Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Kardinal Cordes: Statt Esoterik "Gott, der uns entgegengeht"

21. März 2018 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Kurienkardinal Cordes bei Heiligenkreuzer Theologentagung: Vermeintliche "Selbsterlösung" von Glaubenslehre immer wieder abgelehnt und verurteilt worden


Wien (kath.net/KAP) Christen haben im Gegensatz zu Anhängern der Esoterik einen "Gott, der uns entgegengeht": Das hat der emeritierte Kurienkardinal Paul Josef Cordes am Samstag bei der zweitägigen Tagung "Erlösung oder Selbsterlösung? Die Antwort des christlichen Glaubens auf Gnosis und Esoterik" an der Hochschule Heiligenkreuz dargelegt. Jesus Christus stehe für ein Erlösungswerk, wie die vielen Wunder- und Heilungsgeschichten in den Evangelium eindrucksvoll bezeugten. "Gottes Leben in drei Personen ist totale Bejahung. Wer wollte sie mit dem Nirwana tauschen?"

Cordes berichtete vor den über 200 Tagungsteilnehmern von Begegnungen mit Esoterik aus der eigenen Studienzeit, als an seiner Ausbildungsstätte "Yoga für Christen" angeboten worden sei. Den Seminaristen sei Entspannung dadurch versprochen worden, ebenso wie heute vielerorts - darunter auch in kirchlichen Bildungshäusern - esoterische und fernöstliche Praktiken angeboten würden. "Heute merken wir aber, dass uns die vielen Meditationspraktiken nicht gesünder und entspannter gemacht haben", so der frühere Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum".


In der "New Age"-Bewegung fänden sich laut dem Kardinal all jene Theorien der Selbsterlösung, die von den Religionen - allen voran der katholischen Glaubenslehre - über Jahrhunderte abgelehnt und verurteilt worden seien. Diese Philosophien stünden im klaren Widerspruch zum Leben und zur Lehre von Jesus Christus. Diesen Gedanken brachte auch der Heiligenkreuzer Abt in seiner Einleitung Maximilian Heim zum Ausdruck: Sowohl die gnostischen Philosophien mit ihrer Absage eines Schöpfers als auch die Esoterik seien "Gegenentwürfe" zum Christentum.

"Schon der Name Jesus ist Programm"

Dass "der Glaube an das Erlösertum Christi" die Grundlage des Christentums ist, hob der Heiligenkreuzer Dogmatiker und langjährige Hochschulrektor P. Karl Wallner hervor. "Schon der Name Jesus ist Programm. Das Kind sollte nach Gottes Willen Jesus - übersetzt 'Gott schafft heil' - heißen, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen", zitierte der Ordensmann aus dem Matthäusevangelium. Von den Worten Jesu seien "heilsame Weisen, Korrektur und Orientierung" ausgegangen, wie nicht nur die "eventartigen" Massenaufläufe bei seinen Predigten, sondern auch der innere Drang der Apostel, Jesus nach seinem Tod und Auferstehung in aller Welt zu verkünden, bezeugt habe.

Die Christen müsse sich jedoch die Frage stellen, ob sie noch weiter an die Erlösung glaubten und das Heil verkündeten, betonte Wallner. In westlichen Ländern gerate die heilende Dimension des Glaubens nämlich zunehmend in Vergessenheit; sogar in der Theologie werde teils verdrängt oder vernebelt, "was Christus der Welt schenken wollte: die Erlösung von den Sünden, das ewige Heil und ein orientiertes Leben". Katholiken dürften nicht bei einem - ebenfalls wichtigem - karitativen oder entwicklungspolitischen Engagement stehenbleiben und dabei "stumm" für die Heilsdimension ihres Glaubens sein.

Weitere Referenten der Tagung waren u.a. Markus Enders (Freiburg i. Brsg.), Peter Bruns (Bamberg), Viki Ranff (Trier) und Helmut Zander (Fribourg) Wolfgang Buchmüller, Bernhard Vosicky und Martin Leitner (Heiligenkreuz).

Archivfoto Kardinal Cordes


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto (c) kath.net/Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Cordes

  1. Jungfräulichkeit, der Affront gegen diese Zeit
  2. Cordes rückt eine Kardinalsklasse höher
  3. New Age – eine modische Heilslehre, theologisch inspiziert
  4. „Vorstoß von Kardinal Marx missachtet eindeutige Offenbarung Gottes“
  5. „Keine Willkommenskultur für Christen“
  6. 'Unser Missions-Wille und unsere Missions-Kraft sind schwach geworden'
  7. Neues Buch von Kardinal Cordes: 'Dein Angesicht, Gott, suche ich'
  8. 'Es ist etwas Wunderbares um unsern katholischen Glauben'
  9. Der Priester ist kein Auslaufmodell
  10. 'Diskussionen und Konflikte gehören zur Geschichte der Kirche'







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz