Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Augsburger Bischof Bertram Meier: Luthers Exkommunikation "wurde bereits mit seinem Tod aufgehoben"

4. Jänner 2021 in Deutschland, 46 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Genau 500 Jahre nach der Exkommunikation Martin Luthers durch Papst Leo X. hat Bischof Bertram Meier dazu aufgerufen, in der Ökumene nach vorn zu blicken. Einen formalen Akt der Aufhebung der Exkommunikation hält der Augsburger Bischof für unnötig


Augsburg  (kath.net/pba). Genau 500 Jahre nach der Exkommunikation Martin Luthers durch Papst Leo X. hat Bischof Bertram Meier dazu aufgerufen, in der Ökumene nach vorn zu blicken. Einen formalen Akt der Aufhebung der Exkommunikation hält der Augsburger Bischof für unnötig. Bischof Bertram: „Die Exkommunikation des Reformators wurde bereits mit seinem Tod aufgehoben. Einen formalen Akt braucht es also nicht mehr.“

Am 3. Januar 1521 hatte Papst Leo X. mit der Bannbulle „Decet Romanum Pontificem“ Martin Luther exkommuniziert, nachdem dieser nicht bereit gewesen war, seine Thesen zu widerrufen. Damit wurde die Kirchenspaltung weiter vorangetrieben. Den Stimmen, die in jüngster Zeit eine Aufhebung der Exkommunikation fordern, erteilt Bischof Bertram nun eine Absage. Der Bischof, der seit vielen Jahren in der Ökumene auf verschiedenen Ebenen engagiert ist und derzeit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern vorsteht, bedauert die Folgen der Kirchenspaltung, erinnert aber auch daran: „Die Päpste der jüngsten Vergangenheit haben sich wiederholt positiv über Martin Luther geäußert: Johannes Paul II. hat Luthers Grundanliegen insofern gewürdigt, dass er auf dessen Fragen nach einem gnädigen Gott die 1999 in Augsburg unterzeichnete Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre unterstützt und den Text öffentlich als ‚Meilenstein auf dem ökumenischen Weg‘ bezeichnet hat. Benedikt XVI. bescheinigte in Erfurt dem deutschen Reformator, ein ‚ehrlicher Gottsucher‘ gewesen zu sein und damit die Gottesfrage thematisiert zu haben. Auch Papst Franziskus fand über Martin Luther durchaus lobende Worte. Bewusst ist er 2017 nach Schweden gereist, um das Gedenken an 500 Jahre Reformation in ökumenischer Verbundenheit zu eröffnen.“


Viele Elemente, so Bischof Bertram, die Martin Luther für die geistliche Erneuerung der Kirche damals gefordert habe, seien mittlerweile von den Katholiken aufgegriffen worden und ins kirchliche Leben eingebunden. Der Bischof weiter: „Katholiken und Protestanten sind aufeinander zugegangen und sich im Blick auf Jesus Christus sehr nahegekommen. Ökumene beschäftigt sich nicht nur mit der Geschichte, sondern blickt vor allem nach vorn. Sie ist eine Zukunftsaufgabe. Die Aufhebung der Exkommunikation wäre vielleicht eine Symbolhandlung, doch für das Ziel der Ökumene reichen Akte dieser Art nicht: Bei aller Dankbarkeit für das Gemeinsame müssen wir uns theologisch redlich mit den Fragen beschäftigen, die uns noch trennen, und miteinander in Liebe die Wahrheit ans Licht heben.“

Augsburg komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Dass im Jahr 2030 der 500. Gedenktag an die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis, ansteht, könne „eine Steilvorlage sein, um auf Grundlage dieser evangelischen Bekenntnisschrift den Weg der Suche nach der vollen Einheit geduldig und hartnäckig weiter zu gehen. Die in der Confessio Augustana behandelten Themen könnten gut als Raster für ökumenische Fortschritte dienen. Denn es geht hier um mehr als um Eucharistie und Abendmahl.“    

 

Foto: (c) Bistum Augsburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  6. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  7. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  8. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  9. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  10. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  11. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  12. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  13. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  14. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  15. Nach Störung einer Messe in Osnabrücker Kirche: Drei Personen stellen sich der Polizei

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz