Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Erzbischof Paglia beauftragte ‚erotische’ Wandmalerei in Kathedrale

9. März 2017 in Weltkirche, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Vorsitzende der Päpstlichen Akademie für das Leben hat in seiner Zeit als Bischof von Terni-Narni-Amelia eine Wandmalerei in seiner Kathedrale in Auftrag gegeben, die nackte und halbnackte Personen, darunter Homo- und Transsexuelle, zeigt.


Terni/Rom (kath.net/LSN/jg)
Erzbischof Vincenzo Paglia, der Vorsitzende der Päpstlichen Akademie für das Leben, ist auf einer umstrittenen erotischen Wandmalerei zu sehen, die er in Auftrag gegeben hat. Der argentinische Künstler Ricardo Cinalli hat das Bild im Jahr 2007 im Dom von Terni erstellt.

Es zeigt Jesus, der in Netzen nackte und halbnackte Homosexuelle, Transsexuelle, Prostituierte und Drogendealer in den Himmel trägt. Paglia ist auf dem Bild halbnackt zu sehen. Er umarmt einen bärtigen Mann, der nur ein loses Tuch um die Hüften trägt. Viele der Personen sind mehr oder weniger eng umschlungen dargestellt.

Die erotische Darstellung ist nach Aussage von Ricardo Cinalli beabsichtigt. „Ich denke, der erotische Aspekt ist der deutlichste bei den Personen in den Netzen“, sagt er gegenüber der Zeitung la Repubblica. Paglia, der das Bistum Terni-Narni-Amelia von 2000 bis 2012 geleitet hat, habe eng mit ihm zusammen gearbeitet. Kein Detail sei Zufall, alles sei analysiert und diskutiert worden, erinnert er sich.


Die Zusammenarbeit sei menschlich und professionell „fantastisch“ gewesen. Paglia habe ihn in den vier Monaten nie gefragt, ob er an die Erlösung glaube und ihn damit in eine unangenehme Situation gebracht. Der Bischof habe ihm allerdings untersagt, ein kopulierendes Paar auf der Wandmalerei darzustellen.

Das Bild zeige auch so wie es sei, dass der Mensch in diesem Leben und im nächsten Leben „Freiheit“ habe, sagt Cinalli. Der Maler ist sich bewusst, dass das Bild bei vielen im Bistum nicht gut angekommen sei.

Im Jahr 2012 ist Vincenzo Paglia von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Familie erkoren und zum Erzbischof ernannt worden. Mit August 2016 hat ihn Papst Franziskus zum Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben und gleichzeitig zum Großkanzler des Päpstlichen Institutes „Johannes Paul II.“ für Studien zu Fragen von Ehe und Familie berufen. Er gehört der Gemeinschaft Sant’Egidio an.

Auf Initiative von Erzbischof Paglia hat Päpstliche Rat für die Familie im Jahr 2015 eine Reihe von Seminaren veranstaltet, bei denen der Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene nach einer Zeit der Buße gerechtfertigt worden ist. Die Vorträge sind als Buch erschienen zu dem Erzbischof Paglia das Vorwort geschrieben hat. Er hat darin das Werk als Diskussionsbeitrag für die Synode zur Familie bezeichnet.

2016 hat der Päpstliche Rat für die Familie unter der Leitung Paglias ein Aufklärungsprogramm herausgegeben, das wegen teilweise lasziver und erotischer Bilder von Experten wie dem Psychiater Dr. Rick Fitzgibbons kritisiert worden ist. Fitzgibbons ist Mitglied des Päpstlichen Instituts „Johannes Paul II.“ für die Studien zu Ehe und Familie an der Catholic University in Washington D.C.

Zur Dokumentation: Die von Erzbischof Paglia beauftragte Wandmalerei in der Kathedrale von Terni



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  2. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  3. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  4. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  5. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  6. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  7. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  10. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz