Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. Voll in die Falle getappt
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

Belgischer Bischof Van Looy verzichtet auf Kardinalsamt

18. Juni 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst hat laut Bischofskonferenz bereits zugestimmt - Im Hintergrund stehen Vorwürfe über den Umgang des früheren Bischofs von Gent mit Missbrauchsfällen in seiner Diözese.


Brüssel/Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der emeritierte Bischof von Gent, Luc Van Looy, verzichtet auf seine geplante Erhebung zum Kardinal. Papst Franziskus habe dem bereits zugestimmt, teilte die Belgische Bischofskonferenz (Donnerstagabend) mit. Als Begründung habe Van Looy angegeben, er wolle Opfer sexuellen Missbrauchs nicht "erneut verletzt" wissen. Die Nachricht seiner Ernennung habe viele positive Reaktionen, aber auch einige Kritik hervorgerufen, er sei Missbrauchsfälle in seiner Zeit als Bischof an der Spitze der Diözese Gent (2004-2020) nicht immer energisch genug angegangen.


Ende Mai hatte Papst Franziskus die bevorstehende Ernennung von 21 neuen Kardinälen angekündigt. Unter ihnen sollte am 27. August auch Van Looy sein. Da dieser das 80. Lebensjahr bereits vollendet hat, hätte er allerdings bei einer künftigen Papstwahl kein Stimmrecht gehabt.

Der 1940 geborene Van Looy legte 1968 seine Profess bei den Salesianern Don Boscos ab. 1970 zum Priester geweiht, wirkte er als Missionsgeistlicher und Ordensprovinzial in Südkorea. Später war er in verschiedenen Funktionen in der weltweiten Ordenszentrale der Salesianer Don Boscos in Rom tätig. Im Dezember 2003 wurde Van Looy von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zum Bischof von Gent ernannt. Von 2014 bis 2020 war der Belgier auch Präsident von "Caritas Europa".

Der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz, Kardinal Jozef De Kesel, begrüßte laut Katholischer Nachrichten-Agentur KNA die Entscheidung Van Looys. Die belgischen Bischöfe bekräftigten ihre Verpflichtung, ihren Kampf gegen alle Formen von Missbrauch in der Kirche fortzusetzen. "Die Interessen der Opfer und ihrer Familien stehen immer an erster Stelle", hieß es in der Erklärung der Bischofskonferenz. Vom Vatikan liegt bislang keine offizielle öffentliche Reaktion zu Van Looys Entscheidung vor.

Van Looy ist der erste designierte Kardinal, der von Franziskus ernannt wurde und öffentlich darum bat, nicht in den Senat des Papstes berufen zu werden. Ab Ende August hat das Kardinalskollegium demnach voraussichtlich 229 Mitglieder, davon 132 Papstwähler und 97 Nichtwähler.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  8. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  9. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  10. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  11. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  12. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz