Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  10. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  11. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Die erste Frucht des Dokuments war Chaos!

20. Juli 2021 in Chronik, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heftige Reaktionen auf Traditionis Custodes - Die ersten Auswirkungen der Zuständigkeits-Konzentration bei den Bischöfen werden sichtbar. Schönborn-Anordnung: Wiener Pfarre St. Rochus darf "Alte Messe" nicht mehr in Kirche feiern


Rom (kath.net/LifeSiteNews/mk) Weltweit kam es in den letzten Tagen unter den Katholiken, die die alte Form der Messe lieben, zu zum Teil sehr emotionalen Reaktionen auf das vergangenen Freitag veröffentlichte päpstliche Schreiben „Traditionis Custodes“, die von Wut, Enttäuschung und Trauer bis zur Verzweiflung reichen.

Michael Matt vom Remnant Newspaper verwies darauf, dass die lateinische Messe Katholiken aus jedem Land der Welt über 1000 Jahre lang vereint habe, wie keine Regierung das jemals konnte. Und es sei in den letzten Jahren wieder in diese Richtung gegangen. Er sei zuversichtlich, dass das Endziel des Dokumentes, die „Bekehrung“ der „Traditionalisten“ zur „neuen“ und nun einzigen Form der Messe durch solche Mittel nicht erreichbar sei. „Gott steht hinter allem, und das würde nicht passieren, wenn er es nicht zuließe“, beruhigte der Journalist. Dies alles sei schon passiert und als Prüfung anzusehen.


Dr. Joseph Shaw, Präsident der Latin Mass Society von England und Wales, kritisierte, dass der Papst alle Priester und Laien, die die traditionelle Messe zelebrieren bzw. besuchen, für die angeblichen Sünden weniger bestrafen würde: Derjenigen, die „das Zweite Vatikanum ablehnen“, was immer das genau bedeute. Der praktische Effekt des Schreibens werde die Verstärkung der Außenseiterrolle und damit Radikalisierung der Katholiken sein, die dem alten Messritus verbunden sind. Als ein Beispiel dieser „Verstoßung“ führt er das Verbot der alten Messe für Pfarrkirchen an, das im Übrigen praktisch nicht umsetzbar scheine.

Der Liturgieexperte Dr. Peter Kwasniewski ortet eine in der Kirchengeschichte noch nie dagewesene 180-Grad-Wendung eines Papstes gegenüber seinem Vorgänger: „Das neue Motu proprio ist das genaue Gegenteil von Summorum Pontificum, ebenso wie sein Begleitschreiben verglichen mit jenem Papst Benedikts.“ Und der amerikanische katholische YouTuber und Autor Taylor Marshall sieht in dieser Anordnung „das Radikalste, was Papst Franziskus in seinem achtjährigen Pontifikat bisher gemacht hat“.

Der amerikanische Priester und Blogger John Zuhlsdorf weist darauf hin, dass durch sein sofortiges Inkrafttreten die erste Frucht des Dokuments Chaos war: „Menschen schreiben mir, was sie am Sonntag machen sollen. Priester fragen mich, ob sie die Messe nach dem alten Messbuch noch gültig feiern. Sogar eingefleischte Kritiker von Papst Benedikts großzügiger Erlaubnis sollten von der Brutalität dieses Schreibens entsetzt sein.“

Der Titel des Motu proprio, „Traditionis Custodes“, Hüter der Tradition, bezieht sich nach dem Begleitschreiben des Papstes ausdrücklich auf die Bischöfe. Diese sollen nun Drehscheibe für jegliche Erlaubnisse und Regelungen im Zusammenhang mit der alten Messe sein. Auswirkungen dieser neuen Zuständigkeit wurden schon sichtbar:

Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco hat den Gläubigen bereits versprochen, dass sie in seiner Diözese weiterhin die alte Messe besuchen können würden, „entsprechend ihren gerechtfertigten Bedürfnissen und Wünschen“. Die Messe sei in jeder Form ein Wunder: „Christus ist unter den Gestalten von Brot und Wein wirklich unter uns gegenwärtig.“

Die Wiener Pfarre St. Rochus hat die sonntags um 12 Uhr nach der alten Form gefeierte Messe aus der (Pfarr-)Kirche in eine im Vergleich dazu winzige Kapelle im ersten Stock verlegt - nach Rücksprache mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn. In der Rochuskirche hatte sich in den letzten zehn Jahren seit der Einführung einer wöchentlichen Messfeier im alten Ritus (zunächst samstags, dann auch sonntags) eine größere Gemeinschaft von Anhängern dieser Form gebildet.
 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  14. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  15. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz