Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  5. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Der Realismus der Barmherzigkeit
  13. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  14. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  15. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"

Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang

12. Mai 2021 in Prolife, 29 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


US-Präsident Joe Biden lehnt Abtreibungen zwar ab, politische Entscheidungen seiner Regierung weichen bei Schwangerschaftsabbruch, Ehe, Geschlechter-Identität aber von kirchlicher Position ab - Kurienkardinal Ladaria mahnt US-Bischofskonferenz


Washingon (kath.net/KAP) Der Vatikan mahnt die US-Bischöfe zu Zurückhaltung in der Debatte um den Sakramentenempfang für Politiker, die eine liberale Position beim Thema Abtreibung vertreten. Die Glaubenskongregation appellierte in einem Brief an den Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Jose Gomez, auf ein von einigen Bischöfen gewünschtes Schreiben über die "Würdigkeit des Kommunionempfangs" vorerst zu verzichten. Stattdessen solle es zunächst interne Bischofsberatungen sowie einen Dialog mit jenen katholischen Politikern geben, die "Gesetze unterstützen, die Abtreibung, Euthanasie oder andere moralische Übel erlauben". Das berichtete das Jesuiten-Magazin "America" und der US-Pressedienst "Catholic News Service" (Montag).

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Luis Ladaria, hob hervor, es gehe darum, die Einheit zu wahren. Die Formulierung einer nationalen Linie könne "angesichts ihres möglicherweise strittigen Charakters den gegenteiligen Effekt haben und zu einer Quelle der Zwietracht und nicht der Einheit innerhalb des Episkopats und der Kirche in den Vereinigten Staaten werden." Bevor ein gemeinsames Papier der US-Bischofskonferenz verabschiedet werden könne, brauche es auch unter den Bischöfen einen breiten und kontroversen Dialog. Eine derartige Erklärung müsse nicht bloß eine Mehrheit, sondern einen "einen echten Konsens der Bischöfe in dieser Angelegenheit zum Ausdruck bringen".


Ladaria betonte außerdem: "Es wäre irreführend, wenn eine solche Erklärung den Eindruck erwecken würde, dass Abtreibung und Euthanasie allein die einzigen schwerwiegenden Angelegenheiten der katholischen Moral- und Soziallehre darstellen, die die volle Rechenschaftspflicht seitens der Katholiken erfordern." Angesichts der über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinausgehenden Bedeutung des Themas sollten zudem Anstrengungen unternommen werden, um mit Bischofskonferenzen anderer Länder darüber in einen Dialog zu treten.

Der laut "Catholic News Service" mit 7. Mai datierte Brief des Glaubenspräfekten ist offenbar eine Antwort auf ein Schreiben von Erzbischof Gomez, in dem er Rom darüber informierte, dass die US-Bischöfe sich darauf vorbereiten, die Situation katholischer Politiker und "die Bereitschaft, die heilige Kommunion zu empfangen, anzusprechen".

Neue Brisanz durch Biden

Zuletzt hatten unter anderem die "Washington Post" und die Nachrichtenagentur "Associated Press" (AP) berichtet, dass sich die Bischofskonferenz bei ihrer Frühjahrsversammlung im Juni mit dem Kommunion-Thema befassen werde. Demnach geht es um die Arbeit an einem gemeinsamen Dokument, das verdeutlichen soll, dass katholische Politiker, die Abtreibungen befürworten, die Kommunion nicht empfangen können.

Die Frage ist unter den US-Bischöfen umstritten und kocht seit Jahren immer wieder hoch. Neue Brisanz erhielt das Thema durch die Wahl von US-Präsident Joe Biden. Der zweite katholische Präsident der USA nach John F. Kennedy lehnt nach eigenen Worten Abtreibungen zwar ab, die politischen Entscheidungen seiner Regierung weichen bei Schwangerschaftsabbruch, Ehe und Geschlechter-Identität aber von der kirchlichen Position ab.

Während Washingtons Erzbischof Kardinal Wilton Gregory oder der zuletzt emeritierte Bischof von Bidens Heimatstadt Wilmington, William Malooly, kein Problem damit haben, dem Präsidenten die Kommunion zu spenden, haben sich andere Bischöfe dagegen ausgesprochen. Dazu zählen unter anderen der pensionierte Erzbischof von Philadelphia, Charles Chaput sowie der Vorsitzende des Lebensschutz-Ausschusses der US-Bischofskonferenz, Joseph Naumann.

Da Präsident Biden katholisch sei, stellte dessen abtreibungsfreundliche Haltung für die Kirche ein großes Problem dar, sagte Naumann der AP. Es könne unter den Gläubigen entstehen. "Wie kann er sagen, dass er ein gläubiger Katholik ist und diese Dinge tut, die der Lehre der Kirche widersprechen?"

"Eine Frage der Integrität"

Erst Anfang Mai veröffentlichte auch der Erzbischof von San Francisco, Salvatore Cordileone, einen Hirtenbrief zum Thema. "Es ist grundsätzlich eine Frage der Integrität: Das Allerheiligste Sakrament in der katholischen Liturgie zu empfangen bedeutet, sich öffentlich zum Glauben und zur Sittenlehre der katholischen Kirche zu bekennen und danach leben zu wollen", schrieb Cordileone laut Bericht des Mediennetzwerks CNA.

Konkrete Namen, etwa jenen der in San Francisco beheimateten demokratischen Sprecherin des Repräsentantenhauses Nany Pelosi, nannte das bischöfliche Schreiben nicht. In einer Passage wandte sich Cordileone aber ausdrücklich an katholische Amtsträger, die sich für die Abtreibung einsetzen. "Sie sind in der Lage, etwas Konkretes und Entscheidendes zu tun, um das Töten zu stoppen", sagte der Erzbischof: "Bitte kehren Sie zurück in die Fülle Ihres katholischen Glaubens."

Bischof: Eucharistie nicht als Waffe einsetzen

Anders äußerte sich etwa im Februar der Bischof von San Diego, Robert McElroy. Wenn katholischen Politikern "wegen ihrer politischen Haltung in der Öffentlichkeit" die Teilnahme an der Kommunion verweigert werde, dann sehe er darin den Versuch, "die Eucharistie als Waffe einzusetzen", sagte er bei einer Online-Diskussion der Georgetown-Universität. Vielmehr müssten Menschen durch "Argumente, Dialog und Vernunft" überzeugt werden.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz