Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  12. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  13. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  14. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  15. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik

Heikle Plagiatsvorwürfe an päpstlicher Universität Gregoriana

7. Jänner 2022 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nachdem die Universität einen schottischen Bischof entlastet hatte, kritisierten die Entscheidung ein amerikanischer Plagiatsexperte und mehrere Professoren, die sich um ihr geistiges Eigentum gebracht sehen.


Rom (kath.net/Catholic News Agency/mk) Die päpstliche Universität Gregoriana in Rom ist wegen ihres Umgangs mit Plagiatsvorwürfen gegen zwei ihrer Absolventen in Kritik geraten. Bereits 2019 wurde der schottische Bischof Stephen Robson vom Heiligenkreuzer Zisterzienserpater Alkuin Schachenmayr beschuldigt, Teile seiner Doktorarbeit aus dem Jahr 2003 ohne Quellenangabe abgeschrieben zu haben. Eine von der Gregoriana eingesetzte Kommission entschied 2020 einstimmig, dass die Vorwürfe haltlos seien. Michael Dougherty, Philosophieprofessor an einer Dominikaner-Universität in Ohio und Spezialist in Plagiatsfragen, trat jedoch öffentlich gegen diesen Beschluss auf und legte eine eingehende Analyse der infragestehenden Dissertation vor. Auch in einer anderen Doktorarbeit eines irischen Priesters will er unrechtmäßig abgeschriebene Passagen entdeckt haben.


Fünf geisteswissenschaftliche Professoren, die in diesen Arbeiten ihre eigenen wissenschaftlichen Werke abgeschrieben sahen, schrieben daraufhin an die römische Universität und verlangten die Aberkennung der Doktortitel. Pikantes Detail: beide in Rede stehenden Arbeiten gewannen im Jahr ihrer Annahme sogar einen Preis. Doch weder die Universität noch die beschuldigten Geistlichen gingen auf die Plagiatsvorwürfe inhaltlich ein. Die Gregoriana verwies auf ihre internen Richtlinien, denen gemäß den Vorwürfen nachgegangen werde, und Bischof Robson betonte, dass kein absichtliches Plagiat vorliege, verweigerte darüber hinaus aber jede Stellungnahme.

Die Vorwürfe sind im Fall des schottischen Bischofs besonders heikel, weil Bischöfe kirchenrechtlich ein Doktorat vorweisen können oder sonst theologische Experten sein müssen, um ihr Hirtenamt übernehmen zu können. Pater Mark Lewis, der akademische Vize-Rektor der Gregoriana, wies in einem Interview darauf hin, dass es an jeder Universität Plagiate gebe. Er bevorzuge einen „dezentralen Ansatz“, wonach der jeweilige betreuende Professor etwaige Plagiate finden und angemessene Sanktionen verhängen solle, mit „weniger Schwerpunkt auf Bestrafung, mehr auf den Lerneffekt“. Zwar habe die Universität unlängst ein neues Programm zum Auffinden abgeschriebener Passagen etabliert, doch dieses greife kaum, wenn Dissertationen sich hauptsächlich auf Bücher stützen, die online nicht verfügbar seien.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  11. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  12. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  13. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Es gibt keine zweite Chance mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz