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"Ja, denn ich bin ja ein grosser Freund des Rituals"

5. Jänner 2022 in Chronik, 17 Lesermeinungen
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Harald Schmidt erklärt in der NZZ seine katholische Einstellung: "Als Gläubiger brauche ich keine Theologie. Ich glaube einfach. Ich kenne Frauen in den Neunzigern, die gehen jeden Sonntag in die Kirche und beten täglich den Rosenkranz."


Zürich (kath.net)

"Ja, denn ich bin ja ein grosser Freund des Rituals. Dieses Selbstgestrickte, wo dann an Weihnachten beim Krippenspiel plötzlich ein Kind ein Biene-Maja-Kostüm anhat, mag ich nicht so." Harald Schmidt, der bekannte deutsche, katholische Kabarettist und Entertainer erklärte im Gespräch mit der NZZ seine katholische Glaubenseinstellung. Schmidt betonte in dem Gespräch auch, dass er keine Theologie brauche. "Als Gläubiger brauche ich keine Theologie. Ich glaube einfach. Ich kenne Frauen in den Neunzigern, die gehen jeden Sonntag in die Kirche und beten täglich den Rosenkranz. Die wissen nicht einmal, dass es überhaupt Theologieprofessoren gibt."


Auf die Frage, ob es in seinem Leben je atheistische oder agnostische Phasen gab, meinte Schmidt, dass er nie so eine Phase hatte, er aber  Zweifel hatte. "..aber warum sollte man für die 80 oder 85 Jahre, die man hier auf Erden ist, den grossen Durchblicker spielen? Die Wahrscheinlichkeit, dass es hinterher ganz anders ist, liegt ja mindestens bei 50 zu 50. Ein Münchner Arzt sagte mir mal: «Mei, in ihr’m kloanen Krankenhausbettl werns holt all’ wieder katholisch.» Aber wenn mir einer sagt, dass er mit Glauben nichts am Hut hat, ist das auch okay. Als Katholik müsste ich natürlich im Auftrag der Kirche missionieren, aber das mache ich nicht."

Foto: (c) wikipedia/Kandschwar
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