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28. April 2022 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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„Kein fremder Gott soll bei dir sein, du sollst dich nicht niederwerfen vor einem fremden Gott.“ Psalm 81,10 - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Linz (kath.net)

„Kein fremder Gott soll bei dir sein, du sollst dich nicht niederwerfen vor einem fremden Gott.“ Psalm 81,10

Das ist die Bibelstelle, die ich heute Morgen gelesen habe und mit der ich mich heute näher auseinandersetzen will. Sie hat mich deshalb angesprochen, weil ich gar nicht klar vor Augen habe, wer oder was denn eigentlich „meine Götzen“ sind. Um diese Frage zu klären, habe ich mich ins Internet gestürzt und ein paar interessante Dinge gelernt:

1. Götzen stehen nicht immer automatisch an erster Stelle, das wäre zu offensichtlich und ich würde sie schnell loswerden.

2. Ich brauche meine Götzen nicht immer, aber sie bleiben eine einfache Lösung und ich kann mich ganz schnell wieder an sie wenden.

3. Meine Götzen verleihen mir ein Zugehörigkeitsgefühl.

4. Ich bin bereit für meine Götzen Opfer zu bringen.

5. Werden sie von anderen in Frage gestellt, reagiere ich schroff und aggressiv.


6. Ich prahle mit ihnen, um Lob dafür zu erhalten.

7. Meinen Götzen „anzubeten“ macht Spaß. Ich genieße es.

8. Auch der Zustand der Seele kann ein Götzen sein (chronische Müdigkeit, Depression oder ständiger Kampf mit Umständen/Problemen).

9. Ein Götzen nimmt oft den Großteil meiner Zeit ein.

10. Lese ich in der Bibel diesbezüglich etwas, wo ich mich verändern sollte, werde ich wütend.

11. Über meine Götzen könnte ich stundenlang reden —> starke Bewunderung.

12. Mache ich Dinge im Verborgenen; habe geheime Gedanken/Wünsche und ziehe mich zurück (übertriebenes Streben nach Privatsphäre) und bin unter Umständen auch bereit, zu lügen, hat das sehr häufig etwas mit Götzen zu tun.

Puuh, also ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dieses Thema ist präsenter in meinem Leben, als mir lieb ist. Wenn ich diese Punkte so durchgehe, merke ich sehr schnell, wie unfrei mein Herz ist. Aber wie kann ich mich von dem lösen, wovon scheinbar mein Lebensglück abhängt?

Mit Gottes Hilfe habe ich auch dazu eine Gedankenanregung gefunden: Nicht auf das Abwenden konzentrieren, sondern mich bewusst jemandem ZUWENDEN.

Und ich spüre, Jesus kommt heute zu mir und fragt: „Würdest du das, von dem du glaubst, dass es jetzt unbedingt sein muss, für mich loslassen und dich mir/der alten Frau/deinen Neffen/deiner Freundin/… zuwenden?“

Und ich sag JA.

„Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig. Darum sollst du den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Und diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Kindern wiederholen. Du sollst sie sprechen, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst. Du sollst sie als Zeichen um das Handgelenk binden. Sie sollen zum Schmuck auf deiner Stirn werden. Du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und in deine Stadttore schreiben. Und wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land geführt hat, von dem du weißt: er hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es dir zu geben - große und schöne Städte, die du nicht gebaut hast, mit allen Gütern gefüllte Häuser, die du nicht gefüllt hast, ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast -, wenn du dann isst und satt wirst: nimm dich in Acht, dass du nicht den HERRN vergisst, der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, geführt hat! Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten; ihm sollst du dienen, bei seinem Namen sollst du schwören.“ Dt 6, 4-13


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Lesermeinungen

 winthir 30. April 2022 

"Nicht auf das Abwenden konzentrieren, sondern mich bewusst jemandem ZUWENDEN."

danke, Lucia, für Deinen für mich hilf-reichen Denk-Anstoß.

danke.


0
 
 lesa 29. April 2022 

Prima Artikel, danke!
Die Kirche lebt.


0
 

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