Parteien, die nichts gegen Ehe für Alle , gleichgeschlechtliche Liebe oder das Töten ungeborener Kinder einzuwenden haben? Was ist schlimmer, die Repatriierung von Flüchtlingen ins Heimatland oder das Töten von Ungeborenen ? Oder ist Vaterlandsliebe eine Sünde , zu der Kardinal Frings einst fordernd Stellung genommen hat?Die Wahl einer politischen Partei muss dem eigenen Gewissen des Einzelnen überlassen bleiben , genauso wie die übrige Lebensführung. Oder sollen wir anfangen die Lebensführung und Lebenshaltung vieler- aber nicht aller -unserer Kleriker lauthals zu kritisieren? Gott bewahre und erhalte unser Gewissen.


6
 
 Johannes14,6 8. Oktober 2026 
 

Corona, Gender, Klima, Massenmigration

überall mischt die Kirche inzwischen kräftig mit, beschweigt und ignoriert die Folgen:

Grundrechtsverletzungen und Gesundheitsschäden, Familienzerstörung und verwirrte Jugendliche, De-Industrialisierung, importierte Kriminalität und Antisemitismus.

Diese Bischöfe haben für mich jede Glaubwürdigkeit verspielt, durch ihr Verhalten zerstören sie die Kirche von innen.


8
 
 girsberg74 8. Oktober 2026 
 

Die Kirchen, das Opfer ihrer selbst !

Wenn „die Kirchen“, - ich halte es sonst mit „Dominus Iesus“ -, wenn also diese „Kirchen“ eine Ächtung der AFD nicht glaubwürdig hinkriegen,

machen sie sich selbst zum Opfer ihrer Kampagne, denn die Menschen merken es schon, wenn nach je verschiedener Seite mit je verschiedener Zunge geredet oder geschwiegen wird.


6
 
 Christianlay 8. Oktober 2026 
 

Absurd!

Es ist absurd, daß die Parteien, die für die Tötung von circa 100.000 Kindern im Mutterleibe pro Jahr verantwortlich sind, unbedenklich als für Christen wählbar beurteit werden, dagegen eine Partei unwählbar sei, die illegal Eingewnderte repatrieren will. Daß bis 1989 ein Christ nicht ein Mitglied der SED werden konnte, da er an Gott glaubt, wird auch völlig vergessen, stattdessen wird die "Linke" auf jeden Kirchentag bejubelt .
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


7
 
 Jothekieker 8. Oktober 2026 
 

So verliert man seinen Einfluß

Beim Militär gilt die ungeschriebene Regel, daß man keinen Befehl erteilen sollte, wenn man davon ausgehen muß, daß er nicht befolgt wird.
Auch die Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sollten dies beherzigen. Andernfalls wird man ihnen auch auf anderen Gebieten die Gefolgschaft verweigern.


2
 

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