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Vertuscher Ratzinger? – Was wirklich in dem Münchner Missbrauchs-Gutachten steht

21. Jänner 2022 in Kommentar, 85 Lesermeinungen
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„Durch die Prominenz des zu Unrecht Beschuldigten“ Benedikt XVI. will man „vom Versagen anderer ablenken, allen voran des amtierenden Erzbischofs von München und Freising“, Kardinal Marx. Gastbeitrag von Michael Hesemann


München-Vatikan (kath.net) Die Vorwürfe aus dem Missbrauchs-Gutachten der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl gegen Papst Benedikt XVI. sind derart absurd und an den Haaren herbeigezogen, dass offenbar nicht einmal versucht wurde, ihren perfiden Zweck zu verbergen: Durch die Prominenz des zu Unrecht Beschuldigten vom Versagen anderer abzulenken, allen voran des amtierenden Erzbischofs von München und Freising. Und der Kirche, für die Ratzinger steht, also einem theozentrischen Katholizismus, den Todesstoß zu versetzen und an ihrer Stelle die protestantisierte, anthropozentrische Zeitgeist-Kirche des „synodalen Weges“ zu installieren.

Zu keinem anderen Schluss kann kommen, wer die medialen „Soundbites“ von der Münchner Pressekonferenz in ihrem Kampagnen-Charakter durchschaut hat und sich stattdessen auf die Lektüre des Original-Berichtes konzentriert, der ja angeblich Belege für die selbstbewusst in die auf sprungbereite Feindseligkeit gegen die Kirche programmierte Welt hinaus posaunten Anschuldigungen enthalten soll. Doch wer nach Beweisen, Indizien oder gar harten Fakten sucht, die den Ratzinger-Papst der Lüge überführen könnten, wird ganz schnell enttäuscht. Denn in München kreißten ganz gewaltig die bayerischen Berge, doch geboren wurde nur eine lächerliche Maus, so klein, dass ihr keine römische Katze je nachlaufen würde.

Nehmen wir also die vier Fälle – ganze vier von insgesamt 65 – einmal unter die Lupe, in denen dem damaligen Erzbischof von München und Freising, Joseph Kardinal Ratzinger (von 1977-1982), Versagen im Amt vorgeworfen wird – genauer gesagt, „nicht regelkonform beziehungsweise angemessen“ auf Missbrauchsfälle reagiert zu haben. Schon hier aber droht der Fallstrick des Anachronismus, wenn Gutachter den Umgang mit Missbrauchsfällen vor einem halben Jahrhundert nach den heutigen Maßstäben zu bewerten versuchen. Denn dass eine „Missbrauchs-Pandemie“ die katholische Kirche befallen hat, ist erst eine Erkenntnis aus dem 21. Jahrhundert und es war ausgerechnet Benedikt XVI., der am vehementesten darauf reagiert und den Augiasstall ausgemistet hat. In seinem Pontifikat kam es, zumindest was Europa betrifft, zu der ersten Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im kirchlichen Umfeld und den bislang härtesten Disziplinierungsmaßnahmen, von der Versetzung von 384 Täter-Priestern in den Laienstand bis zur (erstmaligen) Zusammenarbeit mit weltlichen Strafverfolgungsbehörden. Doch welchem Menschen kann man zum Vorwurf machen, 1977 noch nicht das Wissen und die Sensitivität für ein damals noch praktisch unbekanntes Problem besessen zu haben, über die wir heute, 2022, verfügen? War es nicht für uns alle unvorstellbar, in welche Abgründe die Übersexualisierung unserer Gesellschaft seit der „Umwertung der Werte“ von 1968 auch Priesterseelen stürzen würde? War die Vorstellung, es könne pädophile Priester geben, nicht für uns alle damals undenkbar? Gab es nicht andere Erklärungen für kolportierte Gerüchte, die auf der Grundlage damaligen Wissens wahrscheinlicher erschienen? Und weisen nicht gerade Menschen von hoher persönlicher Integrität oft eine gewisse Naivität auf, was die Abgründe krimineller Seelen betrifft? Haben nicht eben darum Hochstapler und Betrüger ein so leichtes Spiel? Ganz sicher ist ein Erzbischof kein Kriminalpsychologe und läuft Gefahr, zuerst das Gute in einem Menschen zu sehen. Die Mahnung Jesu, sich bei jeder Steinigung zurückzuhalten und auch reumütigen Tätern eine zweite Chance zu geben, führt jeden Bischof beim Umgang mit Missbrauchstätern zumindest in einen Gewissenskonflikt. Es ist also eher eine Binsenweisheit, wenn auch Benedikt XVI. in seiner Antwort auf die Fragen der Gutachter erklärt, es sei doch unumgänglich, „das seinerzeitige Handeln historisch richtig einzuordnen und in den damaligen zeitlichen Kontext, in die damalige Rechtslage, in den damaligen Zeitgeist und die damals herrschenden Moralvorstellungen einzuordnen.“ Dazu gehört, dass sich nur schuldig macht, wer gegen die zum Zeitpunkt seiner Verantwortung geltenden Rechtsnormen verstieß. „Nulla culpa sine lege“ („Keine Schuld ohne Gesetz“) ist ein juristischer Grundsatz aus dem römischen Recht, der auch einer Münchner Anwaltskanzlei bekannt sein müsste, zumindest auf der Pressekonferenz aber leider unter den Teppich gekehrt wurde. So trat die Instruktion „Crimen sollicitationis“, gegen die Ratzinger zwischen 1977 und 1982 verstoßen haben soll, überhaupt erst mit dem Codex Iuris Canonici von 1983 in Kraft, für dessen Verabschiedung kein anderer als – Joseph Kardinal Ratzinger, jetzt als Präfekt der Glaubenskongregation, verantwortlich zeichnete. Angewendet wurde sie sogar erst seit Ende der 1990er Jahre. Damit aber wäre zumindest geklärt, weshalb Ratzinger die fraglichen Fälle, wenn sie ihm überhaupt bekannt gewesen wären, nicht nach Rom meldete – das war zum damaligen Zeitpunkt weder Vorschrift noch gängige Praxis!


Doch auch sonst gibt es bei den fünf Fällen, die man Ratzinger unterstellt, einen ziemlichen Interpretationsspielraum. Das müssen auch die Gutachter einräumen, ebenso wie sie sogar die genannte Anzahl der Fälle gleich wieder relativieren, wörtlich: „Davon betreffen zwei Fälle während der Amtszeit des Erzbischofs Kardinal Ratzinger verübte Taten und drei Fälle solche, die vor dessen Amtszeit und teilweise außerhalb des Gebiets der Erzdiözese verübt wurden. Von den im Rahmen dieses Bandes behandelten Fällen hat sich der von den Gutachtern geäußerte Verdacht in einem Fall nicht bestätigt. In dem gesondert dargestellten Fall 41 (der gesondert behandelt wird und kein Teil des eigentlichen Berichtes ist, d.Verf.) hat sich der Verdacht nur teilweise bestätigt.“

Im ersten der vier Fälle – im Gutachten mit „Nr. 22“ beziffert – handelt es sich um einen Priester, der in den 1960er Jahren wegen homosexueller Pädophilie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Nach seiner Entlassung habe Ratzingers Vorgänger, Julius Kardinal Döpfner, ihn ins Ausland versetzt. In Ratzingers Amtszeit bat er um Rückkehr in seine bayerische Heimat, um dort in den Ruhestand gehen zu können. Das wurde ihm Ende der 1970er Jahre gewährt. Das Gutachten unterstellt Benedikt XVI., den Täter zu kennen, weil er  in dessen ehemaliger Pfarrei seinen Urlaub verbracht habe und darüber hinaus mit dessen Nachfolger bekannt sei. Zudem habe er ihm zum Ruhestand den „Ehrentitel ‚Pfarrer‘“ verliehen. Und eben dort fangen die Absurditäten an. Denn natürlich ist „Pfarrer“, anders als etwa Monsignore, Apostolischer Protonotar oder Prälat, kein Ehrentitel, sondern eine Berufsbezeichnung. „Pfarrer im Ruhestand“ darf sich jeder Priester nennen, der einmal eine Pfarrei geleitet hat. Also hat Ratzinger ihm diese auch nicht verliehen, er war lediglich mit seiner korrekten Berufsbezeichnung angeschrieben worden, als das Erzbischöfliche Generalvikariat ihm die Versetzung in den Ruhestand gewährte. Zu behaupten, Ratzinger habe sich bei seinem einmaligen Urlaub in dessen ehemaliger Pfarrei über sein Vorleben und Strafregister schlau gemacht, ist nicht nur eine Unterstellung, sondern eine perfide Konstruktion: der besagte Urlaub fand im August 1982 statt, also ein halbes Jahr nachdem Ratzinger sein Amt als Erzbischof niedergelegt hatte, um auf Wunsch Johannes Pauls II. in Rom als Präfekt der Glaubenskongregation zu wirken. Selbst wenn er also – was kaum anzunehmen ist – damals etwas über das Vorleben des Täters erfahren hätte, konnte es seine Handlung drei oder vier Jahre zuvor nicht beeinflusst haben. Ob Ratzinger je wusste, weshalb der Besagte im Ausland gewirkt hatte, ist mehr als fraglich. Er selbst bestreitet es vehement und es gibt keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Es wäre aber auch kein Grund gewesen, einem Mann, der seine Strafe abgebüßt hatte und nie wieder rückfällig geworden war, die Rückkehr in seine Heimat und die Versetzung in den Ruhestand mit einem üblichen Standardschreiben und korrekter Anrede zu verweigern. Doch nicht einmal das hat Ratzinger getan; das Formschreiben blieb ohne die Unterschrift des Kardinals! So müssen selbst die Gutachter zugeben, dass Benedikt XVI. „insofern insgesamt als entlastet“ zu gelten hat.

Im zweiten Fall, „Nr. 37“, war ein Priester aus der Diözese Essen Anfang der 1970er Jahre, also unter Ratzingers Vorgänger Julius Kardinal Döpfner, wegen „versuchter Unzucht mit Kindern und (sexueller) Beleidigung“ verurteilt worden. Sofort wurde er vom Bistum aus dem Schuldienst abgezogen. Fünf Jahre später, jetzt unter Ratzinger, kam es zu einer zweiten Verurteilung wegen exhibitionistischen Handlungen. Ratzinger sei damit einverstanden gewesen, dass der Priester trotzdem auf seiner Stelle verbleibt, wo er ein Jahr später rückfällig wurde. Jetzt verurteilte ihn das Gericht zu einer Haftstrafe auf Bewährung. Nach einer fachärztlichen Behandlung wurde er anschließend von einer Privatschule als Religionslehrer beschäftigt. Während Benedikt XVI. bestreitet, über den Fall vollumfänglich informiert worden zu sein, ist zumindest das Verhalten seines Generalvikars nachvollziehbar: Der besagte Priester war in Ratzingers Amtszeit lediglich als Exhibitionist verurteilt worden, hatte sich also nicht an Kindern vergangen. Eine Versetzung kam nicht infrage, da er sich am Ort in psychiatrischer Behandlung befand. Als er rückfällig wurde, entließ man ihn aus dem seelsorgerischen Dienst; er lehrte daraufhin an einer privaten Wirtschaftsschule, wo er sich nach Auskunft des Schulleiters tadellos verhielt. Darüber hinaus glaubte man in den 1970er Jahren, dass Exhibitionismus und Pädophilie heilbare Krankheiten seien, die durch eine psychiatrische Behandlung kuriert werden könnten. Auch hier gibt es also keinerlei Indiz für ein Fehlverhalten oder Versäumnis des Erzbischofs Ratzinger.

Der dritte Fall, „Nr. 40“, entlastet Benedikt XVI. eher, als dass er ihn belastet. Ein Priester einer ausländischen Diözese und Verwandter des dortigen Bischofs war in seinem Heimatland wegen sexuellem Missbrauch von Kindern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Bischof, sein Onkel, bemühte sich daraufhin, den Täter zur Fortsetzung seines Studiums bzw. seiner Promotion nach München zu schicken, ein Gesuch, dem Erzbischof Ratzinger stattgab. Dabei wurde dieser auch als Kaplan in der Seelsorge eingesetzt. Als er beim Nacktbaden beobachtet wurde und sich um private Kontakte zu Ministranten bemühte, wurde ihm jede Zelebration in der Pfarrei untersagt und schließlich seine Entlassung bewirkt.
Das Gutachten unterstellt Erzbischof Ratzinger, freilich ohne einen einzigen Beweis oder auch nur ein Indiz, dass er von der Verurteilung des jungen Priesters im Ausland gewusst haben muss. Sehr viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass dessen Onkel diese bewusst verschwiegen hat. Nun ist weder Nacktbaden noch das „Bemühen um Kontakte“ ein sexueller Missbrauch, geschweige denn eine Straftat. Trotzdem handelte das Bistum präventiv.

Im vierten Fall, „Nr. 42“, geht es um einen Priester, der beschuldigt wurde, „anzügliche Fotografien“ von unter 14jährigen Mädchen angefertigt zu haben, was später auch zu einer Verurteilung führte. Darüber sei Erzbischof Ratzinger informiert worden, der entschied, den Beschuldigten fortan in einem Altenheim und einem Krankenhaus einzusetzen. Der Pfarrer, der ihn in seine Pfarrei aufnahm, ließ ihn auch in der Pfarrkirche zelebrieren. Wie die Gutachter aus der erfolgten Strafversetzung ein Versagen Ratzingers oder gar „Gleichgültigkeit und Desinteresse“ ableiten wollen, zumal nie sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zur Debatte standen, bleibt offen.

Geben diese vier Fälle es her, das Lebenswerk eines der klügsten Päpste der Kirchengeschichte zu beschädigen? Allenfalls offenbaren sie, dass die Kirche im Umgang mit Missbrauch sensibler geworden ist, und das ist gut so. Doch gerade das war, wir sagten es bereits, das Werk Benedikts XVI. Umso absurder, umso perfider, den Aufklärer jetzt in eine Ecke mit den Vertuschern zu stellen!


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Lesermeinungen

 winthir 25. Jänner 2022 

Friedrich Card. Wetter (auch er war "mein" Bischof) hat sich geäußert.

ich zitiere auszugsweise.

„Ehrlicherweise muss ich allerdings sagen, dass ich vor 2010 nicht genügend Wissen hatte und mein Problembewusstsein nicht genügend ausgebildet war.“ Dies sei damals „bei vielen in der Gesellschaft“ und nicht nur in der Kirche so gewesen. Dies mache sein „unangemessenes und objektiv falsches Verhalten“ allerdings nicht besser, schreibt Wetter.

immerhin.

Quelle, und ganzer Artikel, siehe link.

www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/ehemaliger-m%C3%BCnchner-erzbischof-entschuldigt-sich-f%C3%BCr-fehlverhalten/ar-AAT7ZAN?ocid=msedgntp


0
 
 Monika32 25. Jänner 2022 
 

@lamwool

Rede und Gegenrede ist üblich, und erlaubt. Eher stellt sich die Frage warum man sich jetzt so an einer Einzelperson "fest beisst", während das sowohl bei den Kirchen als auch den Staaten zu schützende "größere Ganze" außen vor bleibt. Wenn schon, dann ist die Kirche als Ganze schuldig geworden, und wie es vor fünf Tagen im ZDF hiess "Ratzinger (nur) ein Komplize!" Dann aber bitte auch überall so, denn Politiker/innen gleich welcher Schöpfungshöhe wussten seit Jahrzehnten ebenfalls um pädofile Personen, darunter sowohl aus den eigenen Reihen, wie auch von Priestern.
München und Umfeld bis Günzburg scheinen hier (kleiner Recherchetipp)das best geeignetste Terrain (gewesen) zu sein. Man nutzte und nutzt solche "Veranlagungen" schon immer um politische Dinge "durchzusetzen".


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 Monika32 25. Jänner 2022 
 

@winthir

Wenn das gem. Kirchenrecht so ist, und Akten vernichtet werden müssen, dann stand hier der Staat in der Pflicht. Auch geweihte Personen stehen nicht über dem Gesetz. Der Staat hat(te) für eine Gleichbehandlung zu sorgen, und von sich aus Gewähr gegen Mißbrauch zu unternehmen.


0
 
 lamwool 24. Jänner 2022 
 

Ehrlichkeit gefragt

Ich staune nach wie vor, mit welchen Argumenten gegen den Bericht vorgegangen wird. Immer noch. Auch wenn B XVI offenbar eine Falschaussage eingeräumt hat. Leider hat sich die Zeit, in der Missbrauchstäter bis zum geht nicht mehr versetzt (geschützt) worden sind kaum geändert. Ja, sind klare Worte, ich weiss. Aber wenn ich sehe, wie rasch ein Priester, der eine Freundin hat, abgesetzt wird...


1
 
 Monika32 24. Jänner 2022 
 

Mir scheint, dass

dieser ehem. Papst bei einigen geplanten politischen Dingen Deutschlands nicht "mitgespielt" hatte, weil es ihm auch persönlich zu sehr "gegen den Strich ging". Zweimal war er zu Besuch in Deutschland. Bei letzten Mal hatte man ihn in Bayern kaum noch gewürdigt. Es war wohl die letzte "Anmahnung" das Aufgetragene zu erfüllen. Dann wurde der Druck erhöht, die Mißbrauchsfälle wurden 2010 "serviert". Er lenkte immer noch nicht ein, und zog es dann ob des allzu großen Drucks zum Wohle auch des Vatikan vor zu resignieren.


1
 
 Monika32 24. Jänner 2022 
 

Wo sind die Politiker/innen

die unbedingt einen bayerisch-deutschen Papst wollten, und sich so lange irgend möglich in dessen Anwesenheit "sonnten"??? Diese "Hinrichtung" ist so typisch "deutsch" orchestriertt.


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 credula 24. Jänner 2022 
 

Frage

Kann es sein, dass er wirklich bei der Sitzung dabei war? Das scheint mir ausgeschlossen. Herr Hesemann, was denken Sie? Sie haben doch klar aufgezeigt, dass er nicht dabei war! Hat sich vielleicht Erzbischof Gänswein mit seiner heutigen Erklärung geirrt?


1
 
 winthir 24. Jänner 2022 

mhesemann schrieb hier:

"Da sein Name NICHT im Protokoll der fraglichen Sitzung vorkommt, war er auch EINDEUTIG und belegbar nicht dabei, ganz wie er es selber heute erklärt."

Papst Benedikt XVI. em. ließ heute(Quelle s. u.) erklären:

"Er möchte aber jetzt schon klarstellen, dass er, entgegen der Darstellung im Rahmen der Anhörung, an der Ordinariatssitzung am 15. Januar 1980 teilgenommen hat.Die gegenteilige Angabe war also objektiv falsch. Er möchte betonen, dass dies nicht aus böser Absicht heraus geschehen ist, sondern Folge eines Versehens bei der redaktionellen Bearbeitung seiner Stellungnahme war. [...]"

kath.net/news/77404


0
 
 chriseeb74 24. Jänner 2022 
 

@alle

Also war B XVI. doch an fraglicher Sitzung des 15.01.1980 dabei!
Wir müssen hier differenzieren. Gerade jetzt ist die Wahrheit gefragt; trotzdem stehe ich zu dem, was ich unten weiter geschrieben habe: Dies ist ein wichtiges Kriterium, aber nicht so wesentlich, wenn es um Verantwortung und Mitschuld geht.
Die Opfer haben es allerdings verdient, dass keiner der noch lebenden Verantwortlichen mehr rumeiert und deswegen sollten sich alle schämen, die jetzt B XVI. angreifen bzw. im Regen stehen lassen.


0
 
 winthir 24. Jänner 2022 

@SalvatoreMio

Deine Beiträge hier lese ich gern.

winthir.


0
 
 ThomasR 23. Jänner 2022 
 

@rosenkranzbeter

Ich hoffe eine Frage über die Kosten der Erstellung des Gutachtens wird bei der Pressekonferenz am 27.01.2022 bei aller Offenheit gestellt und durch EB München beantwortet!!!!
In vergleichabrer Höhe sind für mich Entschädigungen an die Opfer seitens des EB München vorstellbar.


0
 
 winthir 23. Jänner 2022 

dabei - oder nicht dabei?

also:

1. Bei den Ordinariatssitzungen wurde nur die Abwesenheit, nicht jedoch die Anwesenheit protokolliert.

2. Card. Ratzinger referierte ausweislich des Protokolls dieser über seine Begegnung mit Papst Johannes Paul II.

3. Daraus schließen die Gutachter, daß er anwesend war.

4. Der damalige Generalvikar sagt aus, er wäre zur Übernahme der alleinigen Verantwortung gedrängt worden, "um den Kardinal zu schützen>".


Das alles ist für mich nicht der entscheidende Punkt - sondern,

Über Jahrzehnte haben ALLE Bischöfe Fehler gemacht, sich nur für die Täter interessiert, und nicht für die Opfer.

Daß der damalige Card. Ratzinger jetzt vor allem in den Focus der Presse geraten ist, hat - wie von mir schon erwähnt - wohl den Grund, daß er später Papst geworden ist.


0
 
 mhesemann 23. Jänner 2022 
 

@winthir

Da sein Name NICHT im Protokoll der fraglichen Sitzung vorkommt, war er auch EINDEUTIG und belegbar nicht dabei, ganz wie er es selber heute erklärt. Nur ein Hetzer wie D. Deckers von der FAZ unterstellt ihm trotzdem, dass er lügt, weil es in der Sitzung auch um den Fall Hans Küng ging und "nur er dazu etwas gesagt haben kann". Welche Absurdität! JEDER, der zuvor mit ihm gesprochen hat, hätte auch in seiner Abwesenheit über den Stand in diesem Fall berichten und sich dabei auf ihn beziehen können. Daher ist Deckers Unterstellung absurd - und das Sitzungsprotokoll liefert den besten, gerichtstauglichen Beweis, dass Papst Benedikt die Wahrheit sagt!


6
 
 rosenkranzbeter 23. Jänner 2022 
 

Wer bezahlt ..

diese dilettantische tendenziöse Arbeit?

Aus Kirchensteuermitteln?


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 winthir 23. Jänner 2022 

hallo ThomasR,

danke Dir für Deine Einschätzung (von damals).

in aller gebotenen Kürze:

1) Das Freisinger Seminar wurde "zu uns" nach München verlegt (in das Herzogliche Georgianum). link s.u.

2) Die "Münchner" und wir "Georgianer" haben uns gut verständigt. Wir haben die einfach "aufgenommen" nach dem Motto Benedikts: "Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus; denn er wird sagen: "Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen."

wir waren eine gute, und eine(!) "Haus-Gemeinschaft". echt.

www.herzoglichesgeorgianum.de/


0
 
 ThomasR 23. Jänner 2022 
 

@Winthir

Das Döpfnerische wird bis heute in München als Richtige gefeiert (trotz Austrittzahlen)
Die zerstörerische Wucht des Döpfnerischen ist in München so stark daß es keinem seinen Nachfolger gelungen ist, es zu überwinden.
Selbst in den in München gefeierten Liturgien ist oft eher erkennbar das Döpfnerische als die liturg Erneuerung selbst in Novus ordo. Die liturgichen Bitten von Papst Benedikt, an die sich selbst Papst Franziskus hält, werden in München vorwiegend nicht umgesetzt.
Kampf von Kard. Döpfner gegen die Anwendung der Kommunionpatene (eine Pflicht anch § 93 Redemptions sacramentum von Wojtylapapst)- mir geht v.A. um die Zeit vor Corona- ist bis heute sprichwörtlich. Viel tiefer traf es die Priesterausbildung. Unter Anschein der Verlegung nach München (ohne eigenen festen Sitz in München zu haben) ist 1968 Priesterseminar Freising- eine liturgische Hochburg im gesamten deutschen Sprachrum- aufgelöst. Das Priesterseminar in München ist dagegen erst 1983 von Kard Wetter geweiht.


4
 
 Rolando 23. Jänner 2022 
 

SalvatoreMio, Ebuber

Bei der Verurteilung Jesu fragte Pontius Pilatus, wen soll ich freilassen? Wer wurde freigelassen, der Mörder, nicht Jesus. Wenn man auf heute schaut, wird es besonders extrem im momentanen Umgang mit der Abtreibung, dem perfidesten Mord aller Morde.
Man wollte damals Jesus weghaben, doch sie wussten nicht, oder wollten nicht wissen, daß sie Gott beseitigen. Ebenso ist vielen heute, nach 2000Jahren nicht bewusst, oder wollen es nicht wissen, daß sie Gott weghaben wollen. Sie wissen nicht, das die röm. kath. u. apostolische Kirche Jesus ist, es kommt einen so vor, das es sogar manches Personal nicht weiß, da hat der Protestantismus gute Vorarbeit geleistet. Doch die Liebe Gottes dürstet nach dem Heil des Menschen, trotz aller Verirrungen. Durch diese Situation rettete Jesus, er stand auf, der Herr wird aus dieser unserer Situation das Beste machen. Bleiben wir treu!


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 Scotus 23. Jänner 2022 

Marx ist fein raus. Am Pranger steht Benedikt.

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens! Wisst, dass eure Brüder in der ganzen Welt die gleichen Leiden ertragen müssen! Der Gott aller Gnade aber, der euch in (der Gemeinschaft mit) Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen. Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.

(1 Petr 5,8-11)


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 stephanus2 22. Jänner 2022 
 

Ja, es ist höchste Zeit..

..für Anbetung,Rosenkränze, Jesus im Tabernakel zu besuchen und zu ehren, zu lieben,zu beten, wie hier genannt auch den Rosenkranzpsalter, ich glaube am besten zu zweit oder in Gruppen. Die Vollendung naht- jetzt muss unser Papst Benedikt noch so viel ungerechten, abgefeimten Schmutz ertragen, aber es wird alles offenbar werden, alle geheimen Gedanken und Handlungen al l e r r Menschen, und die Gerechtigkeit Gottes wird alle Fragen für immer beantworten.Und wer heute verirrt ist , hohnlacht, lügt, beschmutzt und verteufelt, der muss dann der Wahrheit, d.h. der Schändlichkeit seines Tuns, ins Gesicht sehen.Nicht dass ich jmd. die Hölle wünsche, um Gottes willen, aber diese schmerzhafte Erkenntnis über sich selber schon.


4
 
 winthir 22. Jänner 2022 

zu Joseph Card. Ratzinger (Papst em. Benedikt XVI)

1. Daß er jetzt "Hauptthema" in der Presse ist, wundert mich nicht (er ist ja dann Papst geworden - also: ein "gefundenes Fressen", wie man so sagt).

2. Die Diskussion über: War er jetzt damals dabei oder nicht dabei (nein, ja, doch, vielleicht, oder doch nicht) bringt nichts, meine ich. Lediglich nach vorgefundener Aktenlage scheint es so zu sein, daß er dabei gewesen sein könnte (man weiß auch nicht, ob in der ganzen Sitzung).

3. Auch all seine Vorgänger und Nachfolger finden in dem Bericht Beachtung (seit 1945). Am häufigsten wohl Julius Card. Döpfner (was mich erstaunt, hätte ich nicht gedacht). In dessen Zeit sollen Priester aus vielen anderen Diözesen große Aufnahme in München gefunden haben.

4. Über Schuld oder Unschuld habe ich nicht zu richten.

winthir.


1
 
 723Mac 22. Jänner 2022 
 

Mutter Theresa verglich einmal Kirche mit dem verwundetem Leib Christi

(vgl. Gotteslob Nr 19 Zitat aus Gedächtnis)
Es ist vermutllich die Zeit gekommen daß wir zusammen mit der scchmerzhaften Gottesmutter über das verwundete Leib Christi sich beugen.
Zu den wichtigsten Botschaften des Pontifikates gehört ohne Zweifel die Botschaft von Papst Benedikt von Etzelsbach (wo sich übrigens Papst Benedikt den Christen aus beiden Konfessionen aus Ost und West mit einem Hinweis auf verwundetes Leib des Heilandes und die schmerzhafte Gottesmutter zuwandte) Die Frucht von Etzelsbach war die Einheit unter den Deutschen- ab Etzelsbach sprach man nicht mehr von Ossis und Wessis
In Etzelsbach sprach Papst Benedikt über die verdeckte Wunde Jesu(am Gnadenbild von Etzelsbach)
Jetzt sind sowohl die Wunde Jesu als auch die Wunden von allen Opfern an der Kirche und in der Kirche sichtbar geworden.Es ist nicht die Zeit von Beschuldigungen jeder Art sondern die Zeit der Zuwendung dem Herren und seiner Kirche-nur wenn wir gemeinsam in Liebe bleiben dann schaffen wir es zu tragen

www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110923_vespers-etzelsbach.html


6
 
 winthir 22. Jänner 2022 

Der Mißbrauch - und die Aktenlage.

CIC can.489 § 2. "Jährlich sind die Akten der Strafsachen in Sittlichkeitsverfahren, deren Angeklagte verstorben sind oder die seit einem Jahrzehnt durch Verurteilung abgeschlossen sind, zu vernichten; ein kurzer Tatbestandsbericht mit dem Wortlaut des Endurteils ist aufzubewahren."

Diese Bestimmung gilt bis heute weltweit (außer in München - Card. Marx hat mitgeteilt, diese Bestimmung nicht zu befolgen).

Ich sehe den Sinn dieser Bestimmung nicht ein - man könnte(!) von "Täterschutz" sprechen.


1
 
 SalvatoreMio 22. Jänner 2022 
 

Jesu mystischer Leib - seine Kirche - leidet: mitleiden oder weglaufen?

@Rolando: Wirklich, Ihre Gedanken sind sehr wertvoll! Durch die Kirche haben wir Gnade über Gnade empfangen und Anteil am Ewigen Leben. Wer die Kirche - Christi mystischen Leib liebt, ist auch bereit, für sie und mit ihr zu leiden. - Danke, @Ebuber, dass Sie das Thema aufgriffen!


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 lesa 22. Jänner 2022 

Ursachen 2 Die Krankheitsursache angehen anstatt palavern

Wie lässt sich Solches vermeiden? Lamentieren und palavern bringt so viel, wie wenn man Krebs mit Kosmetika behandeln würde.
"Wir brauchen eine nüchtern sachliche Beurteilung der Gefahren, die eine entfesselte Natur nun einmal mit sich bringt. Letztlich ist damit aber eine intensivierte Hinkehr zu Gottes Schöpfungsordnung nötig. Dem muss in unserer modernen Welt neu und sehr gesundheitsbewusst begegnet werden, indem wir gehorsambereit und sehr bewusst auf Gottes Willen und auf seine Grenzsetzungen achten. Eine solche Ursachenfindung wäre der erste Schritt zur Sanierung. Doch dazu ist Umkehr in der gesamten Gesellschaft nötig.
In der Kirche aber brauchen wir mithilfe der Bibel, dem KKK, und der Beschäftigung mit der Ökologie des Menschen– und das heißt mit den biologischen Grundlagen unserer von Gott geschaffenen Natur – wie auch mithilfe von Beichte und brüderlicher Hilfe – neue bewusste klare Grundlagen des Wissens, um der jetzigen Wirrnis wirksam begegnen zu können."(Christa Meves)


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 lesa 22. Jänner 2022 

Die Ursachen anschauen 1

@Ulrich Motte: Sicher bedarf es der Aufarbeitung und auch der personellen Konsequenzen. Wie Herr Hesemann darlegt, hat J.Ratzinger maßgeblich dazu beigetragen, das sie in die Gänge kommt. Dazu aber gehörte als Erstes immer das Nachdenken darüber, wie solche Verhaltensweisen entstanden sind. (Die Kirche hat den geringsten prozentuellen Anteil, was natürlich keine Entschuldigung istl.) In den Fokus rückt man aber nur die Kirche, und zwar tun das solche, die munter an der Sexualisierung der Gesellschaft, an einem destruktiven Triebverhalten und an der Zerstörung der Familie, die ja der Nährboden ist für viel Wildwuchs und unlebbarem Chaos. Die Missbrauchsmisere wird zudem vom synodalen Weg und gewissen gesellschaftlichen Kräften scheinheiligst instrumentalisiert, um den Rest der in Europa noch verbliebenen Moral noch auszuhebeln.


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 Ebuber 22. Jänner 2022 
 

@Rolando

Ich danke Ihnen sehr für Ihren Beitrag. Er betrachtet die ganze Thematik aus einem völlig neuen, aber sehr bedenkenswerten Blickwinkel.
Auch ich hatte schon so manches Mal das Empfinden, dass sich am Leib der kath. Kirche wiederholt, was sich im Leben Jesu zugetragen hat - zu unserem Heil. Ihre Gedanken passen da so gut dazu. Ich empfehle also allen Lesern, sich das auch noch einmal zu verinnerlichen. Leiden wir also mit Jesus am Leib seiner heiligen Kirche. Nur so können wir mit Ihm Sühne tun... für die Sünden der Welt.


5
 
 SalvatoreMio 22. Jänner 2022 
 

Kinderschänder darf man nicht dulden!

@Ulrich Motte: Jedem Ihrer Worte ist zuzustimmen! Und wenn Kinderschänder gar Geistliche sind oder leibliche Väter - dann ist es mehrfach schändlich. Eine Freundin kam leider sehr spät dahinter, was der Ehemann mit der Tochter machte - jahrelang. Er hatte schon vieles andere auf dem Kerbholz, aber das wollte sie nicht mehr verkraften; ihr verzweifelter Selbstmord misslang, doch sie sagte dann zu ihm: "Aus!" Diese Entscheidung war für sie sehr schwer, auch weil Ehe für sie heilig war.


4
 
 723Mac 22. Jänner 2022 
 

"Was ist Wahrheit?" fragte einst Pilatus (Joh 18,38)

Wo ist die Liebe?

Auf jeden Fall vor 40 Jahren waren die Zeiten noch anders- die erste Früchte einer falschen Rezeption des letzten Konzils (Bruch mit dem vor dem Konzil Erarbeitetem ) insbesodnere in der Priesterausbildung anhand fälschlich geformten Priestergestalten wie Pfarrer Peter H. erkennbar geworden: scheinbar ohne Gottesfurcht und ohne Streben nach der körperlichen Reinheit und Enthaltsamkeit-oder einfach ein schwacher Mensch (trotzdem Priester und Verbrecher)
Kard Marx spendete gerade zu dieser Zeit Seine Primizsegen und EB Ratzinger versuchte EB München in Griff zu bekommen- scheinabr eher schwierig auch heute (Abgang nach Rom bedeutete für KArd Razinger eher Befreiung) Wir haben auf jeden Fall mit Opfern und mit einer leidenden Kirche zu tun, vielelicht deshalb auch heute die Zuwendung zur schmerzhaften Mutter des Herren als einer Ikone der leidenden Kirche (diese Mutter teilt auch Ihre Schmerzen sowohl mit dem Sohn als auch mit allen Opfern) von entscheidender Bedeutung

www.kathtube.com/player.php?id=50209


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 Ulrich Motte 22. Jänner 2022 
 

Zeitgeist (von 1980) und Verzeihung

Keine Kirche ist sicher vor Verbrechen und Verbrechern. Keine Kirche aber mußte Zeitgeist und davon Geprägte dulden- manche Kirche blieb von solcher Duldung ja auch fern. Mir sind Kirchen bekannt, in denen damals und heute Geistliche, die außerehelichen Geschlechtverkehr bekanntermaßen hatten, regelmäßig dauerhaft vom geistlichem Amt ausgeschlossen wurden.
Verzeihung heißt nicht Wiedereinsetzung in ein Amt, einen Dienst, dessen man sich nicht würdig erwiesen hat: Greift ein Kassierer oder Finanzverantwortlicher in die Kasse, bedeutet Verzeihung nicht, daß er wieder in dieses oder ein anderes hohes Amt kommt, kommen darf. Kinderschänder wieder als Geistliche zu dulden, zeigt meines Erachtens ein Verhalten, das mit dem Bild der Braut Christi und den biblischen Anforderungen fürs geistliche Amt nicht vereinbar ist - und Risiken auf Kinder abwälzte, denen etwas anzutun ja gerade die Bibel aufs Schärfste verurteilt!


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 Johannpeter 22. Jänner 2022 
 

Die Verleumdung von Benedikt XVI. durch eine Münchener Kanzlei!

Die Münchener Kanzlei Westpfahl Spilker Wast hat den fanatischen Gegnern von Katholischer Kirche und vor allem von dem ehemaligen Papst,Nahrung gegeben.Jetzt schlagen und treten sie auf ihn herum. jetzt wird er geistig, nicht physisch ans Kreuz geschlagen! Der Christ von heute muss vieles Unangemessenes, Unfaires und Ungerechtes ertragen. Es wird höchste Zeit, sich dagegen zu wehren!


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 Simon Tolon 22. Jänner 2022 
 

Zeitgeist?

Mich sprach gerade ein Bekannter an, der in den 80er-Jahren in Politik und Kirche eine gewisse regionale Prominenz hatte und durch eine dezidiert katholische Haltung auffiel. Er wies mich darauf hin, dass er seinerzeit einen Brief, mehr ein Machwerk mit einschlägigen abstoßenden Bildern, im Briefkasten hatte, der unmissverständlich ankündigte: Wir werden Eure Kinder missbrauchen! Ich erspare uns weitere Ausführungen dazu, es ging da klipp und klar zur Sache.
Die Aufspürung solcher vorsätzlicher Missbrauchstäter fehlt völlig. Lieber betreibt man einen kirchenpolitisch motivierten Missbrauch des Missbrauchs. Hier sind Kinder vorsätzlich verführt worden!
Und bitte keine Verharmlosung betreiben. Auch das deutsche Strafgesetzbuch von 1973 (siehe Link unten) strafbewehrte bereits den Versuch auch für das Gewähren oder Verschaffen von Gelegenheit.
Die Kirche muss sich endlich einmal an die eigene Nase fassen und prüfen, wie weit sie seit ihrem neuen Konzilsfokus in die Irre gegangen ist.

lexetius.com/StGB/180,2


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 SalvatoreMio 22. Jänner 2022 
 

WERTE-WANDEL

Manchmal muss man vom eigentlichen Thema ablenken, um tiefer zu schauen, um den "Werte"-Wandel oder den völligen Verlust christlicher Werte zu erkennen. Thema "Sexuelle Übergriffe", welcher Art auch immer. Zum Beispiel: erlaubt ein Mitarbeiter es sich, der weiblichen Mitarbeiterin einen "Klaps" auf den Allerwertesten zu versetzen, so kann ihm eine Anklage drohen. (nichts dagegen einzuwenden). Geht aber gleicher Herr (oder Dame) in einen Nachtclub, macht sich an eine mindestens 18jährige Person heran und lädt das "Objekt" anschließend nach Hause ein, damit es dann " im Bett rund geht" - so spielt das absolut keine Rolle. Es geschieht ja mit gegenseitigem Einverständnis. - So akzeptiert, duldet oder begeht man gar selbst hinter den Kulissen große Unmoral - aber nach außen hin ist alles "in Ordnung". Ein Christ dürfte solche Denkweise und solches Verhalten absolut nicht unterstützen, denn wir sind aufgerufen, "Hüter unserer Brüder" zu sein. Dieses Wort Gottes gilt noch immer!


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 winthir 22. Jänner 2022 

Guten Morgen, Isargold. und -

(Zitat Isargold) "Ich bin wohl einer der Wenigen, der im Münchner Gutachten alle Texte über und von Joseph Ratzinger gelesen hat und den Rest des Gutachtens quergelesen hat." (Zitat Ende).

da hast Du recht. ich übrigens auch. Dann sind wir ja schon zu zweit!

eigentlich ("eigentlich"), wollte ich hier noch einiges schreiben, zu diesem Thema.

vielleicht fällt mir dazu doch noch was ein. gelegentlich.

so.

Einen guten (Sams-) Tag,

ein gutes "Aufwachen" heute,

und einen guten Start in die neue Woche

wünscht

Euch, uns, und Allen

der winthir.

behüt' Euch Gott.


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 Simon Tolon 22. Jänner 2022 
 

@Ludovica

Er hat sicher nicht gelogen, seien Sie da ganz beruhigt. Bei solchen Sitzungen gibt es schriftliche Einladungen, persönliche Zeugen und die Sitzungen werden schriftlich protokolliert und die Protokolle geprüft und bestätigt. Da lügt doch kein auch nur halbwegs vernünftiger Mensch. Und kein seriöser Journalist stellt überhaupt eine solche Frage, sondern recherchiert das halt einfach. Dazu gibt es ja zeitnahe Verschriftlichung. Wer das wirklich wissen wollte, konnte das nachschauen. Sich nach Jahrzehnten auf Erinnerungen stützen zu wollen, wo man es schwarz auf weiß haben konnte, ist, ich wiederhole mich, kein seriöser Journalismus.


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 Simon Tolon 22. Jänner 2022 
 

Journalismus

Danke für den Beitrag. Das ist Journalismus - wenn man genau hinsieht.
Und längst entpuppen sich viele vermeintliche und fragwürdig besoldete Journalisten, wenn man sich diese anschaut, als Mittäter einer gemeinen Journaille. Als ich gestern Google News aufschlug, reihte sich eine Hetzüberschrift an die nächste. Da war gar nichts mehr verbrämt, da schlug einem offener Hass entgegen.Er muss viel richtig gemacht haben.


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 SalvatoreMio 22. Jänner 2022 
 

Frage an MichaelX2 ...

Was haben Sie gegen erem. Papst Benedikt XVI. vorzubringen?


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 Rolando 22. Jänner 2022 
 

Fortsetzung

Die heutige, weltliche Rechtsinstitution ist ebenso nicht in der Lage Sinn und Wesen der Kirche, die geistige Dimension zu begreifen.
Da es Gott um die Sündenvergebung geht, wie sonst sollte Jesus die Sünden vergeben, außer dadurch, den Schmerz für sie auf sich zu nehmen?
Die Kirche ist der mystische Leib Jesu, hat Anteil, den Schmerz für die Sünde auf sich zu nehmen, sie spricht auch Los von der Sünde, vergibt im Namen Jesu.
Die Welt erkennt ihre Sünden nicht, sie hätte da genug zu tun, anstatt die Kirche zu be- und verurteilen, die allein ihr Vergebung schenken kann.


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 Rolando 22. Jänner 2022 
 

Jesus, und sein mystischer Leib, die Kirche

Jesus wurde aufgrund von Lügen verurteilt, der von ihm erwählte Jünger mittels Bezahlung durch Geld zum Verrat gebracht, der Rest der Jünger, bis auf einen, verzog sich, leugnete und schwieg.
Sein Vater im Himmel ließ das zu, die Mutter Jesu ging den Leidensweg mit,versuchte nicht mittels Anwälte und rechtlichen Schritten die Verurteilung zu revidieren. Was ist heute am Umgang mit dem mystischen Leib Christi anders, die eigenen Leute verraten, schweigen, ducken sich weg, das eigene Volk schreit kreuzigt ihn. Nur wenige, wie damals Johannes bleiben mit der Mutter Jesu treu, treten nicht aus, tragen das Leid mit, mit Gebet und Opfer. Der weltliche Pontius Pilatus war überfordert, nicht in der Lage die geistige Dimension zu erkennen. Die heutige, weltliche Rechtsinstitution ist ebenso nicht in der Lage Sinn und Wesen der Kirche, die geist


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 Isargold 22. Jänner 2022 
 

Joseph Ratzinger ist m.E. völlig unschuldig II

Ich bin gespannt was Fischer schreiben und tun wird, vgl. Kolumne von Fischer in Spiegel-online vom 24.12.2021 https://www.spiegel.de/panorama/justiz/katholische-kirche-und-missbrauchsaufklaerung-urteil-ohne-richter-a-f7a79837-808d-4e4b-bfec-e10f179982f7 .
Ich bin allerdings, leider, der Meinung, dass gegen die Medienwalze niemand ankommen kann.
Beste Grüße Isargold


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 Isargold 22. Jänner 2022 
 

Joseph Ratzinger ist m.E. völlig unschuldig.

Ich bin wohl einer der Wenigen, der im Münchner Gutachten alle Texte über und von Joseph Ratzinger gelesen hat und den Rest des Gutachtens quergelesen hat. Joseph Ratzinger ist m.E. völlig unschuldig. Es mangelt dem "Gut"achten an Qualität, es verspritzt unbelegte Unterstellungen und Diffamierungen. Ich möchte Jedem raten in den Gutachtentext selbst hineinzusehen: https://westpfahl-spilker.de/aktuelles Dann wird schnell klar, dass die Journalisten die Erregungsjournalismus betreiben entweder den Text gar nicht kennen oder bewusst verdrehen. Wirklich lesenswert ist der 82-seitige Text vom emeritierten Papst Benedikt XVI, der sich in Anhang 2 befindet. Auch den Text vom emeritierten Kardinal Wetter finde ich sehr gut. Einer der Opfer des Rufmords durch das Gutachten hat Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Fischer zu seiner Verteidigung beauftragt. Ich weiß noch nicht welcher Betroffene dies ist. Ich bin gespannt was Fischer schreiben und tun wird, vgl. Kolumne


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 bibelfreund 22. Jänner 2022 
 

Wo bleiben die Grünen

Mal ganz nebenbei: wo bleibt eigentlich die Politik, allen voran die Grünen? Was der kath. Kirche tagtäglich in den Medien vorgeworfen wird, warvdoch mal geradezu das Regierungsprogramm von grün, in Berlin mit den niedlichen „Stadtindianern“ sogar praktiziert. Alles vergessen? Oder dieser Herr aus dem Europaparlament, der das „Streicheln“ von Kindern so toll fand. Alles vergessen…. Oder die aufgeflogenen pädophilen spd-MdB — wo war da der damalige niedersächsische Spitzen-Sozi Steinmeier?! Nein, nein, nicht nur dieser unsägliche Trier/Münchner Täter-verschweiger Marx gehört endlich öffentlich an den Pranger, auch die pädo-Ideologen der Politik.


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 DamianBLogos 22. Jänner 2022 
 

@leonardk

Ab der Seite 1438 der pdf-Datei.

westpfahl-spilker.de/wp-content/uploads/2022/01/WSW-Gutachten-Erzdioezese-Muenchen-und-Freising-vom-20.-Januar-2022.pdf


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 Hilfsbuchhalter 22. Jänner 2022 

Marx und der suizidale Weg der deutschen Kirche. Oder, um es mit Franz Kafka zu sagen: "Es gibt unendlich viel Hoffnung, nur nicht für uns."


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 carolus romanus 21. Jänner 2022 

Abgrund an Armseligkeit

Dank an Dr. Hesemann und Kathnet für die Analyse.
Marx versteckt sich und wird versteckt, armselig.
Noch armseliger: Bätzing, der sich betroffen und empört gibt, jedoch nicht vor der eigenen Tür kehrt. Dagegen muss Woelki weg, der im Kölner Gutachten nicht belastet wird?!
So sind sie, die Besser-Katholiken, die uns reformieren wollen.


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 MichaelX2 21. Jänner 2022 
 

Schade

Die Doppelmoral, die hier propagiert wird, ist schon sehr trauig.
Aber am schlimmstern empfinde ich die Aussagen...
Man sollte doch bitte die Zeit am Anfang der
80ziger berücksichgtigen, als ob es zu dieser Zeit normal wäre, solche Verbrecher sogar noch zu schützen...
Natürlich ist eurer geliebter ehemalige Papst eine unanfechtbare Person, die natürlich keine Fehler begangen hat.
Sei es drum... Schlimm genug, dass es bis Ende der 90ziger und Anfang 2000er gedauert hat, bis Opfer überhaupt mal wahrgenommen wurden...

Tja, so funktioniert der Personenkult, wenn sie ins Weltbild passen. Marx passt nicht, also muss er weg...


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 Hibiskus 21. Jänner 2022 
 

Danke und nachmals Danke

für die ausführliche Darstellung des wahren Sachverhaltes. Wer sich hier ein Fehlverhalten vorhalten lassen muss, sind diese sogenannten "Anwälte". Sie sind für mich nicht Anwälte des Rechtes, sondern des hässlichsten Bösen.
Das Bild in der Zeitung von dieser Gruppe, ganz besonders von dieser Frau, die alles vorträgt, hat mich bins Mark erschrocken gemacht. Ich hatte in meinem langen Leben mit über 10.000 Menschen direkt zu tun und muss leider bekennen, mich kaum einmal geirrt zu haben. Der Blick ins Gesicht dieser Frau lässt einen erfrieren.
Und die Geier kreisen schon. Die Presse hat ihr Fressen, sie redet von Moral, ist selbst aber diesbezüglich bar jeder Vorstellung.


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 Carlotta 21. Jänner 2022 
 

Danke Dr. Hesemann !

Inzwischen laufen die immer sprungbereiten Feinde des Papa emeritus komplett aus dem Ruder und lassen ihrem Hass freien Lauf-und was die Sache nicht besser macht, katholisch.de dient ihnen als Sprachrohr. In Italien sieht man das Ganze realistischer und ist viel kritischer gegenüber dem Gutachten. Z.B.
https://www.marcotosatti.com/2022/01/21/bdv-benedetto-forse-ha-sbagliato-ma-viva-benedetto-il-katechon/


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 Chris2 21. Jänner 2022 
 

Manche Linken förderten sogar die Pädophilie.

Ich erinnere mich an Linke, vor allem "Grüne", die uns Verklemmtheit vorwarfen, dass wir Kindern ihre Sexualität verweigern würden, erinnere mich an Plädoyers, "einvernehmlichen Sex mit Kindern" straffrei zu stellen, an Gruppierungen wie "Schwups" (Schwule und Pädophile Schleswig") und an einen gefeuerten Münchener Jugendpfarrer, der nach einem Jahr Redeverbot als erstes forderte, alle sexuellen Handlungen zu akzeptieren, die nichts mit Gewalt zu tun hätten.
Nein. Damals ging es gar nicht um die "Heilbarkeit" der Pädophilie, denn sie war drauf und dran, als eines der letzten gesellschaftlichen Tabus zu fallen. Und die größte Hürde dabei war die Kirche. Also schlichen sich noch mehr trojanische Pferde ein. Wie man sieht, erfolgreich...


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 Antlitz Christi 21. Jänner 2022 
 

Mariens Prophetien

erfüllen sich immer klarer. Die Kirche wird von innen und außen angegriffen von diabolischen Mächten. Wir müssen nun als Gläubige zu den "Waffen" greifen, die uns gegeben sind und damit in die Bresche springen, das ist doch jetzt der "Wacht auf!" Ruf. Besonders der Rosenkranz-Psalter, der das ganze Evangelium enthält ist die direkte Verbindung mit dem Himmel, er ist Schutz, er ist Fürbitte und zerschlägt die Machenschaften des Bösen. Schliessen wir auch unsere Kinder und Jugendlichen ein, die besonders im Visier des Bösen stehen. Es ist jetzt keine Zeit mehr zu verlieren ...


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 rosenkranzbeter 21. Jänner 2022 
 

Danke

Vielen Dank Herr Dr. Hesemann für diesen Artikel. Ich habe heute in der Düsseldorfer WZ so einen hass-erfüllten Leitartikel über die Kirche und Papst Benedikt XVI. gelesen, dass ich geschockt bin ob solchen Hasses auf die Kirche. Ich werde die Zeitung nicht mehr kaufen.
Denn hier, schien mir, tobte sich jemand aus, der grundsätzlich große Probleme mit der katholischen Kirche hat. In den Berichten dieser Zeitung wurde die Gesamtzahlen des Berichtes und seine gesamten Abscheulichkeitenauf Seite 1 ausführlich dargestellt und nur namentlich nur der emeritierte Papst Benedikt XVI. erwähnt, wenngleich er nur in 4 Fällen verantwortlich sei, so die WZ. Die Feinheiten u Differenzierungen erfolgen auf S 2.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Oder?
Hier versucht man, das Lebenswerk eines großen Papstes und Theologen in den Dreck zu ziehen und seinen ganzen persönlichen Hass auf alles "Katholische" mithineinzupacken.
Ich werde der Redaktion dieser Zeitung die Analyse Michael Hesemanns zusenden.


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 girsberg74 21. Jänner 2022 
 

Danke, lieber Michael Hesemann, für diese Auseinanderlegungen!

Das Ganze ist nur ein Donnergrollen des Bösen und dieser ist ein Durcheinanderwerfer, ein Lügner. Am besten, man lacht ihn aus.


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 Zeitzeuge 21. Jänner 2022 
 

Zwischenfrage:

Ich verfolge die vielsagenden Wortmeldungen hier
bzgl. em. Papst Benedikt XVI./Kardinal Ratzinger
mit Interesse.

Wo aber waren die Benedikt/Ratzinger Kritiker
von heute damals, als auch bei kath.net über den
Fall Bergoglio/Grassi berichtet wurde?

Mehr im Link, wo man auch den anderen Artikel
"Lügt Papst Franziskus gegenüber Journalisten?"
einsehen kann.

Anscheinend wird eine "Empörungs-Selektion" betrieben!

Wieso?

www.kath.net/news/65192


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 winthir 21. Jänner 2022 

diese Sache interessiert mich.

und zwar, weil

1) ich meinen damaligen (Erzbischof), Joseph Card. Ratzinger, persönlich (ich war Seminarist) mehrmals "erlebt" habe.

2) ich mit dem HH. Herrn Prälat Lorenz Wolf (derzeit Offizial der Erzdiözese München und Freising) zusammen im gleichen Priesterseminar war. Der "Offizial" ist übrigens der einzige, der von der Jurisdiktion des jeweiligen Bischofs unabhängig ist.

so.

ich lese erstmal. das Gut-Achten. durch.

p.s.

mehr weiß ich noch nicht.


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 ottokar 21. Jänner 2022 
 

Und wie reagierte Marx?

Er stellte sich, obwohl durch das Gutachten direkt belastet, vor die Kamera und entschuldigte sich für "seine Kirche"."Seine Kirche" , das sind doch wir , der Rest der gläubigen Katholiken. Für seine sündigen Mitbrüder, für die er mitverantwortlich ist, hätte er sich entschuldigen müssen und für sein eigenes, gutachterlich bewiesenes Fehlverhalten in dieser causa.Auch kein Wort der Verteidigung des emeritierten Papstes, der ihn einmal auf diesen Posten berufen hat.Er lässt diesen guten, vom Alter geplagten Menschen im stürmischen Regen stehen und schaut zu, wie er von den Medien zerrissen wird , als sei er der schlimmste Missetäter.Schäbiger geht es nicht.Warten wir auf die Analyse von Trier.


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 prim_ass 21. Jänner 2022 
 

Hab ich mir schon gedacht

Dass hier wieder mit später geändertem Kirchenrecht auf frühere Zeiträume geschaut wird, um damit Papst em. Benedikt XVI. zu diskreditieren, habe ich mir schon gedacht. Dank an Dr. Hesemann für seine Ausführungen und Dank an die kath.net-Redaktion, die nachgehakt hat!


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 Veritas 21. Jänner 2022 
 

Fragen

Danke allen, die das umfangreiche Gutachten lesen, um es transparenter zu machen.
Was in der gestrigen "Berichterstattung" auffiel: Obwohl Joseph Ratzinger die kürzeste Amtszeit aller Erzbischöfe von München und Freising seit 1945 hatte, ging es gestern nur um ihn. Schon im Vorfeld konnte man öfter lesen, dass in dem Gutachten, das am 20.1.2022 vorgestellt werden soll, auch "die Amtszeit von Papst Benedikt XVI." untersucht werde. Auffallend auch, dass in den Medien nicht Opfer der fraglichen Zeit zu Wort kamen, dafür umso mehr "Experten", die so taten, als hätten sie das umfangreiche Gutachten bereits genau gelesen und wüssten ganz genau, wer wann was wusste und getan oder nicht getan hat.
Da frage ich mich schon: Geht es hier wirklich um Aufdeckung der Wahrheit und Gerechtigkeit für die Opfer, was an erster Stelle stehen muss, oder geht es eher darum, die Kirche, für die Papst Benedikt steht, zu schleifen, und die Opfer sind wieder nur eine Randnotiz?


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 leonardk 21. Jänner 2022 
 

@CusanusG: Wo findet man das Teilgutachten

Wo findet man denn das Teilgutachten zum Fall H. Ich habe leider nur den Teilband 1 gefunden, aber da ist der Fall ja herausgenommen. Oder habe ich das übersehen?


1
 
 lamwool 21. Jänner 2022 
 

Verwunderung

.. über die irrationale Festhaltung an 'was nicht sein darf, kann nicht sein'. Seit beginn des bekannt werdens von Missbräuchen von Jugendlichen durch katholische Priester, wird die Schuld immer auf andere abgewälzt. Und wenn es dann nicht mehr geht, wird 'sich entschuldigt'. Als ob das möglich ist; (man kann sich nicht selbst entschuldigen). Daas ist das sehr bedenkliche an der ganzen Causa. Auch hier: im Protokoll wird die Anwesenheit von Benedikt ausdrücklich erwähnt und trotzdem wird sie abgestritten. Von ganz einfachen Gläubigen verlangt die RKK Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit; ua. im Beichtstuhl. Ich frage Euch hier um Eure ehrliche Meinung. (Die 'verunglimpflichung, verleumdung usw. der kath. Kirche ist für mich eine zu einfache Antwort!).


2
 
 CusanusG 21. Jänner 2022 
 

zum Fall H - 5-

Es bleibt aus den Akten nichts übrig an der Konstruktion Ratzinger habe irgendetwas gewusst, was die Gefährlichkeit von H. betraf.

Wie sollte das auch gehen? Die weltliche Gerichtsbarkeit in NRW hatten H. auf freiem Fuß belassen, medizinische Spezialisten hielten ihn für therapierbar. Informationen von seiner Neigung, Buben zu missbrauchen, wurden von Essen nie nach München übermittelt. Das Vorgehen entsprach den damals üblichen Vorgehensweisen - im übrigen nicht nur innerhalb der kath. Kirche.

Dass H ab 1985/86 in München strafrechtlich auffällig wurde, kann man niemand vorwerfen, der in München 1980 arglos seine Aufnahme abwickelte. Ratzinger war damit evident nicht befasst.

Diese Art der konstruierten ex-post facto Analyse ist unseriös.

Seltsamerweise wird Kardinal Marx im Fall H (der bis 2010 in München wirkte) mit dem HInweis entlastet, er habe Personalfragen ganz seinem Generalvikar überlassen - und das obwohl Marx H's Neigung kennen konnte!


16
 
 SalvatoreMio 21. Jänner 2022 
 

Ein herzliches Dankschön an Herrn Dr. Hesemann für all die Mühe!


10
 
 CusanusG 21. Jänner 2022 
 

zum Fall H -4-

Was vor der Sitzung ablief steht auch in den Akten - Teilgutachten S157ff. H. wurde auf Ebene der Personalchefs vermittelt: Der Personalchef aus Essen fragte bei seinem Kollegen seinem Münchener Kollegen an - 03.01.1980:
"- Bei [H.] liegt eine Gefährdung vor, derentwegen er aus dem seelsorglichen Dienst herausgenommen wird und
- wegen der er sich in München einer psychisch-therapeutischen Behandlung unterziehen soll,
- wozu er auch bereit ist.
- Ein Verfahren steht nicht an.
- Erbeten wurde Wohnung und Unterkunft bei einem Pfarrer in einer Münchener Pfarrei.
- Angeregt wurde ein Einsatz von [H.] bei Gottesdiensten und liturgischen Diensten sowie die Erteilung von Religionsunterricht an einer Mädchenschule.
[Diese] Informationen wurden sodann von [dem Personalreferenten] zunächst schriftlich in der Aktennotiz vom
09.01.1980 ,verdünnt’:
- [Essen] bittet um die vorübergehende Aufnahme eines jüngeren Kaplan der sich in ärztliche
psychotherapeutische Behandlung nach München begeben soll..."


7
 
 CusanusG 21. Jänner 2022 
 

zum Fall H - 3 -

Was gänzlich außer Acht bleibt, ist dass man Ratzinger vorab offenbar das Protokoll vorenthielt, er sich nicht zum Vorwurf äußern konnte, dass das Protokoll zeige, dass er bzgl. seiner Nichtteilnahme gelogen habe und man so - ohne ihn zu hören - Stimmung gegen ihn machen konnte.

Dabei zeigt das Protokoll, dass in der Sitzung der Fall H. keine nennenswerte Rolle spielte. Da wurde abgenickt, was im Protokoll steht: einen jungen talentierten Kaplan nach München zu lassen, um Therapie und Seelsorge zu kombinieren.

Daneben werden derart viele verschiedene TOPs angerissen, dass man unschwer erkennen kann, dass hier keine Missbrauchsprobleme aufgeworfen wurden. Sprich: das Protokoll entlastet Ratzinger mehr als es ihn belastet.

OB er vor 40 Jahren an der Sitzung teilnahm oder nicht, kann niemand feststellen und Ratzinger sagt in seiner Stellungnahme ohne das Protokoll zu kennen, nein. Selbst wenn, war die Sitzung völlig unbedeutend zum Fall H.


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 CusanusG 21. Jänner 2022 
 

zum Fall H. - Teil 2

Ratzinger führt dazu aus:

1. Er war selber nicht mit dem Fall befasst
2. Er wusste nichts über H's Missbrauchsgefahr
3. Die Verantwortlichen im Bistum München bat Köln um die vorübergehende Aufnahme eines jüngeren Kaplans, der sich in ärztliche psychotherapeutische Behandlung bei einem schon bestimmten Spezialisten in München begeben soll.
4. In der Sitzung vom 15.1.20 wurde protokolliert, Essen bittet für einige Zeit um Wohnung und Unterkunft für [H.] bei einem Pfarrer in einer Münchner Pfarrei. Er wird sich in psychisch-therapeutische Behandlung begeben.
5. Das BIstum wusste MItte der 80er nichts von H.s MIssbrauch

Was das Gutachten gegen Ratzinger anführt ist ein Protokoll der Sitzung, laut dem er geäußert habe, die Causa Küng wolle Rom gütlich regeln. Daraus wird konstruiert, Ratzinger habe an der Sitzung teilgenommen und wusste um H's Missbrauchsgefahr. Es ist dieses schwache Indiz, das die Gutachter wild spekulieren lässt, dass Ratzinger gelogen habe und Schuld trage.


14
 
 CusanusG 21. Jänner 2022 
 

zum Fall H schreiben die Gutachter

"Bereits einführend ist festzuhalten, dass sich aus Gutachtersicht der (Anfangs)Verdacht einer Einbindung von Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. im Hinblick auf nach Einschätzung der Gutachter mutmaßlich Fälle weiteren sexuellen Missbrauch durch Priester X. in seiner ersten Einsatzstelle in der Erzdiözese nicht bestätigt hat. Entsprechende Nachweise konnten nicht gefunden werden. Darüber hinaus scheidet eine Beteiligung von Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. im Hinblick auf die Versetzung des Priester X. in seine zweite Einsatzstelle aus. Schließlich konnte auch eine unmittelbare Einbindung von Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. in die nach Dafürhalten der Gutachter jedenfalls seit dem Jahr 2010 verfolgte Strategie zu seinem Schutz
nicht nachgewiesen werden, auch wenn insoweit noch einige Vermutungen und offene Fragen bestehen"
[betrifft] die Beteiligung von Kardinal Ratzinger an der Entscheidung, Priester X. im
Jahr 1980 in die Diözese zu holen. - S 174 Teilgutachten zu H.


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 Federico R. 21. Jänner 2022 
 

Hallo @winthir

Ich habe es mir gestern vormittag angetan und mir die Direktübertragung der Vorstellung des sog. Gutachtens angesehen und -gehört. „Gut-achten“? Ist in mancherlei Hinsicht wohl eher ein „Schlecht-achten“. Zudem habe ich mir das BR-Extra nach der 18.30-h-Nachrichtensendung angeschaut, sodann heute morgen die Berichterstattung in meiner Heimatzeitung gelesen. Und aus alledem habe ich mir meine bescheidene Meinung gebildet, die Sie weiter unten nachlesen können.
Hier nochmals: Die Stoßrichtung, das Ziel ist immer dasselbe: Benedikt demütigen, zu Fall bringen, um damit die Kirche Jesu Christi zu treffen. Und das nenne ich DIABOLISCH! Man muss sich nur mal die Mimik des einen oder anderen Akteurs*in ansehen.

Auch von mir ein Extra Dankeschön an Michael Hesemann.


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 Devi 21. Jänner 2022 
 

Papst Benedict

Ja, Herr Hesemann ,danke für Ihren Bericht.Gerade Papst Benedict hat sich so sehr für die Aufarbeitung von Missbrauch eingesetzt.Zur damaligen Zeit denke ich auch an Christa Meves ,die einmal ein Gespräch mit einem Rechtsanwalt oder Richter hatte.Missbrauch an Kindern damit gibt sich kein
Gericht ab.(Aus den 60ziger Jahren!)Devi

Studie von München


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 si enim fallor, sum 21. Jänner 2022 
 

Als Stimmabgabe, werde ich bald weitere Bücher von Benedikt XVI kaufen u lesen

Das Bemerkenswerte an der ganzen Sache ist, dass man viele Schlagzeilen gegen Ratzinger liest, aber in keinem dieser Artikel werden Details genannt.
In diesem Artikel schon.

Wir wissen auch, dass die Medien heute gelber denn je sind, da die sozialen Netzwerken ihnen die Abonnenten und die Aufmerksamkeit wegnehmen.


7
 
 mhesemann 21. Jänner 2022 
 

Kein Opfer!

Ich habe mir, quod erat demonstrandum, gestern Nacht die Mühe gemacht, den Kardinal Ratzinger betreffenden Teil des Münchner Gutachtens vollständig durchzuarbeiten. Es ist noch einmal zu betonen, dass es in den vier ihm zu Last gelegten Fällen kein einziges Missbrauchsopfer gab, jedenfalls nicht in seinem Bistum und seiner Amtszeit. Ihm mangelnden Opferschutz vorzuwerfen ist also absurd!


23
 
 lesa 21. Jänner 2022 

Die Seligpreisungen sind aktuell

Danke, Herr Hesemann!
Die Hl. Edith Stein sagte angesichts der beginnenden Verfolgung: "Man wird mich nie mehr in Ruhe lassen."
Das erleben auch die Hirten dieses Jahrhunderts, die der Wahrheit treu bleiben. Sogar nach dem Scheiden aus diesem Leben muss der Patzer drauf. "Selig seid ihr", sagt Jesus. Und SIE kommen ins Land der Ruhe (vgl Hebr).
Jene, die die Wahrheit nicht vertragen aber können keine Ruhe geben mit ihren Anschwärzungen. Sie sind arm.


9
 
 rheinischkatholisch 21. Jänner 2022 
 

Danke, Herr Dr. Hesemann

Sie sind einer der besten Journalisten, die ich kenne. Diese Rufmordkampagne haben Sie hervorragend entlarvt! Danke! Ihr Beitrag über unsere Gegner hat mich wachgerüttelt: http://rheintoday.de/koelner-dom-bald-moschee/

rheintoday.de/koelner-dom-bald-moschee/


16
 
 chorbisch 21. Jänner 2022 
 

@ Herr Hesemann

In den Zeitungsartikeln, die ich gelesen habe, werden die Beschuldigungen des Gutachtens gegen Kardinal Marx, wie auch gegen Kardinal Wetter, erwähnt und nicht nur "am Rande".
Daher kann ich Ihren Schluß nicht nachvollziehen, man wolle mit den Angriffen gegen Papst Benedikt von den Fehlern Kardinal Marx' ablenken.

Unverständlich ist mir auch Ihre "Nachsicht" gegenüber dem Priester aus der Diözese Essen. Ein mehrfach verurteilter Sexualstrafftäter in meiner Meinung nach unwürdig, weiter als Priester und Seelsorger zu wirken, egal wo.

Und zum Schluß: Die wirklichen Opfer sind die Jugendlichen und Kinder an denen sich die im Gutachten genannten Priester vergriffen haben, nicht Papst Benedikt.


5
 
 Ebuber 21. Jänner 2022 
 

Die gestrigen Nachrichten

über dieses Thema trieben mir spontan den Blutdruck in die Höhe. Es war für einen einigermaßen gebildeten Katholiken sooo offensichtlich, was hier ablief. Marx musste mit allen Mitteln der "jornalistischen Kunst" aus der Schusslinie gebracht werden, der "Synodale Weg" musste unbedingt verteidigt und sogar noch argumentativ befeuert werden... Und natürlich musste die Schuld dem alten, ehrwürdigen Benedikt angelastet werden. Es war alles so durchsichtig. Aber die große Masse der Menschen wird es glauben. Ich konnte nur noch beten: O Herr, greif doch endlich ein. Lügenhafte Lippen sind Dir doch ein Gräuel. Warum lässt Du diese gehässigen Menschen so lange gewähren....? Aber Gott lässt auch seiner nicht spotten und er wir die Kirche retten, denn es ist seine Kirche, die von Jesus Christus gestiftete Kirche.


22
 
 ThomasR 21. Jänner 2022 
 

Der Kahlschag geht weiter

Diese Worte von Peter Seewald (s.link zum Artikel von Peter Seewald bei kath.net )über die Lage in EB München. haben mit dem Kreuzzug diesmal gegen Joseph Ratzinger und nicht gegen ein weiteres Frauenkloster eine neue Dimmension erreicht.

www.kath.net/news/64034


8
 
 Bernarda 21. Jänner 2022 
 

Vielen Dank

..für diese Zusammenfassung der Sachlagen und der Rechtslage. Könnten sich nicht bitte mehr Sachverständige wie Herr Hesemann es einer ist zu öffentlichen Stellungnahmen bereitfinden, damit dem geifernden Chor der Ankläger öffentlich Paroli geboten wird?


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 winthir 21. Jänner 2022 

nun,

bevor ich mir eine Meinung dazu bilde, lese ich mir das Gutachten erst mal durch. das wird noch dauern, weil das sind so ca. 420 Seiten.

Wer das auch durchlesen möchte: unten, hier, der link.

Zum Gutachten (pdf).

westpfahl-spilker.de/wp-content/uploads/2022/01/WSW-Gutachten-Erzdioezese-Muenchen-und-Freising-vom-20.-Januar-2022.pdf


2
 
 bibelfreund 21. Jänner 2022 
 

Gesteuerte Propaganda

Z. B.. Die „Tiroler Tageszeitung“ schreibt es so, wie es die Religionsbeamten u der synodale Irrweg am liebsten haben: Ratzinger ist der Verbrecher u Marx der Gute, der nun aufklären will…. Soviel Demagogie tut weh — gut dass kath.net den Kontrapunkt setzt


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 Ludovica 21. Jänner 2022 
 

Ich tue mir im Moment, ehrlich gesagt, ein bisschen schwer

Unseren hochverehrten Papa emeritus zu verteidigen. Der obige Artikel hilft da ein wenig weiter, glaube ich - alle Zweifel sind damit aber nicht ausgeräumt bei mir. Vor allem der im Raum stehende Vorwurf der LÜGE (war er nun bei der Sitzung 1980dabei oder nicht?) wiegt schwer…


0
 
 Federico R. 21. Jänner 2022 
 

(2)

Für mich war – beinahe mit Händen zu greifen – das Münchner Gutachter-Tribunal mit seiner „Verkündigung“ ein raffiniert eingefädeltes diabolisches Machwerk. Es hatte nur den einzigen, aber bei genauerem Hinsehen und -hören unschwer durchschaubaren Zweck: den außerordentlich redlichen Papst Benedikt - und mit ihm die gesamte kath. Kirche - zu Fall zu bringen.

Ist das nicht auch das Hauptanliegen des Teufels??? Die „unheilige Dreifaltigkeit“ – „Satan, Antichrist und falscher Prophet“ – läuten mit blechernem Höllengetöse die letzten Tage der Endzeit ein.
Maranatha!!!


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 Federico R. 21. Jänner 2022 
 

Wie CNA berichtet, habe Kardinal Marx lt. Gutachter ... (1)

... in einer Stellungnahme betont, dass die Hauptverantwortung für die Bearbeitung der Missbrauchsfälle seiner Meinung nach beim Ordinariat und dem Generalvikariat läge. Sollten diese ihren Pflichten nicht nachgekommen sei, empfinde er, Marx, dafür lediglich eine "moralische Verantwortung". Er habe in seiner Stellungnahme auch betont, ihm als Erzbischof unterliege hauptsächlich die "Verkündigung des Wortes Gottes".

Wenn Marx, der bisher vor allem als eminenter politisierender Kardinal aufgefallen ist das von sich selbstz sagt - na denn. Aber in welch höherem Maße müsste dasselbe auch für Joseph Ratzinger/Papst em. Benedikt zutreffen, der bar jeglichen politischen Kalküls ein Priesterleben lang nichts anderes tat, als das Wort Gottes zu verkündigen und auszulegen. Das war schlichtweg sein Lebenswerk.

(Fortsetzung)


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 Miriam7 21. Jänner 2022 
 

@Hope F.

Ich schließe mich Ihrem Kommentar vollkommen an und empfinde ihn wahrlich als "Veronika". Ebenso den wunderbaren Beitrag von Dr. Hesemann.


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 Joachim Heimerl 21. Jänner 2022 
 

Ein glänzender Artikel

Lieber Dr. Hesemann! Danke für diesen glänzenden Artikel und die profunde Analyse des Gutachtens, der man nur beipflichten kann. Das gilt auch für die Gegenüberstellung mit Kardinal Marx, die treffender kaum sein könnte: Die Installierung einer Zeitgeist-Kirche statt eines theozentrischen Katholizismus, für den Ratzinger /Benedikt XVI. steht. Bravo!


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 ThomasR 21. Jänner 2022 
 

Eine apostolische Visitation des Erzbistums München*

und folgend Strukturreform von Erzbistum München über z.B. Aufteilung in 3-4 kleinere Bistümer dringendst gefragt.

Allen bisherigen Reformen wie Bildung der Pfarrverbunde, Übertargrung der Leitung der Pfarrverbunde an Laien u.A. an Frauen, Reduzierung der Anzahl gelesenen Sonntagsmessen, Auflösung der Frauenklöster per Amtsgewalt der Kirche oder ÖKT 2010 folgte ausschließlich die Mehrung der Kirchenaustritte.

Die Anzahl der Seminaristen im Münchner Priesterseminar hat sich in den letzten Jahren auch wesentlich verringert. Es werden vom Münchner Priesterseminar die im alten Ritus beheimateten Kandidaten weiterhin nicht angesprochen (die Möglichkeit der Ausbildung in beiden liturgischen Formen des RR wurde selbst durch die Regelungen von Traditionis custodes nicht abgeschafft)


6
 
 Hope F. 21. Jänner 2022 
 

Danke

für diesen wertvollen Beitrag. An objektiver Aufarbeitung und Berichterstattung fehlt es vielerorts. Es geht darum, Andersdenkende an den Pranger zu stellen und von eigenen Fehlern und Versäumnissen abzulenken. Es ist abscheulich, was man dem hochbetagten em. Papst damit antut. Es kann der bravste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Mitmenschen nicht gefällt. Pfui! Wie oft soll der Erzengel Michael mit seinem Schwert die Erde noch berühren bis die Menschen den Satan erkennt?


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 chriseeb74 21. Jänner 2022 
 

Hesemann hat in vielen Dingen Recht

Benedikt wird jetzt vorgeschoben, da er der "prominenteste" unter den (ehemaligen) deutschen Bischöfen ist/war, um die katastrophalen Zustände der Kirche in Deutschland, insbesondere in der Zeit zwischen 1960 bis Anfang der 80er Jahre zu vernebeln. Dies gilt natürlich nicht nur für das Erzbistum München/Freising.
Fakt ist und bleibt, dass sämtliche Kirchenleitungen vom Bischof, Generalvikar und darunter liegende Verantwortliche den immensen Schaden, der in Kinderseelen angerichtet worden ist gegen ihren und den Ruf der Kirche gegengerechnet haben.
Dies ist faktisch eine moralische Bankrotterklärung und wird sich leider in den nächsten Jahren rächen...hier zeigt sich am deutlichsten, dass der Rauch Satans in die Kirche eingezogen ist.
B XVI. soll dafür büßen. Schämt euch ihr noch lebenden Verantwortlichen und macht reinen Tisch!


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 Gipsy 21. Jänner 2022 

Es geht in die Endphase

der kath.Kirche, so wie wir sie bisher kannten.

Die Zerstörer vergreifen sich an der Spitze , der Hierarchie und arbeiten daran, diese zu zerstören.

Wenn es gelingt, dann kann der synodale Weg mit Pachamama-Götze ,auf protestantischem Gleis ungestört in den Abgrund fahren , das geht dann ganz schnell.

Und erst dann kann wieder aufgebaut werden, beruhend auf der jahrhundert alten Tradition der Kirche.


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