Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  12. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Belgischer Bischof Van Looy verzichtet auf Kardinalsamt

18. Juni 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst hat laut Bischofskonferenz bereits zugestimmt - Im Hintergrund stehen Vorwürfe über den Umgang des früheren Bischofs von Gent mit Missbrauchsfällen in seiner Diözese.


Brüssel/Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der emeritierte Bischof von Gent, Luc Van Looy, verzichtet auf seine geplante Erhebung zum Kardinal. Papst Franziskus habe dem bereits zugestimmt, teilte die Belgische Bischofskonferenz (Donnerstagabend) mit. Als Begründung habe Van Looy angegeben, er wolle Opfer sexuellen Missbrauchs nicht "erneut verletzt" wissen. Die Nachricht seiner Ernennung habe viele positive Reaktionen, aber auch einige Kritik hervorgerufen, er sei Missbrauchsfälle in seiner Zeit als Bischof an der Spitze der Diözese Gent (2004-2020) nicht immer energisch genug angegangen.


Ende Mai hatte Papst Franziskus die bevorstehende Ernennung von 21 neuen Kardinälen angekündigt. Unter ihnen sollte am 27. August auch Van Looy sein. Da dieser das 80. Lebensjahr bereits vollendet hat, hätte er allerdings bei einer künftigen Papstwahl kein Stimmrecht gehabt.

Der 1940 geborene Van Looy legte 1968 seine Profess bei den Salesianern Don Boscos ab. 1970 zum Priester geweiht, wirkte er als Missionsgeistlicher und Ordensprovinzial in Südkorea. Später war er in verschiedenen Funktionen in der weltweiten Ordenszentrale der Salesianer Don Boscos in Rom tätig. Im Dezember 2003 wurde Van Looy von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zum Bischof von Gent ernannt. Von 2014 bis 2020 war der Belgier auch Präsident von "Caritas Europa".

Der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz, Kardinal Jozef De Kesel, begrüßte laut Katholischer Nachrichten-Agentur KNA die Entscheidung Van Looys. Die belgischen Bischöfe bekräftigten ihre Verpflichtung, ihren Kampf gegen alle Formen von Missbrauch in der Kirche fortzusetzen. "Die Interessen der Opfer und ihrer Familien stehen immer an erster Stelle", hieß es in der Erklärung der Bischofskonferenz. Vom Vatikan liegt bislang keine offizielle öffentliche Reaktion zu Van Looys Entscheidung vor.

Van Looy ist der erste designierte Kardinal, der von Franziskus ernannt wurde und öffentlich darum bat, nicht in den Senat des Papstes berufen zu werden. Ab Ende August hat das Kardinalskollegium demnach voraussichtlich 229 Mitglieder, davon 132 Papstwähler und 97 Nichtwähler.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Smaragdos 18. Juni 2022 
 

Léonard statt Van Looy

Wie wär's, stattdessen Erzbischof André-Joseph Léonarad zu nehmen? Der hätte es wirklich verdient, zum Kardinal erhoben zu werden! Der Haken dürfte sein, dass er nicht dem "neuen Paradigma" von PF folgt, sondern dem Paradigma Christi...


2
 
 dalet 18. Juni 2022 

Vorher

Vielleicht kann man ja solche Fragen künftig vorher klären?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz