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Zeit und Zeugnis der Märtyrer

3. Juni 2021 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Papst Franziskus gedenkt des afrikanischen Märtyrers Karl Lwanga und Gefährten. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) 3. Juni: Gedenktag der afrikanischem Märtyrer Karl Lwanga und Gefährten. Karl wurde 1865 in Bulimu (Uganda) geboren, 1885 getauft. In der Christenverfolgung des Königs Mwanga wurden er und zwölf Freunde, Pagen am Königshof, lebendig verbrannt, weil sie sich den perversen Wünschen des Königs widersetzten. Karl wurde 1934 zum Patron der Katholischen Aktion der Jugend Afrikas erklärt. 1964 wurde er zusammen mit seinen zwölf Freunden und weiteren afrikanischen Märtyrern heiliggesprochen.

Am 28. November 2015 feierte Papst Franziskus im Rahmen seiner Apostolischen Reise nach Kenia, Uganda und in die Zentralafrikanische Republik (25.-30. November 2015) in Namugongo (Uganda) eine heilige Messe für die ugandischen Märtyrer. In Afrika hatte der Papst dann auch das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet, das seinen Abschluss im Herbst 2016 fand.

„Das Zeugnis der Märtyrer zeigt allen, die – damals wie heute – ihre Geschichte gehört haben, dass die weltlichen Vergnügen und die irdische Macht keine dauerhafte Freude und keinen anhaltenden Frieden schenken. Vielmehr bringen die Treue zu Gott, die Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit des Lebens und die echte Besorgtheit um das Wohl der anderen uns jenen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Das schmälert nicht unsere Sorge für diese Welt, als schauten wir nur auf das zukünftige Leben. Im Gegenteil, es gibt dem Leben in dieser Welt eine Bestimmung und hilft uns, die Bedürftigen zu erreichen, mit den anderen für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, welche die Menschenwürde fördert und niemanden ausschließt, eine Gesellschaft, die das Leben verteidigt, das ja ein Geschenk Gottes ist, und die Wunder der Natur, die Schöpfung, unser gemeinsames Haus schützt“.


Predigt von Papst Franziskus bei der heiligen Messe in Namugongo (Uganda), 28. November 2015

»Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde« (Apg 1,8).

Von apostolischer Zeit an bis in unsere Tage ist eine große Anzahl von Zeugen aufgetreten, um Jesus zu verkünden und die Macht des Heiligen Geistes zu offenbaren. Heute gedenken wir voller Dankbarkeit des Opfers der ugandischen Märtyrer, deren Zeugnis der Liebe zu Christus und seiner Kirche zu Recht „bis an die äußersten Grenzen der Erde“ gelangt ist. Wir gedenken auch der anglikanischen Märtyrer, deren Tod für Christus die Ökumene des Blutes bezeugt. Alle diese Zeugen haben die Gabe des Heiligen Geistes in ihrem Leben gepflegt und freimütig ihren Glauben an Jesus Christus bekannt, sogar um den Preis ihres Lebens, und viele in noch so jungen Jahren.

Auch wir haben die Gabe des Geistes empfangen, um Söhne und Töchter Gottes zu werden, aber auch um Zeugnis für Jesus zu geben und ihn an allen Orten bekannt zu machen und die Liebe zu ihm zu wecken. Wir haben den Geist empfangen, als wir in der Taufe wiedergeboren wurden und als wir in der Firmung mit seinen Gaben gestärkt wurden. Jeden Tag sind wir aufgefordert, die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben zu vertiefen, das Geschenk seiner göttlichen Liebe „neu zu beleben“, so dass wir selbst zum Quell der Weisheit und Kraft für die anderen werden.

Die Gabe des Heiligen Geistes ist ein Geschenk, das uns gegeben ist, damit wir es mit anderen teilen. Es verbindet uns miteinander als Gläubige und lebendige Glieder des mystischen Leibes Christi. Wir empfangen das Geschenk des Geistes nicht nur für uns selbst, sondern um uns gegenseitig im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe aufzubauen. Ich denke an die heiligen Joseph Mkasa und Charles Lwanga: Nachdem sie von den anderen im Glauben unterwiesen worden waren, wollten sie die empfangene Gabe weitergeben. Sie taten dies in gefährlichen Zeiten. Nicht allein ihr Leben war bedroht, sondern auch das der jüngeren Menschen, die ihrer Fürsorge anvertraut waren. Da sie ihren Glauben entfaltet und ihre Liebe zu Gott verstärkt hatten, hatten sie keine Furcht, Christus zu den anderen zu bringen, nicht einmal um den Preis ihres Lebens. Ihr Glaube wurde Zeugnis. Heute, da sie als Märtyrer verehrt werden, inspiriert ihr Beispiel weiterhin viele Menschen in der Welt. Sie fahren fort, Jesus Christus und die Kraft seines Kreuzes zu verkünden.

Wenn wir wie die Märtyrer täglich das Geschenk des Geistes, der in unseren Herzen wohnt, neu beleben, dann werden wir gewiss jene missionarischen Jünger, die zu sein Christus uns ruft. Für unsere Familien und unsere Freunde ganz sicher, aber auch für diejenigen, die wir nicht kennen, besonders für jene, die uns vielleicht nicht wohlgesonnen und uns gegenüber sogar feindlich eingestellt sind. Diese Öffnung auf die anderen hin beginnt in der Familie, in unseren Häusern, wo man die Nächstenliebe und die Vergebung lernt und wo wir in der Liebe unserer Eltern die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes kennen lernen. Diese Öffnung drückt sich auch in der Fürsorge für die Alten und die Armen, die Witwen und die Waisen aus.

Das Zeugnis der Märtyrer zeigt allen, die – damals wie heute – ihre Geschichte gehört haben, dass die weltlichen Vergnügen und die irdische Macht keine dauerhafte Freude und keinen anhaltenden Frieden schenken. Vielmehr bringen die Treue zu Gott, die Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit des Lebens und die echte Besorgtheit um das Wohl der anderen uns jenen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Das schmälert nicht unsere Sorge für diese Welt, als schauten wir nur auf das zukünftige Leben. Im Gegenteil, es gibt dem Leben in dieser Welt eine Bestimmung und hilft uns, die Bedürftigen zu erreichen, mit den anderen für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, welche die Menschenwürde fördert und niemanden ausschließt, eine Gesellschaft, die das Leben verteidigt, das ja ein Geschenk Gottes ist, und die Wunder der Natur, die Schöpfung, unser gemeinsames Haus schützt.

Liebe Brüder und Schwestern, dies ist das Erbe, das ihr von den ugandischen Märtyrern erhalten habt: Leben, die von der Stärke des Heiligen Geistes gekennzeichnet sind, Leben, die auch jetzt die verwandelnde Kraft des Evangeliums Jesu Christi bezeugen. Man eignet sich dieses Erbe nicht mit einer Gedenkfeier aus bestimmtem Anlass an oder indem man es in einem Museum aufbewahrt, als sei es ein kostbares Juwel. Wir ehren dieses Erbe wie überhaupt alle Heiligen wirklich, wenn wir vielmehr ihr Zeugnis für Christus in unsere Häuser und zu unseren Nachbarn, an die Arbeitsplätze und in die Zivilgesellschaft tragen, ob wir nun in unseren Häusern bleiben oder uns in die fernsten Winkel der Welt begeben.

Mögen die ugandischen Märtyrer gemeinsam mit Maria, der Mutter der Kirche, Fürsprache für uns einlegen, und möge der Heilige Geist in uns das Feuer der göttlichen Liebe entzünden!

Omukama Abawe Omukisa!  (Gott segne euch!)

Foto: © L'Osservatore Romano


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Lesermeinungen

 hape 4. Juni 2021 

Das, was PF verschweigt, 2/3

Die Verehrung des Hl. Karl Lwanga und seiner Gefährten betrifft gleich mehrere weltliche Dogmen und Tabus. Ich will nur einige nennen: 1) People of Color sind immer friedlich. 2) Gewalt geht immer von Weißen aus. 3) Gewalt geht immer von alten weißen Männern aus. 4) Homosexuelle sind immer Opfer, nie Täter. 5) Die Kirche ist immer Täter, nie Opfer. –

Der Hl. Karl Lwanga und seinen Gefährten widerlegen all diese Narrative und verweisen sie in das Reich des Absurden. Sie offenbaren sowohl die göttliche Wahrheit und die darauf beruhende gültige Sexualmoral der Kirche. Sie legen zugleich den Finger in eine brennende Wunder der modernen Kirche, die selbst an der göttlichen Wahrheit zweifelt und die kirchliche Sexualmoral zunehmend verwirft.


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 hape 4. Juni 2021 

Das, was PF verschweigt, 1/3

scheint mir fast wichtiger als das, was er sagt. Er wird seine Gründe haben. Vielleicht ist es aber Aufgabe kath. Laien, trotzdem Roß und Reiter zu nennen. Beim Hl. Karl Lwanga und seinen Gefährten geht es um die Lehre der Kirche zur Homosexualität, die ein Stachel im Fleisch der politischen Korrektheit ist. Karl Lwanga und seine Gefährten erinnern daran, dass es heute nicht mehr mutig ist, sich zur Homosexualität zu bekennen, sondern umgekehrt: mutig ist, wer sich heute, wie damals Karl Lwanga und seine Gefährten, zur Sexualmoral der Kirche bekennt.


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 Zeitzeuge 3. Juni 2021 
 

Im Link eine Kurzvita des heiligen Karl Lwanga und seiner Gefährten!

www.praedica.de/Heilige-Feste/0603_Karl_Lwanga.htm


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