Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  5. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  8. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  9. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  10. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  11. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  12. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  13. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  14. „Sind es nicht wir Katholiken, die sich für den bedingungslosen Schutz des Lebens einsetzen?“
  15. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen

Erzbistum Paderborn erlaubt wieder Mundkommunion unter Auflagen!

30. September 2020 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bistum: Inzwischen liegen ärztliche Gutachten vor, die in der Spendung der Mundkommunion keine größere Gefahr für eine Infizierung sehen als bei der Handkommunion! - Bei Messen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus grundsätzlich erlaubt!


Paderborn (kath.net)

Das Erzbistum Paderborn erlaubt ab sofort wieder Mundkommunion im Bistum. Diese bei nicht wenigen Gläubigen beliebte Form der Empfang der Hl. Eucharistie war aufgrund der Corona-Epidemie in Deutschland in vielen Diözesen untersagt. Das Bistum schreibt jetzt in einer Mitteilung: "Die Form der Kommunionspendung als Mundkommunion wurde untersagt, um das Risiko der Übertragung des Coronavirus zu minimieren. Inzwischen liegen allerdings ärztliche Gutachten vor, die in der Spendung der Mundkommunion keine größere Gefahr für eine Infizierung sehen als bei der Handkommunion. Es ist aber andererseits auch eine Tatsache, dass das Wissen bezüglich des Coronavirus immer noch sehr begrenzt ist und von daher im Zweifel weitreichendere Maßnahmen aus Sicherheitsgründen zu bevorzugen sind."


Daher möchte das Bistum, dass die Mundkommunion in Eucharistiefeiern grundsätzlich unterbleiben soll, erlaubt aber dann Ausnahmen. "Um der salus animarum derjenigen willen, die aus unterschiedlichen Gründen ausschließlich in der Weise der Mundkommunion den Leib des Herrn empfangen möchten, kann diesen Gläubigen die hl. Kommunion künftig in dieser Form entweder außerhalb der Messfeier (z.B. in deren Anschluss) gereicht werden oder – sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen – innerhalb der Feier an einem gesonderten Ort im Kirchenraum, an dem durch einen eigenen Spender ausschließlich die Mundkommunion gespendet wird.", erklärt das Bistum. In Messfeiern in der außerordentlichen Form des römischen Ritus ist die Mundkommunion gestattet, betont das Bistum dann weiters.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 exnonne 1. Oktober 2020 
 

@Karlmaria: "Rücksicht auf die Schwachen im Glauben"

Verstehe ich das richtig? Für Sie sind diejenigen, die die Handkommunion praktizieren, "Schwache im Glauben", auf die die "wahren Gläubigen" (= die die Mundkommunion bevorzugen) gnädigerweise Rücksicht nehmen?


2

1
 
 hape 1. Oktober 2020 

@Karlmaria

Mir ist Ihre Meinung schon an anderer Stelle aufgefallen. Inszwischen habe ich darüber nachgedacht, ob Sie damit richtig liegen könnten. Aber es tut mir leid, ich sehe es genau umgekehrt.

Es wäre ein Zeichen der Liebe, die Mundkommunion zu fördern, wo es nur geht. Der Verlust der Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares ist eng mit der Praxis der Handkommunion verbunden. Da spielt es garkeine Rolle, das es in beiden Formen der eine Herr ist.

Im Ergebnis hat die Handkommunion genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie bewirken sollte. Statt die Gemeinschaft mit dem Leib und dem Blut Christi zu fördern, brachte sie profane Banalisierung und kühle Distanz. Darin zu verharren, kann ich beim besten Willen nicht als Akt der Nächstenliebe betrachten.


8

1
 
 Karlmaria 1. Oktober 2020 

Die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus

1.Joh 4,18 Wer liebt schon vollkommen. Zum Beispiel seine Frau mit der Liebe mit der Christus die Gemeinde liebt. Bei Gott sind aber alle Dinge möglich. Natürlich treibt auch eine weniger vollkommene Liebe die Furcht zum Teil aus. Bei mir ist das nicht die Furcht sondern die Rücksicht auf die Schwachen im Glauben. Aus dieser Rücksicht auf die Schwachen im Glauben können die Starken im Glauben auch mal auf etwas verzichten was sie als gut und richtig erkannt haben was sie Schwachen im Glauben aber noch nicht verstehen können. Das ist die Lehre des Apostel Paulus in Römer 14 und den entsprechenden Verweisstellen die man dort findet. Insofern ist das für mich ein Zeichen der Liebe auf die Mundkommunion zu verzichten und irgendwie je nach dem wie man das verstehen will eventuell sogar ein Gebot der Bibel. Natürlich nicht ein richtiges Gebot. Es kommt immer auf das Umfeld der Gläubigen an. Wenn alle Mundkommunion machen mache ich das natürlich auch. Aber in einem anderen Umfeld eben nicht!


0

5
 
 Chris2 1. Oktober 2020 
 

Trotz der fragwürdigen Auflagen:

Dank an Bischof Becker für die Erlaubnis. Mich würde allerdings die medizinische Begründung für eine räumlich wie zeitlich komplett getrennte Spendung interessieren, denn: Das Problem sollte doch vor allem der Speichel sein, oder? Warum etwa sollte z.B. mit einer vermehrten Freisetzung von Tröpfchen während der Kommunion zu rechnen sein, während man im Restaurant die ganze Zeit ohne Maske sitzt? Vorschlag: Zuerst kommunizieren die, die Handkommunion nehmen. Sobald diese abgeschlossen ist, wird die Mundkommunion gespendet...


6

0
 
 hape 1. Oktober 2020 

Zur Frage der Hygiene.

Keine Studie, aber ein Link. Die Autorin ist Ärztin und beschäftigte sich schon 2012 mit der Frage der Hygiene, die schon damals Einwand gegen die Mundkommunion war. Sie schreibt: „Jedenfalls sehe ich hier viel zu viele Ängste aufkommen, die offenbar auch ein Zeichen unserer Zeit sind [kleine Kinder „dürfen sich nicht mehr schmutzig machen“, das körpereigene Immunsystem wird demzufolge nicht mehr gefordert … ]“ Die neuheidnische Kirche wird nicht von der Begeisterung über die Erlösung bestimmt. Auch nicht von Glaube und Vernunft. Vielmehr hat sie sich heillos verstrickt in die Fesseln diffuser Ängste aller Art. Ohne Gottvertrauen, ist sie unfähig, in der Krise ihr Haupt zu erheben. Stattdessen fällt sie, eingeschüchtert und schockgefroren, auf die Knie vor den Göttern der Medizin. Sie verkündigt nicht, sondern informiert über die Vereinigung mit dem Allerheiligsten Sakrament des Altares mit der spröden Überzeugungskraft eines Sparkassendirektors, der seinen Quartalsbericht präsentiert.

www.kath.net/news/37712


4

1
 
 discipulus 1. Oktober 2020 
 

Gutachten

Wie wäre es, wenn man versuchte, diese Gutachten öffentlich zugänglich zu machen? Dann könnten sie auch für andere Diözesen als Argumentationsgrundlage dienen. Vielleicht kann kath.net da etwas unternehmen?


3

0
 
 doda 1. Oktober 2020 

Die Güte selbst

Wegen des salus animarum darf den abzusondernden Kommunikanten ein Katzentisch gedeckt werden.
Seht, wie sie lieben!


8

2
 
 Zeitzeuge 1. Oktober 2020 
 

DEO GRATIAS! Salus animarum suprema lex!

Es ist natürlich zu begrüßen, daß dieser

alte kirchenrechtliche Grundsatz im Erzbistum

Paderborn auch bgzl. der Gewissensnöte von

Gläubigen angewendet wird, welche für sich

persönlich die "Handkommunion" nicht akzeptieren!

Warum liegt aber kein gemeinsamer Beschluß in

wenigstens gleicher Form der gesamten DBK vor?

Instrumentalisieren evtl. etwa doch einige

Bischöfe COVID-19 gegen die Mundkommunion?

Ich bin gespannt, ob weitere Bischöfe, insbe-

sondere solche, die als eher konservativ gelten,

dem Beispiel des EB Paderborn folgen werden,

denn die medizinischen Voraussetzungen gelten

natürlich für alle Bistümer und nicht etwa

nur für Paderborn!


4

0
 
 Simon Tolon 30. September 2020 
 

Immerhin

Die Auflagen sind fragwürdig, die Entscheidung dennoch positiv. Es ist sehr erfreulich, dass sich die Kirche in Paderborn hier bewegt.


8

0
 
 Lilia 30. September 2020 
 

Das Verbot der Mundkommunion widerspricht dem Kirchenrecht,

was aber unseren Bischöfen ziemlich egal zu sein scheint. Nicht mehr der Herr, sondern die Gesundheit ist ihr höchstes Gut geworden.
Völlig unbegreiflich wie unterschiedlich die Kommunionerlaubnis von Diözese zu Diözese gehandhabt wird!


8

1
 
 JuergenPb 30. September 2020 

Es sieht schon seltsam aus

In der außerordentlichen Form am letzten Sonntag, als die Mundkommunion wieder erlaubt war, trugen der Priester und zwei Ministranten jeweils Masken. Einer der Ministranten hielt die Patene, der andere hielt eine Dose mit Desinfektionstüchern, an denen sich der Priester ggf. die Finger(sptizen) desinfizieren konnte.

Ungeklärt ist meiner Meinung nach, was denn eigentlich mit den Desinfektionstüchern passieren soll, da ja nicht auszuschließen ist, daß Partikel des eucharistischen Herrn daran kleben.

Ich fand das sah schon alles sehr seltsam aus.

Die komplette Vorschrift kann man unter Datum vom 25. September und nachfolgendem Link nachlesen:

www.erzbistum-paderborn.de/aktuelles/aktuelle-entwicklungen-zum-coronavirus/


4

0
 
 hape 30. September 2020 

Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

Die Götter in Weiß haben gesprochen. Jetzt ist es amtlich und selbst der Bf. von Paderborn hat kein Argument mehr, die Mundkommunion zu verbieten. Na sowas. Wer hätte das gedacht? Sie war doch schon abgeschafft. Sozusagen unter den Ängsten des Infektionsrisikos begraben. Aber jetzt ist sie wieder auferstanden. Klinisch getestet. Rehabilitiert durch ärztliche Gutachten. Somit ist es nur recht und billig, die Normalform der Kommunionspendung wieder zuzulassen.

Aber so ganz sicher ist sich der Bf. nun auch wieder nicht. Vielleicht haben sich die Ärzte geirrt? Selbst die Thesen des RKI haben nur eine minimalistische Halbwertzeit. Bloß keine Euphorie aufkommen lassen!

Der Gott der hundertprozentigen Sicherheit ruft. Besser auf ihn hören, als auf den Dreifaltigen. Gutachten hin oder her. Liebe Leute: die Brüder stärken geht anders!

Was waren das für goldene Zeiten, als der erste Papst seine Leute so ermutigte: „Werft alle eure Sorge auf IHN, denn er kümmert sich um euch!“ (1 Petr 5,7)


5

2
 
 Eselchen 30. September 2020 
 

"Der Leib Christi" wird ja deshalb zuvor gesagt und mit einem allgemeinen AMEN quittiert

Da hat man sich also schon ein wenig Gedanken gemacht. Wenig ehrfürchtig bleibt es trotzdem.
Das viele Menschen durch diese eigentlich nicht möglichen Verbote keinen Anteil am Leib des Herrn hatten und dann auch noch über Monate, ist erschreckend und traurig. Der Leib des Herrn soll potentiell den Tod bringen? Absoluter Nonsens!


6

2
 
 Jose Sanchez del Rio 30. September 2020 

anfangen und weiter gehen

Das ist zumindest ein kleiner Anfang. Wann ziehen die anderen Bistümer nach und wann muss ich mich als Empfänger der Mundkommunion nicht als Christ zweiter Klasse fühlen? Wenn die Medizin festgestellt hat, dass bei der Mundkommunion keine größere Gefahr für eine Infektion als bei einer Handkommunion ausgeht, dann gibt es für mich keinen Grund, dass die "mündigen" Christen (= Personen, welche die Mundkommunion praktizieren) separiert werden. Kann man es nicht einfach so machen wie es bis Mitte März 2020 üblich war?


11

1
 
 Hubert_2 30. September 2020 
 

Endlich tut sich da was

Mir kommt das Procedere, wie aktuell in unserer Kirche die Kommunion enmpfangen wird, wenig pietätvoll vor.Der Priester hat Mundschutz an, gibt dem Gläubigen ohne 'Der Leib Christi' die Hostie in die Hand. Dann muss der Gläubige, der auch Mundschutz trägt, schauen wie er die Hostie zum Mund bringt.


8

1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  5. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  8. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  9. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  10. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  11. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  12. 'We are pro Life' - Als Kommissar Rex den Wiener Lebensschützern helfend beistand.
  13. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  14. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  15. "Kirche, du sollst nicht lügen!"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz