Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland

Das Brot der Engel – Wer an Gott glaubt, weiß, dass Jesus Christus die Herzmitte der Kirche ist

15. Mai 2022 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Möchten Sie doch lieber römisch-katholisch bleiben? Vielleicht sind Sie auch all der narkotischen und nutzlosen kirchenpolitischen Debatten so müde? Dann geht es Ihnen so wie mir.“ Geistliche Betrachtung von Thorsten Paprotny


Hannover (kath.net) Wir leben in einem Zeitalter der Orientierungslosigkeit. Einige Bischöfe werben dafür, den Katechismus umzuschreiben, der verbindlich gültigen Lehre der Kirche ein – postmodern ausgedrückt – zeitgeistliches Design zu verleihen und dezidiert konzilswidrig das Evangelium Jesu Christi im Lichte der Zeichen der Zeit zu deuten. In Deutschland steht der sogenannte „Synodale Weg“, alimentiert von Kirchensteuermitteln, seit Jahren schon im Zentrum fruchtloser Debatten jenseits der Gottesfrage. Theologen der deutschkatholischen Funktionärskirche stiften nicht Impulse für die Neuevangelisierung, sondern gemäß der Weisung der „Autonomisten“ eine Entkernung des christlichen Glaubens und der verbindlich gültigen Morallehre. Pater Engelbert Recktenwald schreibt: „Die Autonomisten wollen das Naturrecht abschaffen, weil es Moral begründet.“ In Deutschland gibt es „katholische Theologen“, die die „moralische Lebensgestaltung“ abschaffen und durch eine Freiheit ersetzen möchten, „die als normgebende Wahrheit nur sich selber anerkennen will“. Verstörende Phänomene wie diese bezeichnete Kardinal Joseph Ratzinger in der heiligen Messe zur Eröffnung des Konklaves, in dem er zum Papst gewählt wurde, als bestimmendes Kennzeichen einer „Diktatur des Relativismus“.


Neuevangelisierung bedeutet also eine Neubesinnung auf Christus. Wovon also sollte in der Kirche heute die Rede sein? Von Gott. Die Wahrheit des Glaubens ist eigentlich ganz einfach. Als Bettler vor Gott dürfen wir im Credo der Kirche verwurzelt sein. Der Katechismus schenkt uns Orientierung. Wir bekennen uns gläubig zur Kirche des Herrn, die alle Zeiten und Orte umschließt. Unsere Weggefährten auf der Pilgerfahrt unseres eigenen Lebens sind die Heiligen, unsere Fürsprecherin, der wir uns vertrauensvoll zuwenden, ist die Gottesmutter Maria. Wir könnten von der Schönheit des Glaubens berichten, demütig, leise und dankbar, und von unserem ganz eigenen Weg zu Gott. Wovon aber ist in der Kirchenprovinz Deutschland die Rede? Bloß vom „Synodalen Weg“, von den kunterbunten Fantasien einer Pippi-Langstrumpf-Kirche, getreu dem Motto: „Ich mach mir die Kirche widdewiddewidde wie sie mir gefällt.“

Oder möchten Sie doch lieber römisch-katholisch bleiben? Vielleicht sind Sie auch all der narkotischen und nutzlosen kirchenpolitischen Debatten so müde? Dann geht es Ihnen so wie mir. Immer wieder dasselbe wird immer wieder erregt diskutiert, empört inszeniert und anmaßend aufgebracht. Die müßigen Forderungen der etablierten Kirchenkritiker müssen auch nicht wiederholt werden, denn die Kirche Gottes schenkt uns Orientierung. Wir sind und bleiben berufen und bestellt, Kleriker und Weltchristen, Zeugen des gekreuzigten und auferstandenen Herrn zu sein, einfach gläubige Katholiken, die das Herz auf dem rechten Fleck haben, mit klarem Verstand dankbar sowie in gotteskindlichem Vertrauen die Kirche lieben und ihr dienen. Wer an Gott glaubt, weiß, dass Jesus Christus die Herzmitte der Kirche ist, gegenwärtig im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Die eucharistischen Hymnen künden davon. Wir verzehren uns so sehr nach dem „Panis Angelorum“, nach dem Brot der Engel – und wir müssten heute, gerade in dieser Zeit, die Schönheit der eucharistischen Anbetung neu entdecken. Geschenkt sind uns auch kostbare Hymnen wie diese von César Franck, wunderbar gesungen im Osterhochamt 2022: Panis angelicus (siehe Link). Wir alle sind sehnsüchtig nach dem Brot der Engel, nach der himmlischen Speise: „Engelsbrot wird zum Brot der Menschen; das himmlische Brot gibt den Gestalten ein Ziel: O wunderbares Geschehen! Es isst den Herrn der arme und demütige Knecht. Dich, dreieine und eine Göttlichkeit, bitten wir: Besuche uns, denn wir verehren dich. Auf deinen Wegen führe uns, wohin wir streben, zu dem Licht, in dem du wohnst. Amen.“

Dr. Thorsten Paprotny (siehe Link) lehrte von 1998-2010 am Philosophischen Seminar und von 2010 bis 2017 am Institut für Theologie und Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover. Er publizierte 2018 den Band „Theologisch denken mit Benedikt XVI.“ im Verlag Traugott Bautz und arbeitet an einer Studie zum Verhältnis von Systematischer Theologie und Exegese im Werk von Joseph Ratzinger / Benedikt XVI.

kath.net-Buchtipp
Theologisch denken mit Benedikt XVI.
Von Thorsten Paprotny
Taschenbuch, 112 Seiten
2018 Bautz
ISBN 978-3-95948-336-0
Preis 15.50 EUR


VIDEO - César Franck: Panis angelicus. Gesungen in der Basilika St. Clemens, Hannover, Ostern 2022

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz