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Liturgie? Abholzen!

17. Juli 2021 in Kommentar, 44 Lesermeinungen
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Papst Franziskus wird mit seinem "Motu proprio" nichts erreichen. - Ein kath.net-Kommentar von Franz Norbert Otterbeck


Rom-Köln (kath.net)

Der Teufel steckt manchmal im Detail. Das "Motu proprio" zur Unterdrückung des älteren Gebrauchs der Römischen Messe samt Begleitschreiben erschien am 16. Juli zunächst nur auf Italienisch. Man weiß noch nicht genau, wer im Vatikan derzeit mit besonderer Heftigkeit das ehrwürdige Kirchenlatein befehdet, aber die Vermutung liegt nahe, dass der Ghostwriter oder Redakteur des liturgischen Gewaltakts die Sprache der Kirche kaum noch kennt und praktiziert. Diktion und Stil entsprechen so gar nicht dem, was man von Bergoglio kennt. Da hat jemand das Ohr des Papstes gefunden und wird jetzt Sektkorken knallen lassen. Der Täter ist aber fraglos der Papst selber, der sich im Text auch nicht hinter einem zweiten oder dritten Mann verstecken kann. Erreichen wird er mit dem Bombenangriff auf die ältere Liturgie nichts. Denn er ignoriert das zentrale Problem: die Auszehrung und das Entschwinden der Liturgie des "novus ordo" in mehreren Weltgegenden, speziell im deutschsprachigen Raum. Welchen Sinn hat die strikt einheitliche Feier der Sakramente der Kirche, wenn niemand mehr teilnimmt? Dann hat sich auch die 'participatio actuosa' erledigt, die "tätige Teilnahme" an der Liturgie, die sich Pius X. allerdings etwas anders vorstellte als die Ingenieure der Liturgiereform. Bugnini et al. haben mehr abgeholzt als neu gepflanzt.

Als 'Summorum Pontificum' 2007 erschien, tat ich mich schwer damit. Ich kannte nur die "neue Liturgie", wünschte mir aber immer schon ihre würdige, korrekte und fromme Feier, mit mehr Latein. Diesen Weg bietet der Heilige Vater jetzt sogar an. Ich könnte persönlich also zufrieden sein. Doch hat sich im Laufe der vergangenen 14 Jahre gezeigt, dass die fahrlässige, exzessiv kommunikative und nur noch ungefähr an liturgischen Vorschriften orientierte Praxis in Klerus und Volk die gottesdienstliche Dimension des kirchlichen Lebens ingesamt unterspült und wegschwemmt. Es kommt hinzu, dass die kirchlichen Beschäftigten hierzulande kaum noch in Kontakt treten mit der sakramentalen Realität der Kirche. Der Jubel im "Sektor" wird allerdings groß sein. Denn die Einheitspartei deutscher Christen wird eine Falschaussage der päpstlichen Gesetzgebung zum Dreh- und Angelpunkt der Angelegenheit machen: Die neue Liturgie sei der "einzige" Ausdruck der nachkonziliaren 'lex credendi'. Denn an diesem Punkt offenbart sich der ideologische Hintersinn des fruchtlosen Gewaltakts.


Die Freunde der "alten Messe" werden als Partisanen einer vorgestrigen, überlebten Gesinnung beleidigt, die überwunden und unterdrückt werden müsse. Es lässt sich überhaupt nicht in Abrede stellen, dass eine steigende Anzahl an Katholiken sich in jüngster Zeit mehr und mehr in die reiche theologische, geistliche und liturgische Tradition der Kirche flüchtet, da sie mit den immer dürftigeren und dümmeren Verlautbarungen aus Rom oder anderswoher kaum noch zurechtkommen können. Es lässt sich auch nicht in Abrede stellen, dass manche inzwischen mehr und mehr mit Verachtung über das moderne Papsttum reden, so wie es Lefebvre gegenüber Paul VI. vorgemacht hat. Das ist kein gangbarer Weg. Kurios mutet allerdings inzwischen an, dass immer noch Leute auf das jüngste Konzil eingeschworen werden sollen, für die es allenfalls ein Dutzend Sätze in den Konzilstexten gibt, mit denen sie hadern. Die andern, die nur dasselbe Dutzend Sätze zur Kenntnis genommen  hat, bleiben aber unbehelligt. Das Konzil lehrt beispielsweise, das die konkret verfasste katholische Kirche die wahre Kirche Christi ist. Es lehrt die Unfehlbarkeit des Lehramt der Kirche. Es lehrt die Siebenzahl der Sakramente, darunter auch die unauflösliche Einehe, offen für die Weitergabe des Lebens. Die 'lex credendi' des Konzils stimmt mit der Tradition der Kirche überein, also auch mit dem "Lehrgehalt" der römischen Liturgie, die bis zum Konzilsschluss in Geltung war.

Es war der revolutionäre Ansatz in der Interpretation des Konzils, der Erzbischof Lefebvre und einige andere nachkonziliar in die Opposition trieb. Die politischen Implikationen dieser Opposition sind nicht zu leugnen und erschweren bis heute die Integration der Piusbruderschaft in die Kirche. Doch davon zu unterscheiden ist das echte, berechtigte Anliegen des "dogmatischen" Traditionalismus. 'Extra Ecclesiam nulla salus': Modifiziert durch "Lumen gentium" (vgl. Nr. 14) ist auch heute und in Zukunft davon zu sprechen, dass die Kirche grundsätzlich heilsnotwendig ist. Auch die "neue Liturgie" dient diesem Zweck. Ihre Interpreten schweigen jedoch davon. Also sind die Kirchen leer. Die Verfolgung und Unterdrückung "altmodischer" Beter wird daran nichts ändern. In der neueren Gesetzgebung wird anscheinend die "Zeit der Geduld" gegenüber Widerständlern beendet und eine Offensive der Disziplinierung begonnen, vorgeblich im Namen des Konzils.

Man darf vermuten, dass in der römischen Kurie ein Selbstverständnis überlebt hat, trotz der "Ausländer" an der Spitze (Wojtyla, Ratzinger, Bergoglio), dass man von dort die Geschicke der Weltkirche einheitlich autoritär lenken will. Dem stehen vordergründige Bekenntnisse zur Subsidiarität oder Synodalität nicht entgegen, denn auch diese Parolen sollen möglichst weltweit nach derselben Melodie gebrüllt werden. Der vorkonziliare "partito romano" wurde gewissermaßen von einem nachkonziliaren abgelöst, für den anscheinend Figuren wie Kardinal Sodano und Kardinal Parolin stehen. Ihre erstaunliche Toleranz gegenüber bunten Seilschaften im Apparat entkräftet den Verdacht nicht. Warum aber nachkonziliare Despotie moralisch besser sein soll als vorkonziliare, nur einem anderen Programm verpflichtet, erschließt sich dem teilnehmenden Beobachter nicht. Wahrscheinlich ist "das Konzil" in vielen Weltgegenden sogar unfruchtbar geblieben, weil man gar nicht dem allgemeinen Ruf zur Heiligkeit folgen wollte, sondern weiterhin die Gewissen regieren, engherzig und kleinlich. Warum nur soll das von einem einzelnen Priester am Nebenaltar zelebrierte Messopfer ein Angriff auf die Einheit der Kirche sein? Das ist nur ein Beispiel von vielen. Man gibt sich gern der Illusion einer Kirche als frömmelnder, universaler Einheitspartei hin, die sie nie sein konnte oder sein wollte.

Es scheint eine heimliche Sehnsucht der Päpste nach dem Scheitern zu geben. Tatsächlich ist die gesamte Papstgeschichte durchzogen von unzähligen Niederlagen, unter dem Regime des gefallenen Äon. Dem unheimlichen Triumphalismus im Selbstverständnis steht diese erstaunlich magere Bilanz gegenüber. Papst Franziskus hat seine positiv formulierten Ziele kaum erreicht. Schreitet er jetzt mit letzter Kraft zu offener Demontage? Gerechtfertigt ist der im Jurisdiktionsprimat des Bischofs von Rom versteckte Heilsoptimismus allerdings stets dadurch, dass Christus selber, der Herr der Kirche, seine eigenen Ziele verwirklicht, nicht die seines Stellvertreters. Der spätere Blick zurück auf "Traditionis custodes" von heute könnte zu dem Urteil kommen, dass damit eine unglückliche Nachkonzilszeit endete und eine neue Vorkonzilszeit begann. Denn die Vorbereitung auf ein nächstes Pastoralkonzil, das die alte Tradition neu belebt, scheint jetzt zu beginnen. Es wird die Wächter der Tradition versammeln, nicht die Söldner des Modernismus.

 


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Lesermeinungen

 galil?a! 23. Juli 2021 
 

1 Korinther 14.10-12 Ginsterbusch

Es gibt wer weiß wie viele Sprachen in der Welt und nichts ist ohne Sprache. 11 Wenn ich nun den Sinn der Sprache nicht kenne, bin ich für den Sprecher ein Fremder, wie der Sprecher für mich. 12 So ist es auch mit euch. Da ihr nach Geistesgaben strebt, gebt euch Mühe, dass ihr damit vor allem zum Aufbau der Gemeinde beitragt

Latein versehe ich leider fast gar nicht daher bin ich sehr froh, dass die Hl. Messe in meiner Muttersprache gehalten wird damit ich ihr besser folgen kann und so durch Gottes Gnade mehr Erbauung finden kann.

1 Kor. 14.16-17

Wenn du nur im Geist den Lobpreis sprichst und ein Unkundiger anwesend ist, wie kann er zu deinem Dankgebet das Amen sprechen; er versteht ja nicht, was du sagst. 17 Dein Dankgebet mag noch so gut sein, aber der andere wird nicht auferbaut.


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 Deo Gratias! 22. Juli 2021 
 

Freut Euch im Herrn!

https://rumble.com/vk65kq-dear-holy-father-dear-bishops-a-plea-from-young-traditional-catholics.html


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 Chris2 19. Juli 2021 
 

Der Hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort

hat es vorausgesehen (@Herbstlicht @mampa -2-): "Drei Kennzeichen sind es, die er für jene Zeit benennt, wo dies eintreffen soll: Erstens den Greuel an heiliger Stätte, zweitens die vielfache Tötung von Kindern, drittens das Überhandnehmen der Sünde von Sodoma und Gomorrha in der ganzen Welt."
Aber er sprach auch "von einer Erneuerung der Kirche und 'des Angesichts der Erde' und von der Bekehrung ganzer Völker zu ihr (der Mutter des Herrn).

fsspx.de/de/news-events/news/gedanken-zum-fest-der-immaculata-12901


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 Chris2 18. Juli 2021 
 

Ein Papst, der einen Götzenkult mitten im Vatikan duldet

und ihm sogar noch lächelnd beiwohnt, der gleichzeitig aber den überlieferten Ritus der Kirche den meisten Priestern de facto wieder verbietet, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er noch auf katholischem Boden er steht.


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 Montfort 18. Juli 2021 

Ja, liebe @lakota, der traditionelle römische Ritus ist anscheinend der EINZIGE

Ritus unter den 12 bestehenden Riten in der katholischen Kirche (danke Msgr. Schlegl für die Aufzählung), der in seiner Eigenart zu einem bestimmten Zeitpunkt und von einer kleinen Gruppe (Bugnini et al.) nicht mehr gewürdigt, sondern "reformiert" und immer mehr verachtet und abgewürgt wurde!

Und das, obwohl das II. Vatikanum das nicht in dieser Weise "beauftragt" hatte, ja es auch nicht gekonnt hätte.

Einen zusammengebastelten "amazonischen Ritus" befürworten die selbsternannten Liturgie-Architekten, doch der über Jahrhunderte gewachsene (in ihrem Jargon "entwickelte" und zutiefst in der gesamten Tradition der Kirche verwurzelte römische Ritus (vor seiner Zerstörung durch eine Minderheit), ist ihnen zu "exotisch", zu "eigen"?!!!

Diese "Architekten" sprechen "zunftgemäß" mit gespaltener Zunge.

Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns!


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 SalvatoreMio 18. Juli 2021 
 

"Wohin soll ich mich wenden ...?"

@mampa: manches greift wie eine Seuche um sich: heute morgen: Gemeindereferentin macht Einleitung mit 2 Themen: Freie Zeit genießen; Not in Überschwemmungsgebiet (endlose Einleitung...) Sie hielt auch die "Predigt"; Inhalt noch länger, aber wieder das Gleiche: "freie Sommerzeit genießen, relaxen. Kurz dazwischen kam vor: Jesus gönnte den Jüngern auch Zeit zum Ausruhen; dann wieder die Not in den zerrütteten Überschwemmungsgebieten. - Und der Priester: zum "Agnus Dei" murmelte er irgendwelche Worte und zerkleinerte und zerkleinerte dabei konsekrierte Hostien. - Wo aber soll man sich beschweren? Der verantwortliche Pfarrer "läuft auf dieser Schiene" und lud auch ein zu Gay-Segnungen. Und unser Bischof ermuntert zu allem. - Wohin kann man sich also retten, um unbeschwert die hl. Messe mitzufeiern? Oder muss man sich ständig auf Frust gefasst machen und die hl. Messe als Kreuzweg betrachten?


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 Herbstlicht 18. Juli 2021 
 

@mampa -2-

Haben Sie keine Möglichkeit in eine Nachbarpfarrei zu gehen, wo (noch) keine Regenbogen-Flagge gehisst ist und es in der dortigen Kirche würdige Messfeiern gibt?

Ich fahre z.B. mit einer kleinen Gruppe von Frauen praktisch jeden Sonntag in die nahe Kreisstadt, um die Hl. Messe der FSSPX zu besuchen.
Es könnte genausogut auch die Petrusbruderschaft sein, aber die gibt es weit und breit nicht in unserer Gegend.
Es ist jedesmal ein Gewinn. Dort muss ich mich nicht ärgern, sondern darf mich freuen über die würdige Zelebration der Hl. Messe durch den jungen Priester.
Ausserdem sind in der Regel seine Predigten aussergewöhnlich und derart gut, dass ich jedesmal sehr berührt bin, so auch heute morgen wieder.
Er scheint diesbezüglich eine von Gott geschenkte Gabe, ein besonders Talent zu haben.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, liebe @mampa!
Vielleicht ergibt sich einmal eine neue Möglichkeit.
Gottes Segen für Sie!


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 Herbstlicht 18. Juli 2021 
 

@mampa -1-

Auch in einem der Orte unserer SE weht seit Wochen die Regenbogenfahne auf dem Kirchplatz und soll auch bis Ferienbeginn (Anf. August) dort bleiben und bei kirchlichen Festlichkeiten immer wieder einmal gehisst werden.
Unser Pfarrer äusserte schon oft viel Sympathie für Maria 2.0-Frauen, spricht sich für die Homo-Segnung aus, ist insgesamt sehr progressiv.
Die Kommunion wird von einer meist im knappen Mini-Rock gewandeten -dennoch aber tatsächlich gläubigen- Frau ausgeteilt.

Ich finde es gut, dass Sie gegangen sind, als die Pastoralassistentin begann zu predigen, obwohl 2 Priester anwesend waren.
Der liebe Gott schaut in Ihr (und unser aller) Herz und kennt Ihre Gründe für diesen Schritt und deshalb wird ER Ihnen dies verzeihen, dessen bin ich mir ziemlich sicher.
Vielleicht wird Er Ihnen sogar Ihren Mut hoch anrechnen.

"Immer mehr fühle ich mich in unserer Gemeinde nicht mehr zu Hause.
Aber wie soll man weitermachen. Ich bin so traurig."


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 mampa 18. Juli 2021 
 

Herbstlicht

Mit Ihren Gedanken fühle ich mit.
Auch mich treiben so viele Gedanken über unserer Kirche um.
Heute wollte ich in unseren Patrozinium -Gottesdienst im Freien gehen obwohl ich heute abend bei unserer Tochter auf Besuch bin und ich mit ihrer Familie in den GD in ihrer Gemeinde gehen will.
Als ich auf den Kirchplatz kam wurde ich mit der Regenbogenfahne überrascht die gehisst war.
Als dann noch eine Pastoralassistentin die Predigt hielt obwohl 2 Priester zelebriert hatten, war für mich das Fass voll und ich ging weg, da ich sowieso abends vorhatte einen Gottesdienst zu besuchen.
Ich hoffe der liebe Gott verzeiht mir das.
Immer mehr fühle ich mich in unserer Gemeinde nicht mehr zu Hause.
Aber wie soll man weitermachen.
Ich bin so traurig.


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 ThomasR 18. Juli 2021 
 

prophetische Bilder

s.link

www.kath.net/news/70382


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 Herbstlicht 18. Juli 2021 
 

Warum diese Entscheidung nach erfolgter OP?

Franziskus hat eine OP hinter sich.
Wenn man im Krankenhaus liegt und auf ein gutes OP-Ergebnis oder auch auf Heilung hofft - das macht etwas im Innersten.
Vor allem: Man wird dankbar, wenn alles gut verlaufen ist und diese Dankbarkeit lässt einen vieles anders sehen und evtl. auch anders handeln als vor der Krankheit.
Und deshalb verstehe ich nicht die negative Entscheidung gegenüber dem traditionellen Ritus.
Sind Franziskus die Belange und seelischen Bedürfnisse konservativer Katholiken so gleichgültig?
Und sind ihm auch die Belange der Priester gleichgültig, die die Hl. Messe im alten Ritus feiern wollen?
Ist er so wenig einfühlsam?
Hat er denn nichts gelernt während seines Aufenthalts in der Gemelli-Klinik?
Diese Fragen tauchten heute nacht in mir auf, während ich schlaflos im Bett lag.


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 lakota 18. Juli 2021 
 

@Montfort

Werter Montfort, Sie berühren da einen wichtigen Punkt.

"...wird das Interesse und Verständnis für diese Tradition stärken..."

Es wird vielleicht auch einige geben, die sich bisher nicht für den Alten Ritus interessiert haben, jetzt aber wissen wollen, was es damit auf sich hat.

Sie wissen ja, Verbotenes hat seinen eigenen Reiz.


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 Glaube13 18. Juli 2021 
 

Kanalisieren

Es gab meiner Meinung nach bisher kein Problem damit, dass beide Messen nebeneinander existiert haben. In meiner Kindheit war die Messe nach dem römischen Rythus der "Normalfall". Unverständlich, dass er so "kanalisiert" werden soll. Kanalisieren heißt immer umsteuern, in eine bestimmte Richtung lenken. Bei den Überschwemmungen sehen wir immer wieder, - kanalisieren bringt nichts gutes. Warum das wohl so ist? Meine Entscheidung für heute,- Gottesdienst im römischen Rythus besuchen. Heutzutage nennt man das auch mit den Füßen abstimmen. Einen gesegneten Sonntag.


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 Wynfried 18. Juli 2021 

Der traditionelle römische Ritus war nie verboten!

Das hat Benedikt XVI. in seinem Begleitschreiben zu Summorum Pontificum ausdrücklich festgestellt. Das heißt, selbst eine Aufhebung von Summorum Pontificum wird an diesem Faktum nichts ändern:

„Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein. Es tut uns allen gut, die Reichtümer zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort zu geben.“

Benedikt XVI.: Begleitschreiben zu Summorum Pontificum


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 Montfort 18. Juli 2021 

Der ideologische Versuch, Formen der Liturgie zu verbieten,

die vor der nachkonziliaren "Liturgiereform" (dieebenso ideologisch war) lebendige Tradition der Kirche waren (hl. Messe und Sakramente), wird das Interesse und Verständnis für diese Tradition stärken. Das Unverständnis für ein derartiges "Quasi-Verbot" der Tradition wird die Zweifel an der Rechtmäßigkeit und Angemessenheit der damaligen "Liturgiereform" (Bugnini et al.) verstärken und die Neubesinnung auf die gewachsene Tradition der römischen Liturgie beschleunigen.

Jetzt ist die Stunde, das Zeugnis jener Katholiken zu hören, denen nicht das Konzil, sondern die nachkonziliaren "Reformen" gewaltsam ihre Beheimatung in der römischen Tradition der Kirche entrissen und zerstört haben.

Das Problem der "Reformer" ist doch: Selbst im Glauben und in der Liturgie heimatlos geworden, glauben sie, auch die Heimat derer zerstören zu müssen, die noch oder neu in der Tradition der Kirche verwurzelt und zuhause sind.

Die selbsternannten "Wärter der Tradition" werden so zu ihren Förderern werden.


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 ThomasR 17. Juli 2021 
 

keine Beschränkungen bei den Zelebrationen im alten

dominikanischen Ritus im neuen Motu Proptrio von Papa Francesco
wenigstens das

www.youtube.com/watch?v=j2az-q4ky_Y


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 hape 17. Juli 2021 

@Silvius

Genau das frage ich mich auch: was macht die Tradition so gefährlich, das so ein Aufstand gemacht wird? Es muss doch die Maus vor der Katze geschützt werden und nicht umgekehrt, oder?


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 Vergilius 17. Juli 2021 
 

@foramentor

Ich habe schon Entscheidungen im kirchlichen Bereich entstehen sehen, wo es geheißen hat: Da wirkt der Hl. Geist. Mit salbungsvollen Worten und frommen Minen wurde der Hl. Geist herbeigerufen. In Wirklichkeit war alles vorher schon im exklusiven Gremium ausgemauschelt worden. PS: Ein Papst wird nicht geweiht.


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 ThomasR 17. Juli 2021 
 

Jeder darf sich irren, auch Papst Franziskus

durch die Rücknahme dieses Dokumentes könnte die Unfehlbarkeit des Papstes nochmals bestätigt werden.

Z.B. selbst in der Erstfassung so bedeutenden Dokumentes wie Dominus Jesus vom Jahr 2000, die zurückgenommen wurde, gab es einen eklakanten dogmatischen Fehler: in dem dort zitierten Glaubensbekenntnis fehlte filioque Eine klare Entscheidung von Papst Franziskus und Rücknahme vom neuesten Motu Proptrio dringendst gefragt, dann in einem Monat wird die Sache sogar wie vergessen.
Papst Franziskus geht inzwischen ein hohes Risiko ein, daß er nicht als Papst der Barmherzigkeit und christozentrischen Zuwendung dern Armen und Bedürftigen in die Geschichte der Kirche eingeht, sondern als Papst der Spaltung der Kirche. Dies kann z.B. dazu führen daß seiner Nachfolger den Leichnam von Papst Franziskus z.B. nach Argentinien überführen läßt.


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 Johannpeter 17. Juli 2021 
 

Ich kann die jetzigen Einschränkungen der lateinischen Messe nicht verstehen!

Es sollte so sein wie bisher, Beide Messformen sollten gültig sein. Ich wüsste gerne, wer und warum man unseren Papst, meines Erachtens, zu seiner falschen Entscheidung beraten und gedrängt hat.Sich für eine Richtung der gläubigen Katholiken zu entscheiden, festigt überhaupt nicht die notwendige Einheit.Ich habe mich an die neuere Form gewöhnt, doch ein Verbot der alten Messe halte ich nicht für zielführend. Papst Franziskus macht es uns nicht immer einfach, ihn zu verstehen.


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 golden 17. Juli 2021 
 

Ich finde gut und richtig, sich zum Echten zu wenden

also, den Weltkatechismus, die Einheitsübersetzung und das Gotteslob in der Hand zusingen, beten und lesen sowie dann zu vergleichen, wo Gottes Stimme und christliche Lehre authentisch vorgelegt wird und wo nicht.
Da kann ein Lehrender ein noch so hohes Amt haben,folgen müssen wir Gott, ihm mehr als Menschen gehorchen,wenn sie falsch lehren; Betroffenheits-Statements über irgendwelche Missstände sind für mich noch keine christliche Lehre.Wenn mal ein halber Satz katholisch ist, inmitten vieler emotonaler Worte,dann konzentriere ich mich auf gute Lehrende, auch unter den Päpsten, angefangen mit den beiden Petrusbriefen in der Hl. Schrift.


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 Alain 17. Juli 2021 
 

Irrelevant

Die Verdampfung des Glaubens und der Zusammenbruch der Kirche ist so weit fortgeschritten, dass dieses MOTU- was auch immer, völlig irrelevant ist. Warum sollten wir uns daran halten, wenn alle möglichen Häresien erlaubt, und sogar gefördert werden? Es ist ein Witz. Ich stimme mit dem Kommentar überein: Die Nachkonzilszeit ist damit vorbei, nun geht es um den Wiederaufbau. Wir können dabei nicht auf die offizielle Kirche bauen.


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 Silvius 17. Juli 2021 
 

Was ich nicht verstehe,

die Anhänger der tridentinischen Messe sind nach meinem Wissen ja gemessen an 1,3 Milliarden Katholiken weltweit sehr selten. Viele sind das jedenfalls nicht. Was macht eine Gruppierung, die man ja noch mal als Minderheit bezeichnen kann, so gefährlich, daß dafür ein eigenes Dokument in dieser Härte vom Papst persönlich verabschiedet werden muss. Hat der Papst keine anderen Probleme?


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 foramentor 17. Juli 2021 
 

Freund oder Feind?

Seit längerem meine ich, in diesem Forum eine Franziskus-Gegner- oder sogar -Feindschaft zu spüren.

Franziskus ist unser Papst! Er ist im Konklave nach gültiger römisch-katholischer Regelung und Zeremoniale gewählt und geweiht worden. Man mag mir vielleicht Naivität vorwerfen, aber ich bin der Überzeugung, dass Gott mitgewirkt hat sowie dass Papst Franziskus' Gedanken, Einschätzungen und Entscheidungen vom Heiligen Geist gelenkt werden. Weiter glaube ich, dass Papst Franziskus dieses motu proprio weder leichtfertig aus einer Laune heraus noch in Verblendung gegeben hat. Hin und wieder muss ein Oberhaupt poltern und brüskieren können, damit ein Problem überhaupt in seiner vollen Brisanz wahrgenommen wird.

Ich habe grossen Respekt vor den mutigen Entscheidungen und Beurteilungen des Heiligen Stuhls, welcher sich nicht um weltliche Opportunitäten oder um eine falsche Imagepflege kümmert und sich zudem nicht scheut, zu scheitern. - Ist das nicht ganz nach dem Vorbild Jesu Christi?


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 si enim fallor, sum 17. Juli 2021 
 

@Uwe Lay - Unbegründeter Optimismus

Der Papst weiß, dass Traditionalisten oft die treuesten Katholiken sind.
Vielleicht hat er deshalb diese Entscheidung getroffen, weil er weiß, dass nur wenige, wenn überhaupt, austreten werden, und weil er denkt, dass dies ihm helfen könnte, radikale Tendenzen auf der anderen Seite zu mäßigen, wenn er einige der Traditionalisten auf seine Seite bringen kann oder, wenn nicht, sie dazu bringen kann, sich auf die Ablehnung des postmodernen und weltlichen Radikalismus innerhalb der Kirche zu konzentrieren.


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 lesa 17. Juli 2021 

Das Wort Gottes kehrt nicht leer zu mir zurück (Jes 55)

Klasse Artikel, danke!
Der Papst ist bei dieser Entscheidung vermutlich "Beratern" auf den Leim gegangen , die der Zuwachs bei den Traditionalisten wurmt und diesen Einfluss eliminieren wollen und so lange gesägt haben, bis der Ast ab ist.
Der Hl. Geist wird die Kirche aber aus der Verflachung, Verarmung und Substanzlosigkeit herausführen, in die sie geraten ist. Das braucht vor allem auch unsere Gebete und unsere Opfer. "Das Wort Gottes ist nicht gefesselt." (Hl. Paulus)Und es bewirkt, wozu Gott es aussendet. (vgl Jes 55)


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 Antonius Bacci 17. Juli 2021 
 

Kant1

Ich gebe Ihnen recht, dass man jede Liturgie würdig oder unwürdig feiern kann. Sie weisen auf Formen charismatischer Frömmigkeit hin. Ein gutes Beispiel. Die dort praktizierten Formen sind nun wirklich nichts für jeden, ich persönlich würde daran niemals teilnehmen, u. a. weil ich die Musik dort im liturgischen Kontext abscheulich finde. Dennoch würde ich nicht dafür plädieren, dies einzuschränken, da es in der Tat junge Menschen zum Glauben führen kann. Und genau das gilt für die Bewegung der älteren röm. Liturgie. Auch sie zieht verschiedenste Menschen an, auch sie ist ein Instrument der Neuevangelisierung. Dies wird aber komplett ignoriert, leider auch vom Papst selbst, der mich an einen in der Konzilszeit sozialisierten Kleriker erinnert, der noch im hohen Alter gegen Feindbilder von damals ankämpft. Das kann er machen, es wird aber nichts mehr ändern. Die "New liturgical Movement"-Bewegung wird nicht mehr ausgelöscht werden können, dafür ist sie zu stark.


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 hape 17. Juli 2021 

@Kant1: Blase verlassen?

Hätten Sie das auch von sich selbst verlangt, wenn BXVI. 2007 dem Novus Ordo das Leben derart schwer gemacht hätte, wie es heute Papst Franziskus mit dem Vetus Ordo tut?


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 Sagittarius 17. Juli 2021 
 

An den Früchten werdet ihr sie erkennen!

Ich bin persönlich dem neuen Ritus zugetan, insofern er würdig und ordnungsgemäß gefeiert wird, aber man kann nicht leugnen, dass die Anhänger des überlieferten Ritus prozentual viel mehr Nachwuchs in ihren Seminaren haben. Ich finde, das gibt doch sehr zu bedenken!!!


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 Richelius 17. Juli 2021 
 

@ St00: Nein, Vorschriften, die von einem Nachfolger erlassen werden, sind davon nicht betroffen.
@ Diadochus: Ich habe mich auch gewundert, wieso das Schreiben noch zu Lebzeiten Benedikts veröffentlicht worden ist. Bis ich die Begründung las. Da wird von einer Ablehnung des 2. Vat. gesprochen und einem Ignorieren der Anordnung des MP Benedikts. Franziskus kümmert sich um liturgische Belange kaum und daß er den Gläubigen im Jahr der Barmherzigkeit praktisch erlaubt hat auch zu den Piussen zu gehen, zeigt, daß ihm die Ablehnung des 2. Vaticanums persönlich offensichtlich nicht so wichtig ist. Bei Benedikt sieht es aber ganz anders aus. Die liturgischen Vorschriften sind ihm wichtig und eine Ablehnung des 2. Vat. läßt er sicher nicht durchgehen. Das hat er als Präfekt der Glaubenskongregation deutlich gezeigt (und auch als Papst; die Piusse sind immer noch im Schisma). Das Einschreiten des Papstes könnte durchaus Benedikts Zustimmung haben; wenn auch nicht die Holzhammermethode.


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 Kant1 17. Juli 2021 
 

... die Blase verlassen und mehr bewirken!

Die Kirche hat und hatte viele Liturgieformen und -reformen, die „tridentinische“ ist eine von vielen. Und jede Form kann man würdig oder unwürdig feiern. Das gilt auch für die „neue“ Messe.

Und daß die „neue“ Messe – würdig gefeiert – dem Glauben dient und ihn stärkt, ist mehr als offensichtlich. Denken wir an die vielen Sonntagsgottesdienste in den Pfarreien auf der ganzen Welt, an die Weltjugendtagen, auf denen Millionen von Jugendlichen die „neue“ Messe feiern, an die vielen neuen geistlichen Bewegungen, die sich von der „neuen“ Messe nähren, an die Mehr-Konferenzen in Augsburg, wo zigtausende Jugendliche nach lebendigem Lobpreis und befeuernder Lehre Jesus Christus in der Feier der „neuen“ Messe begegnen können usw., usw., usw.

Wenn die Priester und Laien, die sich für die „alte“ Messe begeistern, mit gleicher Leidenschaft um eine fruchtbare Evangelisierung bemühen und dann würdig und korrekt die „neue“ Messe feiern würden, würden sie gleich viel, wenn nicht sogar mehr bewirken.


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 St00 17. Juli 2021 
 

Vielleicht kann jemand weiterhelfen

Summorum Pontificum endet ja mit dem Satz "Alles aber, was von Uns durch dieses als Motu Proprio erlassene Apostolische Schreiben beschlossen wurde, ist – so bestimmen Wir – gültig und rechtskräftig und vom 14. September dieses Jahres, dem Fest der Kreuzerhöhung, an zu befolgen, ungeachtet jeder anderen gegenteiligen Anordnung." Ist hier jemand kirchenrechtlich so bewandert, um sagen zu können, ob unter gegenteiligen Anordnungen auch jene zählen, die aus damaliger Sicht zukünftig von einem neuen Papst getroffen würden? Also könnten sich Priester und Gläubige auf diesen Satz in Summorum Pontificum berufen?


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 FNO 17. Juli 2021 

@Uwe Lay

Gemeint ist, im Kontext ersichtlich, nichts Gutes zu erreichen. Die "edlen Motive" der Gesetzgebung sind nicht glaubhaft. Manche argwöhnen durchaus, der Papst wolle das Schisma, d.h. die "Tradi" zu einer tridentinischen Freikirche machen. Das wäre kein Ziel, das ein Papst je gutheißen konnte.


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 Uwe Lay 17. Juli 2021 
 

Unbegründeter Optimismus

Papst Franziskus wird mit seinem faktischen Verbot der "tridentinischen Messe" viel erreichen:
Die Bischöfe sollen und können nun die "Alte Messe" in ihren Bistümern verbieten und so zelebrierende Priester mit Sanktionen versehen.
Zudem hofft der Papst, daß so der "rechte Rand" der Kirche, die "Traditionalisten", die "Fundamentalisten" und wie sie der Papst sonst zu verunglimpfen weiß, Seine Kirche verläßt.Denn die Parole heißt: liebe leere Kirchen als volle mit Traditionalisten.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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 mphc 17. Juli 2021 

Wenn die Bischöfe die außerordentliche Form verbieten,

kann man immerhin dem Beispiel des Stiftes Heiligenkreuz im Wienerwald folgen, das mit 100 Mönchen wohl das größte Kloster im deutschen Sprachraum ist.
Die Liturgie und das Stundengebet werden in der neuen Form nach der Liturgiereform - aber auf Latein - gefeiert.
Ich denke, der Erfolg gibt Heiligenkreuz recht.
Übrigens, an der angeschlossenen phil.-theol.Hochschule Benedikt XVI. am selben Ort studieren die 40 Alumnen des größten Priesterseminars des deutschsprachigen Raumes, des Leopoldinums


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 antonius25 17. Juli 2021 
 

Es geht Franziskus um die Theologie, nicht die Liturgie

Es gibt viele Riten in der Kirche, da ist der tridentinische Ritus kein Problem.

Wer aber mit dem Umbau der Theologie ein Problem hat, sammelt sich in den tridentinischen Messorten. Wäre der Papst an Einheit interessiert, würde er aber nicht die tridentinischen Messen einschränken, sondern Häretiker wie James Martin oder die Exponenten des synodalen Weges rauswerfen. Ich werde jedenfalls nicht zurück zu meiner LGBT-beflaggten Ortspfarrei.


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 Richelius 17. Juli 2021 
 

@ Stefan Fleischer

Ich stimme Ihnen auch zu.
Franziskus benennt Mißstände, die es tatsächlich gibt. Er nutzt leider wie immer das Breitschwert, wo man besser ein Skalpell verwenden sollte. Jetzt hängt vieles von den Bischöfen ab. Bis auf Deutschland mache ich mir diesbezüglich wenig Sorgen.


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 Manfred Lang 17. Juli 2021 
 

@Stefan Fleischer:

Lieber Herr Fleischer, ich stimme Ihnen in Analyse, Argumentation und Schlussfolgerung in vollem Umfang zu. Ich sehe es ganz genauso.


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 Cosmas 17. Juli 2021 
 

Ich kann längst keinen Streit mehr erkennen (@Stefan Fleischer)

Die Spannungslinie verläuft doch nicht zwischen Gläubigen, sondern zwischen einer halbkonservativen, in Floskeln der Nachkonzilszeit erstarrten Obrigkeit und den vielen, zunehmend jungen Gläubigen, die den Ritus aller Zeiten als Schatz im Acker entdeckt haben. Interessanterweise waren auch vor Summorum ponitif. diese Halbkonservativen viel restriktiver , als progressivere Bischöfe. Es gibt viele Pfarrkirchen, wo einfach eine der Sonntagsmessen im alten Ritus ist/hoffentlich nicht war/ , ohne dass dies zu irgendwelchen Problemen in der Pfarrgemeinde geführt hätte. Das ist doch längst vorbei. Genauso, wie wenn eine der Messen halt im byzant. Ritus ist, wenn es unierte Gläubige dort gibt, die nicht in ihre Zentralpfarre kommen können. Riten können sich nicht versöhnen, höchstens mischen, was aber nie gut ist. Dieser autoritäre Gewaltakt enthüllt den wahren Charakter von Bergoglio und der unter ihm Mächtigen. Auch eine "Reform" der alten Messe hat sich nun erledigt. Deo gratias!


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 Ginsterbusch 17. Juli 2021 

Der Teufel hasst Latein

Wir sind im geistigen Kamp! Manchmal denke ich, wir nähern uns dem Endspiel. Ich spiele im Team Gottesmutter und werde mein Rosenkranzgebet verdoppeln. Auf Latein.
Habt Mut! Satan HAT schon längst verloren. Maria ist die Siegerin in allen Schlachten Gottes!


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 Chris2 17. Juli 2021 
 

"Befruchtung" als Einbahnstraße

Kennt jemand überhaupt irgendein Beispiel, wo der überlieferte Ritus den "Novus Ordo Missae" positiv beeinflusst hat? Doch zumindest in D höchstens dort, wo sich ein Priester von sich aus für den Ritus unzähliger Generationen seiner Vorgänger interessiert hat....


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 Cosmas 17. Juli 2021 
 

Danke für diesen großartigen Artikel

Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade! Nach dem Coronaverhalten der "Konzilskirche" ist das der nächste Tiefschlag zur Selbstzerstörung. Bald haben wir es überstanden. Die modernistische Kirche zerbröselt vor unseren Augen.


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 Stefan Fleischer 17. Juli 2021 

Wie weiter?

Das Apostolischen Schreiben "Summorum Pontificum" von Benedikt XVI. war der eindringliche Appell an alle Beteiligten zur Versöhnung der beiden Formen, damit die Notwendigkeit einer seriösen Neuevangelisation nicht weiterhin durch diesen Streit behindert werde. Aber weder Rom noch die Bischöfe noch die Orden und Gemeinschaften zeigten sich daran interessiert. Dass nun Papst Franziskus versucht, die Notbremse zu ziehen, ist sehr verständlich, dass er dabei nicht gerade eine glückliche Hand hatte, zeigen die Reaktionen.
Noch sind die Folgen dieser neuen Entwicklung nicht abzusehen. Noch stehen uns schwere und schmerzhafte Zeiten bevor. Aber der Wille zur Versöhnung muss nun von allen dringend gefordert, und von jedem Einzelnen von uns gepflegt werden, und zwar nicht nur verbal, sondern in Tat und Wahrheit, damit es nicht weiterhin von uns heisst: «Seht, wie sie miteinander streiten!»


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 Chris2 17. Juli 2021 
 

Touché

Zentral sind diese Sätze: "Ihre erstaunliche Toleranz gegenüber bunten Seilschaften im Apparat entkräftet den Verdacht nicht. Warum aber nachkonziliare Despotie moralisch besser sein soll als vorkonziliare, nur einem anderen Programm verpflichtet, erschließt sich ... nicht.".
Ja, warum sollte sie besser sein, können sich ihre "Feinde" doch auf das Zeugnis Christi und seiner Apostel, die 2000-jährigen Lehren seiner Apostel und eine praktisch ebensolange, erbetete, Liturgiegeschichte stützen. Und sie? Auf den ominösen "Geist des Konzils" und auf eine Liturgie vom Reißbrett, die die Kirchen gelehrt hat und zum Dekonstruieren und zur Selbstdarstellung einlädt.
Und: Wer den kirchlichen Missbrauchsskandal mit weltweit etwa 80% Buben als Opfer aufarbeiten will, indem er Regenbogenfahnen an das Haus des Herrn hängt, belegt damit nur den allgemeinen Verlust des letzten Restes an gesundem Menschenverstand und elementarer Logik. Vielleicht kann er sogar nicht ewinmal mehr 1 und 1 zusammenzählen..


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