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'Dumme Äußerungen' deutscher Promis zum Ukrainekrieg

12. Juli 2022 in Chronik, keine Lesermeinung
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Thomas Schwartz, der Chef des deutschen katholischen Renovabis-Hilfswerks, hat Äußerungen einiger deutscher Promis zum Ukraine-Krieg scharf verurteilt "Wer dort gewesen ist, der wird solche dummen Äußerungen nicht mehr machen."


Köln (kath.net)

Thomas Schwartz, der Chef des deutschen katholischen Renovabis-Hilfswerks, welches auch in der Ukraine massiv hilft, hat gegenüber dem "Domradio" den Brief einiger deutscher Promis, die die westlichen Staaten aufgefordert hatten, den Ukraine-Krieg mit Verhandlungen zu beenden, nach einem Ukraine-Besuch scharf kritisiert. Die Gruppierung hatte behauptet, dass Waffenlieferungen nur den Krieg unnötig verlängern würden. "Wer dort gewesen ist, der wird solche dummen Äußerungen nicht mehr machen. Die Menschen wollen dort die Heimat ihrer Kinder sichern. Sie wollen, dass die Kinder ihrer Kinder in der Ukraine als freie Menschen leben können und nicht in einer Situation der Unterdrückung, der Angst vor einem Terrorregime leben müssen, was in den besetzten Gebieten leider nun entsteht. Es gibt nicht nur ein Prinzip des gerechten Krieges - über das mag man vielleicht noch streiten -, es gibt auch ein Prinzip der gerechten Verteidigung. Und wenn es ein Recht zur Verteidigung gibt, dann hat es die Ukraine sicherlich auch in dieser Situation zu verwirklichen.", so Schwartz.


Der Renovabis-Chef betonte dann, es auch ein Recht gäbe, um Hilfe zu bitten. Er verstehe sich als ein Vertreter der Position, die sagt, wenn die ukrainischen Menschen ihre Freiheit verteidigen wollen und wenn diese sagen, dass dies sich nicht zu Opfern machen lassen sondern ihre Heimat und ihre Demokratie verteidigen wollen, dass er nicht anstehe, Ihnen das Recht abzusprechen, auch mit Waffenlieferungen. "Wir müssen uns immer klar machen, dass ein Frieden letztlich nur durch Verhandlungen erreicht werden wird. Aber die Frage ist, in welcher Position und aus welcher Position werden Verhandlungen dann aufgenommen - aus einer Position der Besiegten? Oder aus einer Position einer gewissen Stärke? Da gilt das, was früher auch schon mal ein gallischer Eroberer über Rom gesagt hat: Vae victis - wehe den Besiegten."


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