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Ungehorsam gegen Rom: Was sind die Konsequenzen?

3. Mai 2021 in Interview, 45 Lesermeinungen
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Unterschwellige oder offenen Aufrufe zum Ungehorsam gegen römische Segnungsverbot werfen Frage auf, ob so ein Verhalten gegen Einheit der Kirche ohne Konsequenzen bleibt. kath.net-Interview mit Kirchenrechtler Dr. Gero Weishaupt. Von Michael Koder


Köln (kath.net/mk) Die rebellischen Reaktionen von Bischöfen und anderen kirchlichen Amtsträgern im deutschsprachigen Raum auf das Responsum (die Entscheidung) der Glaubenskongregation gegen eine Segnung homosexueller Partnerschaften wirft viele Fragen auf: was kann einem Bischof passieren, der öffentlich zum Ungehorsam gegen Rom aufruft oder diesen duldet? Kann sich ein Gläubiger, der sich von seinem eigenen Bischof in dieser Frage nicht mehr vertreten fühlt, direkt nach Rom wenden? Diese und andere Fragen hat der Kirchenrechtler und Kölner Diözesanrichter Dr. Gero Weishaupt in einem Interview mit kath.net beantwortet:

kath.net: Herr Dr. Weishaupt, was kann kirchenrechtlich einem Bischof passieren, der entgegen dem Responsum selbst Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare durchführt, dazu in seinem Bistum aufruft bzw. ausdrücklich ermuntert, oder solche Segnungen bewusst duldet?

Dr. Gero Weishaupt: Wenn ein Bischof trotz des Responsum der Glaubenskongregation, dessen Veröffentlichung Papst Franziskus angeordnet und damit zum Ausdruck gebracht hat, dass er es sich zu eigen gemacht hat, Segnungen in seinem Bistum durchführen lässt, dazu ermuntert oder solche Segnungen auch nur duldet, dann ist das eindeutig ein Akt des Ungehorsam des Bischofs gegenüber dem Papst, dessen kuriale Behörde in Glaubens- und Sittenfragen in seinem Namen gehandelt hat. Der Ungehorsam betrifft also direkt den Papst, indirekt die Glaubenskongregation.

Mit diesem Ungehorsam bricht der Bischof seinen bei seinem Amtsantritt abgelegten Treueeid.  Außer dem Treueversprechen gegenüber dem Papst verspricht der Bischof damit, die Einheit der Gesamtkirche zu schützen und sich daher mit dem Einsatz seiner Kräfte darum zu bemühen, „das Glaubensgut, das von den Aposteln überliefert worden ist, rein und unverändert zu bewahren“. Darum ist er „gehalten, die gemeinsame Ordnung der ganzen Kirche zu fördern und deshalb auf die Befolgung aller kirchlichen Gesetze zu dringen“.

Der Ungehorsam, der aus der Weigerung, das päpstliche Responsum umzusetzen, spricht, stört also die Einheit mit dem Papst. Es ist ein schismatischer Akt, dem freilich eine Häresie zugrundeliegt, insofern die Segnung homosexueller Beziehungen zumindest zum Ausdruck bringt, dass es außer der Ehe zwischen Mann und Frau auch andere auf Geschlechtsgemeinschaft hingeordnete Beziehungen geben könne. Das steht im eklatanten Widerspruch zur geoffenbarten Wahrheit über die Ehe  (Gen 1, 26-27: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“) und zur Wesensnatur des Menschen, aus der das natürliche Sittengesetz durch die menschliche Vernunft abgeleitet wird.  


Hinzu kommt, dass es sich bei der Segnung von homosexuellen Paaren um einen Missbrauch eines Segens handelt, der ein Sakramentale ist. Die Segnung ist ein Verstoß gegen die liturgische Ordnung. Da nach geltender Ordnung der Kirche nur der Apostolische Stuhl neue Sakramentalien einsetzen, bestehende abschaffen oder abändern kann, wäre eine Segensfeier für gleichgeschlechtliche Partnerschaften strenggenommen die Simulation einer (nicht existenten) Sakramentalie, also ein vorgetäuschter Segen.

Und nun zu den rechtlichen Konsequenzen: Ein Bischof, der das päpstliche Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ignoriert und ihm zuwiderhandelt, zieht sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu, d.h. sie tritt, sobald ein Bischof sich öffentlich zugunsten einer Segnung homosexueller Verbindungen einsetzt, durch diese Tat selbst ein. Eine solche Tatstrafe müsste der Papst nach Ermahnung durch Dekret feststellen, damit sie im äußeren Bereich ihre rechtlichen Wirkungen entfaltet.
Wenn der Täter Einsicht zeigt und Abstand nimmt von dem Delikt und sich um Schadenersatz bemüht, hat er ein Recht auf Aufhebung der Exkommunikation. Sollte er aber keine Besserung zeigen, kann der Apostolische Stuhl den Bischof auch zusätzlich strafen, wobei die Absetzung bzw. der Amtsentzug zu den Möglichkeiten gehört.

kath.net: Worin liegt der Unterschied zwischen der Exkommunikation selbst und ihrer äußerlichen Feststellung zB durch päpstliches Dekret?

Weishaupt: Solange eine von selbst eingetretene Exkommunikation nicht per Dekret festgestellt oder eine Exkommunikation durch Strafurteil verhängt wird, bleibt diese im so genannten inneren Rechtsbereich und bindet NUR den Betroffenen, den Exkommunizierten, kann aber nicht durchgesetzt werden. Einem Exkommunizierten ist es verboten, einen Dienst bei einer liturgischen Feier auszuüben, Sakramente oder Sakramentalien zu spenden und Sakramente zu empfangen (Sakramentalien darf er empfangen), kirchliche Ämter, Dienste oder Aufgaben auszuüben oder Akte der Leitungsgewalt zu setzen. Ungültig sind diese Akte, also etwa die Ernennung von Pfarrern und Errichtung von Pfarreien durch einen Bischof, aber ERST mit der äußeren Feststellung der Exkommunikation. Erst dann müsste etwa auch ein Laie von allen liturgischen Diensten ferngehalten werden und er könnte keine Ämter mehr übernehmen, zum Beispiel im Pfarrgemeinderat oder als Taufpate.

kath.net: Was kann einem Priester oder sonstigen Seelsorger (Pastoralassistenten) passieren, der solche Segnungen durchführt?

Weishaupt: Die Frage ist mit der ersten beantwortet. Auch er ist durch die Handlung selbst exkommuniziert. Hier wäre es allerdings dann der jeweilige Ortsbischof, der verantwortlich ist, die Exkommunikation des betreffenden Priesters oder eines anderen Seelsorgers festzustellen. Wenn der Bischof selber das Responsum ignoriert, wird er wohl einen solchen Priester und Seelsorger nicht sanktionieren. In diesem Fall können sich aber die Gläubige über den Apostolischen Nuntius oder direkt an den Papst oder eine römische Behörde (Glaubenskongregation, Bischofskongregation, Kleruskongregation und, weil es sich bei der Segnung um eine liturgischen Missbrauch handelt, auch an die Sakramentenkongregation) wenden.  Kirchenrechtlich haben Gläubige „das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen“. Ich weiß beispielsweise, dass der Apostolische Nuntius Beschwerden von Gläubigen nach Rom weiterleitet und dass Rom auch reagiert.

kath.net: Macht es Sinn, dass sich ein Gläubiger direkt an den Papst oder eine römische Behörde wendet?

Weishaupt: Auf jeden Fall. Jeder Gläubige kann sich direkt in deutscher Sprache an Rom wenden. Außerdem gibt es die Möglichkeit des Rechtsweges: Jeder Gläubige kann eine Straftat oder ein anderes Fehlverhalten gegen die kirchliche Disziplin dem Bischof zur Kenntnis bringen. Liegt der Verdacht einer Straftat vor, hat der Bischof eine Voruntersuchung einzuleiten, an deren Ende ein Verwaltungs- oder ein Strafverfahren gegen den betreffenden Seelsorger stehen kann. Auch gegen einen Bischof kann geklagt werden. Zuständig ist dann aber nicht das eigene Kirchengericht, sondern der Papst selbst.

kath.net: Spendet ein solcher ungehorsamer Priester oder Bischof noch gültig die Sakramente?

Weishaupt: Hier muss man, wie schon erläutert, unterscheiden zwischen einerseits der Tatstrafe der Exkommunikation, die von selbst mit Ausführung der Straftat eintritt, und andererseits dem durch Dekret festgestellten Eintritt der Exkommunikation. Solange Letzteres nicht erfolgt ist, werden die Sakramente immer gültig gespendet. Wenn allerdings ein Feststellungsdekret einer kirchlichen  Behörde vorliegt, dann werden die Sakramente der Beichte - außer in Todesgefahr -,  der Firmung und der Ehe nicht mehr gültig gespendet. Alle anderen Sakramente (Taufe, Eucharistie, Priesterweihe, Krankensalbung) werden zwar weiterhin gültig gespendet, aber immer unerlaubt, wenn die Exkommunikation festgestellt worden ist.  

kath.net: Stellt das Anbringen von Regenbogenfahnen an Pfarrgebäuden oder deren Darstellung auf Internetseiten der Pfarreien oder katholischen Verbände - wie in den letzten Wochen zuhauf geschehen - schon einen Ungehorsam gegenüber dem Responsum dar, den ein Gläubiger in Rom rügen kann?

Weishaupt: Ob ein schismatischer Akt vorliegt, hängt von der Absicht dessen ab, der das Anbringen veranlasst hat. Je nachdem ist er von Rechts wegen exkommuniziert. Rechtsfolgen nach außen hätte das erst, wenn, wie oben gesagt, die Tatstrafe durch ein Dekret festgestellt worden ist.

Dr. Gero P. Weishaupt ist Priester und Kirchenrechtler. Er war 2008-2013 Judizialvikar/Offizial des Bistums ´s-Hertogenbosch (Niederlande), seit 2012 Richter des Interdiözesanen Strafgerichtes der niederländischen Kirchenprovinz, seit 2013 hauptamtlicher Diözesanrichter am erzbischöflichen Offizialat des Erzbistums Köln, seit 2015 Dozent für Kirchenrecht und kirchliche Dokumente am Theologischen Institut des Bistums Roermond, weitere Gastdozenturen, z.B. Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien. Er hat mehrere Bücher sowie kanonistische Fachartikel veröffentlicht  und führt eine eigene Homepage [https://www.geroweishaupt.com/].

Anmerkung: Ein Katholik aus dem Bistum Münster hat direkt bei der Glaubenskongregation Beschwerde über seine Pfarrgemeinde und seinen Ortsbischof mit der Bitte um kirchenrechtliche Konsequenzen eingelegt. Der bischöfliche Pressesprecher hatte erklärt, es werde „keine Konsequenzen oder Sanktionen“ geben, wenn Priester gleichgeschlechtliche Verbindungen segnen. Der gesamte Brief ist hier [https://www.kathnews.de/ein-grundrecht-der-glaeubigen-wahrgenommen] nachzulesen.

Grafik (c) kath.net

 

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Lesermeinungen

 Dottrina 4. Mai 2021 
 

Danke für das Interview!

Ich bin erst jetzt in der Mittagspause dazu gekommen, das Interview mit Gero Weishaupt und die vielen Kommentare zu lesen. Ich muss allen ausnahmslos zustimmen. Nur - was hilft es, wenn wir hier allesamt der gleichen Meinung sind, dass diese Häresie und Apostasie geahndet werden soll, was ja richtig wäre, aber es nichts passiert? Die wohl richtige Anmerkung von @hape betrifft allerdings auch nur die wenigen Länder, wo Kirchensteuer erhoben wird, die Gesamtheit der Weltkirche tangiert das Problem nicht. Fraglich, ob wir es erleben werden, dass Rom diese häretischen Bischöfe sanktioniert. Da müsste der Papst mit eisernem Besen auskehren, und ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Hier bleibt nur die Hoffnung auf die Versicherung Jesu, dass er seine Kirche nicht alleine lassen wird. Beten wir zusammen.


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 hape 4. Mai 2021 

Liebe @lesa,

stimmt, es ist eine gefährliche Gratwanderung. Es stimmt auch, dass die erste Aufgabe der Kirche die Verkündigung der Wahrheit ist. Das depositum fidei verkündigt die Kirche v.a. in der Hl. Messe und in den Sakramenten, aber eben auch durch die Caritas. Eucharistie und die Fußwaschung ergänzen einander. Hier befindet sich offensichtlich einiges im Ungleichgewicht.

Mein Geschreibsel bezieht sich aber v.a. auf die These von der „Angst vor Austritten“. Ich meine, dass es noch ganz andere Motive geben kann, mit der Exkommunikation zurückhaltend zu sein. Unabhängig davon hat die Kirche immer Grund, auf die Vorsehung zu vertrauen. Gott ist der absolute Souverän: ,,Unser Gott ist im Himmel; alles, was ihm gefällt, das vollbringt er" (Ps 115,3). Und Christus ist der, ,,der öffnet, so daß niemand mehr schließen kann, der schließt, so daß niemand mehr öffnen kann" (Offb 3,7). ,,Viele Pläne faßt das Herz des Menschen, doch nur der Ratschluss des Herrn hat Bestand" (Spr 19,21).


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 lesa 4. Mai 2021 

Was nützt es dem Menschen, wenn seine Seele Schaden leidet?

[email protected]: Ihre Gedanken zum Thema Austritt sind gewiss bedenkenswert. Aber das ist eine gefährliche Gratwanderung. Die Kirche ist nicht in erster Linie eine humanitäre Sozialeinrichtung. Ihre erste Aufgabe ist die Verkündigung der Wahrheit, die das ewige Leben garantiert. Wie oft wurden aus Angst vor Kirchenaustritten in unseren Diözesen notwendige Klarstellungen und Personalentscheidungen vermieden. Mit dem Ergebnis: Fortschreitende Verwüstung des Weinbergs. Wenn nur noch das Geld übrig bleibt, was nützt das der Kirche? Die Verbundenheit mit dem Weinstock ist die Verbundenheit mit dem Wort Gottes, das die Quelle des Lebens ist. Einheit ohne Wahrheit gibt es nicht. Dazu die Katechese bei der Generalaudien von Benedikt XVI. 5.4.2006)Ein bisschen Caritas tut`s nicht, auch wenn Christus der Nächstenliebe ausschlaggebenden Wert beimisst. Die "Speise für das ewige Leben" hält er fr das wichtigste.


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 hape 4. Mai 2021 

Hat die Kirche Angst vor Austritten? 3/3

Zudem muss die Kirche zunehmend die traurige Erfahrung machen, dass ihre ausgestreckte Hand nur selten angenommen wird. Das betrifft sowohl die Ökumene, als auch den Synodalen Weg. Die Sehnsucht des Vaters nach Rückkehr des verlorenen Sohnes wird im allg. verspottet. Statt zu einer Versöhnung, ist es zu einer Vertiefung der Gräben und zu einer Erosion des Glaubenswissens gekommen. Die Kirche wird, sowohl von außen als auch von innen, in ihrem Bemühen um Heilung und Heiligung, geradezu lächerlich gemacht. –

Die Frage ist also, ob die ökumenische Pastoral, die in der Begeisterung des 2VK emporstieg, tatsächlich geeignet ist, der Einheit zu dienen?

Dieser komplexe Kontext gehört dazu, wenn man darüber nachdenkt, warum die Kirche mit der Exkommunikation von Bischöfen so zurückhaltend ist.


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 hape 4. Mai 2021 

Hat die Kirche Angst vor Austritten? 2/2

Ganz offensichtlich ist aber die Einheit schon innerhalb der Kirche tief gespalten. Nach Kard. Brandmüller befindet sich der Großteil der Bischöfe, zusammen mit dem theologischen Apparat und den meisten Gremienkatholiken, in einem Zustand von Schisma, Häresie und Apostasie zugleich. Dazu kommt noch das stagnierende reformatorische Schisma. Beides bedarf dringend einer Korrektur. Auf der einen Seite ist die Kirche also als Arbeitgeber, wie auch aus pastoralen Gründen verpflichtet, Austritte zu vermeiden. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass die Einheit auch durch ein Übergewicht von Taufscheinkatholiken und kirchenfremden Mitarbeitern zerstört wird. In diesem Zielkonflikt die richtige Entscheidung zu treffen, ist nicht einfach. Das sollte man der Kirchenleitung zugestehen.


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 hape 4. Mai 2021 

Hat die Kirche Angst vor Austritten? 1/3

Das Rom auf die Tatstrafe der Exkommunikation vieler Bischöfe vermutlich nicht mit Ermahnung antworten wird, geschweige denn mit der Feststellung der Exkommunikation, lässt sich m.M. nach nicht mit einer Angst vor Austritten erklären. Mit diesem Argument wird der Kirche i.d.R. eine gewisse Raffgier unterstellt, die spätestens seit Martin Luther mehr oder weniger unreflektiert wiederholt wird. Doch die Sorge der Kirche um ausreichende Finanzierung ist legitim. Schließlich ist sie einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Deshalb trägt sie eine hohe Verantwortung für die soziale Absicherung ihrer Mitarbeiter, ganz unabhängig davon, wie diese nun zur Lehre der Kirche stehen mögen. Zugleicht ist die Kirche nicht nur Arbeitgeber, sondern auch der Leib Christi. Als solcher ist ihre pastorale Grundaufgabe, alles menschenmögliche für die Einheit der Christenheit zu tun.


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 physicus 4. Mai 2021 
 

@stephanus2

Vielleicht gibt es in dem Brief (Link s.u.) gute Anregungen, was geschrieben werden könnte!

www.kath.net/news/74967


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 credula 4. Mai 2021 
 

@Stephanus2:

Ich glaube nicht, dass es unter Johannes Paul II. anders wäre. Er hat ja Marx, Bode, Kasper, Schönborn, Kamphaus, Feige und viele andere zu Bischöfen ernannt. Man sagt oft Benedikt XVI. schlechte Menschenkenntnis nach (Overbeck!), und er sagt es von sich laut EB Gänswein auch selber, aber bei Johannes Paul war es eben auch nicht viel anders. Danneels ist unter ihm Kardinal geworden!


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 lesa 4. Mai 2021 

Der Sieg über das Böse wird kommen (Schio)

@stephanus 2: Ja, beides ist zu tun. So, wie es der Hl. Geist eingibt. Dem Gewissen folgen. Es braucht jetzt Zeugen. Jesus ist als Zeichen des Widerspruchs, zu Rettung und zum Verderben vieler in Israel angekündigt. (Lk 2) Nein, leicht war es für Maria nicht. Leicht ist es für uns nicht. Aber am Ende wird ihr Unbeflecktes Herz triumphieren, wenn die unheilvollen Greuel, die Machenschaften des schwarzen Tieres aus dem Abgrund (Offb.)uns noch so sehr mit Grauen anrühren. "Wirkt für das Gute und bekämpft das Böse. Betet für die Menschen, dass sie die Ordnung der Liebe nicht auf den Kopf stellen, sondern das Leben achten, damit man Gott über alles verehre.
eine Kinder, das Elend der Sünde bereitet den Menschen Angst und Schmerz. Die Zahl der Sünder wächst. Eine riesige Zahl Gottloser schreitet voran und reißt alles mit sich. Möget ihr für viele eurer Brüder und Schwestern nicht zu spät kommen."
(Schio)


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 golden 4. Mai 2021 
 

betet, erwartet

Gott hat durch Paulus in den beiden Thessalonicherbriefen vom bösgeistigen Wirken des Antichristen ver-künden lassen: Dass er sich über alles erhebt,was Gottesdienst heißt !!! Die Sünde an den Altar bringen ! Dies ist in jüngerer Zeit schon geschehen (Essen;Stuttgart)und als blasphemischer Tanz auf dem Altar des Kölner Doms.Hier geht es nicht um äußere Aktionen, da wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen haben;betet und wartet, was Gott tun wird...


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 laudeturJC 4. Mai 2021 

Wer nach dem 10. Mai in D noch immer

brav seine Kirchensteuer abliefert, muss sich schon fragen lassen, auf welcher Seite er steht...


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 Waldi 3. Mai 2021 
 

Viele deutsche Bischöfe...

...haben unter einem ganz anderen Vorzeichen viel mehr Ungehorsam gegenüber Rom demonstriert, als Erzbischof Marcel Lefebvre. Levebvre war nur ungehorsam gegenüber der Zersetzung der katholischen Glaubenslehre durch das II. Vatikanische Konzil. Er wollte die römisch-katholische Glaubenslehre retten und vor der Diktatur des Relativismus bewahren. Die DBK und das "ZdK", diese häretische Funktionärsallianz, wollen mit ihren Synodalen Irrweg auch noch den kläglichen Rest an katholischer Glaubenssubastanz zerstören, den das II. Vatikanische Konzil für "ewig gestrige Traditionalisten" noch übrig gelassen hat!!! Das ist der "kleine Unterschied", zwischen dem Ungehorsam von Erzbischof Marcel Levebvre und den Ungehorsam der meisten deutschen Bischöfe, die sträflich ungeschoren davon kommen, während man den tiefgläubigen Erzbischof mit Schimpf und Schande in die Wüste verbannt hat! Ich würde den Bischof Bätzing durch kirchen- und glaubenstreue Hirten wie Erzbischof Levebvre sofort ersetzen!


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 stephanus2 3. Mai 2021 
 

Aus Münster:

auch hier schrecklich. 10.5. Segnungsfeier für alle Paare/Liebenden ! liebegewinnt ! Segen für alle ! In einem Vorort wird dramatisch eine 'Regenbogenfahne' gehisst ! Statements der Pfarreiratsmitglieder *schauder* werden vorgelesen ! Wir machen in einer Kirche in der Nähe zeitgleich Eucharistische Anbetung u. Rosenkranz . Tatsächlich hat uns aber auch der Priester, der als einziger gegen die Aktion war, um Briefe an die Pfarrei gebeten . Er steht allein. Vllt, wenn wir den Hl.Geist um Hilfe bitten, kann es gelingen, Worte zu finden, die den einen oder anderen Leser doch zum Nachdenken/Zweifeln bringen. Also Gebete u n d Position beziehen, beides.Leicht ist das letztere nicht !


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 stephanus2 3. Mai 2021 
 

Ich wünschte, Johannes Paul II ..

...hätte derzeit sein Pontifikat. Unter ihm hätte es m.E. solche Auswüchse nicht gegeben. Eiserne Faust ? Er hätte einfach durchgegriffen! Im Grunde müssen sämtliche Bischöfe, die zur Homobeziehung Ja sagen, ihrer Ämter und Würden verlustig gehen. In der Regel kommen weitere Häresien dazu, aber auch so. Sie haben ihren Treueeid zur Lehre der h e i l i g e n kath. Kirche massiv gebrochen, in sie gesetztes Vertrauen missbraucht, führen Gläubige in die Irre. Solche Bischöfe dürfen keine mehr sein ! Sonnenklar ! Auch solche Priester nicht ! Die Chance zur Umkehr würde ihnen ja gegeben, steht im Artikel. Aber Papst Franziskus ist zu lasch, wischi-waschi, larviert, redet mal so mal so.


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 zeitundewigkeit 3. Mai 2021 
 

Verständnisfrage

Folgende Aussage sollte Dr. Gero Weishaupt verdeutlichen:

Wenn allerdings ein Feststellungsdekret einer kirchlichen Behörde vorliegt, dann werden die Sakramente der Beichte - außer in Todesgefahr -, der Firmung und der Ehe nicht mehr gültig gespendet.
Alle anderen Sakramente (Taufe, Eucharistie, Priesterweihe, Krankensalbung) werden zwar weiterhin gültig gespendet, aber immer unerlaubt, wenn die Exkommunikation festgestellt worden ist.


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 Ulrich Motte 3. Mai 2021 
 

Lakota

Sie verwechseln die Ursache für den Austritt mit der Ursache für die Maßnahme, die den Austritt verursacht.


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 Kant1 3. Mai 2021 
 

Die eiserne Faust des Dekrets?

In der Schweiz läuft dieses Spielchen schon seit Jahrzehnten ganz offen, in Deutschland ebenso lange, allerdings noch mehr unterschwellig. Seit Jahrzehnten gibt es Priester, die wiederverheirateten Katholiken oder noch extremer Protestanten ohne gute Gründe die Kommunion geben, Priester die Laien predigen lassen etc. Die sind alle schon exkommuniziert. Aber eben ohne Dekret ...

Wollen wir wirklich solche Dekrete? Wie kann man sie durchsetzen? Welche Auswirkungen hätte das für die Kirche in Deutschland? Was würde mit den Bischöfen in Deutschland passieren, die eine wirklich erneuerte Kirche aufbauen wollen, aber wegen irgendwelcher Dekrete unter öffentlichen Dauerbeschuß geraten?

Die Situation ist vergleichbar mit einem Vater, dessen erwachsener Sohn die Frau nicht heiraten will, mit der er schon zusammenlebt. Es ist immer nötig, die Wahrheit zu sagen, aber die eiserne Faust hat selten eine heilende Wirkung, während Zeit und Gebet mit gezielten Interventionen immer hilfreich sind.


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 Chris2 3. Mai 2021 
 

@Ulrich Motte

Vielleicht haben Sie ja einen konstruktiveren Vorschlag, wie man den inneren Zerfall der Kirche rückgängig machen kann, ohne einen äußeren Bruch zu riskieren? Ich sehe als einzige Möglichkeit ein hartes Durchgreifen Roms mit Androhung der Exkommunikation auch von Bischöfen, wenn sie notorisch Häresien fördern. Alles andere hält den Verfall nicht auf.i


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 lesa 3. Mai 2021 

Wenn das Salz schal wird, wift man es weg und es verdirbt.

Jesus hat die Hirten nicht gesandt, Kirchenaustritte zu vermeiden, sondern die ungekürzte Lehre zu verkünden - gelegen oder ungelegen. "Sorgt euch vor allem um das Reich Gottes, alles andere wird euch dazu gegeben werden."


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 gebsy 3. Mai 2021 

"INNERE EXKOMMUNIKATION"

Wenn bei einem Gottgeweihten die Tatstrafe aktuell gegeben ist, kommuniziert dieser das "ESSEN DES GERICHTES"?

Wenn das so ist, wäre die erste Notwendigkeit, diese armen Menschen von dieser unvorstellbar großen Seelennot abzuhalten ...

"Solange eine von selbst eingetretene Exkommunikation nicht per Dekret festgestellt oder eine Exkommunikation durch Strafurteil verhängt wird, bleibt diese im so genannten inneren Rechtsbereich und bindet NUR den Betroffenen, den Exkommunizierten, kann aber nicht durchgesetzt werden."


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 golden 3. Mai 2021 
 

Betende

müssen wir sein, angesichts der gruseligen Aktion
"Segnung für Liebende" am 10.5.!Der altböse Feind benutzt eine Spezialsünde um die Sünde in der Feier in Kirchengebäuden fest öffentlich zu installieren.
Meines Erachtens wird selbst manchem mainstream-Bischof Bange,weil er den "Schwefelgestank" schmeckt.
Nicht mehr durch einen Spalt (Paul VI) dringt der Rauch Satans ein, sondern durch ein kirchliches Scheunentor,welches durch schlaffe Beliebigkeit und den Hang zu Dauer-event-Feierlaune geöffnet ist. Herr, wir bitten dich,leite uns durch dein gestrenges gebietendes Wort den schmalen Weg zum Leben


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 Hoppe 3. Mai 2021 
 

Sehr gut, aber

was nützt es, wenn formal der Tatbestand der Exkommunikation erfüllt ist, sich faktisch aber nichts ändert? Dem unsäglichen Gremienkatholizismus ist leider nur mit Geld beizukommen. Es muss Rom gegenüber abgerungen werden, dass es einem Gläubigen nicht zugemutet werden kann, Kirchensteuer zu bezahlen, wenn durch die Handlungen und Äußerungen deutschen Bischöfe ein schismatischer Akt zu Grunde liegt.


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 golden 3. Mai 2021 
 

wir wenigen

heben jetzt die aufgabe, kirchen vor vandalismus zu bewachen,den katechismus bereit zu halten und einzelnen,die sich noch bekehren lassen,zu sagen, ja-gegen den wahnsinn mit WAHRHEIT des authentischen katholischen Glaubens zu impfen.Infragestellung durch Apostasie fordert das Zeugnis der wahren Lehre !!!


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 Johannpeter 3. Mai 2021 
 

Es ist höchste Zeit für Rom, den ein oder anderen deutschen Bischof zu degradieren!

Die Fehlverhalten von vielen Bischöfen und vielen Priestern in Deutschlnd, verlangt unbedingt nach Konsequenzen!Sonst macht die Kirche sich lächerlich und die Ungehorsamen machen munter weiter.Es kann nicht sein, dass Bischöfe und Priester aktiv die Glaubenslehre bekämpfen! So- wie Christus die Geldwechsler aus der Synagoge warf,so sollte der Papst, antikirchliche Ideologen ihres Amtes entheben. Es ist schon sehr weit eingerissen!


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 lakota 3. Mai 2021 
 

@UlrichMotte

"Dann wäre eine Hinwendung zum "Konservativen" Ursache für viele Austritte..."???

Wenn GOTT zu praktizierter Homosexualität sagt "sie haben abscheuliches getan" - Bischöfe dieses abscheuliche segnen wollen - "Rom" NEIN sagt - und Bischöfe die es trotzdem tun exkommuniziert -
und es dann viele Austritte gibt.... -

dann ist keineswegs die "Hinwendung zum Konservativen" die Ursache, sondern, die "Abwendung von Gott und seinen Geboten"!!


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 ThomasR 3. Mai 2021 
 

bereits jetzt führt fehlende Umsetzung

von solchen päpstlichen Dokumenten wie Pastores dabo vobis (1992!) - die Umsetzung auf der Ebene von meisten deutschen Priestersemianren nicht erkennbar-
wie Mulieris dignitatem (1988)- statt Hilfe den bedürftigen schwangeren Frauen in Not wird Maria 2.0 gedultet bzw. z.T. gefordert
wie Redemptionis sacramentum und Sacramentum caritatis
führt zum Anstieg der Anzahl der Kirchenaustritte
im Umkreis der Umsetzung von Motu proptrio Summorum Pontificium - also dort wo beide liturgischen Formen des RR gepflegt werden, gibt es keine Kirchenaustritte und sonntags sind Kirchen voll
Quo vadis ecclesiae?


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 Totus Tuus 3. Mai 2021 
 

Wir Laien müssen wie die Witwe im Evangelium handeln und

den Bischöfen schreiben. Dem Papst schreiben. Wir müssen die Häresie beim Namen benennen. Wir müssen beten und opfern wie es die Muttergottes in Fatima verlangt. Wir dürfen nie vergessen, es ist die Kirche Christi, und er wird sie nie untergehen lassen. Und kein Papst kann die Dogmen zu 180% ändern, diese Sicherheit hat GOTT in der Kirche verankert. Es wird den Homos nie gelingen, die Sünde der Homosexualiät als normal zu verkaufen. WIR DÜRFEN NICHT SCHWEIGEN.


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 credula 3. Mai 2021 
 

Ein ganz anderer Aspekt

Wenn diese Leute alle exkommuniziert sind, als Tatstrafe, die den Betroffenen im inneren Bereich bindet, wie Dr. Weishaupt sagt, was ist denn dann mit den Messstipendien? Ein Priester, der solche Segnungen durchführt, weiß, dass er exkommuniziert ist. Die Eucharistie mag gültig sein, aber man kann doch bezweifeln, dass er hinsichtlich des Messopfers tun will, was die Kirche tut. Die Früchte kommen also den armen Seelen nicht zugute. Diese Messen müssten doch nachgefeiert werden? Und was ist mit dem Geld, das die Angehörigen dafür bezahlt haben?


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 discipulus 3. Mai 2021 
 

@zeitundewigkeit

Zu Ihrer Frage: die Gültigkeit (sic! nicht die Erlaubtheit) der Sakramente Firmung und Ehe, sowie der Beichte, die Herr Dr. Weishaupt anführt, von Ihnen aber ausgelassen wird, ist vom kirchlichen Gesetzgeber daran gebunden, daß der Spender über die jeweils notwendige facultas verfügt. Diese facultas wieder ist daran gebunden, daß deren Inhaber auf rechte Weise in die kirchliche Hierarchie eingebunden ist.

Deshalb waren etwa auch Beichten bei Angehörigen der Piusbruderschaft ungültig, bis Papst Franziskus ihnen im letzten Jahr trotz ihres ungeklärten rechtlichen Status die entsprechende facultas verliehen hat.

Bei der Beichte liegt das daran, daß die Sündenvergebung auch ein rechtlicher Akt ist und jeder rechtliche Akt in der Kirche nur in Wahrung der hierarchischen Einheit vorgenommen werden kann. Bei der Ehe geht die Notwendigkeit der Assistenz durch den Inhaber einer entsprechenden facultas auf das Tridentinum zurück. Den Sachgrund bei der Firmung kenne ich aber nicht.


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 Lämmchen 3. Mai 2021 
 

DRS

will sogar eine eigene Stelle für die Homosexuellen-Pastoral einrichten - integriert in die Abteilung von WB Karrer, der ja öffentlich mehrfach kundgetan hat, dass homosexuelle Paare selbstverständlich weiterhin den Segen bekommen (Einzelsegen war nicht gemeint).
Noch eine Stelle mehr für eine marginale Bevölkerungsgruppe (PR's freut so Ruheposten im Ordinariat), während man für Neuevangelisierung nicht wirklich was übrig hat.


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 ThomasR 3. Mai 2021 
 

eine weitere Mehrung der Kirchenaustritte

wird die Folge vom Ungehorsam der Amtskirche gegenüber Rom.

Die Gläubigen identifiezieren sich nur mit einer Kirche die auf dem Felse Petri gebaut ist


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 lesa 3. Mai 2021 

Wir brauchen Rettung von oben

Bestimmt würde unserer Oberhaupt bestimmte zweideutige Bemerkungen nicht mehr machen angesichts der Folgen. Wichtig ist ja, dass er dem Dokument de Glaubenskongregation zugestimmt hat. Aber in den Köpfen einiger Hirten hat sich der Irrtum schon festgesetzt. Allerdings würden manche von ihnen inzwischen sogar nicht mehr gegen das Schrieben aus Rom opponieren, da sie sie sehen, was sie da befördert haben. "Die Geister, die ich rief, die werd`ich nicht mehr los." Am wenigsten helfen diese den hs. Menschen.
Nun bräuchte es konkrete Sanktionen. Inzwischen müssen die gläubigen Laien die Menschen schützen, wie es nur geht. Wir haben hier "privat" eine sachlich aufbereitete Orientierungsgrundlage - im Land verstreut - verteilt, wie es möglich war, die recht gut aufgenommen wurde.
Und wir müssen die Engel zu Hilfe rufen gegen diese schwüle Wolke, unter der viele leiden.
"Trotz der vielen Wirrsal wird durch das Gebet alles wieder eine Lösung finden." (Schio 1987)


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 Zeitzeuge 3. Mai 2021 
 

Die Exkommunikation als ipso facto eintretende Tatstrafe wird die

Betroffenen "kalt lassen"; nach den Erfahrungen
von über 50 Jahren ist es kaum vorstellbar, daß
der Papst oder ein Bischof diese von selbst ein-
tretende Exkommunikation auch als dringend gebotene
Spruchstrafe verhängen wird, früher gab es auch
noch die feierliche Exkommunikation als vitandus,
mit dem grundsätzlich jeder Umgang verboten war,
diese wurde z.B. gegen den modernistischen Priester Alfred Loisy verhangen.

Da die kath. Kirche nach dem Konzil ihr Strafrecht
gegen Lehrabweichler weitgehend suspendiert hat,
wurden z.B. noch nicht einmal Häretiker wie
Küng, Haag, Häríng oder Fuchs SJ exkommuniziert.

Die Folgen dieses pflichtwidrigen Verhaltens
sehen wir tagtäglich bei einem großen Teil
(dem größten?) der Staatstheologen - und oft
im Religionsunterricht bei deren Schülern!

Custos quid de nocte?


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 Ulrich Motte 3. Mai 2021 
 

Hape

Reagierte "Rom" im Sinne der hier gemachten Vorschläge (und anders, als Sie vermuten), dürfte es massenweise Kirchenaustritte geben. Dann wäre eine Hinwendung zum "Konservativen" Ursache für viele Austritte...


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 phillip 3. Mai 2021 
 

Chris2

Glauben Sie, Chris2, tatsächlich, dass der Rudelwolf auch nur einen seine Wölfe in die Rute bemisst? Ich glaube das nicht; nur der wahre, auf den Wolken kommende Hirte wird die Herde übernehmen müssen, allerdings schließe ich nicht ganz aus, dass er doch noch einen weiteren - wahrhaftigen- Stellvertreter durch die Vordertür senden wird!?


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 Kathi- katholisch 3. Mai 2021 
 

Die Frage ist doch, WARUM reagiert Rom nicht???

Bischöfe und Priester verbreiten öffentlich ihre Häresien und fordern andere damit auf , es ihnen gleich zu tun. Allen voran unser Vorsitzende der DBK und sein Vorgänger. Damit stellen sie sich gegen die Lehre der kath. Kirche uns somit gegen Gott. Was muss denn noch passieren? Wann wird Rom endlich reagieren und solchen Handlangern des Bösen durch Exkommunikation das Handwerk legen?
Deutschland befindet sich in einem Schisma. Herr führe deine abtrünnigen Hirten zur Umkehr!!!!!!


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 Francis 5 3. Mai 2021 
 

Gesicht zeigen

In der jetzigen Zeit ist es wichtig zu diesem Thema Präsens in den eigenen Gemeinden zu zeigen. Egal ob man einfaches Mitglied, Gemeindeleitung oder Priester ist. Wir müssen aktiv sein und den Aktivisten nicht allein das Feld überlassen.


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 hape 3. Mai 2021 

Herzlichen Dank

der Redaktion und Dr. Weishaupt für diese fachliche Stellungnahme. Sie hilft sicherlich, die Rechtslage der deutschen Ortskirche besser zu verstehen.

Legt man also das Kirchenrecht zugrunde, könnte Rom die meisten Bischöfe, Theologen und pastoralen Mitarbeiter jene Ermahnung schicken, die der Feststellung der Exkommunikation vorausgehen muss.

Das wäre die Notbremse. Kaum vorstellbar, dass Rom das tut.
Aus welchen Gründen auch immer.


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 zeitundewigkeit 3. Mai 2021 
 

Exkommunikation per Dekret

Es sollte genauer erklärt werden, warum die Sakramente der Firmung und der Ehe nicht mehr gültig gespendet werden, wohl aber die übrigen.
Das Ehesakrament spenden sich doch die Getauften, Mann und Frau?


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 Leo Christi 3. Mai 2021 

Druck

Wenn genügend Gläubige den kirchlichen Rechtsweg einschlagen, wird Rom das nicht ignorieren können. Wenn Druck aus Rom kommt, werden sicherlich zahlreiche „Segnungsbefürworter“ umfallen. Allein der gläubigen Katholiken wegen ist jetzt konsequentes Handeln gefragt.


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 Chris2 3. Mai 2021 
 

@laudeturJC

Beten wir, dass sich der Papst von seinen falschen Freunden löst, dass er notfalls zurücktritt, falls er erpresst wird und dass wir danach einen Papst bekommen, der wieder klaren Kurs im Sinne des HERRN hält - und die Wölfe im Schafspelz in die Wüste schickt...


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 Totus Tuus 3. Mai 2021 
 

Ich sehe das ganz gleich. Nur müssen wir auch realistisch sein....

70% der Bischöfe im Deutschsprachigen Raum, interessiert es nicht was Rom sagt, sie gehen ihren liberalen häretischen und schismatischen Weg und das OHNE KONSEKUENZEN, seit Jahren. Und auf der anderen Seite sehen wir ja, was für Bischöfe ernannt werden. Wenn ein Papst sagt, Homosexuelle sollen Zivilrechtlich heiraten können, wenn ein Papst sagt, wer bin ich das ich verurteile. Ja dann ist das für die Homosexuellen vielleicht ein falsches Signal, darum ist jetzt die Empörung so gross. Und wir alle wissen, dass die Homolobby recht mächtig ist, auch innerhalb der Kirche leider. Darum rechne ich mit keinen öffentlichen EXKOMMUNIKATIONEN.


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 Vergilius 3. Mai 2021 
 

Da geht es um die Macht des Mammon:

Ich denke, dass gar nicht so viele Bischöfe gegen die Lehre der Kirche sind. ABER: Die Presse, die Kirchenaustritte, die Einnahmen ... Gehen in einer Pfarre wenige am Sonntag zum Gottesdienst, wird der Bischof vom Pfarrer - der ist ja "schuld" - Maßnahmen einfordern, um den Messbesuch "anzukurbeln". Ob allen Priestern sog. "Familienmessen" und Liturgie-, Pastoral- und Arbeitskreise angenehm sind, wage ich zu bezweifeln. Und das spielt sich eben eine Stufe höher ähnlich ab ...


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 Chris2 3. Mai 2021 
 

Ich fürchte, nichts wird passieren

und wir werden noch massenhafteren offenen Glaubensabfall im Namen der Kirche bekommen, der noch mehr Seelen in die Irre führen wird.
Im Übrigen sind das nur "Segenssimulationen", denn Gott hat den Priestern keine Befugnis erteilt, die Sünde zu segnen.


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 laudeturJC 3. Mai 2021 

Eine vollständig korrekte und überzeugende Darstellung

der kirchenrechtlichen Situation!

Aber: Was nützt es, wenn genau die Personen und Strukturen, die Glaube, Überlieferung und Wahrheit bewahren und verteidigen sollen, auf der Seite der Übertreter des Rechts stehen, diese verteidigen und ermutigen? Mit Berufung auf Fussnoten oder Flugzeuginterviews? Auf unzählige „Theo“logen und deren Äusserungen? Auf die „Lebenswirklichkeit“...

Wie gesagt, alles korrekt, aber in der gegenwärtigen Kirchenkrise kommen wir SO nicht weiter...


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