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Innsbruck: Diözese verbannt beliebten Priester aus Religionsunterricht

11. Juli 2014 in Österreich, 38 Lesermeinungen
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Ein Priester thematisiert im Religionsunterricht auch die letzten Dingen (Himmel, Hölle). Die Kinder sind begeistert, die Diözesanleitung weniger und hat den Priester suspendiert. Jetzt droht ein Aufstand der Pfarre und des Bürgermeisters


Innsbruck (kath.net/rn)
Aufregung in der Diözese Innsbruck. Die Diözesanleitung hat Thomas Ladner, den beliebten Pfarrkooperator von Stans, vom Religionsunterricht suspendiert. Sein Vergehen war offensichtlich, dass er im Religionsunterricht auch von den letzten Dingen wie Hölle, Fegefeuer und vom Teufel gesprochen hat, Themen, die übrigens von Papst Franziskus fast wöchentlich thematisiert werden. Laut Josef Stock, dem Leiter des Bischöflichen Schulamtes der Diözese, habe der Priester keinen "kindgemäßen, lebensbezogenenen" Religionsunterricht abgehalten wie die "Tiroler Tageszeitung" (TT) berichtet. Die Diözese dürfte hier jetzt aber die Rechnung ohne das Kirchenvolk gemacht haben, denn diese waren durchaus zufrieden mit dem Religionsunterricht des Priesters. Die Kinder haben das Fach sogar zu ihrem beliebtesten gewählt, teilte der Stanser Bürgermeister Michael Huber der TT mit. Der 36-jährige Religionslehrer und Pfarrkooperator habe es geschafft, die Kinder wieder für den Glauben zu begeistern. Außerdem habe dieser einen sehr menschlichen Umgang mit ihnen gezeigt und die Ministrantenzahl gesteigert.


Besonders brisant: Erst kurz vor Ferienbeginn wurde der Priester informiert, dass er vom Religionsunterricht ab 2014/2015 "entpflichtet" werde. "Wir fühlen uns als Schulerhalter vor den Kopf gestoßen. Auch die Pfarre wurde übergangen", ist der Bürgermeister empört und ließ das auch das Bischöfliche Schulamt per Brief wissen: „Mit Ihrer Vorgangsweise haben Sie Unruhe in unser Dorf gebracht, so dass dieses einseitige Vorgehen Ihrerseits auf keinen Fall zu akzeptieren ist“, heißt es darin. Josef Stock, der Leiter des Bischöflichen Schulamtes, zeigt sich von dem wenig beeindruckt. Er verurteilt den Religionsunterricht des Priesters als "vorsinflutlich". Beweise dafür bringt er übrigens keine. Er verweist nur auf einen angeblich "äußerst gestrigen Behelf" aus Maria Roggendorf und behauptet dann, dass dort "ein Familienbild skizziert" werde, das nicht mehr zeitgemäß sei.

Diözese Innsbruck, Bischof Manfred Scheuer


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