Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. „Das Leben mit Jesus muss zu hundert Prozent gelebt werden – sonst lohnt es sich nicht!“
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Riskante Schau: Vatikan zeigt Raffaels Wandteppiche in Sixtina

18. Februar 2020 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sieben Tage lang sind die weltberühmten Wandteppiche des italienischen Renaissance-Künstlers nicht hinter Plexiglas in der Vatikanischen Pinakothek, sondern an ihrem eigentlichen Bestimmungsort zu sehen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Eine Woche lang können Vatikan-Besucher die weltberühmten Wandteppiche des italienischen Renaissance-Künstlers Raffael (1483-1520) mit Motiven aus der Apostelgeschichte in der Sixtinischen Kapelle bewundern. Die Vatikanischen Museen zeigen die zehn Meisterwerke bis kommenden Sonntag an ihrem eigentlichen Bestimmungsort. Anlass ist Raffaels 500. Todestag in diesem Jahr.

Raffaello Sanzio da Urbino sei ein "Universalkünstler" gewesen, betonte Museumsdirektorin Barbara Jatta am Montag bei der Präsentation der Ausstellung. Trotz kritischer Stimmen in italienischen Medien - einige Experten halten das Risiko einer Beschädigung des empfindlichen Materials für zu hoch - ist sie von dem Projekt überzeugt: "Ich hoffe, dass so viele Römer wie möglich die Wandteppiche sehen können."


Normalerweise wird die Serie hinter Plexiglas in der Vatikanischen Pinakothek aufbewahrt. Zuletzt war sie 1983 vollständig in der Sixtinischen Kapelle zu sehen, damals zu Ehren von Raffaels 500. Geburtstag. Nun sind seine Werke erneut für kurze Zeit unter den berühmten Deckenfresken von Michelangelo ausgestellt. Am unteren Streifen der Innenwände, der mit kunstvollen "Scheinvorhängen" bemalt ist, hängen nur in dieser Woche die zehn Motive Raffaels.

Entworfen wurden sie auf Initiative von Papst Leo X., um die Heiligkeit der Kapelle herauszustellen. Er beauftragte Raffael 1515, die Vorlagen für die Wandteppiche zu zeichnen. Die Brüsseler Werkstatt von Pieter van Aelst (1502-1550) webte die kostbaren Stücke, die mit Seiden-, Gold- und Silberfäden durchwirkt sind. Die ersten Exemplare wurden 1519 ausgeliefert. Die ganze Serie hing erst kurz nach dem Tod Raffaels, der mit nur 37 Jahren starb, für einige Zeit in der Sixtina.

Seither haben die Teppiche eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte verpfändet, gestohlen, wiedergefunden und restauriert und befinden sich nun wieder an zugedachter Stelle im Vatikan. Raffaels Kartonzeichnungen wurden 1623 vom späteren König Karl I. nach England geholt, wo er Kopien der Teppiche anfertigen lassen wollte. Die Zeichnungen gehören seither der englischen Königsfamilie und sind im Londoner Victoria and Albert Museum ausgestellt.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kunst

  1. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  2. Christus-Büste in römischer Basilika wurde als Werk von Michelangelo identifiziert
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. Tück: „Werke des Schock-Künstlers Gottfried Helnwein gehören nicht in eine Kirche“
  5. Egino Weinert - Der demütige Meister
  6. Einer, der seine Kunst in den Dienst Gottes stellt
  7. Stephansdom: Mögliche Wandzeichnung von Albrecht Dürer entdeckt
  8. Ist Alfred Hitchcock ein katholischer Künstler?
  9. ‘Der Sonntag’ erklärt ‘Geheimnis von Leonardos Abendmahl’
  10. Michael Jackson im Herz-Jesu-Look







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Tragödie in Florida: Pilot betete kurz vor Flugzeugabsturz das Vaterunser
  3. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  4. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  5. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  6. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  7. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  8. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  9. Der katholische Osten in der Analyse
  10. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  11. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  14. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  15. Uruguay, man muss sich auf den Weg machen! Leo XIV. vertraut Uruguay der Gottesmutter an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz