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Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert

22. September 2020 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Römischer Kurienkardinal Kurt Koch übt deutliche Kritik am Ökumene-Papier des Ökumenischen Arbeitskreises und am DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing.


Hamburg (kath.net) Der Papst habe „in persönlichen Gesprächen seine Sorge geäußert“. Mit dieser Aussage unterstreicht der römische Kurienkardinal Kurt Koch in einem Interview mit der Herder-Korrespondenz nach dem kritischen Schreiben der Glaubenskongregation zum deutschen Ökumene-Papier „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ an die Sorge von Rom zu den Zuständen in Deutschland. Das Schreiben der Glaubenskongregation sei laut Koch "eine sehr ernste sachliche Auseinandersetzung" mit dem Text des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) in Deutschland. Koch erzählt in dem Gespräch außerdem, dass er auch selbst mit einzelnen Bischöfen in Deutschland über die Probleme des Dokuments gesprochen habe. Er habe Bischof Georg Bätzing (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz) seine Bedenken vorgetragen und dargelegt, dass er wesentliche Punkte und vor allem die Konsequenzen des Dokumentes nicht mittragen könne. Bätzing sei davon aber nicht zu überzeugen gewesen.


 

Koch betonte dann, dass die deutschen Bischöfe nach dieser Wortmeldung aus Rom nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könnten. "Wenn die deutschen Bischöfe ein solches Schreiben der Glaubenskongregation weniger hoch bewerten würden als ein Dokument einer Ökumenischen Arbeitsgruppe, dann würde in der Hierarchie der Kriterien bei den Bischöfen etwas nicht mehr stimmen." Solche Fragen könne laut Koch nicht einfach die Kirche in einem Land für sich entscheiden.

 

Koch übte dann deutliche Kritik an Bätzing, weil dieser dem Ökumene-Dokument so einen hohen Stellenwert gegeben habe. Der Kurienkardinal äußerte seine Hoffnung, dass beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt kein deutscher Bischof eine gegenseitige Einladung zu Abendmahl und Eucharistie aussprechen werde.


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