Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  2. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  8. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  9. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  10. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  13. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Theologe: Päpstliche Ausgrenzung der "Alten Messe" spaltet Kirche

4. Jänner 2022 in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Innsbrucker Liturgiewissenschaftler Meßner in "Tiroler Tageszeitung": "Durchschnittsmesse hat in den vergangenen 50 Jahren als sonntägliche, zentrale Zeremonie an Kraft verloren"


Innsbruck (kath.net/KAP) Mehr Schaden als Nutzen erkennt der Innsbrucker Liturgiewissenschaftler Prof. Reinhard Meßner im Umgang der Katholischen Kirchenleitung mit der sogenannten "Alten Messe". Der strenge Umgang mit diesem außerordentlichen Messritus, wie er bis zur Liturgiereform in Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) üblich war, trage nicht zur Einigkeit der Kirche bei, sondern spalte sie, so die Einschätzung Meßners in der "Tiroler Tageszeitung" (Ausgabe vom 4. Jänner). Die Attraktivität dieser Messform bei den Gläubigen rühre wohl auch daher, so Meßner, dass Gläubige dort ein in besonderer Form "identitätsstiftendes Ritual" erleben. Die "Durchschnittsmesse" hingegen habe "in den vergangenen 50 Jahren als sonntägliche, zentrale Zeremonie an Kraft verloren".

Im ordentlichen Messritus bestehe die Gefahr, dass Inhalte und Botschaften über dem gemeinsamen religiösen Erleben stünden, so Meßner weiter. "Das nicht Alltägliche ist verloren gegangen", konstatierte der an der Universität Innsbruck lehrende Theologe. "Die überwältigende Erfahrung Gottes auch."


Hintergrund der Wortmeldung des Theologen ist die Klarstellung, die der Vatikan kurz vor Weihnachten zum Gebrauch der "Alten Messe" und zum entsprechenden Erlass "Traditionis custodes" von Papst Franziskus veröffentlicht hat. In dem vom Präfekten der Gottesdienstkongregation, Kurienerzbischof Arthur Roche, gezeichneten Schreiben ("Responsa ad dubia", dt.: Antworten auf Zweifel) bestätigte dieser, dass Franziskus die "ordentliche Form" der Messe als "einzige Ausdrucksweise" des Römischen Messritus festgelegt habe. Die 2007 von Benedikt XVI. in größerem Umfang erlaubte außerordentliche Form von 1962 darf demnach nur noch unter besonderen Voraussetzungen gefeiert werden.

In den erläuternden Noten wird erneut festgehalten, dass Diözesanbischöfe unter gewissen Umständen die Feier der Alten Messe gestatten dürfen. "Jedoch nicht in den Pfarrkirchen, und ohne neue Personalpfarreien zu errichten", heißt es ergänzend. Damit solle zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich um ein "beschränktes Zugeständnis" für bestimmte Gruppen handle, das nicht zum Alltag des Pfarrgemeinde-Lebens gehört.

In der Diözese Innsbruck gebe es aktuell einen Priester, der seitens des Diözesanbischofs Hermann Glettler die entsprechende Erlaubnis habe, Gottesdienste im außerordentlichen Ritus zu feiern. In der Wallfahrtskirche St. Antonius oberhalb des Wallfahrtsortes Rietz bietet der frühere Pfarrprovisor von Imsterberg, Stephan Müller, diese Gottesdienste an. In Amras feiert darüber hinaus die Petrusbruderschaft Gottesdienste im außerordentlichen Ritus. Es sei jedoch unklar, heißt es in dem Bericht in der "TT" unter Berufung auf eine Stellungnahme der Diözese Innsbruck, ob dies auch nach dem jüngsten Papst-Erlass noch so möglich sein werde.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 

VIDEO: NEIN - Die Alte Messe spaltet nicht  MUST SEE!  kath.net-VIDEO-Blog mit NICOLE


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der Tod der Theologie in Deutschland
  7. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz