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'Mindszenty entsprach ganz meinem Ideal eines katholischen Bischofs'

10. Mai 2017 in Weltkirche, 21 Lesermeinungen
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Emeritierter Kölner Kardinal Meisner bei Gedenkpredigt in Budapest: „Kardinal Mindszenty ist auch heute noch von einer hohen Aktualität. Wenn unsere Bischöfe keine Bekenner mehr sind, dann ist es um das Volk Gottes schlecht bestellt.“


Budapest-Köln (kath.net/pl) Der emeritierte Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner (Archivfoto) predigte beim feierlichen Gedenkgottesdienst der ungarischen Kirche für Kardinal Mindszenty in Budapest-Esztergom / Ungarn am 6. Mai 2017. Neben dem Primas von Ungarn, Péter Kardinal Erdő, waren zur Festmesse in der Basilika von Esztergom viele Persönlichkeiten aus der Kirche und aus dem öffentlichen Leben anwesend. kath.net dokumentiert die Predigt in voller Länge und dankt Kardinal Meisner für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

1. Als ich mit 80 Jahren als Erzbischof von Köln zurücktrat, bekam ich sehr viele Briefe aus den Gemeinden und von einzelnen Gläubigen, die mir immer dankten, dass ich den katholischen Glauben furchtlos und gewinnend verkündet habe, sei es gelegen oder ungelegen gewesen. Darüber hatte ich mich sehr gewundert. Ich empfand meinen Leitungsstil nicht als eine Sonderleistung, sondern das entsprach ganz und gar meinem Ideal eines katholischen Bischofs. Und einen solchen hatte ich schon mit 13 Jahren kennen gelernt. Ich lebte damals mit der Mutter und meinen 3 Brüdern in der sozialistischen DDR und fand 1948 in einer illustrierten kommunistischen Zeitung ein großes Bild von Kardinal Josef Mindszenty im Gerichtssaal auf der Anklagebank. Das hat mich so tief getroffen, dass ein Jünger Jesu auch heute vor die Gerichte gezogen wird, wie es in der Heiligen Schrift heißt. Dieses Bild aus der illustrierten Zeitung hat sich mir gut eingeprägt, sodass ich es ausschnitt und an die Wand meines kleinen Schlafzimmers befestigte. Ich bin immer eingeschlafen vor dem Blick auf Kardinal Mindszenty auf der Anklagebank. Und es wuchs in mir der Wunsch, dass ich auch einmal so werden möchte, wie der Kardinal, ein Zeuge Christi, der den Mut hat, auch gegen die Mächtigen dieser Welt aufzustehen.

Als fast 50 Jahre später in einer Rückschau über diese Zeiten in einem kirchlichen Journal berichtet wurde, fand ich darin dieses Bild von Kardinal Mindszenty in Kleinformat in einer Zeitung. Ich habe es mir wiederum gleich ausgeschnitten und in mein Brevier gelegt, sodass ich mit Kardinal Mindszenty bis auf diese Stunde täglich im Gebet verbunden bin. Ich habe den Kardinal nie persönlich gesehen oder kennen gelernt, aber was ich von ihm gehört und in Zeitungen gelesen oder gesehen hatte, das hat mich überzeugt und geprägt.

Als die 9 Millionen Deutsche nach dem Krieg im Jahre 1945 ihre Heimatländer im Osten verlassen mussten, hat uns Deutsche außer Kardinal Mindszenty kein anderer Bischof verteidigt. Das dürfen wir Kardinal Mindszenty nie vergessen. Er hatte selbst die schreckliche Diktatur der Hitler-Herrschaft und dann des Kommunismus schmerzlich am eigenen Leib erfahren müssen und hat sich zusätzlich noch immer schützend vor die gestellt, die ebenfalls zu Opfern dieser unmenschlichen Ideologien wurden.


2. Als ich noch Bischof in Berlin war, und zwar für Ostberlin und für Westberlin zugleich zuständig, besuchte mich des Öfteren der letzte ungarische Botschafter bei der Regierung der DDR, bevor sie dann 1990 unterging. Als katholischer Christ erzählte er mir jedes Mal von Kardinal Mindszenty, und ich fragte ihn auch immer danach. Der Botschafter war damals mit seiner Frau Mitarbeiter in der amerikanischen Botschaft in Budapest. Ihm war mit seiner Frau die Sorge um Kardinal Mindszenty aufgetragen. Sie feierten mit ihm jeden Morgen in seinem Zimmer die heilige Messe. Und er sagte mir, er und seine Frau haben von Kardinal Mindszenty den Tisch geschenkt bekommen, an dem er täglich die heilige Messe zelebrierte und sie dabei sein durften. Nachdem der Kardinal die Botschaft in Budapest verlassen hatte, bekamen sie den Tisch übereignet. Sie sagten mir: „Wir haben täglich an diesem Altartisch die innige und tiefe Verbundenheit des Kardinals mit dem Herrn in den Gestalten von Brot und Wein gespürt“. Für ihn und seine Frau ist der Altar das kostbarste Geschenk, was er seinen Kindern und seiner Familie zu vererben hat. Darum hat er auch eine Inschrift an der unteren Tischplatte anfertigen lassen. Das älteste Kind sollte den Tisch immer erben und in hohen Ehren halten. Und sollte einmal – was Gott verhüten möge – der Glaube in der Familie ausgestorben sein, dann müsse der Tisch an das Kardinal-Mindszenty-Museum in Esztergom zurückgegeben werden. Aber ich hoffe, dass der Tisch heute noch in einer amerikanischen Familie in hohen Ehren gehalten wird.

3. Kardinal Mindszenty lebte wie die meisten von uns im 20. Jahrhundert. Die Philosophien in diesem Jahrhundert waren durch ein gigantisches Selbsterlösungsprogramm inspiriert. Daraus folgten dann die ungeheuren Verbrechen der atheistischen Ideologien des Kommunismus und des Nazi-Faschismus. Die große Sünde des 20. Jahrhunderts war die Wahnidee des Menschen, er sei Gott selbst. Er könne Gottes Platz in Eigeninitiative einnehmen und sei auf Gott nicht mehr angewiesen. Das geistert auch heute noch durch manche Philosophien Europas. Sobald der Mensch aus eigener Machtvollkommenheit versucht, die Übel und Leiden der Welt zu überwinden, führte das immer zu hoffnungslosen und schuldhaften Verstrickungen. Wenn ich auf das ungarische Volk blicke und auf alle damals vom Kommunismus unterworfenen Völker, dann wird das deutlich. Die biblische Botschaft sagt uns, dass Gott Mensch geworden ist. Und der hl. Augustinus erklärt uns dazu, indem er schreibt: „Gott wurde Mensch, damit der Mensch wie Gott werde“. Oder sein Lehrer, der hl. Ambrosius, drückt das ähnlich aus: „Das Wort ist Fleisch geworden, damit das Fleisch Gott werde“. So die Frage: „Ist die Glaubensweitergabe heute so schwach geworden, weil der Leib seine Gewichtigkeit im Glaubensvollzug mehr und mehr verloren hat?“

Im Fleisch, also im Menschen integrierter Glaube bedeutet, Praxis gewordener Glaube, und das bedeutet: Alle Kräfte und Begabungen des Menschen sind an einer konzentrierten Aktion beteiligt. Wie unüberbietbar das Hauptgebot sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, mit ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte und mit all deinen Kräften…“. Wenn im Glaubensvollzug die geistigen oder leiblichen Kräfte nicht mehr wirksam werden, ist der Glaube im schwinden, also schwindsüchtig. Mir scheint, dass wir die Blickrichtung für unsere Glaubenserwartungen ändern müssen: „Mensch, erkenne deine Würde!“ wird uns schon von den Kirchenvätern gesagt. Dem einzelnen Menschen steht Gottes Gnade zur Verfügung. Dann ergänze er sie mit seinem guten Willen. „In jedem Menschen liebt und rettet Gott die ganze Welt“, sagt der hl. Vinzenz von Paul. Wenn Gott mit mir ist und wenn ich mit Gott bin, dann bin ich eine Weltmacht.

Jeder Mensch ist berufen und begabt, den Hunger des Wortes Gottes nach dem Fleisch des Menschen durch sein Fleisch zu stillen und die Forderung zu verstehen und zu erfüllen: „Gebt ihr ihnen zu essen“ (Lk 9,13). Ganz einfach, Gott gibt sich den Menschen ganz mit seinem Gott-Sein, und nun soll der Mensch sich Gott mit seinem ganzen Menschsein geben. So wird das Wort Fleisch und das Fleisch, der konkrete Mensch, wie er leibt und lebt, wird Wort Gottes, das Fleisch geworden ist. Dann gewinnt der Glaube die Herzen der Menschen die öffentliche Meinung, die Wissenschaften, die Künste und alles, was das menschliche Leben ausmacht. Dieses Glaubenszeugnis in Wort und Tat ist das einzige Vermächtnis, das Kardinal Mindszenty seinem Volk und seiner Kirche hinterlassen konnte. Sein Glaubenszeugnis macht deutlich, dass auch in der modernen Gesellschaft der Gottesglaube nicht erledigt ist. Die Säkularisierungswelle in Europa hat sich weithin als falsch erwiesen. Der Glaube an Jesus Christus ist von einer einleuchtenden Vernünftigkeit geprägt. Gott gibt nichts und niemanden endgültig verloren. Er will unbedingt das Heil der Welt und der Menschen. Davon war Kardinal Mindszenty zutiefst überzeugt und darum trat er auch gegen die Mächte und Gewalten des Bösen und des Unrechts auf, dass sich so brutal in der kommunistischen Diktatur in seinem Vaterland Ungarn zeigte. Dass auch wir heute hohe Wachsamkeit brauchen, zeigt sich zum Beispiel, dass mit deutlicher Mehrheit das Europäische Parlament in Straßburg sich zu den so genannten sexuellen und reproduktiven Rechten des Menschen bekannt hat. Dazu gehört der Zugang zu legalen und sicheren Abtreibungsmöglichkeiten.

4. Dieses Glaubenszeugnis in Wort und Tat ist das einzige Vermächtnis, das Kardinal Mindszenty seinem Volk und seiner Kirche hinterlassen konnte. Damit hat er seinem Volk das Wichtigste gegeben, was ein Bischof den Seinen geben kann. Denn „nur wer Gott kennt, der kennt auch den Menschen“, sagt der deutsche Theologe Romano Guardini. Wo es Gott nicht mehr gibt, dort gibt es auch den Menschen nicht mehr. Nur das Evangelium macht deutlich, dass der Mensch nicht nur Ebenbild Gottes und Bruder oder Schwester Jesu Christi ist, sondern auch Tempel des Heiligen Geistes. Wenn es um den Menschen geht, geht es immer auch um Gott. Darum gab es ja den leidenschaftlichen Einsatz des Kardinals für die Menschen. Er hat sich nie geduckt und geschwiegen, sondern er hat seine Stimme erhoben und sich vor den Menschen gestellt, sei es gelegen oder ungelegen. Und darum ist Kardinal Mindszenty auch heute noch von einer hohen Aktualität. Wenn unsere Bischöfe keine Bekenner mehr sind, dann ist es um das Volk Gottes schlecht bestellt. Bischöfe haben nicht nur auf eine gute Presse zu achten, sondern auf die Verkündigung der Wahrheit, die ihnen anvertraut ist. Darum hat Kardinal Mindszenty auch heute noch eine hohe Aktualität in Europa, aber auch für die Kirche in Europa.

Ich danke Kardinal Erdö als einem Nachfolger von Kardinal Mindszenty von Herzen, dass er mich an das Grab von Kardinal Mindszenty in Esztergom eingeladen hat, um hier in seiner Kathedrale auch die hl. Eucharistie für ihn und für sein Volk zu feiern. Amen.

Archivvideo - Kardinal Meisner: Die deutsche Einheit und die Geheimnisse eines Papstes (2012)


Foto oben © kath.net/Petra Lorleberg


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 11. Mai 2017 
 

@Kostadinov

:)!Natürlich dürfen Sie das, die Ostpolitik in der Zeit von Paul VI war verfehlt! Nur hatte der Papst wenig Ahnung von Osteuropa und war von Kardinal Casaroli abhängig. Die Absetzung von Kardinal Mindszenty war traurig, Kardinal Franz König von Wien hat Mindszenty sofort eine Wohnung im ehemaligen ungarischen Seminar angeboten und den Kardinal mehrmals zu Gottesdiensten im Dom und zu Firmungen eingeladen. Der Fehler unter Paul VI bestand darin, zu glauben der Kommunismus würde in ganz Europa an die Macht kommen, weil in Italien der Kommunist Berlinguer und in Frankreich Marchais so viele Anhänger hatten! Darum verpasste man auch dem Confessor Patriarch Kardinal Josyf Slipyj, nach 17 Jahren Sibirien in Rom einen Maulkorb. Er soll gesagt haben, er hätte in Rom manchmal mehr gelitten, als in Sibirien!
Johannes Paul II hat als Kenner der Realität die Weichen sofort anders gestellt.Msgr. Franz Schlegl


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 Kostadinov 11. Mai 2017 

Darf ich...

