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| ![]() „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“vor 38 Minuten in Deutschland, 5 Lesermeinungen Auf dem Facebook-Auftritt von katholisch.de äußern nicht wenige Leser ihre Unzufriedenheit mit Beiträgen des Portals der deutsch-katholischen Kirche. Diesmal nach einem Kommentar, der den Taufboom in Frankreich ins schiefe Licht rückt. Bonn (kath.net) „Angst und Abneigung des Redakteurs sind mit Händen zu greifen. Das ist aber sein Problem, nicht meines. Wird schon Gründe haben, dass die nächste große Papstreise im September nach Frankreich führt. Deutschland hat zuvor noch sehr viele Hausaufgaben zu machen.“ Das schreibt ein Facebook-Nutzer unter dem Link zu einem Kommentar auf „katholisch.de“ mit dem Titel „In Sachen ‚Tauf-Boom‘ brauchen die Bischöfe einen wachen Blick“. „Der Standpunkt spiegelt ausschließlich die Meinung der Autorin bzw. des Autors wider“, schreibt das von kirchlichen Geldern mitfinanzierte „Portal der katholischen Kirche in Deutschland“ routinemäßig unter solche Kommentare, informiert aber gleichzeitig: „Christoph Paul Hartmann ist Redakteur bei katholisch.de.“ Zu dem Beitrag gibt es teilweise auch Zustimmung, überwiegend aber ablehnende Leserkommentare: Ein Leser: „Warum werden die Gründe für die Taufe mit spitzen Fingern angefasst? Das sind doch genauso legitime Gründe wie hierzulande oft der Wunsch nach Weltverbesserung oder der Einsatz für das lokale Netzwerk. (Mal abgesehen davon, dass viele Eltern ihre Kinder taufen lassen, um ein Platz in einem katholischen Kindergarten oder einer katholischen Schule zu bekommen. Das wäre dann schon eher zu hinterfragen.) Außerdem sind 20.000 Erwachsenentaufen pro Jahr ca. 3% eines Jahrgangs. Da kann man nicht mehr von einer kleinen Minderheit sprechen.“ Eine Leserin: „Irgendwie muss es ein total befriedigendes Gefühl sein, alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen, Gefahren (für was eigentlich? Für die eigene Selbstbestätigung, was für ein/e tolle/r, aufgeklärte/r, kompetente/r Katholik/in man selbst doch ist?) mit Gewalt sehen zu wollen, um die den Anderen (Konservativen? das Positive Sehenden?) um die Ohren zu schlagen. Gern auch von Insidern, die ihre monatliche Kohle von dieser ‚Firma‘ (von einer solchen unterscheidet sich Kirche für einige dieser ewigen Kritikaster doch gar nicht) beziehen. Die deutschen Bischöfe, die da hingehen, brauchen ja ganz bestimmt Nachhilfe, worauf sie genau achten müssen; die haben doch sicher nicht den Einblick in Geschichte und soziologische Hintergründe. Meine Güte - was für eine Arroganz! Ist ja fast ein Grund, wieder katholisch zu werden.“ Ein Leser: „Ich hatte ja neulich gewettet wie lange es dauert bis jemand zumindest implizit die These ‚Die Neugetauften in Frankreich sind alle rechts‘ bringt. Danke. Jetzt kann ich's mir im Kalender anstreichen.“ Eine Leserin: „Da die Franzosen sich taufen lassen, weil sie – long story short – AfD Gedankengut haben, möchte man im Deutschen Katholizismus scheinbar lieber keinen Taufboom ........kannst dir nicht ausdenken.“ Eine Leserin: „Bei dem zunehmenden Interesse an unserem Glauben scheint es sich um einen internationalen Trend zu handeln. Allein in der englisch-sprachigen Gruppe unserer Gemeinde in Tokyo erhielten wir in diesem Halbjahr bereits doppelt so viele Anmeldungen zur Vorbereitung auf Taufe oder Konversion wie im ganzen letzten Jahr, und dies überwiegend von jungen Leuten.“ Hintergrund: Der Passauer Bischof Stefan Oster hat im Februar 2026 in seinem Beitrag „Die Selbstsäkularisierung setzt sich fort“ auf seinem Blog auf „Zeichen der Erneuerung jenseits des Synodalen Weges“ hingewiesen, nämlich auf „die vielen Taufen junger Erwachsener in Frankreich, in Belgien, in der westlichen Schweiz; die signifikante Neu- oder Wiederentdeckung des katholischen Glaubens mehrheitlich durch junge Männer in England und in den USA; die Suche junger Menschen nach Glaubensidentität auch bei uns“. Dann hatte er ernüchtert auf den Punkt gebracht, dass es „dieses wachsende Interesse auch bei uns“ gebe – „aber anderes als in anderen Ländern fragt sich das katholische Establishment hierzulande: Wollen wir diese überhaupt haben? Es sind nämlich überwiegend keine Interessenten, die sich von den Themen des synodalen Weges bewegen lassen, sondern offenbar weit häufiger Menschen, die nach Tiefe suchen, nach authentischer, existenzieller Spiritualität, nach der Schönheit der Liturgie, nach intellektueller Auseinandersetzung mit der großen Tradition. Also – um es mit dem inkriminierten Wort zu sagen – eher Konservative.“ Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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