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Indien: Schüler sollen hinduistische Gottheit anbeten, christliche Gemeinden protestieren

18. Februar 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Die Anweisung des Bundesstaats Gujarat schreibt hinduistisches Vasant Panchami-Fest einschließlich der Verehrung der hinduistischen Göttin Saraswati, Beten hinduistischer Gebetsformeln und Durchführung hinduistischer Rituale in allen Schulen vor.


Neu-Delhi (kath.net/Päpstliche Missionswerke Fides) Im indischen Distrikt „Dadra and Nagar Haveli and Daman and Diu“ im westindischen Unionsstaat Gujarat müssen Schüler aller Klassen in allen Schulen das hinduistische Vasant Panchami-Fest feiern, bei dem die hinduistischen Göttin Saraswati (der Göttin des Wissens) verehrt wird. Dies wird in einem von den Behörden herausgegebenen und an alle Schulen gesendeten Rundschreiben veranlasst und gilt auch für Lehrer und Schüler nicht hinduistischer Religion und sich in private Schulen. Das „United Christian Forum (UCF), das sich die sich für den Schutz von Menschen- und Bürgerrechten einsetzt, fordert die Regierung auf die Anweisung zur Verehrung hinduistischer Gottheiten zurückzuziehen. „Die Christen in Dadra and Nagar Haveli and Daman and Diu leiden unter dieser Bestimmung“, so AC Michael, Koordinator des UCF, gegenüber Fides.


Dem Rundschreiben zufolge müssen alle staatlichen und privaten Schulen – einschließlich der christlichen Feierlichkeiten planen um der Gottheit zu huldigen und bis zum 17. Februar einen Bericht über die Feiern zusammen mit den Fotos vorlegen. Die Anweisung schreibt auch das Beten hinduistischer Gebetsformeln und die Durchführung hinduistischer Rituale in allen Schulen vor.

Die christliche Gemeinschaft sieht in der gegenwärtigen Verordnung „die Ausübung des eigenen Glaubens eingeschränkt und die Freiheit und das Recht verletzt, eigene Institutionen selbst zu verwalten“, betont Michael, ein engagierter katholischer Laie. Das Verhalten der Regierung, bekräftigt er, „untergräbt ernsthaft die Religionsfreiheit und die Freiheit, Bildungseinrichtungen zu verwalten, die durch die indische Verfassung geschützt und für alle religiösen Minderheiten garantiert sind“.

„Die friedliebende christliche Gemeinschaft betet dafür, dass Indien weiterhin gedeiht und das säkulare Gefüge unseres pluralistischen Landes intakt bleibt. Im Namen der Gemeinde bittet das United Christian Forum die Verwaltung und die Direktion für Bildung, dieses Rundschreiben unverzüglich zurückzuziehen“, betont Michael.

 


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