...die Ostpolitik Pauls VI. für verfehlt halten, insb. auch Kardinal Mindszenty gegenüber, ohne mich dem Vorwurf des Papstbashings aussetzen zu müssen?


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  10. Mai 2017 
 

Augustinus

Das Gebet ist in der Tat sehr wichtig,
aber auch das mutige Wort.


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 Bernhard Joseph 10. Mai 2017 
 

@ Savanorola

Hier finden Sie genauere Informationen:

http://religion.orf.at/stories/2735226/


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 Bernhard Joseph 10. Mai 2017 
 

@Savanorola

Entschguldigung, ich meinte natürlich suspendiert!


1

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 Rosenzweig 10. Mai 2017 

DANKE ! - Katholikentreffen 1987 in Dresden..

Ihnen werter @von-uenglingnen – für Ihr Erinnern an diesen einmaligen FESTTAG – in“bedrängter”ZEIT -in "wachsender" DIASPORA..!

ABER wir hatten GOTT!geschenkte HIRTEN + PRIESTER...– die uns wirklich VORAN gingen..- auch UNS stärkend in JEDEM Hirtenbrief!

So unser lieber Kardinal MEISNER..-
dazu HIRTE in der durch “MAUER” -
28 Jahre lang geteilten– Stadt BERLIN..!!

Erinnere mich auch – wie er schweren Herzens dem RUF unseres nun Heiligen Pp.Joh.Paul II. in Demut + sicher auch in persönlicher Verbundenheit– ins Erzbistum KÖLN dann folgte...!

Es wurde sicher viel gebetet – auch geopfert- wie ich auch im nachherein erfuhr!

So bleiben auch WIR – Kleine HERDE – immer TREU im Tägl.BETEN + auch Opfern unserer allttägl. Herausforderungen bzw. LEIDEN..
zum SEGEN unserer HIRTEN - PRIESTER + aller Verantwortlichen in JETZIGER ebenso “bedrängter Zeit”- für Kirche + Welt.
So dankbar verbunden...


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 Savanorola 10. Mai 2017 

@Bernhard-Joseph

Ist dieser Priester nun laisiert oder nur suspendiert? Wissen Sie dazu etwas?
Herzlichen Dank


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 Diasporakatholik 10. Mai 2017 
 

Wie ich schon kürzlich an anderer Stelle schrieb:

Kardinal Joachim Meissner ist durch und durch katholisch und ein ausgezeichneter Kenner des Wortes Gottes und der Lehre des Herrn.

IHM vertraue ich neben meinem eigenen biblisch begründetem Verstand - mehr als dem derzeitigen Papst - für den ich allerdings regelmäßig bete.


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 Bernhard Joseph 10. Mai 2017 
 

@Wiederkunft - Dichtung und Wahrheit

Dieser ehemalige Priester braut natürlich Dichtung und Wahrheit zu einer Melange zusammen, die einer bestimmten Lobby dient.

Man kann jedoch nicht übersehen, dass es in der Kirche extreme Missstände gibt, die leider auch mit bestimmten sexuellen Präferenzen einiger Priester zusammenhängen.

Natürlich wollte Papst Benedikt den Einfluss dieser Gruppen innerhalb der Kirche deutlich zurückdrängen, was ihm leider nicht wirklich gelungen ist. Papst Franziskus sprach ja auch von einer Homo-Lobby im Vatikan. Dass es sich um ein sehr ernstes Problem handelt, sollte nicht übersehen werden. Diese Gruppen sind es wohl auch, die versuchen, eine bestimmte Rezeption von AL in der Kirche durchzusetzen, um die Lehre der Kirche zur Ehe sukzessive aufzulösen und an ihre Stelle eine gendergerechte Ideologie zu setzen. Diese Kräfte wirken in(!) der Kirche nicht außerhalb. Insofern spricht der laisierte Priester hier keine Unwahrheiten an, wenn er den Einfluss dieser Gruppen betont.


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 bücherwurm 10. Mai 2017 

@supernussbi:

Ich habe Ihnen eine Mail geschickt, ist sie angekommen?


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 Rosenzweig 10. Mai 2017 

Es braucht Verstärkung des Gebets, denn da liegt die Ursache:.. ..

DANKE Ihnen-werte @lesa– für diese erneut KLARE Aussage hier – möge sie doch diesmal in unserem FORUM gehört + angenommen werden + ein Rückbesinnen auf die“URSACHE der URSACHEN” vermitteln..!

Denn die, wie grad in diesen Tagen andauernd - z.T. emotional wenig beherrscht– bis zu unguten Diskussionen..im FORUM helfen sicher NICHT zur UMKEHR in die GNADE GOTTES..?!

Ich spüre das Gegenteil– es tut zunehmend weh..-dies unter uns gläubigen Christen!

Und nochmals Hildegard v.Bg.:
“Urteilen steht nur Gott zu ..”-
nur GOTT schaut ins HERZ eines jeden Menschen..!

Darum DANKE- erneut die“rettende” Einladung:-
wenn die rechten Hirten fehlen– dann die Chöre der Mönche–
also WIR GETAUFTEN! mit unserem BETEN + OPFERN zu HILFE eilen..!
Und wie ich gestern hier ähnlich bat – möge die Allmächtige Hand GOTTES sich zum Segen wenden..!

So hoffend verbunden..


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 chiarajohanna 10. Mai 2017 
 

@Wiederkunft - Manchmal ist es gut, nicht zu viel zu wissen: Man BEHÄLT nämlich seine Kraft!


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 supernussbi 10. Mai 2017 

Kardinal Mindszenty hat auch mich inmitten der Pubertät sehr bewegt und zum Weinen gebracht und vielleicht - wer weiss - auch die Berufung gefördert. Diese Treue bis zum Letzten! Ich hab wie Meissner im Herzen mit ihm gelitten, das einfache (provisorische) Grab auch einmal in Mariazell besucht und ihn seither nie mehr vergessen. Er möge uns, besonders Papst Franziskus, unseren Bischöfen und verfolgten Christen fürbittend beistehen!


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 Wiederkunft 9. Mai 2017 
 

Danke

Danke, Herr Kardinal. Diese Predigt tut gut, auf die ORF-NEWS von heute hin. Da wurde über das neue Buch vom entlassenen polnischen Vatikanprälat Charamsa berichtet. Er schreibt darin, dass die Kirche und vor allem Papst Benedikt homophob sind, dass sie Sexbesessen ist, dass die Hälfte aller Geistlichen homosexuell sind und noch viele schlimme Verleumdungen. So etwas schreibt ein Priester. Es liest sich, als käme es vom Teufel höchst persönlich!


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 Elija-Paul 9. Mai 2017 
 

Danke, Kardinal Meisner!

Danke für Ihr mutiges Wort und Ihr Zeugnis. Auch Sie haben durch die so notwendige Dubia ein Bekennerzeichen gegeben; daß auch es auch innerhalb der Kirche Klärung geben muß, wo Nebel entsteht! Das war mutig und wohl viel wichtiger, als wir alle erfassen können!

Leider gibt es nur sehr wenige Hirten die sich zu Wort melden. Wenn die Hirten schweigen, werden wohl die Lämmer zu sprechenhaben!


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 lesa 9. Mai 2017 

Segen durch Verstärkung

@Carl Eugen: In gewisser Hinsicht muss man Ihnen leider zustimmen. Aber schon die Hl.Hildegard von Bingen musste die Empfehlung aussprechen: "Höre, du Gottesvolk auf jene Priester, die dir die wahre Lehre verkünden." Urteilen steht nur Gott zu (wenngleich es wohl auch wichtig ist, dass Sie und andere die Situation gelegentlich benennen)Es braucht Verstärkung des Gebets, denn da liegt die Ursache: Dass viele Getaufte mit Gebet und Sonntagsgottesdienst seit Jahren pausieren. Das hat die Hl. Hildegard auch gesehen. Sie sagt: "Wenn der Kirche die rechten Hirten fehlen, sollen die Chöre der Mönche ihr mit Gebeten und Opfern zu Hilfe kommen. Sie mögen des Allmächtigen Hand zum Segen lenken." Laut Vatikanum II sind nicht nur die "Chöre der Mönche" für solche Verstärkung im Leib Christi verantwortlich, sondern jeder Getaufte.


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 Bernhard Joseph 9. Mai 2017 
 

Was wäre ich glücklich, eine solche Predigt mal vom Papst zu hören

Es wird heute immer deutlicher, dass eine Welt ohne Gott nur eine menschenverachtende Welt sein kann. Die bloße Funktionalität des technisch Machbaren reduziert am Ende den Menschen selbst auf ein technisches Produkt, das nach Belieben manipuliert, ja zerstört werden kann und darf. Die Ideologie des Atheismus, die sich ja auch in marxistischer Spielart findet, ist heute tief in die Kirche eingedrungen und scheint gerade auch bei vielen Hirten eine Taubheit in Bezug auf das Wirken des Heiligen Geistes zu bewirken. Zunehmend wird ein weltlicher Messianismus gepredigt, der den Menschen vorgaukelt, Erlösung ließe sich im Politischen finden. Damit aber wird der Blick von Jesus Christus abgewandt und das Zentrum des Glaubens verloren. Erst wo sich der Mensch über die Beschränktheit des Diesseits erhebt und sich von einer Hoffnung tragen lässt, die mehr ist als eine soziale Utopie, erfüllt sich die Würde des Menschen. Danke, Kardinal Meisner, dass Sie dies wieder so klar vor Augen stellen.


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 SCHLEGL 9. Mai 2017 
 

Kardinal Jozef Mindszenty

In meiner Zeit im Wiener Priesterseminar (1969-74) hatten wir die Ehre Kardinal Mindszenty in der Kirche des Seminars zu einer lat. Messe begrüßen zu dürfen!Er wohnte uns gegenüber im ehemaligen ungarischen Priesterseminar "Pazmaneum",unser Regens,Dr. Josef Toth,selbst Ungar,kam 1956 aus Gran = Esztergom nach Österreich ,hat Mindszenty eingeladen. Vor meinem Zimmer im 1. Stock sah ich ihn oft mit dem roten Scheitelkäppchen am Schreibtisch sitzen.Er schrieb das berühmte Buch "Erinnerungen",das ich mir sofort gekauft habe.
Um 1990 konnte in Mariazell mit einer ungarischen Familie,die in unserer Pfarre aufgrund des Terrors des Diktators Ceausescu Zuflucht gefunden hatte,auf dem Altar über seinem Grab die hl.Messe feiern zu dürfen!Erst später wurde sein Leichnam nach Esztergom verlegt.Durch Zufall gelang es mir das Buch "Erinnerungen" in Ungarisch zu kaufen und nach Siebenbürgen zu senden,wo es der Pfarrer von Ojdula an Familien verborgt u.öffentlich daraus vorgelesen hat!Msgr.F. Schlegl


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 von-uenglingen 9. Mai 2017 

Ein Großer unter den Episkopen

Unvergessen seine Feststellung auf dem Katholikentreffen 1987 in Dresden:
Wir wollen uns als Christen in die Gesellschaft einbrimgen ohne dabei einem anderen Stern nachfolgen zu müssen als dem von Bethlehem.


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 carl eugen 9. Mai 2017 

Gott segne diesen grossen Kardinal!

Ja, Kardinal Meisner war und ist ein streitbarer Mann, und genau so muss ein Bischof, und in noch grösserem Masse ein Kardinal sein.
Es gibt nichts schlimmeres als stromlinienförmige Kirchenmänner, die dem Zeitgeist hinterherhecheln. Kardinal Meisner hat immer klare Kante gezeigt, hat das Evangelium und die Lehre klar verkündet.
Solche mutigen Männer gibt es nur noch selten, und daran krankt die Kirche.
Anstelle für Christus und Seine Kirche einzutreten, legen heute hohe Würdenträger das Kreuz ab und haben nicht einmal den Anstand, nach diesem unfassbaren Affront gegen Gott zurückzutreten. Nein, sie bleiben in Amt und Würden und bekleiden noch hohe Beraterposten in Rom.

Es ist unfassbar, wie tief die Kirche in den letzten 4 Jahren gesunken ist!

Ich hoffe trotzdem, dass es bald wieder bergauf geht. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!


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 SpatzInDerHand 9. Mai 2017 

Kardinal Meisner "der Große". Wie sehr vermisse ich seine mutige Stimme!!!


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