Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Bischof Huonder – Ein Fels in der Brandung!

13. August 2015 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auf viele scheint das Geschrei des brüllenden Löwen eindrücklicher zu wirken als die vor Augen liegende Wahrheit der Dinge. Ein Gastkommentar von Dominik Lusser, Stiftung Zukunft CH


Chur (kath.net)
Vor ein paar Tagen hat der Churer Bischof Vitus Huonder beim Kongress „Freude am Glauben“ in Fulda in einem 50-minütigen Referat die katholische Sicht der Ehe dargelegt. In wenigen Sätzen kam er dabei auch auf die Homosexualität zu sprechen, und zitierte dabei aus dem alttestamentlichen Buch Levitikus die Passage: „Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen. Beide werden mit dem Tod bestraft. Ihr Blut soll auf sie kommen.“ Als hätte Huonder damit die Todesstrafe für praktizierte Homosexualität gefordert, toben seither die Medien gegen den Bischof.

Doch was die Macher der öffentlichen Meinung suggerieren, erscheint im Kontext von Huonders Rede und im Licht der neutestamentlichen Barmherzigkeit geradezu als absurd.

Der Grund für dieses Nicht-wissen-wollen ist klar: Der einzige Deutschschweizer Bischof, der noch zu verkündigen wagt, was nicht nur die christliche Offenbarung lehrt, sondern auch der schlichte Blick auf die Wirklichkeit anzuerkennen gebietet, soll mundtot gemacht werden. Die Wahrheit aber ist, dass homosexuelle Akte in sich ungeordnet und destruktiv sind und nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit entspringen. Zwar lehren das Evangelium und in seinem Gefolge auch Bischof Huonder die Barmherzigkeit gegenüber allen Sündern, zu denen er sich ja selbst auch zugehörig weiss.


Die Sünde selbst aber kann gerade deswegen niemals gutgeheissen werden. Homosexuellenseelsorge besteht demnach für Christen besonders auch darin, Menschen mit homosexueller Veranlagung – soweit dies geht – aus ihrer ungewollt ungeordneten Neigung heraus zu begleiten. Doch dieser Standpunkt versetzt die Schwulen-Lobby im Unterschied zu vielen Ex-Gays und Ex-Lesben, die heute ein glückliches Leben führen dürfen, in blinke Rage.

Der Schweizer Schwulen-Dachverband Pink Cross hat gegen Huonder sogar Strafanzeige wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen eingereicht. Die Zeit für einen Ausgang des Verfahrens im Sinne von Pink Cross ist wohl (noch) nicht reif. Die Richtung aber ist klar: Der totalitären Schwulen-Lobby und ihren verbündeten Mainstream-Medien geht es darum, mit allen Mitteln auch die Christen zur Anerkennung ihres gar nicht so lustigen („gay“) Lebensstils zu zwingen.

Wie nämlich die Forschung u.a. zeigt, werden Jugendliche in der Regel von einem deutlich älteren, erwachsenen Partner in die Homosexualität eingeführt, während die sexuelle Initiation bei Heterosexuellen meist innerhalb ihrer Altersgruppe stattfindet. Homosexuelle Menschen haben deutlich häufiger sexuellen Missbrauch als Kind oder Jugendliche erlebt.

Schwule sind auch als Erwachsene deutlich häufiger sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Homosexuelle jeden Alters sind sowohl physisch wie psychisch deutlich weniger gesund als der Durchschnitt der Bevölkerung: Grosse Unterschiede betreffen u.a. depressive Störungen und die Selbstmordgefährdung. Dabei besteht kein Zusammenhang zwischen der Gesundheit Homosexueller und einer allfälligen gesellschaftlichen Diskriminierung.

Hingegen scheinen die Instabilität der familiären Situation sowie die frühe sexuelle Aktivität Faktoren zu sein, die zu selbstschädigendem Verhalten führen können. Laut einer Studie der Uni Zürich von 2006 können nur 30 Prozent der homosexuellen Männer ihre sexuelle Orientierung akzeptieren. Fast die Hälfte hatte in den vier Wochen vor der Befragung mindestens einen Alkoholabsturz. Auch beim Drogen- und Rauschmittelkonsum übertreffen die Schwulen den Durchschnitt der Männer teils um ein Vielfaches.

Homosexuelle Männer sind ferner die grösste Risikogruppe für die Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten: Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit HIV ist unter Schwulen bis zu 100-mal grösser.

Die Fülle dieser empirischen Tatsachen, die klar auf den problematischen Charakter der homosexuellen Neigung hindeuten, müssten eigentlich auch dem St. Galler Bischof Markus Büchel das Rückgrat geben, zur katholischen Lehre zu stehen, anstatt seinem Churer Mitbruder öffentlich in den Rücken zu fallen. Doch auf viele scheint das Geschrei des brüllenden Löwen eindrücklicher zu wirken als die vor Augen liegende Wahrheit der Dinge. Umso wichtiger ist es, dass es noch immer Leute gibt, welche diese Wahrheit klar und in aller Ruhe aussprechen. Komme, was wolle!

Vortrag von Bischof Huonder in Fulda




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Huonder

  1. Diskussion um künftige Aufgaben und Wohnort von Bischof Huonder
  2. Churer Bischof Huonder vom Papst empfangen
  3. Bischof Huonder zieht vors höchste Gericht der Schweiz
  4. Papst Franziskus verlängert Amtszeit von Bischof Vitus Huonder
  5. Katholiken bedanken sich per Inserat bei Bischof Huonder
  6. Selbstverständlich trete ich nicht für die Todesstrafe ein!
  7. Ich wünsche mir, dass Sie sich bei Bischof Huonder entschuldigen!
  8. Unsolidarisches Verhalten von Bischof Büchel
  9. Wenn man unbequeme Passagen aus dem Alten Testamtent zitiert
  10. Churer Bischof Huonder möchte keine Pro-Bischofs-Demo







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz