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Pakistan: Christensprecher Bhatti fordert Minderheitenminister

28. Februar 2016 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Appell an Präsident Sharif - Unter früherem Präsidenten Zardari hatte ein eigenständiges "Ministerium für Nationale Harmonie" bestanden.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Der pakistanische Katholik, Mediziner und Menschenrechtler Paul Bhatti fordert von der Regierung seines Landes die Wiedereinführung eines Ministeriums für ethnische und religiöse Minderheiten. Am 2. März ist es fünf Jahre her, dass sein Bruder Shahbaz Bhatti, der erste Minderheitenminister in Pakistan, in Islamabad ermordet wurde.

Am kommenden Mittwoch werden die katholische Kirche und die "Shahbaz Bhatti"-Stiftung mit einem Gedenkgottesdienst und einer Konferenz mit Vertretern anderer Religionsgemeinschaften an den 2011 ermordeten Politiker erinnern. Den Gottesdienst in der Kathedrale von Islamabad zelebriert Bischof Rufin Anthon, berichtet der vatikanische Missionsnachrichtendienst "Fides" ams Samstag.


Der frühere Präsident Asif Ali Zardari (2008-2013) hatte das eigenständige "Ministerium für Nationale Harmonie" eingerichtet und den Katholiken Shahbaz Bhatti ab November 2008 mit diesem Kabinettsposten betraut. Später wurde das Ressort dem Ministerium für religiöse Angelegenheiten angegliedert.

Wie Paul Bhatti, bis März 2013 Sonderberater der Regierung für Fragen der "nationalen Harmonie", im "Fides"-Interview sagte, will er Ministerpräsident Nawaz Sharif um die Wiedereinführung eines derartigen Kabinettsressorts bitten. Ein solcher Schritt könnte das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft fördern und das Image des Landes auf internationaler Ebene verbessern, so der Vorsitzende der von seinem Bruder gegründeten All Pakistan Minorities Alliance.

Im Sinne seines Bruders, so Paul Bhatti, setze sich die Allianz für die Abschaffung diskriminierender Passagen in der Verfassung und entsprechende Gesetze ein. Vor allem hofft er auf die Abschaffung des umstrittenen und oft missbrauchten Blasphemieparagrafen. Immer mehr Politiker und Parteien, darunter die Pakistanische Volkspartei (PPP), seien sich der Problematik bewusst und suchten Unterstützung für eine Abschaffung dieses Paragrafen.

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