Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. Der anderskatholische Papstkritiker
  8. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  9. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne

Israels Botschafter in Baku ist christlicher Araber

21. November 2018 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Er ist der erste christliche Araber, der Israel als Botschafter in der Welt vertritt: Mit Aserbaidschan ist George Deek für ein Land zuständig, das für den jüdischen Staat auf diplomatischer Ebene sehr wichtig ist.


Jerusalem (kath.net/israelnetz.com) Der christliche Araber George Deek wird Israels Botschafter in Aserbaidschan. Das gab das israelische Außenministerium am Donnerstag bekannt. Damit ist er der erste christliche Araber, der dieses Staatsamt bekleidet. „Wir sind stolz auf diese Ernennung, die perfekt die Integrationsfähigkeit von Israelis mit unterschiedlichen Hintergründen als Repräsentanten des Staates symbolisiert“, sagte der Pressesprecher des Außenministeriums, Emmanuel Nahschon.

In Aserbaidschan ist der Großteil der Bevölkerung muslimisch geprägt. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ betont, ist das Land für Israel von enormer Bedeutung: Zum einen liege es an der iranischen Grenze, zum anderen liefere es dem jüdischen Staat 40 Prozent seines Öls. Außerdem sei es für Israel einer der größten Waffenmärkte auf der Welt.

Bislang war Deek im Außenministerium ranghoher Berater des Generaldirektors Juval Rotem. Im Jahr 2008 begann seine Karriere im Ministerium. Von 2009 bis 2012 sammelte er Erfahrung als stellvertretender Leiter der Botschaft in Nigeria. Von 2012 bis 2015 war er stellvertretender Leiter der israelischen Botschaft in Norwegen. Während der Operation „Starker Fels“ 2014 fungierte er zwischenzeitlich als kommissarischer Botschafter.
Großeltern wanderten illegal aus dem Libanon ein


Mit 25 Jahren begab sich Deek laut der Nachrichtenseite „Jewish Chronicle“ schon in den Diplomatendienst, nachdem er sich als Anwalt ausprobiert hatte. „Mit 14 Jahren ging ich auf eine jüdische Schule. Als einziger Araber in meiner Klasse wurde ich die Stimme der Palästinenser“, erzählte Deek im Jahr 2015 der Nachrichtenseite. Aber wie seine Klassenkameraden ihm zuhörten, habe auch er ihren Meinungen und Haltungen gelauscht. „Es fühlte sich natürlich an, mich für Araber wie Juden einzusetzen, weil wir gemeinsame Ängste und Ziele teilen“, sagte Deek über seine Schulzeit.

Seine Großeltern haben den Christen, der in Jaffa aufwuchs, dazu inspiriert, Brücken zu seinen jüdischen Mitmenschen zu bauen. Sie verließen den Libanon während des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948. Seinem Großvater sei aufgefallen, dass die Israelis nicht alle Araber töteten. Also habe er für seine Familie entschieden, illegal nach Israel einzuwandern. „Mein Großvater machte etwas Unglaubliches: Er kam nach Israel, lebte unter seinen Feinden und machte sie zu seinen Freunden“, sagte Deek.

„Es gibt keine Zweifel daran, dass das, was 1948 passierte, niederschmetternd für die Palästinenser war. Sie wurden aus ihren Häusern verdrängt, erlitten einen großen Verlust und wurden über die Welt verteilt“, sagte er. Aber die Frage sei, was man mit dieser Tragödie anfange. „Wenn sich eine Gruppe als Opfer definiert, wird sie nicht länger verantwortlich für schreckliche Verbrechen gemacht. Wenn zum Beispiel Menschen Terrorismus rechtfertigen, weil sie sagen, es sei einfach eine Reaktion, dann ist das eine tragische Perspektive“, erklärte Deek. Die einzige Möglichkeit, die Vergangenheit zu überwinden, sei eine bessere Zukunft zu schaffen. Das sei nur mit der Investition in Bildung, Wirtschaft und in die Jugend möglich.

Deek ist nicht der erste arabische Botschafter Israels. Das war Ali Jahja, der 1995 israelischer Botschafter in Finnland wurde und auch als Botschafter in Griechenland tätig war. Der neue Botschafter in Aserbaidschan ist auch als Redner bei den Organisationen „StandWithUs“ und „AIPAC“ gefragt, die sich für Israel einsetzen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heiliges Land

  1. Kurienkardinal würdigt Papstreise in Irak und Abraham-Abkommen
  2. Neuer Plan zur Rettung des Sees Genezareth
  3. Rekord-Pilgerjahr im Heiligen Land
  4. Neues Pilgerhotel im Dorf von Maria Magdalena eröffnet
  5. Kommen Sie mit ins Heilige Land - Mit Mons. P. Leo Maasburg!
  6. „Im Augenblick ist nicht die Zeit für große Gesten“
  7. Papst fordert gleiche Rechte für Christen im Nahen Osten
  8. Synode: Jugendliche im Heiligen Land brauchen Perspektive
  9. Bethlehem: Messerattacke auf katholischen Ordenspriester
  10. Bethlehems Bürgermeisterin: 'Vergesst die Christen hier nicht!'







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  3. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  4. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  5. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  6. Der katholische Osten in der Analyse
  7. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  8. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  9. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  10. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  11. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  12. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  13. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  14. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  15. Die fünf Sinne des Menschen und die Aufgabe katholischer Bildung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz