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Rom verschiebt Beginn der externen Prüfung von Auftragsvergaben im Erzbistum Köln

5. Jänner 2022 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Heiliger Stuhl informiert den Apostolischen Administrator Steinhäuser, dass die externe Prüfung der Fragen zu Auftragsvergaben in den letzten 10 Jahre erst nach der Rückkehr von Kardinal Woelki aufgenommen werden.


Köln (kath.net/pek) Die externe Prüfung der Frage, ob es bei Auftragsvergaben im Erzbistum Köln in den vergangenen 10 Jahren zu kirchenrechtlichen Versäumnissen gekommen ist, soll erst nach der Rückkehr von Kardinal Woelki aufgenommen werden. Darüber hat der Heilige Stuhl den Apostolischen Administrator, Weihbischof Rolf Steinhäuser, in einem Schreiben in Kenntnis gesetzt. Dort heißt es, die Kongregation für die Bischöfe stimme der Aufnahme einer solchen Untersuchung zu, diese solle aber erst durchgeführt werden, wenn der Erzbischof ab dem 2. März 2022 seine Amtsgeschäfte wiederaufgenommen hat

Weihbischof Steinhäuser, der das Erzbistum während der geistlichen Auszeit Kardinal Woelkis leitet, hat die zuständigen Gremien entsprechend informiert. Auf die Untersuchung der Auftragsvergaben hatten sich der Vermögensrat und das Domkapitel mit dem Apostolischen Administrator kurz vor Weihnachten verständigt. In dieser Untersuchung sollen auch ältere Verträge überprüft werden, nachdem sich erste Hinweise auf mögliche Versäumnisse ergeben hatten.

Die zuständigen Gremien wollen den Entscheidungsprozess für die externe Prüfung vorbereiten. Die externe Prüfung soll auch klären, welche Konsequenzen zu ziehen und wie Verwaltungsabläufe zu verbessern sind.


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Lesermeinungen

 Marcoman 10. Jänner 2022 

DLF 10.01.2022

Immerhin kam der Erzfeind dlf erst heute auf diese "story". Es ist jedoch keine Story, denn das Juristische ist nach kanonischem Recht nur dann schicklich, wenn man dem Bischof Pastoralversagen (etwa Geld- bzw. Ämterscheffeln) vorzuwerfen gedenkt. Wir alle wissen schon jetzt, dass Herrn Woelki diesbezüglich nichts ansteht, deswegen diese sehr weise Entscheidung Roms.


0
 
 newman01 6. Jänner 2022 
 

uSb - lol

Wollen Sie nicht dem geneigten Leser Ihren werten Klarnamen und Ihre Kontaktdaten preisgeben?


1
 
 physicus 6. Jänner 2022 
 

@uSb

Wir reden aneinander vorbei.

Sie haben in Ihrem ersten Post unten die Entscheidung Roms als "vollkommen hanebüchen und grotesk" bezeichnet und von "verachtungsvoller Tolldreistigkeit" gesprochen. Von verschiedener Seite wurden Sie darauf hingewiesen, dass es schon rein kirchenrechtlich wohl gar nicht anders geht.

Das sollten Sie dann auch mal zur Kenntnis nehmen und Ihr hartes Urteil überdenken.


2
 
 uSb 6. Jänner 2022 
 

@physikus

Ich kann Sie beruhigen. Das bereits Ende Dezember fertiggestellte Gutachten war mit Rom abgesprochen. Da war der Informant der Tagespost offensichtlich nicht auf dem Laufenden.


0
 
 physicus 6. Jänner 2022 
 

Erzbistum Köln

@uSb: Ihre Replik hat nichts mit meiner Aussage zu tun. Sollte die Beauftragung von Gutachten durch Weihbischof Steinhäuser nicht dem Kirchenrecht entsprechen, wird es nicht dadurch legitim, dass ein Teil schon fertig sein mag.

Wir werden einmal mehr Zeugen von Kampagnen gegen Kardinal Woelki. Ich kann auch nicht erkennen, dass die aktuellen Skandalisierungen zur Befriedung im Erzbistum Köln beitragen, zu der Weihbischof Steinhäuser als Apostolischer Administrator immerhin auch vom Papst beauftragt wurde.

Letztlich bleibt vor allem das Gebet für alle Verantwortlichen.


2
 
 uSb 6. Jänner 2022 
 

aktuell im EB-Köln

https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/koeln/videos/video-lokalzeit-aus-koeln---1618.html


0
 
 SalvatoreMio 6. Jänner 2022 
 

Wie gebildete Menschen einander ansprechen ...

Wenn jemand z. B. "Hugo Müller" heißt, gehört es sich, von "Herrn Müller" zu sprechen und nicht von "Müller". - Es ärgert mich, wenn ein Bischof einfach "Woelki" (oder "Oster", "Hesse", "Becker" usw.) genannt wird. Was in vielen Medien zwar durchgängig getan wird, sollte man sich in christl. Medien nicht erlauben.


2
 
 uSb 5. Jänner 2022 
 

@physicus

Leider muss ich Sie enttäuschen.
Das erste Gutachten, durch zwei Kirchenrechtler erstellt, welches die Ausgaben aus dem BB-Fonds für die PR-Beratung, da einzelne Posten über 500.000,-€ betrugen, ist bereits fertiggestellt.


0
 
 physicus 5. Jänner 2022 
 

@polyglotta hat Recht

Hier das Zitat aus der Tagespost-Meldung (zur damaligen Ankündigung von Weihbischof Steinhäuser, eine externe Überprüfung einzuleiten):
"„Wenn er dazu nicht den besonderen Auftrag des Apostolischen Stuhles hat, hat er für die Einleitung eines solchen Verfahrens keinerlei Kompetenz“, unterstreicht der emeritierte Münchner Kanonist Winfried Aymans, der Kölner Diözesanpriester ist, im Gespräch mit dieser Zeitung."

Ich hoffe, Mitforist @uSb (der ein besonderes Interesse an Kritik an Kardinal Woelki zu haben scheint) fordert nicht dazu auf, gegen das Kirchenrecht zu verstoßen, um untersuchen zu lassen, ob gegen das Kirchenrecht verstoßen wurde.


2
 
 uSb 5. Jänner 2022 
 

@Sputnik

Drei mal dürfen Sie raten.

Die Verantwortlichen für die Beauftragung der PR-Beratung waren Woelki und sein GV Hofmann.


3
 
 Sputnik 5. Jänner 2022 
 

Also für mich hat diese Aktivität der "Interims-Verwaltung" des Erzbistums Köln von Anfang an ein "Gschmäckle". Haben denn die bisher Verantwortlichen für Auftragsvergaben alle geschlafen, so daß erst jetzt nach Abwesenheit des Erzbischofs ein Aufkärungsbedarf entstand?


4
 
 uSb 5. Jänner 2022 
 

@matthieu

Im Dezember war bekannt geworden, dass bei der Vergabe von Geldern zwei entscheidende Gremien - der Vermögensrat und das Domkapitel - möglicherweise nicht nach den Regeln des Kirchenrechts einbezogen worden waren. Dabei geht es um die Beauftragung von Juristen und Kommunikationsberatern durch Woelki und seinen Generalvikar Markus Hofmann im Zuge der Missbrauchsaufarbeitung. Für diese Zwecke hatte das Erzbistum zwischen 2019 und 2021 rund 2,8 Millionen Euro aus einem bischöflichen Sondervermögen aufgewandt.
Der derzeitige Übergangsverwalter des Erzbistums, Weihbischof Rolf Steinhäuser, beauftragte zwei unabhängige Kirchenrechtler mit der Prüfung.


3
 
 matthieu 5. Jänner 2022 
 

@uSb

Die Kritik verstehe ich nicht recht. Es handelt sich doch um eine externe Prüfung. Da ist doch egal, ob Kardinal Woelki Auszeit hat oder nicht. Es ist ja auch nicht so, dass er auf irgendwelchen geheimen Akten sitzen könnte. Auftragsvergaben - und wie es zu ihnen gekommen ist - sind gut dokumentiert.


6
 
 uSb 5. Jänner 2022 
 

@polyglotta

Inzwischen wurde die Meldung präzisiert:

UPDATE: Die Verschiebung durch den Vatikan bezieht sich auf die grundsätzliche Auftragsvergabepraxis des Erzbistums in den vergangenen zehn Jahren. Gleichwohl gibt es bereits - nicht öffentlich - Ergebnisse aus der Untersuchung der Vergabepraxis im Zusammenhang mit den Missbrauchsgutachten. (mn)


2
 
 polyglotta 5. Jänner 2022 
 

Unterstellungen helfen nicht.

Die Tagespost schreibt heute unter Berufung auf Kirchenrechtler, der Administrator habe damit seine Kompetenz überschritten. Und 10 Jahre ist ja auch weit über Woelkis Amtszeit zurück. Ein Schelm, wer denkt, da habe sich jemand über Aktionismus zu profilieren versucht, und Rom einen Strich durch gemacht. Versöhnung und Umkehr geht anders, war das nicht eher der Auftrag?

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/missbrauchsuntersuchung-erzbistum-koeln-rudert-zurueck-art-224432


8
 
 uSb 5. Jänner 2022 
 

"Rom hat es nicht eilig" - ja, haha. Ein völlig offensichtliches taktisches Vorgehen Roms. Woelki wird als Chef der Erzdiözese die Aufklärung seiner eigenen Vergehen überwachen und leiten... Das ist vollkommen hanebüchen und grotesk. Noch absurder ist nur noch, mit welcher verachtungsvoller Tolldreistigkeit man meint, in und mit aller Öffentlichkeit so vorgehen zu können.
Und überhaupt, hatten die kirchenrechtlichen Untersuchungen nicht schon angefangen? Das Ergebnis sollte doch bis Ende des Jahres vorliegen!
Jetzt wird so getan / kommuniziert, als wäre das nicht so. Man kann auf die Idee kommen, ob hier nicht schon ein (Zwischen-) Ergebnis vorliegt- das sehr schlecht für Woelki aussieht. Und daher dieser Zug Roms.


6
 

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