Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. Wir können NICHT schweigen!
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  12. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze

Belgischer Bischof Van Looy verzichtet auf Kardinalsamt

18. Juni 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst hat laut Bischofskonferenz bereits zugestimmt - Im Hintergrund stehen Vorwürfe über den Umgang des früheren Bischofs von Gent mit Missbrauchsfällen in seiner Diözese.


Brüssel/Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der emeritierte Bischof von Gent, Luc Van Looy, verzichtet auf seine geplante Erhebung zum Kardinal. Papst Franziskus habe dem bereits zugestimmt, teilte die Belgische Bischofskonferenz (Donnerstagabend) mit. Als Begründung habe Van Looy angegeben, er wolle Opfer sexuellen Missbrauchs nicht "erneut verletzt" wissen. Die Nachricht seiner Ernennung habe viele positive Reaktionen, aber auch einige Kritik hervorgerufen, er sei Missbrauchsfälle in seiner Zeit als Bischof an der Spitze der Diözese Gent (2004-2020) nicht immer energisch genug angegangen.


Ende Mai hatte Papst Franziskus die bevorstehende Ernennung von 21 neuen Kardinälen angekündigt. Unter ihnen sollte am 27. August auch Van Looy sein. Da dieser das 80. Lebensjahr bereits vollendet hat, hätte er allerdings bei einer künftigen Papstwahl kein Stimmrecht gehabt.

Der 1940 geborene Van Looy legte 1968 seine Profess bei den Salesianern Don Boscos ab. 1970 zum Priester geweiht, wirkte er als Missionsgeistlicher und Ordensprovinzial in Südkorea. Später war er in verschiedenen Funktionen in der weltweiten Ordenszentrale der Salesianer Don Boscos in Rom tätig. Im Dezember 2003 wurde Van Looy von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zum Bischof von Gent ernannt. Von 2014 bis 2020 war der Belgier auch Präsident von "Caritas Europa".

Der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz, Kardinal Jozef De Kesel, begrüßte laut Katholischer Nachrichten-Agentur KNA die Entscheidung Van Looys. Die belgischen Bischöfe bekräftigten ihre Verpflichtung, ihren Kampf gegen alle Formen von Missbrauch in der Kirche fortzusetzen. "Die Interessen der Opfer und ihrer Familien stehen immer an erster Stelle", hieß es in der Erklärung der Bischofskonferenz. Vom Vatikan liegt bislang keine offizielle öffentliche Reaktion zu Van Looys Entscheidung vor.

Van Looy ist der erste designierte Kardinal, der von Franziskus ernannt wurde und öffentlich darum bat, nicht in den Senat des Papstes berufen zu werden. Ab Ende August hat das Kardinalskollegium demnach voraussichtlich 229 Mitglieder, davon 132 Papstwähler und 97 Nichtwähler.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  3. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  4. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  5. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  6. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  7. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  8. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  9. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  10. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  11. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  12. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  13. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  14. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  15. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz