Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Schottland: Katholische Politiker gegen neue Abtreibungsregel

4. September 2021 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Regierung trete mit dauerhafter Einführung der "Abtreibung zu Hause" die Demokratie mit Füßen - Regelung war zunächst nur übergangsweise aufgrund der Pandemie


Glasgow (kath.net/KAP) Heftige Vorbehalte gegen die neuen Abtreibungsgesetze in Schottland haben katholische Politiker geäußert. Mit der dauerhaften Einführung der Möglichkeit, medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche zu Hause durchzuführen, "tritt die Regierung die Demokratie mit Füßen", kritisierte der Leiter des schottischen katholischen Parlamentsbüros, Anthony Horan, laut einem Bericht des Portals Vatican News (Donnerstag).

Aufgrund der Corona-Pandemie war 2020 im Vereinigte Königreich, einschließlich Schottland, vorübergehend der Zugang zu medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen gelockert worden. Bestimmt wurde, dass Frauen ihre Abtreibungsmedikamente zu Hause einnehmen können, ohne ins Krankenhaus gehen zu müssen, um so das Risiko einer Covid-Infektion zu reduzieren. Abtreibungen waren somit bis zur zehnten Schwangerschaftswoche zu Hause möglich, nachdem ein Arzt telefonisch konsultiert und die dazu erforderlichen Medikamente per Post nach Hause geschickt worden waren.


Im Juni leitete das nationale Ministerium für Gesundheit und Soziales eine Konsultation zu der Frage ein, ob diese Art von Diensten nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft eingerichtet werden sollte. Die Ergebnisse der Umfrage wurden im August veröffentlicht, dabei habe die schottische Regierung aber laut Horan "absichtlich versucht, sie herunterzuspielen". Nur 17 Prozent der Befragten hätten dabei eine permanente Zulassung der Abtreibung zu Hause befürwortet, 61 Prozent jedoch ihre Abschaffung gefordert. 74 Prozent hätten sie für schlecht für die Sicherheit der Frauen befunden.

Die Kritik an der ursprünglich nur übergangsweise eingeführten Regelung kam auch von Ärzteseite: Über 600 Mediziner hatten sich in einem offenen Brief an die schottische, walisische und britische Regierung gewandt und ein Ende dieser Praxis gefordert. Als Grund wurde angegeben, dass "viele Abtreibungen über die Zehn-Wochen-Grenze hinaus stattfinden und Frauen möglicherweise gegen ihren Willen zu Abtreibungen gezwungen werden". Darüber hinaus seien selbst durchgeführte Abtreibungen oft mit Schmerzen und Blutungen verbunden.

Derartige Bedenken habe die schottische Regierung in den Wind geschlagen und versucht, sie herunterzuspielen, so der Direktor des schottischen katholischen Parlamentsbüros: "Ihre Antworten wurden als ,von Pro-Life- oder Glaubensgruppen organisiert' bezeichnet und damit deren Bedeutung effektiv abgewertet". Abtreibungsbefürworter seien hingegen nicht in dieser Form behandelt worden.

Klare Ablehnung der Initiative des schottischen Gesundheitsministers hatten bereits im April 2020 auch die katholischen Bischöfe signalisiert. Deren Vorsitzender, Bischof Hugh Gilbert, äußerte in einem Brief eine Reihe von Bedenken und hinterfragte auch, ob die Frauen in Konfliktschwangerschaften auch "Informationen über alle verfügbaren Optionen erhalten, einschließlich Einzelheiten über Organisationen, die sowohl der Mutter als auch dem Baby Unterstützung bieten können".

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz