Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  8. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

"Ein Weg mit vielen Früchten"

28. August 2021 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zwei Wochen unterwegs nach Tschenstochau - Die Jugendkolumne von Viktoria Samp


Linz (kath.net)

Nach zwei wunderbaren Pilgerwochen bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt und werde von allen Seiten gefragt, wie es war. „Schön“, „toll“ –  ich versuche es so gut und wahrheitsgetreu wie möglich zu beschreiben, aber mir scheint, dass all das viel zu wenig gesagt ist. Es war eine ganz besondere Erfahrung. Zwar habe ich bereits in den vergangenen Jahren die Möglichkeit gehabt, an kleineren Fußwallfahrten teilzunehmen, von der die längste drei Tage dauerte, aber die Erfahrung einer zweiwöchigen Wallfahrt ist noch mal etwas ganz anderes. Unser Ziel war Tschenstochau, aber wie ein schönes Sprichwort sagt, ist in solch einer Wallfahrt vor allem „der Weg das Ziel“.


Ich durfte in dieser Zeit viele kleine Wunder erleben und aufs Neue erfahren, dass die gute alte Weisheit, dass man immer mehr erhält, als man selber gibt, ihre Existenzberechtigung hat. Die Gastfreundlichkeit der Menschen unterwegs war einfach unglaublich, aber auch die gegenseitige Hilfe, die man von den Weggefährten erfahren hat. Zwei Wochen, in denen man sich keine Sorgen darum machen musste, etwas zu essen, zu trinken und einen Schlafplatz zu haben, da alle paar Kilometer jemand mit offenen Armen und leckeren Speisen und oft auch mit Tränen in den Augen auf die Pilger gewartet hat. Der Großteil der Menschen, denen wir unterwegs begegnet sind – Autofahrer, Anwohner, Spaziergänger – haben uns winkend und hupend begrüßt oder um Gebet gebeten. Singend, betend, strahlend, lachend, aber manchmal auch schweigend gingen wir durch die Straßen und den größten Gänsehaut-Moment hatte ich, als unsere Weggefährten, die geh- und sehbehindert waren oder durch einen Autounfall einen Arm verloren haben, lauthals und freudestrahlend gesungen haben „Lobet Gott, denn Er ist gut!“. Wie viel können wir alle von diesen Menschen lernen! Wie wunderbar ist es auch, dass man jeden Schmerz und jeden Tag in wichtigen eigenen und anderer Anliegen opfern konnte!

Auch eine besondere Erfahrung sind die Reaktionen meiner Mitmenschen auf meine Urlaubspläne und -berichte. Menschen, die nichts oder wenig mit der Kirche zu tun haben, fragen auf einmal danach, was mich dazu bewegt, so eine Herausforderung auf mich zu nehmen. Einige Diskussionen über die Kirche sind auch aufgekommen, teilweise auch große Kritik. Was auch immer die Früchte daraus sein werden – zumindest hat das Thema diese Menschen zu Reflexionen bewegt. Und dann gibt es solche, die auf einmal auch Interesse an solch einem Urlaub zeigen, obwohl sie Gott und der Kirche eher fern sind.

Welche Früchte diese zwei wunderbaren Wochen für meine Mitmenschen und mich haben werden, das weiß nur Gott. Für mich aber ist klar, dass – wenn nichts im Wege steht – diese Wallfahrt nicht meine letzte war!

 

Foto: (c) JASNA GORA


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  3. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  4. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  5. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  6. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  7. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  8. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"
  9. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  10. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus
  11. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles
  12. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  13. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  14. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz