Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  4. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Belgischer Bischof Van Looy verzichtet auf Kardinalsamt

18. Juni 2022 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst hat laut Bischofskonferenz bereits zugestimmt - Im Hintergrund stehen Vorwürfe über den Umgang des früheren Bischofs von Gent mit Missbrauchsfällen in seiner Diözese.


Brüssel/Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der emeritierte Bischof von Gent, Luc Van Looy, verzichtet auf seine geplante Erhebung zum Kardinal. Papst Franziskus habe dem bereits zugestimmt, teilte die Belgische Bischofskonferenz (Donnerstagabend) mit. Als Begründung habe Van Looy angegeben, er wolle Opfer sexuellen Missbrauchs nicht "erneut verletzt" wissen. Die Nachricht seiner Ernennung habe viele positive Reaktionen, aber auch einige Kritik hervorgerufen, er sei Missbrauchsfälle in seiner Zeit als Bischof an der Spitze der Diözese Gent (2004-2020) nicht immer energisch genug angegangen.


Ende Mai hatte Papst Franziskus die bevorstehende Ernennung von 21 neuen Kardinälen angekündigt. Unter ihnen sollte am 27. August auch Van Looy sein. Da dieser das 80. Lebensjahr bereits vollendet hat, hätte er allerdings bei einer künftigen Papstwahl kein Stimmrecht gehabt.

Der 1940 geborene Van Looy legte 1968 seine Profess bei den Salesianern Don Boscos ab. 1970 zum Priester geweiht, wirkte er als Missionsgeistlicher und Ordensprovinzial in Südkorea. Später war er in verschiedenen Funktionen in der weltweiten Ordenszentrale der Salesianer Don Boscos in Rom tätig. Im Dezember 2003 wurde Van Looy von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zum Bischof von Gent ernannt. Von 2014 bis 2020 war der Belgier auch Präsident von "Caritas Europa".

Der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz, Kardinal Jozef De Kesel, begrüßte laut Katholischer Nachrichten-Agentur KNA die Entscheidung Van Looys. Die belgischen Bischöfe bekräftigten ihre Verpflichtung, ihren Kampf gegen alle Formen von Missbrauch in der Kirche fortzusetzen. "Die Interessen der Opfer und ihrer Familien stehen immer an erster Stelle", hieß es in der Erklärung der Bischofskonferenz. Vom Vatikan liegt bislang keine offizielle öffentliche Reaktion zu Van Looys Entscheidung vor.

Van Looy ist der erste designierte Kardinal, der von Franziskus ernannt wurde und öffentlich darum bat, nicht in den Senat des Papstes berufen zu werden. Ab Ende August hat das Kardinalskollegium demnach voraussichtlich 229 Mitglieder, davon 132 Papstwähler und 97 Nichtwähler.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  14. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  15. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz