Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  12. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Tirol: Gebete für nach Murenabgang vermissten Priester

27. Juli 2022 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Suche nach aus Togo stammendem Pfarrer des Stubai bisher ohne Erfolg - Bittgottesdienste, Instagram-Gebetsaktion und täglicher Rosenkranz seiner Pfarrgemeinde - Priesterkollege Rinderer: Bestürzung und Nervosität der Bevölkerung groß


Innsbruck (kath.net/KAP) Im Tiroler Stubaital herrscht nach dem Murenabgang und der bisher erfolglosen Suche nach dem Pfarrer des Seelsorgeraumes, Augustin Kouanvih, Schock und Bestürzung. Nachdem der aus Togo stammende 60-jährige Priester in seinem Auto bereits am Freitagabend verschüttet worden war und alle bisherigen Suchaktionen nach Auffinden des Wracks noch keine Spuren von ihm zutage gebracht haben, besteht kaum noch Hoffnung auf sein Überleben. Am Wochenende waren Bittgottesdienste für den Vermissten in allen Kirchen des Stubais überfüllt, berichtete sein Priesterkollege P. Peter Rinderer am Dienstag gegenüber Kathpress. Tagtäglich wird derzeit in Fulpmes für den Geistlichen Rosenkranz gebetet, zudem gibt es auch eine Online-Gebetsaktion.

So hat die Diözese Innsbruck auf Instagram ein "Gebet in einer Zeit der Ungewissheit" gepostet, das bei zahlreichen Gottesdiensten auch vorgetragen wurde. "Am Freitagabend haben uns die Kräfte der Natur erschrecken lassen. In diesem Szenario hat sich unser Pfarrer Augustin mit dem Auto auf den Heimweg gemacht, doch das Ziel seiner Fahrt hat er nie erreicht", werden dabei die Folgen des schweren Unwetters geschildert. Erinnert wird in dem von Diakon Leo Hinterlechner verfassten Text außerdem an das Lachen, die Späße und die Hingabe, mit denen der Geistliche seinen Dienst geleistet habe. Die Frage "Ist alles dahin? Haben die Wassermassen alles hinweggerissen, jede noch so kleine Hoffnung, jeden Funken des Vertrauens?" steht dabei im Raum.


Auch Diözesanbischof Hermann Glettler postete das Gebet auf seinem Instagram-Account und schrieb dazu: "Wo ist Pfarrer Augustin? Diese Frage bewegt. Ich teile die Trauer mit der Bevölkerung im Stubaital und ganz Tirol. Herzliche Anteilnahme, Trost von Gott..." Von Seiten der Diözese Innsbruck hieß es am Dienstag, der seit mehreren Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft besitzende Priester werde trotz der gegen Null reichenden Überlebenschance weiterhin als vermisst gesehen, solange keine eindeutig identifizierbaren Leichenteile von ihm gefunden werden.

Pfarrer Kounanvih hatte sich am Freitagabend gegen 21 Uhr von Feierlichkeiten in Neustift, bei denen Ehrenamtliche aus dem Seelsorgeraum für ihr Mitwirken in den verschiedensten Bereichen der Pfarren gedankt wurde, verabschiedet. Sein vorzeitiger Aufbruch bei starkem Regen galt laut Medienberichten seiner Schwester, die auf Besuch gekommen war und auf ihn in Fulpmes wartete. Zudem wollte er sich auch noch für ein Begräbnis vorbereiten, das er Samstagvormittag in Telfes abhalten hätte sollen. Gegen 21.15 Uhr wurde sein Auto von einer großen Mure erfasst, die der Margarethenbach bei Fulpmes/Medraz verursacht hatte. Bei den Suchaktionen wurde außer dem komplett zerstörten Autowrack bisher nur die Bibel, Visitenkarten und Dokumente des Seelsorgers gefunden.

Weiterhin gestaltet sich die Suche nach dem Priester als enorm herausfordernd. Nach dem ersten Anlauf am Samstag gab es am Montag weitere Versuche, doch kam es nach erneutem Starkregen am Montagabend zu weiteren Murenabgängen im hinteren Stubaital, weshalb die Suche zuletzt nicht fortgesetzt werden konnte. Am Mittwoch werde die Lage neu beurteilt, die Aufgabe gleiche aber aufgrund des hohen Wasserstandes des Baches Ruetz und des verschmutzten Wassers der "Suche der Nadel im Heuhaufen", hieß es seitens der Wasserrettung. Auch Salesianerpater Rinderer sprach von einer weiter gefährlichen Situation. "Da die Überlaufbecken alle voll sind, ist jeder Regen und erst recht Starkregen ein großes Risiko. Die Nervosität ist weiter da."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  12. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  13. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz