Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

Schottland: Katholische Politiker gegen neue Abtreibungsregel

4. September 2021 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Regierung trete mit dauerhafter Einführung der "Abtreibung zu Hause" die Demokratie mit Füßen - Regelung war zunächst nur übergangsweise aufgrund der Pandemie


Glasgow (kath.net/KAP) Heftige Vorbehalte gegen die neuen Abtreibungsgesetze in Schottland haben katholische Politiker geäußert. Mit der dauerhaften Einführung der Möglichkeit, medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche zu Hause durchzuführen, "tritt die Regierung die Demokratie mit Füßen", kritisierte der Leiter des schottischen katholischen Parlamentsbüros, Anthony Horan, laut einem Bericht des Portals Vatican News (Donnerstag).

Aufgrund der Corona-Pandemie war 2020 im Vereinigte Königreich, einschließlich Schottland, vorübergehend der Zugang zu medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen gelockert worden. Bestimmt wurde, dass Frauen ihre Abtreibungsmedikamente zu Hause einnehmen können, ohne ins Krankenhaus gehen zu müssen, um so das Risiko einer Covid-Infektion zu reduzieren. Abtreibungen waren somit bis zur zehnten Schwangerschaftswoche zu Hause möglich, nachdem ein Arzt telefonisch konsultiert und die dazu erforderlichen Medikamente per Post nach Hause geschickt worden waren.


Im Juni leitete das nationale Ministerium für Gesundheit und Soziales eine Konsultation zu der Frage ein, ob diese Art von Diensten nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft eingerichtet werden sollte. Die Ergebnisse der Umfrage wurden im August veröffentlicht, dabei habe die schottische Regierung aber laut Horan "absichtlich versucht, sie herunterzuspielen". Nur 17 Prozent der Befragten hätten dabei eine permanente Zulassung der Abtreibung zu Hause befürwortet, 61 Prozent jedoch ihre Abschaffung gefordert. 74 Prozent hätten sie für schlecht für die Sicherheit der Frauen befunden.

Die Kritik an der ursprünglich nur übergangsweise eingeführten Regelung kam auch von Ärzteseite: Über 600 Mediziner hatten sich in einem offenen Brief an die schottische, walisische und britische Regierung gewandt und ein Ende dieser Praxis gefordert. Als Grund wurde angegeben, dass "viele Abtreibungen über die Zehn-Wochen-Grenze hinaus stattfinden und Frauen möglicherweise gegen ihren Willen zu Abtreibungen gezwungen werden". Darüber hinaus seien selbst durchgeführte Abtreibungen oft mit Schmerzen und Blutungen verbunden.

Derartige Bedenken habe die schottische Regierung in den Wind geschlagen und versucht, sie herunterzuspielen, so der Direktor des schottischen katholischen Parlamentsbüros: "Ihre Antworten wurden als ,von Pro-Life- oder Glaubensgruppen organisiert' bezeichnet und damit deren Bedeutung effektiv abgewertet". Abtreibungsbefürworter seien hingegen nicht in dieser Form behandelt worden.

Klare Ablehnung der Initiative des schottischen Gesundheitsministers hatten bereits im April 2020 auch die katholischen Bischöfe signalisiert. Deren Vorsitzender, Bischof Hugh Gilbert, äußerte in einem Brief eine Reihe von Bedenken und hinterfragte auch, ob die Frauen in Konfliktschwangerschaften auch "Informationen über alle verfügbaren Optionen erhalten, einschließlich Einzelheiten über Organisationen, die sowohl der Mutter als auch dem Baby Unterstützung bieten können".

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz